Du bist nicht angemeldet.

Ilona

Slot Canyon Addict

  • »Ilona« ist weiblich
  • »Ilona« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Registrierungsdatum: 9. November 2015

Wohnort: Kraichgau

  • Private Nachricht senden

41

Freitag, 15. November 2019, 12:47

Schade, dass es so wolkig war im Gebirge.

Ja, leider regnete und gewitterte es an dem Tag immer mal wieder.

Bei euch gab es wenigstens eine Heizung und bestimmt auch warmes Wasser, bei den Hotels meiner Tochter gab es das nicht, Wassertemperatur zum Duschen 8-10 Grad und Raumtemperatur in den Hochlagen auch nicht viel wärmer. :D

Uiihhh, da hatten wir ja noch Glück. Warmes Wasser und ein überschlagenes Zimmer hatten wir wenigstens.

Meine Tochter hatte sich vorsorglich schon Tabletten gegen die Höhenkrankheit in der Apotheke geholt und diese dann auch gebraucht, dazu hatten ihr die peruanischen Freunde geraten.

Vor der Einnahme wird allerdings gewarnt, da die Tabletten die Symptome verschleiern. Wir haben das bei dem Niederländer erlebt (weiteres dazu kommt noch). Besser ist das Akklimatisieren in Arequipa, d. h. mindestens 2 Tage dort bleiben, was aber bei uns aus Zeitgründen nicht ging. Die Naturheilmittelchen + eine Aspirin haben schon geholfen, denn das (:kotz:) blieb bei mir aus. Wir haben auf dem Rückweg übern Pass einige über den Straßenrand hängende Köpfe gesehen.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Susanne

Sauerländerin

  • »Susanne« ist weiblich

Beiträge: 2 765

Registrierungsdatum: 13. Januar 2012

Wohnort: Grüne Hölle

Beruf: Ich leite ein kleines Abrissunternehmen

  • Private Nachricht senden

42

Freitag, 15. November 2019, 13:07

Oje... da hattest du ja keinen tollen Tag ! Ich hatte die Höhenkrankheit zum Glück nur einen Nachmittag. Dank dem Mittel aus der Apotheke gings mir am nächsten Tag richtig gut.

Ich glaube, in Südamerika sollte man nicht mit Pünklichkeit rechnen... wir haben auch dann und wann gewartet. Andere Länder, andere Sitten :D . In unserem Zimmer in Chivay lag nach dem Essen eine Wärmeflsche im Bett :D . Hat gut getan ! Das Wasser war aber warm :D .
Bei vielen Treffen dabei :D !

Ilona

Slot Canyon Addict

  • »Ilona« ist weiblich
  • »Ilona« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Registrierungsdatum: 9. November 2015

Wohnort: Kraichgau

  • Private Nachricht senden

43

Freitag, 15. November 2019, 14:28

Ich hatte die Höhenkrankheit zum Glück nur einen Nachmittag. Dank dem Mittel aus der Apotheke gings mir am nächsten Tag richtig gut.

Ich erinnere mich. Schade um das Alpaka-Steak :zwinker: :D .

In unserem Zimmer in Chivay lag nach dem Essen eine Wärmeflsche im Bett [/size] :D . Hat gut getan ! Das Wasser war aber warm :D .

Was für ein Service :thumbsup: . Ich hätte auch gerne eine Wärmeflasche gehabt. Welches Hotel hattet ihr?
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Susanne

Sauerländerin

  • »Susanne« ist weiblich

Beiträge: 2 765

Registrierungsdatum: 13. Januar 2012

Wohnort: Grüne Hölle

Beruf: Ich leite ein kleines Abrissunternehmen

  • Private Nachricht senden

44

Freitag, 15. November 2019, 15:15

Das Hotel hieß "El Refugio", wunderschön gelegen in einem Canyon. Zur Wärmeflasche gabs noch ein Pralinchen auf dem Kissen :D
Bei vielen Treffen dabei :D !

Ilona

Slot Canyon Addict

  • »Ilona« ist weiblich
  • »Ilona« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Registrierungsdatum: 9. November 2015

Wohnort: Kraichgau

  • Private Nachricht senden

45

Freitag, 15. November 2019, 15:35

Das Hotel hieß "El Refugio", wunderschön gelegen in einem Canyon. Zur Wärmeflasche gabs noch ein Pralinchen auf dem Kissen :D

Oh, ich glaube, dass da die Niederländer untergebracht waren. Da ging es etwas abenteurlich über Steinplatten steil nach unten und dort war ein Telefon. Dann kam ein Angestellter und hat die Gäste und das Gepäck abgeholt. Unser Kleinbus fuhr uns danach zu unserem Ho(s)tel. Das war nur 10 Fahrminuten weiter.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Otto

Moderator

  • »Otto« ist männlich

Beiträge: 10 179

Registrierungsdatum: 11. Januar 2012

Wohnort: Niederrhein

  • Private Nachricht senden

46

Freitag, 15. November 2019, 19:40


Und die Otto-Lines am Niederrhein hat noch keiner entdeckt. ^^

Hast du die schon mal vorgestellt?


Nene - die hat ja noch keiner entdeckt. :zwinker: (:fluecht:)


Ich glaube, ich bekomme vom Lesen schon die Höhenkrankheit.
Für einen Flachlandtiroler wie mich ist das ja abartig hoch. ^^
USA 1980 - Florida 1989 - Südwesten 2004 - West-Kanada 2005 - Südwesten 2008 - Florida 2009 - Südstaaten 2009
Bei wahrscheinlich USA-Stammtisch Treffen dabei gewesen
Schöne Grüße
Otto

Ilona

Slot Canyon Addict

  • »Ilona« ist weiblich
  • »Ilona« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Registrierungsdatum: 9. November 2015

Wohnort: Kraichgau

  • Private Nachricht senden

47

Samstag, 16. November 2019, 10:37


Nene - die hat ja noch keiner entdeckt. :zwinker: (:fluecht:)

Ach so . Dann wird es aber Zeit, Otto, dass du die Linien entdeckst.

Ich glaube, ich bekomme vom Lesen schon die Höhenkrankheit. Für einen Flachlandtiroler wie mich ist das ja abartig hoch. ^^

Dann warte mal ab, wie hoch es zum Schluss der Reise noch geht :D .
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Hei

Rumtreiber

  • »Hei« ist männlich

Beiträge: 2 268

Registrierungsdatum: 12. Januar 2012

Wohnort: Niedersachsen

  • Private Nachricht senden

48

Samstag, 16. November 2019, 18:48

Schade, dass es dich mit der Höhenverträglichkeit so erwischt hat, aber auch schön das ihr das in relativ kurzer Zeit in den Griff bekommen habt.Vor unseren Reisen in die Anden, war die Höhenverträglichkeit nicht zu kennen,wirklich ein Thema, was uns schon jahrelang vorher sehr beschäftigte.
Im Vorfeld der Südamerikareisen sind wir mal auf den Pikes Peak, zum Testen, hochgefahren und haben es nicht für schlimm empfunden.
Bei unserer Reise in Nordargentinien, haben wir die Route genauso geplant und durchgeführt, dass wir schon tagelang auf Basis 2500, mit kleinen Abstechern auf 4300, waren.Bevor es dann auf nahezu 5000 ging, hatten wir noch eine Übernachtung auf 3700 eingeplant. Uns hat somit, ohne irgendwelche Hilfsmittel, die Höhe nichts ausgemacht. Allerdings sind wir auch nicht gewandert.
Auf 4900 wart ihr bei eurer Reise ja schon, da bin ich jetzt aber gespannt wie hoch ihr noch kommt.
Gruß Heiner :winken:
„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben“ (Alexander von Humbolt)




Ilona

Slot Canyon Addict

  • »Ilona« ist weiblich
  • »Ilona« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Registrierungsdatum: 9. November 2015

Wohnort: Kraichgau

  • Private Nachricht senden

49

Sonntag, 17. November 2019, 09:56

Schade, dass es dich mit der Höhenverträglichkeit so erwischt hat, aber auch schön das ihr das in relativ kurzer Zeit in den Griff bekommen habt. Vor unseren Reisen in die Anden, war die Höhenverträglichkeit nicht zu kennen,wirklich ein Thema, was uns schon jahrelang vorher sehr beschäftigte.
Im Vorfeld der Südamerikareisen sind wir mal auf den Pikes Peak, zum Testen, hochgefahren und haben es nicht für schlimm empfunden.
Bei unserer Reise in Nordargentinien, haben wir die Route genauso geplant und durchgeführt, dass wir schon tagelang auf Basis 2500, mit kleinen Abstechern auf 4300, waren. Bevor es dann auf nahezu 5000 ging, hatten wir noch eine Übernachtung auf 3700 eingeplant. Uns hat somit, ohne irgendwelche Hilfsmittel, die Höhe nichts ausgemacht. Allerdings sind wir auch nicht gewandert.
Auf 4900 wart ihr bei eurer Reise ja schon, da bin ich jetzt aber gespannt wie hoch ihr noch kommt.

Hallo Heiner,

Ihr habt euch nicht nur im Vorfeld damit beschäftigt, sondern ihr habt euch auch richtig akklimatisiert. Das konnten wir aus Zeitgründen leider nicht. Aber ich bin froh, dass ich auf die chemische Keule verzichten konnte. Wir waren immer nur über einen kürzeren Zeitraum in der Höhe unterwegs. Es macht auch einen Unterschied, ob man nur mal kurz in der Höhe ist oder man dort wandert. Zum Schluss der Reise hätten wir durchaus im Mt Everest Basis Camp (5350 m) einchecken können :zwinker: :D .

Hier ist übrigens eine Information zum Thema Höhenmedizin:

Mit steigender Höhe nimmt der Luftdruck kontinuierlich ab. Während auf Meeresspiegelniveau ein Druck von etwa einem Bar herrscht, beträgt er in 5000 Metern noch die Hälfte, am Mount Everest (8848 Meter) gar nur ein Drittel des Normaldrucks. Da der Sauerstoffpartialdruck entsprechend absinkt, steht dem Körper mit jedem Höhenmeter immer weniger des lebenswichtigen Gases zur Verfügung.

Bis etwa 3500 Meter über Normalnull kann der menschliche Organismus den Sauerstoffschwund in der Regel problemlos verkraften. Wer höher hinauf will, muss sich allmählich an die Gebirgsluft anpassen. In extremen Höhen oberhalb von 5500 Metern funktioniert das allerdings nicht mehr vollständig und bei 7500 Metern beginnt schließlich die "Todeszone", die einen längeren Aufenthalt gänzlich ausschließt.
(Quelle: Spiegel)
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Ilona

Slot Canyon Addict

  • »Ilona« ist weiblich
  • »Ilona« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Registrierungsdatum: 9. November 2015

Wohnort: Kraichgau

  • Private Nachricht senden

50

Sonntag, 17. November 2019, 10:13

18.04.19 – Yanque -> Puno

Cruz del Condor - el condor pasa

In der Nacht regnete es weiter und trotz der dicken Decken froren wir. Um 5:30 Uhr standen wir auf, denn um 6 Uhr gab es ein einfaches Frühstück mit dünnen Fladenbrötchen aus dem Steinofen. Viel Zeit hatten wir ohnehin nicht zum Frühstücken, denn der Kleinbus fuhr schon um 6:30 Uhr vor. Geplant war 6:45 Uhr, doch das niederländische Ehepaar blieb an dem Vormittag im Hotel.

Der Mann hatte in der Nacht Magen-Darm-Probleme, so dass Naniella einen Arzt rufen musste. Bestimmt waren das bei ihm die Nachwirkungen der Höhenkrankheit oder Nebenwirkungen der starken Medikamente, die er sich in der Apotheke besorgt hatte. Jedenfalls sollte er sich noch ein paar Stunden im Hotel ausruhen.

Wir fuhren als erstes zum Hauptplatz im Ort Yanque. Dort tanzte eine Folkloregruppe um den Brunnen.





Natürlich gab es auch dort viele Souvenirstände.



Vor allem die ältere Generation mag es nicht, fotografiert zu werden und dieses süße Mädel strahlte als Einzige regelrecht in die Kamera.



In Yanque durfte man sogar die Kirche von innen fotografieren. Das ist ganz selten der Fall.





Die kurvenreiche Straße schlängelt sich entlang dem Rio Colca und seinen Terrassen aus der Vor-Inka-Zeit.







An den Aussichtsparkplätzen finden sich immer Verkaufsstände und gegen eine Spende ist ein Foto mit einem Alpakababy möglich.



Die frühere Straße führte um den Berg, doch sie fiel einem schweren Erdbeben zum Opfer. Deshalb gibt es jetzt diesen Tunnel.



Unser Touristentransporter hielt immer mal wieder an. Hier hatten wir einen schönen Blick auf den Rio Colca.





Ein paar Kilometer weiter irgendwo oben in der Wand



sind keine Schwalbennester, sondern ehemalige Vorratskammern der Inkas.



Hier an der Kontrollstelle mitten im Canyon wird der Eintritt fällig. Man beachte, dass Extranjeros = Ausländer den Höchstpreis bezahlen müssen. Bei uns waren fast alle Eintrittspreise im Paketpreis drin.



Kurz darauf stoppte der Bus und wir wanderten zum Canyonrand. Wir waren überhaupt nicht sicher, ob wir Kondore zu sehen bekommen, denn das ist nicht immer der Fall. Aber schon auf dem Weg kreisten sie zahlreich über unseren Köpfen.



Wem kommt da nicht das bekannte melancholische Lied in den Sinn: El condor pasa

Der Kondor fliegt vorbei.
Oh majestätischer Anden-Kondor,
nimm mich mit in meine Heimat in den Anden.
Oh Kondor, ich will zurück in mein geliebtes Land
und mit meinen Brüdern, den Inkas, leben.
Das ist meine größte Sehnsucht, oh Kondor.
In Cusco, auf der Plaza Principal, dort warte auf mich.
Auf dass wir wandern zum Machu Picchu
und zum Huayna Picchu.


Das sind noch Jungtiere und sehr wahrscheinlich Weibchen.





Das Federkleid der männlichen Kondore ist schwarz mit weißer Halskrause und sie haben einen Kamm.





Der größte Raubvogel der Welt erreicht eine Spannweite von über 3 Metern und eine Höhe von 1,5 Meter. Er ernährt sich nur von Aas und nutzt thermische Aufwinde, die ihn auf bis zu 7000 m Höhe tragen. Es ist gut, dass die Kondore hier geschützt werden, denn der Riesenvogel wird erst mit 12 Jahren geschlechtsreif und ein Weibchen legt nur alle 3 Jahre ein Ei.

Wir gingen etwa einen Kilometer am Rand entlang





und machten bestimmt 500 Kondorbilder.

Dann fuhren wir noch ein paar Kilometer zum eigentlichen Mirador Cruz el Condor weiter.



Dort am Aussichtspunkt tummelten sich die meisten Touristen,



aber die Kondore hatten hier an dem Tag wohl keine gute Thermik.

Wir fuhren dieselbe Strecke wieder zurück und hielten noch im Örtchen Maca. Als 1991 der Vulkan Hualca Hualca in der Nähe ausbrach, wurde der Ort durch das einhergehende Erdbeben fast vollständig zerstört. Mittlerweile wurde wieder alles aufgebaut und die Kirche restauriert.



Auch in dieser Kirche durfte man fotografieren. Es ist alles Gold, was glänzt und beweist, wie es der Katholizismus verstand, die Bevölkerung durch Glanz und Gloria zu beeindrucken.





Die kunstvoll geschmückte Trage für die Osterprozession stand schon bereit.



Zurück in Yanque ging es zum Mittagessen in ein Büffetrestaurant. Hier werden die ganzen Touristengruppen abgespeist. Dennoch stimmte die Qualität und das Essen war sehr lecker.

Nach dem Essen holten wir die Niederländer vom Hotel ab und dann ging es noch einmal über den 4900 m hohen Pass. Diesmal stoppte der Fahrer nicht, denn wir hatten noch ein paar Stunden bis zum Titicacasee vor uns.

Um 17:30 Uhr wurden wir an unserem Hotel in Puno abgeliefert. Im Hotel lag keine Information für den Folgetag vor, so dass ich Katja wieder einmal kontaktierte. Der örtliche Reiseleiter rief kurz darauf an und sagte, dass wir um 7:00 Uhr abgeholt werden.

Das Hotel Tierra Viva ist nicht weit von der Fußgängerzone entfernt. Dort gingen wir eine Pizza essen. Die Pizzen in Peru entsprechen eher einem Flammkuchen mit sehr dünnem Teig. Gut, dass wir keinen großen Hunger hatten.

In der Nacht hatte ich wieder schreckliche Kopfschmerzen. Doch abgesehen davon haben wir geschlafen wie Babies, d. h. wir wurden alle zwei Stunden wach. Das lag bestimmt an der dünnen Luft, denn Puno liegt auf 3855 m Höhe. Kein Wunder, dass die Hotels in der Gegend keinen Fitnessraum haben. Hier ist schon die Treppe in den ersten Stock ein echter Workout .

Link zur Map
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Ilona

Slot Canyon Addict

  • »Ilona« ist weiblich
  • »Ilona« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Registrierungsdatum: 9. November 2015

Wohnort: Kraichgau

  • Private Nachricht senden

51

Gestern, 14:09

19.04.19 - Puno

Der Titicacasee und die Inseln im Andenmeer

Um 6:30 Uhr frühstückten wir, denn kurz nach 7:00 Uhr wurden wir abgeholt und zum Hafen gebracht. Dort sammelten sich alle Touristenbusse und die Leute wurden auf die einzelnen Boote verteilt.



Das Wetter war noch nicht berauschend, aber wenigstens regnete es nicht mehr. Als erstes steuerte der Bootslenker eine der Inseln der Uros an. Es gibt ca. 40 schwimmende Inseln einschl. Fußballplatz und Schulen. Wir besuchten die Flamingo Insel und jeder einzelne Gast wurde herzlich begrüßt.



Unser Boot legte am Wahrzeichen der Insel an – einem Schilfflamingo als Ausguck.



Die Uros waren das einzige Volk, dass sich den Inkas nicht unterwarf, denn sie hatten ihren Zufluchtsort im Schilf. Noch heute bleiben sie der Tradition treu und bauen ihre Schilfinseln, so wie uns das hier vom jungen Häuptling und seinem Vater gezeigt wurde.



Die Frauen hingegen sticken.



Ihre Haupteinnahmequelle ist allerdings der Tourismus. So wird vor jeder Hütte etwas verkauft.



Jedes Paar wurde in eine der Hütten gezogen



und dort verkleidet.



Danach wurde man fast genötigt, irgendeine Stickerei zu kaufen. Auch ich ließ mich weichklopfen und erstand einen (hoffentlich) handgestickten Tischläufer für umgerechnet 30 €. Nachdem jeder etwas gekauft hat, wurden wir noch für 10 Soles = 2,50 € pro Person mit dem Mercedes (so bezeichnen die Uros ihr gelbes Schilfboot) zu einer Nachbarinsel gebracht.



Die Frau des Häuptlings und ihr Schwiegervater steuerten das Boot mühsam.



Die Bootsfahrt dauerte 20 Minuten. Die Kinder waren auch mit an Bord und hatten Entenküken dabei. Als sie dann noch "alle meine Entchen …" auf Deutsch sangen und die Hände aufhielten, war mir das zu viel. Dafür bekamen sie von uns keinen Sol mehr.



Unser Motorboot hatte schon an der Insel angelegt und nach 10 Minuten Aufenthalt (hier hätte man an der Bar etwas trinken können) fuhren wir endlich weiter.

In langsamer Fahrt ging es durch das Schilf,



dann an Luxusvillen vorbei



und anschließend mit Vollgas über den höchstgelegenen schiffbaren See der Welt.



Plötzlich stoppte das Boot abrupt und der Kapitän schaute nach dem Motor.



Aber es war kein Motorschaden. Jede Menge Plastikfolie hatte sich um die Schrauben gelegt. Das ist kein Wunder, denn der See ist ziemlich vermüllt.



Vom Unrat befreit steuerten wir die Isla Taquile an, die wir nach 1,5 Stunden erreichten.



Hier ist die Welt noch in Ordnung.



Der Bürgermeister persönlich holte unsere Gruppe vom Boot ab und zur Begrüßung unseres Guides wurden zwischendurch Coca-Blätter getauscht.



Ein Weg führte steil nach oben.





Trotz vieler Pausen sind wir kurzatmig auf dem Hausberg angekommen und konnten dort bis Bolivien blicken. 60 % vom Titicacasee gehört zu Peru (also Titi, sagte unser Guide) und 40 % (kaka) gehört zu Bolivien.



Auf der anderen Seite sieht man die peruanischen Inseln im tiefblauen See.





Die Isla de Taquile ist 45 km von Puno entfernt, 1,5 km breit und 5,5 km lang. Rund 2000 Menschen bewohnen die Insel und auch für sie ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle.

Die Männer tragen hier Mützen, die sie selbst stricken.





Diese Mützen sind wichtig, um eine Frau zu umwerben. Die Frauen erkennen an der Strickqualität, ob der Zukünftige fleißig genug ist. Sie schütten Wasser in die Mütze und wenn es sofort durchläuft, dann hat er nicht richtig gestrickt und sie wirft ihm die Mütze zurück.

Auf der Insel bekamen wir ein leckeres Mittagessen. Ein 18jähriger kochte für die ganze Gruppe Quinoa-Suppe. Dazu gab es frittierte Brotschnitten. Als Hauptspeise gab es Forellenfilets mit Pommes und Reis (Kartoffeln und Reis wird in Peru grundsätzlich zusammen gereicht) oder wahlweise Omeletts. Das Essen war im Ausflugspreis inklusive, nur die Getränke mussten noch bezahlt werden.

Nach dem Essen durfte die Folklore nicht fehlen.





Die Inselbewohner tanzten im Kreis und bezogen uns Touristen mit ein. Noch nie zuvor habe ich auf 4000 m Höhe das Tanzbein geschwungen. Meine Kopfschmerzen waren nämlich seit dem Morgen weg .

Auf der anderen Inselseite mussten wir noch zum Boot hinunter wandern



und kamen an einem schönen Sandstrand vorbei.



Bei einer Wassertemperatur von nur 10°C animierte das Baden im See allerdings nicht.

Die Insel Taquile hat uns sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu den geschäftstüchtigen Uros, wurde man hier in Ruhe gelassen.

Um 15:30 Uhr waren wir wieder im Hotel. Kurz danach schlenderten wir zum Hauptplatz



mit der Kathedrale.



Drinnen war wieder Fotografierverbot. Während peruanische Kirchen sonst vor Gold nur so strotzen, ist diese Kirche sehr karg. Es gibt nur einen versilberten Hauptaltar.

Anschließend gingen wir in der Fußgängerzone ein Alpaka-Steak essen. Das war allerdings nicht so gut wie das in Arequipa. Zum Dessert genehmigten wir uns in einer Bar noch zwei Pisco Sour zur Happy Hour und hofften mit diesem Absacker auf einen guten Schlaf.

Link zur Map
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Susanne

Sauerländerin

  • »Susanne« ist weiblich

Beiträge: 2 765

Registrierungsdatum: 13. Januar 2012

Wohnort: Grüne Hölle

Beruf: Ich leite ein kleines Abrissunternehmen

  • Private Nachricht senden

52

Heute, 07:08

Wir waren ganz froh nur eine Halbtagestour zu den Uros gemacht zu haben. Mich nervte die Aufringlichkeit, die Kinder und der ganze Müll, der hinter den Inseln lag. In unsere Gruppe war ein Franzose und zwei junge Leute aus Singapur. Das war das einzig positive, wir 5 hatten Spaß und haben über unsere Tour ausgetauscht.
Bei vielen Treffen dabei :D !

Ilona

Slot Canyon Addict

  • »Ilona« ist weiblich
  • »Ilona« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Registrierungsdatum: 9. November 2015

Wohnort: Kraichgau

  • Private Nachricht senden

53

Heute, 07:59

Wir waren ganz froh nur eine Halbtagestour zu den Uros gemacht zu haben. Mich nervte die Aufringlichkeit, die Kinder und der ganze Müll, der hinter den Inseln lag. In unsere Gruppe war ein Franzose und zwei junge Leute aus Singapur. Das war das einzig positive, wir 5 hatten Spaß und haben über unsere Tour ausgetauscht.

Kein Wunder, wenn der See so zugemüllt ist. Wahrscheinlich bleibt der Müll nicht lange auf den Inseln liegen.

Schade, dass ihr die Isla Taquile nicht besucht habt. Die Leute sind im Gegensatz zu den Uros überhaupt nicht aufdringlich und drängen sich nicht auf.
Liebe Grüße

Ilona

"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


Ähnliche Themen