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Otto

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Freitag, 13. Mai 2022, 20:58

"Das ist absurd"
In den USA wird die Babymilch knapp

Zitat

In den USA schließt ein großer Babymilch-Hersteller seine Produktionsstätte. Die Folge: In vielen Teilen des Landes mangelt es plötzlich an Babynahrung. Das anfänglich kurios anmutende Problem entwickelt sich zu einer ernsten Krise. Mit der Verzweiflung der Eltern wächst auch der Druck auf US-Präsident Joe Biden.

Hinter den Sorgenfalten von Müttern in den USA kommt immer deutlicher Panik zum Vorschein: Ein Mangel an Babymilch sorgt in den Vereinigten Staaten für Aufregung. Eltern suchen zunehmend verzweifelt in Drogeriemärkten nach Säuglingsnahrung, und längst schon wird das Thema auch politisch heiß debattiert. Für die Krise gibt es eine Reihe von Gründen - unter anderem die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die vorübergehende Schließung einer großen Produktionsstätte wegen einer vermuteten Bakterienbelastung. Eltern aber haben schon längst kein Verständnis mehr.
Sara Khan, deren jüngstes von drei Kindern sechs Monate alt ist, berichtet frustriert von leeren Regalen in Drogerien und Supermärkten in der Hauptstadt Washington und Umgebung. Freunde schicken ihr inzwischen Babymilchpulver aus Boston oder New York, wenn sie welches finden. Sogar in Deutschland hat sie das Pulver schon bestellt. "Das ist absurd", sagt Khan.
Hauptgrund für die Knappheit ist eine große Rückrufaktion des Herstellers Abbott nach dem Tod von zwei Babys. Vermutet wurde zwischenzeitlich eine Belastung durch Bakterien in einem Werk im Bundesstaat Michigan. Der Verdacht wurde ausgeräumt, die Produktion wurde aber noch nicht wieder aufgenommen. Betroffen ist unter anderem die bekannte Marke Similac, auf die in den USA Millionen Familien setzen.

Rückgang von über 40 Prozent
Schon zuvor hatten eine stark schwankende Nachfrage, Lieferkettenprobleme und ein Arbeitskräftemangel im Zuge der Corona-Pandemie für Probleme gesorgt. Zuletzt gab es laut dem Marktbeobachter Datasembly in den Lagerbeständen eine Lücke von mehr als 40 Prozent. "Das ist nicht über Nacht passiert", sagt Sara Khan. "Ich weiß seit fast sieben Monaten von diesem Problem."
Auch die Familie Espinosa aus San Diego im Westküstenstaat Kalifornien klagt über die Engpässe. "Es gibt nichts in den Regalen", sagt Olivia Espinosa. Besonders problematisch ist, dass ihr drei Wochen altes Baby Maya eine Laktose-Intoleranz hat. Die Eltern würden gerne verschiedene Produkte ausprobieren, die sind aber schlicht nicht erhältlich. Das sei "extrem frustrierend", ärgert sich Olivia Espinosa.

Joe Biden unter Druck
Das Magazin "The Atlantic" schreibt schon, der Babymilch-Mangel sei von einer anfänglichen Kuriosität zu einer "nationalen Krise angewachsen". Die Opposition nutzt das für Angriffe auf Präsident Joe Biden und dessen Regierung. Der Anführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, sagte am Donnerstag, Biden und die US-Lebensmittelaufsicht FDA hätten von dem Problem gewusst, während es sich ausgeweitet habe, aber nichts unternommen. "Sie haben geschlafen." "Das ist kein Dritte-Welt-Land", empört sich die konservative Abgeordnete Elise Stefanik. "Das sollte nie in den Vereinigten Staaten passieren." Das Weiße Haus beteuert, es arbeite "rund um die Uhr" daran, das Problem zu beheben.
Am Donnerstag sprach Biden mit Vertretern von Herstellern und Handelsketten und kündigte in der Folge eine Reihe von Maßnahmen an. Unter anderem sollen mehr Babymilch-Importe zugelassen werden - derzeit stammen nach offiziellen Angaben 98 Prozent des US-Konsums aus der heimischen Produktion - außerdem sollen bürokratische Hürden abgebaut und möglicher Marktmissbrauch untersucht werden.
Der Präsident steht unter großem Druck: Seine Umfragewerte sind angesichts der andauernden Corona-Pandemie, außenpolitischer Krisen und der hohen Inflation ohnehin schon schlecht, und im Herbst stehen die wichtigen Kongress-Zwischenwahlen an. Da kann Biden sich nicht auch noch eine lang andauernde Babymilch-Krise leisten.

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USA 1980 - Florida 1989 - Südwesten 2004 - West-Kanada 2005 - Südwesten 2008 - Florida 2009 - Südstaaten 2009
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Freitag, 13. Mai 2022, 23:23

Einfach nur geschmacklos oder ernstgemeinte Hilfe?

So wirbt ein Stripclub in Las Vegas für ukrainische Tänzerinnen

Zitat

Dieses Schild prangt seit circa zwei Wochen über der amerikanischen Party-Stadt Las Vegas. Der Stripclub "Little Darlings" wirbt damit für ukrainische Frauen, die sich als Tänzerinnen bewerben sollen. "Wir casten ukrainische Stripperinnen" ist auf dem Schild in den Farben der ukrainischen Flagge zu lesen. Und darunter: "Wir stehen zur Ukraine".
Geschmacklos oder ernst gemeinte Hilfe? Für den Betreiber des Clubs, Pete Dottore, steht fest: An seiner Werbung ist nichts unangemessen. Er sagt: "Wir stehen zu ihnen, es ist nichts Abwertendes ihnen gegenüber", wie die "New York Post" berichtet. Und er fügt hinzu: "Wir haben das Gefühl, wenn wir in irgendeiner Weise helfen können, ist es vielleicht am besten, jemandem einen Job zu geben."
Die Einschätzung des Clubmanagers teilt natürlich nicht jeder. Andere finden das Schild unangebracht und fragen sich, warum der Club den Frauen aus der Ukraine nicht auch einen Job in einer Manager-Position anbietet.
Trotz alles Kritik, sollen sich drei ukrainische Frauen beworben haben. Eine von ihnen sei bereits als Tänzerin eingestellt, wie "CNN" berichtet.

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903

Mittwoch, 18. Mai 2022, 22:09

Anhörung im Kongress
US-Militär will Ufos enträtseln

Zitat

400 Ufo-Sichtungen allein seit 2004 - lange machte das US-Militär ein Geheimnis aus unbekannten Flugobjekten. Aus Sicherheitsgründen sollen die Phänomene nun aufgeklärt werden. Im US-Kongress gab es jetzt sogar eine Anhörung dazu.

Zahlreiche Beobachtungen von unidentifizierten Flugobjekten aus den vergangenen Jahren geben dem US-Militär weiterhin Rätsel auf. Das ging aus der ersten Anhörung im US-Repräsentantenhaus seit mehr als 50 Jahren zu "nicht identifizierten Luftphänomenen" (UAP) hervor - so bezeichnet das US-Militär Ufos.
Der Vizedirektor des Marine-Geheimdienstes (ONI), Scott Bray, sagte, die UAP-Task-Force in seiner Behörde habe aber keine Hinweise darauf, dass unter den unerklärlichen Himmelsobjekten solche außerirdischen Ursprungs seien.

"Offen für alle Hypothesen"
Der Vorsitzende des Unterausschusses für Spionageabwehr im Repräsentantenhaus, Andre Carson, sagte: "UAP sind unerklärlich, das ist wahr. Aber sie sind real. Sie müssen untersucht werden." Der Abgeordnete Peter Welch merkte an: "Keiner weiß, ob es außerirdisches Leben gibt. Es ist ein großes Universum. Und es wäre ziemlich anmaßend, eine eindeutige Schlussfolgerung zu ziehen."
Der hochrangige Pentagon-Mitarbeiter Ronald Moultrie, der sich bei der Anhörung als Science-Fiction-Fan outete, sagte: "Wir sind offen für alle Hypothesen und Schlussfolgerungen, auf die wir stoßen könnten." Bray erklärte dazu: "Seit den frühen 2000er-Jahren haben wir eine zunehmende Anzahl von nicht genehmigten und/oder nicht identifizierten Flugzeugen oder Objekte beobachtet." Berichte über Sichtungen dauerten an.

Thema soll entstigmatisiert werden
Die Zunahme der Meldungen sei auch auf Faktoren wie verbesserte Sensoren oder neuere Flugsysteme wie Drohnen zurückzuführen. Sie sei aber auch eine Folge der Bemühungen des Militärs, die früher mit einem Stigma belegten Meldungen über Sichtungen von unbekannten Flugobjekten einzufordern. "Die Botschaft ist nun deutlich: Wenn Sie etwas sehen, müssen Sie es melden."
Im Juni 2021 hatten die US-Geheimdienste einen Bericht zu UAP vorgelegt. Daraus ging hervor, dass es keine Erklärungen für rund 140 Himmelserscheinungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten gab. Bray sagte, seit der Veröffentlichung des Berichts habe die Zahl der gemeldeten Beobachtungen auf rund 400 zugenommen.

"Keine Erklärung, was das ist"
Bray zeigte bei der Anhörung zwei Videos. Auf einem davon war nach seinen Worten ein "kugelförmiges Objekt" zu sehen, das am Cockpit eines Kampfjets vorbeifliegt. "Ich habe keine Erklärung dafür, was dieses spezifische Objekt ist."
Ein zweites Video zeigte ein dreieckiges schwebendes Objekt, das durch ein Nachtsichtgerät beobachtet wurde. Einige Jahre später seien von der Marine ähnliche Beobachtungen gemacht worden. Bray beschrieb die Objekte als "unbemannte Luftfahrtsysteme".

Ufo-Meldungen früher oft diskreditiert
Zusammenstöße von US-Kampfjets mit den unbekannten Objekten habe es bislang nicht gegeben. "Wir hatten aber mindestens elf Beinahe-Zusammenstöße", so Bray. Kommunikation mit den Objekten habe es nicht gegeben. US-Streitkräfte hätten in keinem Fall das Feuer auf ein UAP eröffnet. China, Russland, ein Privatunternehmen oder auch ein geheimes Projekt der US-Regierung könnten hinter den fliegenden Objekten stecken.
Der Bericht und die Anhörung markieren einen Wendepunkt für die Regierung in Washington. Diese hat jahrzehntelang Beobachtungen von Ufos, die bis in die 1940er-Jahre zurückreichen, abgewehrt und diskreditiert. Seit die US-Luftwaffe 1969 ein ergebnisloses Ufo-Programm mit dem Codenamen "Project Blue Book" einstellte, hatte es keine öffentliche Kongressanhörung zu diesem Thema gegeben.

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904

Donnerstag, 19. Mai 2022, 23:01

Babymilch-Krise in den USA: Biden reaktiviert Gesetz aus Kriegszeiten

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In den USA schließt ein großer Babymilch-Hersteller seine Produktionsstätte. Die Folge: In vielen Teilen des Landes mangelt es plötzlich an Babynahrung. Das anfänglich kurios anmutende Problem entwickelt sich zu einer ernsten Krise. Mit der Verzweiflung der Eltern wächst auch der Druck auf Joe Biden.
Der US-Präsident greift nun zu einem ungewöhnlichen Mittel und entscheidet, das ursprünglich für Kriegszeiten eingeführte Gesetz "Defense Production Act" anzuwenden, um die Produktion von Babynahrung anzukurbeln.
Konkret ordnet Biden an, die Hersteller von Lieferanten bevorzugt vor anderen Kunden mit den nötigen Zutaten versorgt werden. Um den Import von Babymilchpulver zu beschleunigen, weist Biden außerdem an, dass Verkehrsflugzeuge des Verteidigungsministeriums genutzt werden könnten, um Säuglingsnahrung aus dem Ausland in die USA zu bringen.

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