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Otto

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Dienstag, 12. Februar 2019, 19:07

NFL-freie Zeit füllen
Football in der Offseason: So funktioniert die "Alliance of American Football"
Die "Alliance of American Football" (AAF) ist ein weiterer Versuch, in der Offseason der NFL eine Football-Nische zu finden. Mit dem Ende der NFL-Saison geht die neue Liga an den Start.

Zitat

Kickoffs werden abgeschafft, Extra Points auch. Blitzes aus der Secondary sind ebenfalls nicht mehr erlaubt. Auch nach dem Super Bowl soll den Fans professioneller Football geboten werden - aber eben etwas anders, als in der NFL. Die "Alliance of American Football" (AAF) ist der neueste Versuch eine neue Football-Liga neben der NFL zu etablieren. Läuft alles nach Plan, gibt es ab 2020 insgesamt vier. Neben der NFL buhlt dann die "XFL" um die Gunst der Fans, die Arena Football League gibt es ja schon. Der Startschuss für die AAF fällt am 9. Februar 2019. Das Projekt wurde von TV-Produzent Charlie Ebersol ins Leben gerufen.
Ebersol weiß zumindest, wie es nicht geht. Er ist der Sohn des langjährigen TV-Funktionärs Dick Ebersol, der gemeinsam mit Vince McMahon den ersten Versuch der Konkurrenz-Liga XFL Anfang der 2000er in den Sand setzte. McMahon steckt auch hinter XFL-Versuch Nummer zwei, der 2020 starten soll.

Keine Onside-Kicks, Strengere Regeln beim Pass Rush
Dabei gibt es in der "Alliance of American Football" im Vergleich zur NFL einige grundlegende Regeländerungen:
Kickoffs werden abgeschafft. Zu Beginn des Spiels oder nach einem Scoring Play bekommt das andere Team den Ball an der eigenen 25-Yard-Linie. Studien zufolge, die die AAF in Auftrag gegeben hat, ist das Verletzungsrisiko beim Kick-Return besonders hoch. Zudem würden Kickoffs die Spieldauer deutlich verlängern.
Anstatt eines Onside-Kicks gibt es in der AAF eine Onside-Conversion. Sobald ein Team mit mindestens 17 Punkten in Rückstand gerät oder nur noch fünf Minuten im vierten Viertel zu Spielen sind, kann diese versucht werden. Dabei bekommt das Team A den Ball an der eigenen 28-Yard-Linie und muss in einem Versuch 12 Yards zurücklegen. Gelingt das, darf Team A den Drive normal fortsetzen. Wenn nicht, bekommt Team B den Ball an der Stelle, an der es Team A gestoppt hat.
Extra Points gibt es keine. Nach jedem Touchdown muss das Team immer die Two-Point-Conversion versuchen.
Maximal fünf Spieler sind für den Pass Rush zugelassen. Aus der Secondary darf kein Spieler blitzen. Wenn ein Team mit fünf Defensive Linern spielt, dürfen nur diese Spieler den Quarterback jagen.

Kompetenz ins Boot geholt
Um seine Liga ans Laufen zu bringen, hat sich Ebersol zudem eine Menge Kompetenz ins Boot geholt. Der frühere NFL-GM und heutige ESPN-Experte Bill Polian ist für die Organisation und Planung des Spielbetriebs verantwortlich, der zweimalige Super-Bowl-Sieger und siebenmalige Pro Bowler Troy Polamalu kümmert sich um die Spieler
Als Berater konnte Ebersol die früheren Profis Hines Ward und Justin Tuck gewinnen, zudem hat der 36-Jährige ein paar finanzstarke Investoren im Hintergrund. Die AAF soll in erster Linie eine Entwicklungsliga für junge College-Talente sein, die nicht den direkten Sprung in die NFL schaffen. Daneben soll sie eine Alternative für NFL-Profis sein, die dem Cut zum Opfer fallen. Die Saison mit acht 50-Mann-Teams wird zehn Wochen andauern.

Hackenberg und Richardson nehmen teil.
Alle Spieler in der AAF unterschreiben einen Dreijahresvertrag im Wert von 250.000 US-Dollar, dazu kommen leistungsgebundene Boni. Spieler die eine Saison in der Liga abschließen, bekommen von der AAF ein Stipendium, um einem Studium oder einer Ausbildung nachgehen zu können.
Die ganz großen Stars konnten Ebersol und Co. noch nicht für ihr Projekt begeistern. Mit Christian Hackenberg, Matt Asiata und dem ehemalige Erstrundenpick Trent Richardson, gibt es trotzdem einige Ex-NFL-Profis, die den Sprung ins Ungewisse wagen.

Kurt Warner aus dem Lebensmittelladen
"Es gibt 28.000 Division I Footballer, und nur 1700 haben einen Job in der NFL. Wir suchen die Kurt Warners, die in Lebensmittelgeschäften arbeiten, und ich denke, wir werden sie finden", sagte er. Ebersol betonte, sein Projekt sei nicht kurzfristig, sondern auf sieben bis zehn Jahre angelegt. "Das wissen auch unsere Investoren", betonte er.

Kurt Warner aus dem Lebensmittelladen
"Es gibt 28.000 Division I Footballer, und nur 1700 haben einen Job in der NFL. Wir suchen die Kurt Warners, die in Lebensmittelgeschäften arbeiten, und ich denke, wir werden sie finden", sagte er. Ebersol betonte, sein Projekt sei nicht kurzfristig, sondern auf sieben bis zehn Jahre angelegt. "Das wissen auch unsere Investoren", betonte er.

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So lief der Start:
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USA 1980 - Florida 1989 - Südwesten 2004 - West-Kanada 2005 - Südwesten 2008 - Florida 2009 - Südstaaten 2009
Bei wahrscheinlich USA-Stammtisch Treffen dabei gewesen
Schöne Grüße
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Freitag, 15. Februar 2019, 18:54

Draft, Free Agency & Co. - Wichtige Daten 2019
Was ist wichtig? Die NFL macht keine Pause
Super Bowl LIII steht in den Büchern, einmal mehr haben sich die New England Patriots gekrönt. Und nun? Nun herrscht Flaute, bis im September 2019 die insgesamt 100. NFL-Saison starten wird. Eine lange Zeit, in der aber trotzdem so einiges passieren wird - Stichwort Draft, Stichwort Free Agency. Der kicker verschafft den Football-Fans einen Überblick...

Zitat

Eines ist klar: Die Spieler der 32 NFL-Teams haben derzeit Pause, können sich erholen, ihre Blessuren auskurieren, kleinere bis größere Eingriffe machen lassen oder einfach nach anstrengenden Monaten den Energiehaushalt auffrischen und dem Familienleben frönen. Hinter den Fassaden der gewaltigen Franchise-Einrichtungen, die über die USA verteilt sind, steht das Telefon aber nicht still. Hier wird fleißig gearbeitet, getüftelt und daran gefeilt, den Kader der Zukunft zu planen und zu realisieren.
Auf den Kalendern, Smartphones, Tablets und Computern der Bosse oder Macher sind dabei die wichtigsten Eckdaten der Offseason notiert. Und diese bieten auch dem Football-Fan Interessantes abseits der vermissten, krachenden Action.

Free Agency
Am 13. März (Ortszeit) beginnt die sogenannte Free Agency, in der Spieler von den Teams analysiert, interviewt und verpflichtet werden können. Zu diesem Zeitpunkt laufen offiziell die Verträge der Athleten aus, die nicht über die Saison 2018 hinaus an ihre Franchises gebunden sind. Diese Profis werden von da an sogenannte Free Agents, die sich ihr nächstes Team selbst aussuchen dürfen.
Abseits von Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen haben die Teams dabei einige Hausaufgaben zu erledigen. So sind sie dazu verpflichtet, bis 16 Uhr New Yorker Zeit den Anforderungen des Salary Caps zu entsprechen. Das heißt: Kein Team darf zu diesem Zeitpunkt mehr Geld für seinen 53-Mann-Roster aufbrauchen, als es die neu angehobene Grenze zwischen 187 und 191,1 Millionen US-Dollar vorschreibt.

NFL-Draft
Die alljährliche Lotterie um die heißesten College-Abgänger, die in der Folge als Rookies in die Liga einsteigen, geht zwischen dem 25. und 27. April 2019 in Nashville, Tennessee über die Bühne. Um eine gewisse Balance zwischen den einzelnen Mannschaften zu gewährleisten, dürfen die Teams, die in der vorangegangenen Saison - in diesem Fall 2018/19 - am schlechtesten abgeschnitten haben, zuerst wählen. So starten in diesem Jahr die Cardinals gefolgt von den 49ers, den Jets, den Raiders, den Buccaneers, den Giants, den Jaguars, den Lions, den Bills und den Broncos. Champion New England kommt laut Order zum Schluss dran in Runde eins.
Im Vorfeld des Drafts geht noch das Combine über die Bühne. Hier absolvieren College-Spieler, die sich zum Draft angemeldet haben, etliche Tests, die sowohl die physische, als auch psychische Komponente unter die Lupe nehmen (26. Februar bis 4. März).
Interessanter Hintergrund: Der erste Draft der Geschichte fand im Ritz-Carlton Hotel in Philadelphia am 8. Februar 1936 statt. Dieser ging vom damaligen Commissioner Bert Bell aus, der das Überleben der Liga in Gefahr sah, da die Chicago Bears, die Green Bay Packers, die New York Giants und die Washington Redskins zu dieser Zeit eine dominierende Vormachtstellung und schwächere Teams kaum eine Chance hatten, große College-Talente zu verpflichten.

Preseason
In den sogenannten Training Camps bereiten sich die 32 Football-Teams aus der National Football League intensiv auf die neue Spielzeit vor, dort wird das Playbook eintrainiert und am Feinschliff gearbeitet. Die Camps starten dabei Ende Juli und ziehen sich durch den August - beginnen aber pro Team 15 Tage vor dem ersten anberaumten von insgesamt vier Vorbereitungsspielen (9. bis 30. August). Hier wird am Ende auch der Roster auf die vorgeschriebene Spieleranzahl von 53 Mann gekürzt.

Besonderheiten
Die NFL feiert 2019 ihre 100. Saison, hat dies bereits mit einem gigantischen und voll mit Stars gespickten Werbeclip im Zuge des jüngsten Super Bowls eingeläutet. Dazu wird es ein spezielles Logo, das die Zahl 100 integriert hat, geben. Dazu passend: Während die Green Bay Packers, nach Titeln gemessen der Rekordtitelträger im American Football, 2018/19 ihre 100. Football-Saison zelebriert haben (mit mäßigem Erfolg), sind nun die Chicago Bears mit Spielzeit 100 dran.
Die Los Angeles Chargers werden in der kommenden Spielzeit zum letzten Mal von insgesamt drei Jahren im ROKiT Field at Dignity Health Sports Park (StubHub Center) spielen, die Los Angeles Rams indes zum letzten Mal von insgesamt vier Jahren im Memorial Coliseum. Beide Teams ziehen im Anschluss ins hochmoderne und noch im Bau befindliche Stadium at Hollywood Park in Inglewood, Kalifornien um.

Regular Season
Vor den Fernsehgeräten und in den Stadien versammeln sich die Football-Fans schließlich wieder ab dem 5. September 2019 (Ortszeit), wenn das Eröffnungsspiel von insgesamt 256 Regular-Season-Games über die Bühne gehen wird. Jedes der 32 Teams wird dann wieder 16 Partien (achtmal zu Hause, achtmal in der Fremde) absolvieren im Kampf um die begehrten zwölf Play-off-Tickets. Der Spielplan erstreckt sich über 17 aufeinanderfolgende Wochen, jede Mannschaft hat einmal eine Woche Pause.
Die Paarungen ermitteln sich dabei wie folgt: Jedes Team duelliert sich in der eigenen Division (z.B. AFC North) mit jedem Kontrahenten zweimal, das macht sechs Spiele. Der NFL-Spielplan sieht zudem vor, dass jedes Team nach einem dreijährigen Rotationsprinzip pro Saison einmal gegen alle Teams einer anderen Division in der eigenen Conference spielt (z.B. AFC East), das macht vier weitere Partien pro Regular Season. Zudem muss jedes Team nach einem vierjährigen Rotationsprinzip einmal gegen alle Franchises aus einer Division der anderen Conference (z.B. NFC West) antreten, das macht vier weitere Partien jedes Jahr. Zudem gibt es im NFL-Spielplan die Regelung, dass jedes Team einmal gegen andere Franchises der eigenen Conference antritt, die die Vorsaison in deren Division auf dem gleichen Tabellenplatz abgeschossen haben - das betrifft natürlich nicht die Division, gegen die ohnehin gespielt wird.
Mit alldem wird sichergestellt, dass alle vier Jahre alle Teams einmal gegeneinander gespielt haben und alle acht Jahre jedes Team einmal in jedem Stadion antreten muss. Abweichungen von den "richtigen" Heim- oder Gastspielen kann es derweil im Zuge der sogenannten London- oder Mexico-City-Spielen kommen, mit denen sich die NFL weltweit zeigt.

Highlights
Während die genauen Uhrzeiten der 256 Regular-Season-Spiele noch nicht feststehen, so sind die Gegner aller 32 Teams bereits festgelegt. Damit sind schon jetzt einige heiße Kracher der neuen Spielzeit bekannt, darunter Patriots vs. Chiefs, Steelers vs. Seahawks, Chargers vs. Packers, Chiefs vs. Packers, Giants vs. Vikings, Cowboys vs. Rams, Falcons vs. Eagles oder Seahawks vs. Ravens.

Postseason
Die Play-offs der Saison 2019/20 starten schließlich Anfang Januar, das Wildcard-Weekend steigt zwischen dem 4. und 5. Januar (Ortszeit). Am Ende führt alles wieder zum Super Bowl, dieses Mal in seiner 54. Auflage (LIV). Das bombastische Finale ist diesmal für den 2. Februar 2020 (Ortszeit) im Hard Rock Stadium in Miami anberaumt.

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Gestern, 19:00

Keine Details zur Vereinbarung
Colin Kaepernick und die NFL schließen Frieden

Das ist der Hammer der Offseason: Colin Kaepernick, Eric Reid und die NFL haben sich geeinigt. Die Klage gegen die Liga wird fallengelassen.

Zitat

Das war so nicht abzusehen: Colin Kaepernick, Eric Reid und die NFL haben das Kriegsbeil begraben. Das teilten die Liga und Anwalt Mark Geragos am Freitag in einem kurzen Statement mit.
Darin heißt es, dass man seit Monaten in einem fortlaufenden Dialog gestanden hätte.
"Als Resultat dieser Diskussionen haben sich die Parteien dazu entschieden, die Probleme auszuräumen", heißt es weiter. Außerdem habe man sich zu Verschwiegenheit verpflichtet, weshalb es keinen weiteren Kommentar dazu gebe.
Auch die Spielergewerkschaft äußerte sich via Twitter, bringt bezüglich der Details zu der Vereinbarung aber wenig überraschend auch kein Licht ins Dunkel.
"Wir sind froh, dass Eric einen neuen Job und einen neuen Vertrag hat, und wir hoffen, dass Colin auch seine Möglichkeit bekommt", heißt es in dem Statement.
Kaepernick und Reid haben im Zuge des Hymnenstreits, den Kaep 2016 durch seinen knienden Protest ausgelöst hatte, gegen die NFL geklagt. Kaepernick ist seit dem Ende der Saison 2016 und dem Aus bei den San Francisco 49ers im März 2017 wegen des Hymnen-Streits ohne Job.
Der Streit zog weite Kreise und kam dabei auch im Weißen Haus vorbei, als sich US-Präsident in gewohnt polemischer Art dazu äußerte und den Protest in deutlichen Worten missbilligte, dabei legte er sich mit der NFL, den Teams und den Spielern an.Für die einen ist der Kniefall von Kaepernick und seinen Mitstreitern ein bewegendes Zeichen gegen Rassendiskriminierung in Amerika, für die anderen schlicht ein respektloser Akt gegenüber der Nation (Die Chronologie zum Fall Kaepernick).

Reid jetzt bei den Panthers
Reid kam im Gegensatz zu Kaepernick in der Zwischenzeit bei den Carolina Panthers unter und unterschrieb jüngst einen neuen Drei-Jahres-Deal. Er war der erste Spieler, der sich dem Protest angeschlossen hatte. Er hatte ihn 2018 bei den Panthers fortgesetzt.
Einige Stunden vor dem NFL-Statement hatte Kaepernick noch Schlagzeilen geschrieben, als es hieß, ein Engagement in der Alliance of American Football sei an seinen astronomischen Gehaltsforderungen (20 Millionen Dollar) gescheitert.

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