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kwm

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1

Freitag, 29. September 2017, 15:32

Elektro-Autos

aus gegebenem Anlaß - China wird/will die Elektro-Autos massiv puschen

was bedeutet das für Auto-Reisen in den USA ?
Elekto-Autos muss man aufladen, die entsprechenden 'Tankstellen' gibt es aber nicht (oder selten)
und selbst wenn, durch die Dauer der Aufladung ergeben sich völlig neue Reiserouten
die vielen km die wir heute noch pro Tag fahren, können wir dann vergesses, oder ?

steffuzius

...der unter Reisefieber leidet

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2

Freitag, 29. September 2017, 15:46

Ganz ehrlich, das Ende der Dino-Verdunster (sehr schöner Begriff von Onkelstony :thumbup: ) in den USA werden wir wohl nicht mehr erleben. Falls doch, gehe ich davon aus, dass es dann auch technologisch so weit fortgeschritten ist, dass man mit einer Batterieladung ein paar mehr Meilen als heute abspulen kann. Außerdem haben die ja schon den Prototypen eines Delorian mit Fluxkompensator, wo man nur die Bananenschale oben rein wirft und wieder ein paar Jahre in der Zeit reisen kann.
In diesem Sinne
liebe Grüße von Stefan :-)




Bei kleinen und großen Stammtischtreffen dabei

kwm

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3

Freitag, 29. September 2017, 15:56

mal ganz unabhängig von den USA

Elektro-Autos sind sicherlich die Zukunft
inzwischen haben die ja auch, zumindestens einige, eine akzeptable Reichweite von ca 500km

aber das Problem ist m.E. das Tanken
es gibt zuwenig Ladestationen und die Ladezeit ist zu lange
erst wenn ich, wie beim Tanken mit Benzin, direkt nach ein paar Minuten weiter fahren kann
dann ist es eine Alternative

sepp

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4

Freitag, 29. September 2017, 16:15

aber das Problem ist m.E. das Tanken

Das Problem ist weniger da Tanken als die Tatsache, dass z.Zt. noch der Strom hierfür in Kohlekraftwerken hergestellt wird. Der Auspuff für das Fahrzeug wird also lediglich verlagert. In ferner Zukunft wird das wohl eine von mehreren Lösungen für das Problem "Verbrennungsmotor" sein, aber im Moment ist das Elektroauto nicht mehr als Augenwischerei. Von einigen Solarbetriebenen Ladestationen mal abgesehen.

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5

Freitag, 29. September 2017, 16:46

Auf jeden Fall fahren in den USA (also in Kalifornien und Nevada) SEHR viele Tesla rum.
Hab mal aus Spaß zu meiner Frau gesagt..."Eigentlich müssten wir bei jedem Tesla einen Trinken....wird ein lustiger Tag" :-)
Wir wären Lattenstramm gewesen ...


Aber ich sehe das auch so, das die USA sicherlich nicht so schnell auf Dino Vergaser
verzichten kann. Gibt ja nicht nur Ballungsgebiete...
Wenn es so weit ist, wird auch die Infrastruktur, Technik etc. so weit sein...

Viel Mehr Sorgen habe ich vor den Ideen einiger Politiker in der EU...
Bald muss ich dann als erstes zum Kunden sagen: "Guten Tag, mein Name ist Neumann von der Firma XXX wo ist denn Ihre STeckdose?"
Und wie machen das Mieter von Mehrfamilienhäusern... Gibt es dann eine Ladestation pro Wohnung?
Geht gar nicht

Andree

6

Freitag, 29. September 2017, 17:01

Elektro-Autos sind sicherlich die Zukunft
Niemals.

Elektro-Autos werden maximal eine Niesche besetzen. Das wird deutlich, wenn man betrachtet, dass alleine eine Stadt wie Berlin ein extra AKW bräuchte, wenn alle KFZ E-Autos wären.

Das Plus an Stromverbrauch ist so gigantisch, dass das nur gestemmt werden könnte, wenn wir alleine in D 25-30 AKW's zusätzlich bauen würden.
Die Idee, das durch "Öko-Strom" zu lösen ist nur ein feuchtes Glimmen in den Augen einiger (Fundi)Grüner.

Da das eine technisch nicht möglich ist und das andere politisch nicht gewollt, hat das E-Auto hier zu Lande als echtes Massenprodukt null Chance (es sei denn, man wäre so verlogen und würde Atomstrom im Ausland einkaufen).

K@lle

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7

Freitag, 29. September 2017, 17:20

Garantiert ein Thema für die, die nach uns kommen.

Zitat

Und wie machen das Mieter von Mehrfamilienhäusern... Gibt es dann eine Ladestation pro Wohnung?

schon Mitte der 70er war es in Finnland so, das bei Mehrfamilienhäusern jeder an seinem Parkplatz einen Stromanschluss hatte. Das sah aus wie eine Parkuhr.
Der Strom wurde genutzt um im Winter den Wagen zu beheizen, Wasser und Ölkreislauf
Gruss Kalle
www.kalle-jaeck.de
Bisher bei netten Treffen dabei

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8

Freitag, 29. September 2017, 23:18

Hi,

Ein führender Manager eines großen deutschen Automobil Herstellers hat vor Jahren im Spiegel ein Interview gegeben.
Dort hat er folgenden Satz gesagt, der eigentlich jeden aufhorchen lassen sollte.

"Wir könnten schon heute die ganze Republik mit e Autos ausrüsten"... (kleine Pause)
"Wenn wir wüssten, dass dies die Zukunft ist"!

Also auf deutsch, eher wird die Erde ne Scheibe, bevor sich e Mobilität durchsetzt. Diesen Mist hat jeder Hersteller nur deshalb im Programm, weil man sich den grünen Touch gibt und vorallem den Flottenverbrauch sich schön rechnen kann!

Mit jedem eAuto im Programm kann man einen 500 / 600 PS Wagen mehr im Programm haben.

Aber ist doch super, wie sich das Volk verarschen lässt. (Nicht nur in dem Bereich) Alle wissen, dass es Sch... Ist, aber keiner spricht es deutlich und laut aus.
Paar völlig verstrahlte "Weltverbesserer" glauben an diesen Mist und meinen die ganze Welt bekehren zu müssen.
(:klopp1:)


Bis denne...

chrischi

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9

Samstag, 30. September 2017, 06:06

Gerade erst vorgestern in St.Louis hatte unser
Best Western Ladesäulen für E-Autos.
Auch heute an der 66 in Texas hatte eine antike Tanke
5 Tesla Säulen.

Mein E-Smart kommt übrigens im Dezember. :D
times

usaletsgo

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10

Samstag, 30. September 2017, 09:29

Richtig sinnvoll wird das Ganze m.E. erst, wenn konsequenterweise auch der ganze Strom im eigenen Haus erzeugt wird. Solarzellen auf dem Dach UND eine bezahlbare Speichermöglichkeit, sodass das Auto jede Nacht mit selbsterzeugtem Strom geladen werden kann.

Terry

.........

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11

Samstag, 30. September 2017, 10:13

Richtig sinnvoll wird das Ganze m.E. erst, wenn konsequenterweise auch der ganze Strom im eigenen Haus erzeugt wird. Solarzellen auf dem Dach UND eine bezahlbare Speichermöglichkeit, sodass das Auto jede Nacht mit selbsterzeugtem Strom geladen werden kann.
Speicher und PV auf dem Dach ist heutzutage bei Neubauten fast normal, aber wer soll bei einem solchen Neubau auch noch das E-Auto für EUR 30k+ kaufen :thumbdown:

Es müsste eine Förderung geben für entsprechend neugebaute oder auch nachgerüstete Häuser beim Erwerb von E-Autos

usaletsgo

Manchester Orchestra

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12

Samstag, 30. September 2017, 10:44

Meines Wissens steht die Entwicklung der Speicher noch relativ am Anfang - bei allerdings sinkenden Preisen, das stimmt schon. Aber ich bin auch kein Experte auf dem Gebiet.

Ich weiß nicht, ob ausreichend Strom gespeichert werden kann, um ein Auto über Nacht zu laden.

Kat

✪ Bayerisches Cowgirl ✪

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13

Samstag, 30. September 2017, 11:41

Eine Förderung ? Naja zahlen ja eh schon alle die Subventionen mit der Stromrechnung mit welchen sich manche die Taschen voll gemacht haben. Aber für das reine Gewissen zahlen wir gerne mehr für den Ökostrom, obwohl ja eh der Kohlestrom aus der Dose kommt. Alles verlogen.
Viele Grüße Kat


Nic

Traveller

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14

Samstag, 30. September 2017, 16:14

Da ich ein einen neuen fahrbaren Untersatz benötige, habe ich mich ernsthaft mit dem Kauf eines Elektroautos beschäftigt.
Probeweise konnte ich für 2 Tage einen E-Golf und für einen Tag einen i3 testen.
Mein Fazit (der Umweltaspekt bleibt mal außen vor): In de Stadt machten beiden Fahrzeuge viel Spaß und konnten überzeugen.
Bei zügiger Fahrt auf der Autobahn (120 bis 130 km/h) sinkt die Reichweite dramatisch und der Blick hängt ständig an der "Tankanzeige".
Als Zweitwagen für die Stadt und für Eigenheimbesitzer mit ladestation sicherlich :thumbsup: Da ich nicht zu diesem Personenkreis zähle, gibt es jetzt doch wieder
einen Verbrenner. Ach ja, preislich lagen auch beide Autos über dem angestrebten Budget.
Lieben Gruß Nic

15

Samstag, 30. September 2017, 18:36

Es ist gut dass es E-Autos gibt. Erhöht die Vielfalt und es gibt auch den einen oder anderen guten Verwendungszweck. Die Lautlosigkeit der E-Autos ist auch schon cool.

Ich halte nur überhaupt nix davon, andere Antriebsformen mit Deadline verbieten zu wollen. Das hat weder mit freier Marktwirtschaft noch mit normalem Menschenverstand zu tun, sondern ist Ideologie (gepaart mit Unwissen) pur.

Eigentlich schade, dass dieses Bevormundungsthema so dominant ist, da reagiert man schon bei der bloßen Nennung des Wortes "E-Auto" allergisch - und das obwohl es durchaus seine positiven Aspekte haben kann (s.o.).

Matze

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16

Sonntag, 1. Oktober 2017, 09:08

Hallo liebe Stammtischler,


ich diskutiere hier nur selten mit und beschränke mich
normalerweise aufs passive mitlesen. Zu dem Thema würde ich mich aber gerne
äußern, da ich glaube, dass (vor allem in Deutschland) das Thema nie wirklich
sachlich diskutiert wird. Fast jeder redet einfach nur das nach, was uns
irgendwelche Reporter erzählen, die zumeist keine Ahnung von dem Thema haben.
Elekto-Autos muss man aufladen, die entsprechenden 'Tankstellen' gibt es aber nicht (oder selten



Das ist zum Teil richtig. Deine Frage ist ja im Zusammenhang
mit Reisen in den USA. Da mag der Zusammenhang stimmen und da ist die
E-Mobitität noch nicht in der Lage adäquat die Verbrennungsmoten zu ersetzen. Es
gibt aber auch hier Lösungen dazu. Siehe hier:


aber das Problem ist m.E. das Tanken

es gibt zuwenig Ladestationen und die Ladezeit ist zu lange

erst wenn ich, wie beim Tanken mit Benzin, direkt nach ein paar Minuten weiter fahren kann

dann ist es eine Alternative Mit dem oben genannten Konzept wäre das Problem zumindest
gelöst. Aber sehe es mal anders herum. Wenn du ein E-Fahrzeug für das einsetzt
was es gerade kann (Kurzstrecke) brauchst du nie wieder eine Tankstelle aufzusuchen.
(Entsprechende Infrastruktur z.B. eine Ladestation in der Garage vorausgesetzt).



Das Problem ist weniger da Tanken als die Tatsache, dass z.Zt. noch der Strom hierfür in Kohlekraftwerken hergestellt wird. Der Auspuff für das Fahrzeug wird also lediglich verlagert.


Das ist immer das Totschlagargument schlecht hin, was meiner
Meinung nach einfach nur haltlos und falsch ist. Erdöl wird irgendwo in
Alaska/Saudi Arabien gefördert (teilweise werden dafür riesige Flächen für die
Ölsandföderung in Alaska und Kanada gerodet) und mit riesen Tankern nach
Deutschland gebracht. Dann destilliert und mit 10% Biokraftstoff gemischt
(dafür roden wir weitere Wälder um Palmölplantagen etc. zu bauen). Der
Kraftstoff wird dann mit LKW’s verteilt um dann in einem Verbrennungsmotor mit
einem Wirkungsgrad von 30% verbrannt zu werden. In der Stadt bewegt man sich
vom Wirkungsgrad noch in weitaus schlechteren Regionen. Die Gesamtwirkungsgradkette ist so
unterirdisch schlecht und wird nur verglichen mit einem E-Motor der nahezu 100%
Wirkungsgrad hat und einem Strommix (Stand 2015) in Deutschland von 34%
erneuerbare Energien (Tendenz steigend), 14% Kernenergie, 11% Erdgas und 40%
Kohle (Quelle Umweltbundesamt: http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/372/bilder/dateien/strommix-karte-2015.pdf)
Natürlich entstehen bei der Kohleverbrennung spezifisch mehr Emissionen als bei
Diesel, dafür ist der Energieträger aber auch heimisch und macht und von
irgendwelchen Banditen wie Putin, Trump, Saudi Arabien etc. unabhängig). Aber
mal ganz ehrlich, wo ist da jetzt die Emissionsverlagerung? Allein schon unter
diesen Aspekten würden wir viel CO2 sparen. Natürlich ist die Herstellung von
Batterien ebenfalls Energieintensiv und auch Wasserstoff würde momentan aus
Erdgas gewonnen werden. Und auch über die Kernenergie die zwar „Emissionsfrei“
ist brauchen wir kein Wort zu verlieren, aber ich möchte hier auch keine der
beiden Antriebsvarianten (Verbrennungsmotor/E-Mobilität) schlecht reden sondern
einfach zu einer sachlichen Diskussion beitragen.


[quote='Bellagio"o"','index.php?page=Thread&postID=233912#post233912']Elektro-Autos werden maximal eine Niesche besetzen. Das wird deutlich, wenn man betrachtet, dass alleine eine Stadt wie Berlin ein extra AKW bräuchte, wenn alle KFZ E-Autos wären.[/quote]


Kommt drauf an, was für einen Zeitraum man ansetzt. Herr
Trump hätte zwar gerne, dass die Rohstoffe unbegrenzt zur Verfügung stehen, in
absehbarer Zeit werden wir aber zumindest an ein Fördermaximum stoßen
(Stichwort Peak Oil: das zu erörtern würde den Rahmen hier sprengen) und auf
eine Sicht von 100 Jahren wird niemand mehr über den Verbrennungsmotor reden.
Das sieht die ganze Welt (mit Ausnahme der USA) so. Dazwischen gibt es einen
Übergangszeit die aktuell begonnen hat. Die Industrie die sich hierauf am
besten (nicht am schnellsten) einstellt wird nach dieser Zeit die besten
Voraussetzungen haben. Deutschland kann in diesem wechselnden Marktumfeld
eigentlich fast nur verlieren, das ist abzusehen. Allein schon die Produktion
von E-Fahrzeugen benötigt deutlich weniger Personal, von den ganzen Zulieferern
abzusehen. Dennoch sollten wir versuchen das Ausmaß so gering wie möglich zu
halten. Ich arbeite selber in der Entwicklung von Fahrzeugen mit
konventionellem Verbrennungsmotor. Während meine Kollegen über das Thema „ab
2030 keine Verbrennungsmotoren“, teilweise aus Angst ebenfalls nur begrenzt
sachlich diskutieren sehe ich darin unsere einzige Chance den Anschluss an
China etc. nicht gänzlich zu verlieren. Allein schon die Diskussion zum Ende
des Verbrennungsmotors hat unglaublich viel dazu beigetragen, dass wir uns mit
dem Thema beschäftigen und den Abstand zu Tesla und vielen anderen Unternehmen
verkürzen konnten. Der neue E-Golf ist sicherlich ein weiterer guter Schritt in
die Richtung.


[quote='Asgard Theoderich','index.php?page=Thread&postID=233931#post233931']Aber ist doch super, wie sich das Volk verarschen lässt. (Nicht nur in dem Bereich) Alle wissen, dass es Sch... Ist, aber keiner spricht es deutlich und laut aus.

Paar völlig verstrahlte "Weltverbesserer" glauben an diesen Mist und meinen die ganze Welt bekehren zu müssen. [/quote]

Wie gerade beschrieben. In x Jahren stehst du vor der Wahl
gar nicht mehr zu fahren oder im schlimmsten Fall auf eine (nach heutigem Stand
der Technik) begrenzte Reichweite und schlechte Infrastruktur angewiesen zu
sein. Alternativ steht es dir natürlich auch frei ein „besseres Konzept“ zu
entwickeln. Versteht mich nicht falsch, aber genauso eine Aussage vertritt der
liebe Herr Trump auch. Es gibt so viele Beispiele dafür, dass Unternehmen an
solchen Haltungen kaputt gegangen sind (prominentes Beispiel ist z.B. Kodak).
Wie oben geschrieben, nicht der schnellste wird am Ende gewinnen sondern der,
der es am besten Umsetzt. Sich gar nicht damit zu beschäftigen ist aber
sicherlich nicht die beste Voraussetzung


[quote='usaletsgo','index.php?page=Thread&postID=233942#post233942']Richtig sinnvoll wird das Ganze m.E. erst, wenn konsequenterweise auch der ganze Strom im eigenen Haus erzeugt wird. Solarzellen auf dem Dach UND eine bezahlbare Speichermöglichkeit, sodass das Auto jede Nacht mit selbsterzeugtem Strom geladen werden kann. [/quote]

Jaein.Für Einfamilienhäuser kann das im Sommer gehen (Je
nach Anzahl Fahrzeuge, zurückzulegender Strecke und PV-Fläche/Speicher). Für Mehrfamilienhäuser
oder der Betrieb im Winter werden wir zusätzliche Alternativen benötigen. Nur
als Beispiel. Ein E-Fahrzeug verbraucht ca. 10-15kwh/100km. Ich habe z.B. 6kW
installierte Leistung auf dem Dach. Wenn ich 100km am Tag fahren müsste,
bräuchte ich demnach zwischen 2 und 3 Sonnenstunden täglich. Wenn meine Frau
und meine Kinder auch noch fahren würden, könnte ich jetzt schon voraussehen,
dass es nicht reichen wird.



[quote='Terry','index.php?page=Thread&postID=233947#post233947']Speicher und PV auf dem Dach ist heutzutage bei Neubauten fast normal, aber wer soll bei einem solchen Neubau auch noch das E-Auto für EUR 30k+ kaufen[/quote]

Aktuell kannst du dir z.B. bei Smart ein E-Fahrzeug für 149€
im Monat leasen (ohne Anzahlung: [url]https://www.swmb.de/neuwagen/smart/aktionen/smart-electric-drive-leasing.html
).
Da hat man dann nicht einmal mehr die oft diskutierte Unbestimmte „Haltbarkeit
Batteriespeicher“ die man betrachten müsste. Der Wertverlust von fast jedem
Fahrzeug ist übers Jahr gesehen höher. Meiner Meinung nach taugt ein E-Fahrzeug
aktuell aber nur für die Stadt und dafür reicht die Reichweite.




So ich glaube das reicht an der Stelle. Ich wollte auch auf
keinen Fall Werbung über E-Fahrzeuge oder für einen Hersteller machen (bitte
Verzeiht mir die mehrfache Nennung von Daimler in dem Zusammenhang). Auch ist es wichtig, dass jeder seine eigene Meinung dazu hat. Das oben geschriebene ist meine subjektive Meinung untermalt mit ein paar Quellen. Die Hälfte
hat wahrscheinlich eh schon aufgehört zu lesen. Ich hoffe ich konnte ein paar
Vorurteile beseitigen.


Viele Grüße

onkelstony

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17

Sonntag, 1. Oktober 2017, 20:29

Das Plus an Stromverbrauch ist so gigantisch, dass das nur gestemmt werden könnte, wenn wir alleine in D 25-30 AKW's zusätzlich bauen würden.

Für die Schweiz ist das berechnet worden. Wenn wir morgen alle mit E-Autos fahren würden hätten wir +9% Stromverbrauch. :whistling:

Deine Zahl find' ich recht seltsam... aber vielleicht hat Deutschland ja weniger Industrie, die den Stromverbraucher-Mix hochhält... (:fluecht:)
- Viktor

"Lieber entweder als oder doch"

Neuster Reisebericht: No Way Back Adventure Tour
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18

Sonntag, 1. Oktober 2017, 21:43

Das Plus an Stromverbrauch ist so gigantisch, dass das nur gestemmt werden könnte, wenn wir alleine in D 25-30 AKW's zusätzlich bauen würden.

Für die Schweiz ist das berechnet worden. Wenn wir morgen alle mit E-Autos fahren würden hätten wir +9% Stromverbrauch. :whistling:

Deine Zahl find' ich recht seltsam... aber vielleicht hat Deutschland ja weniger Industrie, die den Stromverbraucher-Mix hochhält... (:fluecht:)


Ich habs gerade nochmal durchgelesen. Tatsächlich sollten ca. 20-25 GASKRAFTWERKE zusätzlich benötigt werden. Das wären dann umgerechnet 2-3 AKW. Also klarer Fall von (ungewollter) Fakenews von mir :whistling:

Tatsächlich wird ein Mehrbedarf an Strom für Deutschland gemessen an heutigen Leistungszahlen in Höhe von ca. 25% erwartet. http://www.manager-magazin.de/unternehme…-1116158-9.html

Wobei laut Artikel das Problem der Bedarfssynchonisation hinzuzurechnen ist. Die meisten Nutzer würden Ihr Auto abends an den Stromkreislauf anschließen - da müsste dann also das zig-fache des Leistungsbedarfs zur Verfügung stehen wie Mittags Es sei denn, man würde zu an Tankstellen erhältlichen Wechselbatterien tendieren und nicht zu Einheitsbezogenen Ladestationen.

In dem Artikel nicht erwähnt sind die erhöhten Energiekosten bei der Herstellung der Akkus.

Und dann kommt natürlich noch das Problem der Umweltschädlichkeit derzeit gebrauchsüblicher Akkus und deren Entsorgungskosten und -Energien hinzu.

Also schwere Kost für ein Stammtischthema :zwinker:

Warum die Schweiz nur 9% mehr Strombedarf hätte kann ich nicht sagen. Vielleicht fahren dort mehr Leute Ski als Auto (:fluecht:)

Uli

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19

Montag, 2. Oktober 2017, 09:42

Ich habe keine Ahnung von den technischen Vor- bzw. Nachteilen.
Ich weiß nur, dass ich weder eine Garage noch einen festen Stellplatz habe,
wie wahrscheinlich sehr viele Autofahrer, und da parken muss, wo grade frei ist.
Und solange das Tanken Stunden statt Minuten dauert, kommt das für mich nicht in Frage.
Grüßle, Uli
Bisher Treffer


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20

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 16:30

Aber für das reine Gewissen zahlen wir gerne mehr für den Ökostrom, obwohl ja eh der Kohlestrom aus der Dose kommt. Alles verlogen.


Dem Schwindel kannst Du Einhalt gebieten. Dann kommt nur noch sauberer Strom aus der Steckdose....

(:lachtod:) (:lachtod:) (:lachtod:) (:lachtod:)

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Grüße Jens
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