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Terry

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1

Freitag, 3. August 2012, 10:03

Anreise ***Stories***

Servus,

habe auch gerade den Bericht von Falko gelesen und der hat mir meine Anreise 2010 nach Vancouver ins Gedächtnis gerufen.
Da hab ich mir gedacht, schreib ich auch mal was von so einer Erfahrung, da ich solche Geschichten seit damals auch immer sehr spannend finde.

Vllt interessiert es ja den ein oder anderen, bzw. vllt habt auch ihr Lust mal eure Erfahrungen kund zu tun :D


Es war einmal April 2010, meine Freundin flog bereits am Dienstag von MUC über FRA nach Vancouver, da sie unbedingt zu der Stargate-Convention wollte.
Da mich die Serie zwar auch interessiert, aber doch nicht so sehr, dass ich dafür haufen Geld (Gold-Ticket 500 CAD) ausgeben muss, war geplant, dass ich am Sonntag den gleichen Weg nachkomme, wenn die Convention vorbei ist.

Plan war also am Sonntag von MUC via FRA nach Vancouver zu fliegen. Gebucht war über AirCanada, ausgeführt werden sollten die Flüge von LH.
Nachdem ich dann mitten in der Nacht die Info bekommen habe, dass meine Freundin gut angekommen ist, gab es auch die ersten Hiobsbotschaften von einem gewissen isländischen Vulkan Names
Eyjafjallajökull. Erstmal machte ich mir darüber keine weiteren Gedanken.
Als dann am Donnerstag schon die Schließung von Hamburg Thema war und sich dies nachittags auch bewahrheitet hat, kamen erste Sorgen auf, ob ich überhaupt am Sonntag von München wegkomme, wenn die Aschewolke sich wie berechnet weiterbewegt.

Freitag war dann bereits FRA geschlossen und ich versuchte über die AirCanada Hotline anzufragen, ob es evtl. auch für Freitagabend oder Samstag früh noch Flüge gibt. Aber man meinte "das wird schon wieder bis Sonntag".
Am Samstag war dann bekannt, dass es die nächsten Tage keine Flüge von MUC geben wird und auch die Telefonate mit der Hotline waren wenig vielversprechend "man müsse jetzt von Tag zu Tag schauen" :cursing:

Sonntag gabs dann auch keine neuen Infos, ausser dass noch alles dicht ist in Deutschland. Freundin hatte den ganzen Spass natürlich auch zwangsweise mitbekommen und sich in Vancouver für die Nächste Nacht ein Hotel gesucht.

Da meine Hoffnung schwand noch irgendwie wegzukommen bin ich dann Montag früh einfach ins Büro. Hatte eigentlich Urlaub (logisch), aber wa soll ich Zuhause rumsitzen und meine wertvollen Urlaubstage verfallen lassen.

Am Montag dann vom Büro aus wieder mit der Hotline gesprochen (Nr kannte ich inzwischen auswendig :D ).

Man machte mir wenig Hoffnung und meinte "selbst wenn MUC am Dienstag wieder frei gegeben werden sollte, würde ich frühestens am nächsten Montag einen Flug bekommen" (:aufreg:)
Wir hatten genau für den Montag einen innerländischen Flug von Calgary nach Toronto gebucht.

Ich hab der netten Dame am Telefon dann gesagt, dass sie sich bitte alle Optionen anschauen soll. Ich muss irgendwie so schnell wie möglich aus Europa raus.
Nach relativ kurzer Wartezeit dann ein Licht am Horizont.

Es würde die Möglichkeit bestehen am Dienstag einen Flug von Rom nach Toronto zu bekommen. Geplannte Abflugzeit in Rom 14 Uhr, aber der Flug hätte "jetzt" schon 5h Verspätung, also eigentlich Abflug 19 Uhr.
Dann könnte ich weiter nach Vancouver fliegen, allerdings wird es unwahrscheinlich dass ich aufgrund der schon jetzt bekannten Verspätung meinen Anschlussflug in Toronto rechtzeitig bekomme.
Ich garnicht lang überlegt "her mit dem Ticket!!!"
Von FRA gab es einen BUS der andere Betroffene nach ROM fährt, aber der darf nicht in MUC halten, auch wenn er dran vorbei fährt. So ein bürokratischer Schwachsinn. Wenn ich also den Bus nehmen möchte müsste ich innerhalb von 3h nach FRA kommen.
Das Telefonat war um 9 Uhr morgens, die Abfahrt von FRA um 12 Uhr. Also keine Option.

Mir wursch, dann organisiere ich die Anfahrt nach ROM halt selbst, wird schon irgendwie gehen.

Ab zum Bahnhof und nach Ticket gefragt. Natürlich keine Chance, man hätte mir ein Ticket nach Bologna geben können, aber weiter.... keine Chance.
Man darf wohl in Italien nur in einen Zug einsteigen, wenn man eine Karte mit Sitzplatz hat, und die gab es nicht mehr. In Italien war bereits alle ausgebucht. :thumbdown:

Ich also weiter zu Europcar und gesagt, dass ich irgendein kleines billiges Auto brauche, One-Way nach Rom-Airport.

Der nette Herr "Ja klar, überhaupt kein Ding" :freu:

Er hätte aufgrund der aktuellen Situation eh gerade welche aus Rom bekommen, sogar mit italienischen KZ. Na Klasse, es keimte Hoffung auf.

Was soll den der Spaß kosten, versicherung soll er sich klemmen, hatte ich über die KK dabei.

Dann der Hammer, für 24h einen Fiat Panda 550 € und das bereits ohne Versicherung (:braue:) (:eek:)

Ich mir kurz Bedenkzeit genommen, aber was sollte ich machen. Freundin sitzt drüben und wartet.
Also los, Auto her. KK belastet, Schlüssel bekommen und meinen Gefährten für die nächsten Stunden übernommen.
Ab nach Hause, Koffer geschnappt und Karten im Inet ausgedruckt, damit ich dahin finde.
NAVI hatte ich dabei, aber da der Speicher nur einen Kontinent kann, war natürlich schon Nordamerika drauf. Also nix genutzt.

Um 13 Uhr am Montag dann Richtung Süden aufgebrochen, wo die Aschewolke sich noch nicht hat blicken lassen.
Es sind von MUC bis ROM fast genau 1000 km. Da ich genug Zeit hatte bin ich also ganz gemütlich und mit vielen Pausen um 5 Uhr morgens in ROM angekommen und hab meinen sehr kleinen Fiat Panda abgegeben, aber er hat mich gut ans Ziel gebracht.

Nach Erkundung des Airport war also den ganzen Tag warten angesagt. Check-In sollte erst 3 h vor Abflug aufmachen, also gegen 16 Uhr.
Der Flughafen ROM ist vor dem Check-In eine Katatrophe. Dreckig, ecklig, einfach nur bähhhh (:schlecht:)

Irgendwann dann der Check-In, Schlange gute 150 m durchs halbe Terminal lang und gut 1 h warten bis ich dran war. Hab überraschenderweise sogar meinen Platz mit viel Beinfreiheit bekommen, den ich ursprünglich mal gebucht hatte (:grin:)
Nach dem Check-In hätte man vom Boden essen können, hätte ich hier den ganzen Tag warten müsse wäre es viel leichter gewesen. Alles sauber, Nette gemütliche Ecken zum chillen.

Abflug war dann unpünktlich um 19 Uhr Richtung Toronto. Nachdem ich seit Montag morgen 7 Uhr keine Auge bis Dienstag 19 Uhr zugemacht hatte, dauerte es keine 5 min und ich habe sogar das Boarding coplete verpennt.

Habe dann im Flieger ca. 4-5 h schlafen können, Rest war essen und über die letzten Stunden nachdenke.

In Toronto dann gegen 23 Uhr gelandet. Immigration ging zügig, aber mein Flieger nach Vancouver war gerade weg.

Nach Schilderung meiner Story konnte man mir einen Weiterflug für nächsten Tag um 12 Uhr mittags anbieten, obwohl ab 7 Uhr morgens jede Stunde ein Flieger nach Vancouver geht.
Aber sie wird mich auf die Warteliste setzen.

Also die Nacht im Terminal verbacht und morgens dann durch die Security und ab zum Gate in der Hoffnung mit dem ersten Flug schon nach YVR zu kommen.
Ein bißl Glück gehört dazu, kurz vor Ende des Boarding wurde ich dann aufgerufen und durfte mit :freu:
Sitzplatz war in der 5 Reihe von hinten, ein Mittelplatz, ich habe mich auf den 5h Flug nicht einmal bewegt, ich glaub ich war eh schon in Trance.

Naja zumindest ans Ziel bin ich dann gekommen. Um ca. 8 Uhr in YVR gelandet.

Mietwagen und Hotels der ersten Tage hatte ich zuhause noch schnell geändert (Auto) bzw. storniert (Hotels).
Plan war eigentlich von Montag bis Samstag von Vancouver über Banff, Jasper und Edmonton nach Calgary zu fahren. Die Schleife über Jasper und Edmonton habe ich stroniert, und wir sind dann direkt durch.

Auto abgehollt, irgendein kleiner Nissan mit steinharten und extrem unbequemen Sitzen. Naja besser als nix.

Wartende Freundin dann in Downtown Vancouver abgehollt und bis in unser erstes Ziel nach Kelowna gefahren. Im BW wollten sie 300 CAD für eine Suite haben, was anderes war nich frei.
Grad rüber ins HIE, Zimmer für 120 CAD genommen. War ein klasse Zimmer und ich war froh nach dann ca. 60h Anreise eine Dusche zu nehmen und ins Bett zu fallen.

Ich war mit Ausnahme der 4-5h die ich im Flieger von ROM nach Toronto geschlafen habe seit Montag 7 Uhr morgens (deutscher Zeit) bis ca. 22 Uhr Mittwoch abend (Pacific Time) auf den Beinen.

Man glaub garnicht wie glücklich man über eine Dusche sein kann, wenn man anfängt sich selber zu riechen wird es langsam eng.



So ist jetzt doch etwas länger geworden als gedacht, aber vllt liest ja jmd mit Interesse.

Viele Grüße

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Terry« (3. August 2012, 10:17)


AndreaR

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2

Freitag, 3. August 2012, 10:13

Oh Gott, Horror pur! :8o:
Was ein Glück, dass Du überhaupt noch fliegen konntest. Aber der erste Teil des Urlaubs war natürlich dahin.
So ein dämlicher Vulkan (:kloppe:)
Bei Stammtischtreffen dabei.

Terry

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3

Freitag, 3. August 2012, 10:16

Da im Anschluss an die erste Urlaubswoche noch 3 Wochen im Osten Kanadas anstanden, war es zum Glück nicht umsonst.

Montelino

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Freitag, 3. August 2012, 11:26

Heftig, was so alles passieren kann wenn mal ein Vulkan ausbricht, da hättest du auch die 500 CAD für die Convetion zahlen können.
Aber naja solche Trips haben immer was gutes:
Du wirst dich in 30 Jahren immer noch dran erinnern und hast eine richtig nette Story zu erzählen.
Ich werde den ein oder anderen Urlaub auch nicht mehr vergessen.

OliH

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5

Freitag, 3. August 2012, 11:37

Krasse Geschichte. 8| "Leider" kann ich zu diesem Thema nichts beitragen - unsere An- und Abreisen verliefen bisher immer absolut undramatisch. *aufholzklopf*

Utah & Co

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6

Freitag, 3. August 2012, 11:39

Ach Du liebe Güte, da hast Du aber tapfer durchgehalten und alle Register gezogen. Deine Story klingt ja fast wie ein Drehbuch für einen total abgedrehten Film, den man nie vergessen wird, nur Du hast wahrscheinlich gedacht, Du bist im falschen Film. Ich bewundere wirkich Deine Ruhe und geschickten Schachzüge um doch noch alles möglich zu machen!
Viele Grüße
Jutta (:hutab:)
Liebe Grüße von
Utah & Co
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Terry

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7

Freitag, 3. August 2012, 11:39

Krasse Geschichte. 8| "Leider" kann ich zu diesem Thema nichts beitragen - unsere An- und Abreisen verliefen bisher immer absolut undramatisch. *aufholzklopf*

sei froh, das krasse ist, man kann sich im nachhinein, obwohl man ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch funktioniert (in Trance), sich doch noch an relativ viel erinnern

Terry

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8

Freitag, 3. August 2012, 11:43

Ach Du liebe Güte, da hast Du aber tapfer durchgehalten und alle Register gezogen. Deine Story klingt ja fast wie ein Drehbuch für einen total abgedrehten Film, den man nie vergessen wird, nur Du hast wahrscheinlich gedacht, Du bist im falschen Film. Ich bewundere wirkich Deine Ruhe und geschickten Schachzüge um doch noch alles möglich zu machen!
Viele Grüße
Jutta (:hutab:)

Danke :-)

Da ich bei uns die Urlaube organisiere und auch sonst eher der Organisierer bei uns bin, war das sogar eine recht nette Ablenkung zwischendurch.
Ich glaub in Rom am Flughafen habe ich das mit dem Mietwagen umorganisiert, da hat sich der gute Service von Hertz ausgezahlt :-)

Wäre die Konstellation andersrum gewesen (ich drüben, meine Freundin noch hier), wäre wohl einiges im Desaster geendet. :whistling:

Carsten

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9

Freitag, 3. August 2012, 16:15

Schon krass was so durchmacht um ins gelobte Land zu kommen. Ich bin bisher immer nur vorbeigeschrammt, Fluglotsenstreik, mein Flieger ging im Notplan, am Pilotenstreik der LH knapp vorbei und den Eierfaller hab ich auch kanpp verpasst. Mich hätte es aber auf dem Rückflug erwischt, ne Woche länger Zwangs-USA ist da nicht ganz so tragisch :whistling:
Gruß
Carsten

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10

Freitag, 3. August 2012, 16:33

Oh, das ist heftig....

Da ist meine Story gar nicht sooooo wild.

USA Urlaub 2010

Die Aschewolke hatte sich pünktlich verzogen, der Cabin Crew Streik bei Britisch Airways war auch zwei Tage zuvor zu ende gegangen, es sah also alles
nach einer entspannten Anreise nach New York aus.....

Aber so sollte es nicht bleiben.
Noch völlig entspannt verlief das Boarding in Düsseldorf um nach Lodon Heathrow zu kommen.
Alle waren pünktlich an Board, die Luke wurde geschlossen, die Maschinen wurden gestartet und gingen gleich
drauf wieder aus.... Das ganze wiederholte sich noch etwa 4 mal.....
Dann die Durchsage des Captains:
" Wie Sie sicher mitbekommen haben, gab es Probleme beim starten der Triebwerke. Im Cockpit leuchtet
eine Fehlermeldung auf, nix schlimmes, aber wir müssen das prüfen lassen. Ein Mitarbeiter von Air Berlin
(die betreuen BA in DUS) wird sich die Maschine gleich ansehen. Danach starten wir dann...."

Ein Mitarbeiter kam, ging, kam mit einem Kollegen wieder, ein dritter Mitarbeiter kam mit Plänen....
Die Triebwerke wurden gestartet und gingen gleich wieder aus.....

Das ganze dauerte etwa eine Stunde.... Dann eine neue Ansage vom Captain:

" Der Fehler ist behoben, aber leider geht die Lampe im Cockpit noch nicht aus. Der Techniker prüft das und
kehrt gleich zur Maschine zuück....."

Wir hatten ja 4 Stunden Aufenthalt in London, aber das wird jetzt echt knapp....

Nach einer weiteren Stunde dann die nächste Ansage vom Captain:

" Leider bekommen wir die Lampe nicht aus. Wir warten auf Anweisungen aus London...."

Etwa 30 Minuten später: "Wir haben eine schlechte Nachricht, wir können leider nicht mit Pasagieren nach
London fliegen. Daher müssen wir Sie bitten, auszusteigen und sich am BA Schalter zu melden...

Also alle aus aus dem Flieger und mit dem Bus zur Passkontrolle.
Da war aber kein Beamter.... es dauerte etwa 20 Minuten, bis da zufällig ein MA des Flughafens
vorbei kam und fragte, was wir denn da machen würden....
Dann dauerte es noch mal 10 Minuten bis ein Beamter da war.

Nach dem wir die Koffe entgegengenommen hatten hieß es HACKENGAS...
Mit 3 Koffern und einem Rucksack, im Laufschrift zum BA schalter, wo
natürlich schon eine lange Schlange war.

Als wir dran kamen, sagte uns die Dame... Na, nach Newark kommen Sie aber heute nicht mehr....
Ich könnte ihnen nen Flug nach JFK anbieten, dan wären Sie schon mal in der richtigen Stadt...
Und auch da müssten Sie sich beeilen, denn der Fliger nach Heathrow hebt in 10 Minuten ab...
Auf die Frage wie wir dann nach Newark kommen, sagte Sie nur.... Das ist erstmal nicht Ihr
Problem. Da wird sich in New York schon was finden lassen.... Wer die Kosten übernimmt,
könne Sie nicht sagen....Aha, dachte ich mir so....

Wir also Boardkarten holen, Koffer einchecken und zum Security Check gelaufen.
Dort habe ich mich ganz frech vorgedrängelt, hab dem Beamten meine Boardingkarte gezeigt
und er begriff, das wir es eilig haben. Wir schafften es gerade noch zum Flieger, denn
hinter uns wurden die Türen zu gemacht. Als ich auf die Boardkarte für den JFK Flug geschaut
habe, wurde mir ganz schlecht.... Wir hatten von Ankunft bis Abflug in Heathrow exakt 17 Minuten....
Das wird eng....Ob unsere Koffer wohl mitkommen?

In London haben wir mit der Boardingcard gewedelt und kamen in die First Class Line...
Dann wieder Hackengas durch das T5 zum Gate und wieder wurden hinter uns die Türen geschlossen..
Ich war mittlerweile völlig durchgeschwitzt und im Arsch....

Wir saßen als erst mal in einem Flieger in die USA...

Wir hätten, wenn alles NORMAL geklappt hätte, um 18.00 Uhr in EWR landen sollen.
In JFK sind wir dann um 21.30 Uhr gelandet. Imigration und Koffer holen
ging schnell... Da standen wir nun, falscher Flughafen, Mietwagen ab EWR gebucht.........Was tun.

Ich fragte erst mal nen Taxifahrer... der Preis 160$ plus Tax und Toll...
Da wir nicht wissen ob wir es erstattet bekommen, schlagen wir dieses Angebot aus...

Dann frage ich einen Shuttle Fahrer... der fährt eigenlich nur die STrecke JFK - Manhattan
Er meint aber, das es eh die letzte Tour ist und er würde uns für 100$ plus Toll nach EWR
bringen. Vorher muss er aber noch Gäste nach Manhattan bringen...

Wir überlegen nicht lange und schlagen ein....
Nun beginnt um 23.00 Uhr unsere Nächtliche Stadtbesichtigung.... Nur für die Schönheit der
Stadt habe ich kein Auge, denn ich bin völlig im Eimer.
Gegen 1.00 Uhr erreichen wir den Flughafen EWR.... nur 7 Stunden später als geplant,
völlig fertig... Aber das war noch nicht alles....

Die Dame bei Alamo hatte auch keine Lust uns irgendetwas aufzuschwatzen, und gab uns nur
Wortlos den Mietvertrag, Unterschrift und xxx hier und da...
Wir sollen uns "Irgendeinen" Wagen nehmen, sie hat keine Lust mit rauszukommen und uns einen
zu geben (EWR hat nämlich normal keine Choice Line...)

Wir hatten nun also unseren Wagen, aber da wir ja eigentlich um 18.00 Uhr hätten da sein sollen,
hatte ich im Vorfeld schon ein Hotel in etwa 70Km Entfernung gebucht...
Da mussten wir also auch noch hinfahren, mitten in der Nacht.

Um 2.30 Uhr kamen wir am Hotel an, bekamen den Schlüssen und ich viel sammt Klamotten in
einen komatösen Schlaf.......

Fazit: Soetwas brauche ich NIE WIEDER.....
Wir haben übrigens die kompletten Kosten erstattet bekommen, sammt einer Entschuldigung und eines Gutscheins...
Da ist BA schon in Ordnung..

Terry

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11

Freitag, 3. August 2012, 18:05

Oh man, das zerrt sicher an den Nerven, rennen musste ich ja nicht, nur W A R T E N

hoffe es klappt bei uns besser dieses jahr als bei dir Andree.
Wir fliegen auch über Heathrow nach Newark, aber dann weiter nach LV inkl. Wechsel von T1 zu T4 in Heathrow in 1,5 h :D

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12

Freitag, 3. August 2012, 22:27

eine kleine Episode rund um den Condor Flug DE 7083

Winterurlaub Las Vegas 2010 - der Rückflug

Wir hatten eine tolle Zeit in Las Vegas, im Zion NP, im Bryce Canyon im Winter mit 3 m Schneehöhe, am Grand Canyon, alles bei tollem Wetter.
Der Rückflug starte pünktlich von LV in Richtung FRA. Wir saßen in Reihe 19, hatten gerade die Flughöhe erreicht, das Essen roch schon durch das Flugzeug, die Servicedamen rückten mit ihren Saftwägelchen an. Irgendwie roch es neben dem Essen auch etwas angebrannt - sollte es das Essen sein - oder was anderes ?
Die Geruchsbeurteilung erfolgte durch die Passagerie im vorderen Bereich, kurz vor der BClass und in der BClass. Dann kam das Servicepersonal, die oberste Servicedame, der Co-Pilot und dann der Pilot - natürlich nacheinander.
Die Servicewägelchen wurden wieder eingeparkt und es gab zunächst nicht - nur Ratslosigkeit.
Dann die Durchsage vom Cockpit, das wir ein technisches Problem hätten und geplant ist, in etwa 20 Minuten in Denver zu landen. Die Landung in Denver war begleitet rechts und links der Maschine von der Feuerwehr. Die Maschien kam zum Stehen und kurz danach waren die Firefighters an Bord und kontrollierten mit Wärmebildkameras den betroffenen Bereich.
Wir wurden aufgefordert die Maschine zu verlassen und im Gebäude auf weitere Anweisungen zu warten. Wir warteten, und warteten, nach und nach schlossen die Läden im Flughafen, denn es war schon fast Mitternacht. Dann wurden wir aufgefordert mit dem Train zur Gepäckausgabe zu fahren. Wir sollten uns selbst was ein Verpflegung besorgen, die Kosten würde Condor übernehmen. Quittungen sollten wir sammeln.
Nach über 3 Stunden Wartezeit kam dann endlich unser Gepäck. Uns taten die Familien mit Kindern leid. Als einzige Verpflegung gab es Wasser. Dann wurde uns mitgeteilt, dass wir in Hotels in Denver für die Nacht untergebracht werden. Alles drängelte zu den Bussen, die total überfüllt waren. Wir fuhren mind. 20 Minuten bis zu unserem Hotel. Das Zimmer war o.k. - es war inzwischen 3 Uhr nachts. Kurz vor 7.30 Uhr wurden wir geweckt und fanden unter der Tür einen Zettel von Condor, dass sie alle Kosten auch für die Verpflegung übernehmen. Um 8.30 Uhr war späteste Abfahrt zum Flughafen. Die Benachrichtigung war so kurzfristig, dass ein Frühstück im Hotel nicht möglich war.
Der Checkin am LH-Schalter war problemlos und schnell, es war 9 Uhr morgens. Dann wurde der Abflug für 16.00 Uhr angekündigt, was dann auch so war - und das mit der gleichen Maschine. Es wurde informiert, dass es ein Schwelbrand in der Beleuchtung war und das Problem behoben sei - die Beleuchtung brannte dort auf dem gesamten Flug nicht mehr !
Wir haben zwischen 9 Uhr morgens und 16 Uhr nachmittags noch eine Kleinigkeit gegessen. Insgesamt haben wir mit 2 Personen insgesamt rd. 47 $ an Speisen und Getränke ausgegeben.
Wir kamen dann - einen Tag verspätet - in FRA um 10.30 Uhr an, glücklich und zufrieden wieder zu Hause zu sein.
Soweit die Storie !
Dann kam der Hammer - wir haben die Belege bei CONDOR eingereicht. Nachdem CONDOR nicht reagiert hat habe ich nach ein paar Wochen mal freundlichnachgefragt - nach ein paar Wochen erneut nachgefragt - nach ein paar Wochen erneut nachgefragt - ich habe nie eine Antwort erhalten.
Das Ende ist schnell erzählt: ich habe CONDOR verklagt und zwar nicht nur wegen der läppischen 47 $, sondern auch wegen der Verspätung, den zusätzlichen Urlaubstag, ....
Nach 2 Jahren zahlte CONDOR nach einem Vergleich, damit das Thema mal endlich rum ist.
»klaus« hat folgende Datei angehängt:
  • P1090992-1.JPG (27,4 kB - 40 mal heruntergeladen - zuletzt: 22. September 2018, 14:23)
(:hutab:) Klaus


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Freitag, 3. August 2012, 22:38

Ich finde sowas eine Frechheit, die leben davon dass die Passagiere mit einem Fliegen und wenn mal was schief geht, hat man nur stress und Ärger.

Andere haben vermutlich nicht deine Ausdauer gehabt und warten heut noch auf ihr Geld.

Minnesota

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14

Samstag, 4. August 2012, 16:27

Dieser Thread sollte eine Ergänzung der Überschrift bekommen: "Nix für schwache Nerven" ..... Man, da kann einem ja ganz übel werden.

Ich halte es mit Oli - bisher keine inhaltlichen Beiträge hierfür - und so soll es hoffentlich auch bleiben!!

@Terry: für solche Fälle wie deine habe ich immer mein kleines praktisches tragbares "Reise"-Stargate am Schlüssel hängen ;-) Ich hoffe, die Con war dann auch so toll wie diese Anreise?

Terry

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15

Samstag, 4. August 2012, 17:20

Dieser Thread sollte eine Ergänzung der Überschrift bekommen: "Nix für schwache Nerven" ..... Man, da kann einem ja ganz übel werden.

Ich halte es mit Oli - bisher keine inhaltlichen Beiträge hierfür - und so soll es hoffentlich auch bleiben!!

@Terry: für solche Fälle wie deine habe ich immer mein kleines praktisches tragbares "Reise"-Stargate am Schlüssel hängen ;-) Ich hoffe, die Con war dann auch so toll wie diese Anreise?

Die Con, lt. meiner Angetrauten war toll, sie war seit 2008 bis 2011 jedes Jahr dort :-)

Wenn Interesse besteht und sie mal Lust hat, kann sie ja vllt mal etwas berichten

Luke Short

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16

Samstag, 4. August 2012, 19:10


Da ich bei uns die Urlaube organisiere und auch sonst eher der Organisierer bei uns bin, war das sogar eine recht nette Ablenkung zwischendurch.

Yepp, das ist deutlich zwischen den Zeilen zu lesen…“der Weg ist da Ziel“…Respekt! Ich hatte in jungen Jahren auch noch den Nerv für Unvorhergesehenes…fehlendes Gepäck bei der Anreise kam häufiger vor…oder die Rückreise von Cleveland über New York, Brüssel, Hannover…mit 5 Stunden unvorhergesehenem Aufenthalt in New York wegen eines defekten Fliegers und sich dann in Brüssel für weitere 8 Stunden auch nichts bewegte…bis auf die tollen Steaks im Handgepäck, die ich mir in Cleveland beim Schlachter meines Vertrauens gekauft hatte…oder der gedankenlose 3 Tage Abstecher von Barbados nach Caracas …wo man uns wegen der fehlenden Gelbfieberprophylaxe bei der Wiedereinreise auf Barbados nicht mehr rein lassen wollte …heute bin ich zum Warmduscher und Laternenparker geworden…bevorzuge Direktflüge und schaue mir den Weg vom Flughafen zum Hotelparkplatz schon zu Hause auf Google Street-View an… :whistling:

Luke
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17

Samstag, 4. August 2012, 20:23


.... schaue mir den Weg vom Flughafen zum Hotelparkplatz schon zu Hause auf Google Street-View an… :whistling:

Luke
:D :D dat kenn ich ... was würden wir nur ohne die Technik machen :thumbsup:

Terry

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18

Samstag, 4. August 2012, 20:33

Jepp, ich schaue mir auch meist alles vorher in google an.

Merk mir dann meist auch so den Weg und Navi is nur zur Sicherheit an :D

Frag mich wie die ältere Generation früher den Urlaub geplannt hat, also es das Inet noch net gab. ?(

Luke Short

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19

Samstag, 4. August 2012, 20:49


Frag mich wie die ältere Generation früher den Urlaub geplannt hat, also es das Inet noch net gab. ?(


na mit Kartenmaterial von AAA und noch früher...sind wir einfach losgezogen...immer weiter nach Westen... :whistling:

Luke
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20

Samstag, 4. August 2012, 20:53


na mit Kartenmaterial von AAA und noch früher...sind wir einfach losgezogen...immer weiter nach Westen... :whistling:

Luke
(:daumenh:)
Da ist man vermutlich auch noch unbefangener an die Sache rangegangen

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