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Mittwoch, 12. Februar 2020, 21:01

Draft, Free Agency & Co. - Wichtige Daten 2020
Was ist wichtig? Die NFL macht keine Pause

Zitat

Super Bowl LIV steht in den Büchern, dieses Mal beendeten die Kansas City Chiefs mit ihrem Super-Bowl-Sieg eine 50-jährige Durststrecke. Und jetzt? Nun herrscht eine lange Flaute, bis im September 2020 die insgesamt 101. NFL-Saison starten wird. Eine lange Zeit, in der aber trotzdem so einiges passieren wird - Stichwort Draft, Stichwort Free Agency. Der kicker verschafft den Football-Fans einen Überblick.

Eines ist klar: Die Spieler der 32 NFL-Teams haben derzeit ihre wohlverdiente Pause, können sich erholen, ihre Blessuren auskurieren, kleinere bis größere Eingriffe vornehmen lassen oder einfach nach anstrengenden Monaten den Energiehaushalt auffrischen und dem Familienleben frönen. Hinter den Fassaden der Franchise-Einrichtungen, die über die gesamte USA verteilt sind, steht das Telefon aber nicht still. Es wird fleißig gearbeitet, getüftelt und daran gefeilt, den Top-Kader der Zukunft zu realisieren.

Free Agency
Am 18. März (Ortszeit) 2020 beginnt die sogenannte Free Agency, in der Spieler von den Teams analysiert, interviewt und verpflichtet werden können. Zu diesem Zeitpunkt laufen offiziell die Verträge der Athleten aus, die nicht über die Saison 2019 hinaus an ihre Franchises gebunden sind. Diese Profis werden von da an sogenannte Free Agents, die sich ihr nächstes Team selbst aussuchen dürfen. In diesem Jahr richtet sich der Fokus zum Beispiel auf die drei Top-Quarterbacks Tom Brady (sechsmaliger Super-Bowl-Sieger mit den Patriots), Drew Brees (Saints) und Philip Rivers (Chargers) - oder auch auf vielversprechende Akteure wie Receiver A.J. Green (Bengals), Defense End Jadeveon Clowney (Seahawks), Receiver Emmanuel Sanders (49ers), Safety Devin McCourty (Patriots), Cornerback Aqib Talib (Dolphins), Defensive End Ndamukong Suh (Buccaneers), Spielmacher Teddy Bridgewater (Saints) sowie Tight End Eric Ebron (Colts).
Abseits von Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen haben die Teams dabei einige Hausaufgaben zu erledigen. So sind sie dazu verpflichtet, bis 16 Uhr New Yorker Zeit den Anforderungen des Salary Caps zu entsprechen. Das heißt: Kein Team darf zu diesem Zeitpunkt mehr Geld für seinen 53-Mann-Roster aufbrauchen, als es die neu angehobene Grenze zwischen 196,8 und 201,2 Millionen US-Dollar vorschreibt.

NFL-Draft
Die alljährliche Lotterie um die heißesten College-Abgänger, die in der Folge als Rookies in die Liga einsteigen, geht zwischen dem 23. und 25. April 2020 in Las Vegas/Nevada über die Bühne - also dort, wo ab sofort die Raiders nach ihrem Umzug aus Oakland/Kalifornien ansässig sein werden. Das Stichwort Bühne hat es dabei in sich: Denn passend zur Spielermetropole Las Vegas wird der diesjährige Draft auf einer Wasserbühne auf dem künstlich angelegten See vor dem luxuriösen Hotel- und Kasinokomplex Bellagio mit seinen weltberühmten Wasserfontänen veranstaltet.
Um eine gewisse Balance zwischen den einzelnen Mannschaften zu gewährleisten, dürfen die Teams, die in der vorangegangenen Saison - in diesem Fall 2019/20 - am schlechtesten abgeschnitten haben, zuerst wählen. So starten in diesem Jahr die Bengals (2:14) vor den Redskins (3:13), Lions (3:12:1) und Giants (4:12). Super-Bowl-Sieger Kansas City kommt laut aktueller Order erst an 32., letzter Stelle.
Interessanter Hintergrund: Der erste Draft der Geschichte fand im Ritz-Carlton Hotel in Philadelphia am 8. Februar 1936 statt. Dieser ging vom damaligen Commissioner Bert Bell aus, der das Überleben der Liga in Gefahr sah, da die Chicago Bears, die Green Bay Packers, die New York Giants und die Washington Redskins zu dieser Zeit eine dominierende Vormachtstellung und schwächere Teams kaum eine Chance hatten, große College-Talente zu verpflichten.

Combine
Im Vorfeld des Drafts geht noch das Combine über die Bühne. Hier absolvieren College-Spieler, die sich zum Draft angemeldet haben, etliche Tests, die sowohl die physische als auch psychische Komponente unter die Lupe nehmen (23. Februar bis 2. März 2020).

Preseason
In den sogenannten Training Camps bereiten sich die 32 Football-Teams aus der National Football League intensiv auf die neue Spielzeit vor. Dort wird das u.a. das Playbook eintrainiert und am Feinschliff gearbeitet. Die Camps starten dabei Ende Juli und ziehen sich durch den August. Dabei steigt am 6. August das Hall-of-Fame-Game in Canton/Ohio, ehe in den darauffolgenden vier Wochen pro Team jeweils vier Testspiele anstehen. Hier wird am Ende, genauer gesagt am 5. September 2020, auch der Roster auf die vorgeschriebene Spieleranzahl von 53 Mann gekürzt.

Besonderheiten
Die NFL hat im vergangenen Jahr ihre 100. Saison zelebriert, um nun mit der 101. Spielzeit das neue "Jahrhundert" einzuläuten. Dazu passend: Während die Green Bay Packers, an ihren 13 Titeln gemessen der Rekordtitelträger im American Football, 2018/19 ihre 100. Football-Saison gefeiert haben (mit mäßigem Erfolg), sind zuletzt die Chicago Bears mit Spielzeit 100 dran gewesen. Das älteste Franchise sind allerdings die aktuell in Arizona ansässigen Cardinals (gegründet 1898). Die Cards hatten ihre erste NFL-Saison 1920 absolviert, gehen also in diesem Jahr in ihr 100-jähriges Jubiläum. Außerdem feiert noch das teuerste Franchise der NFL und zugleich der Welt, die bis dato fünfmal im Super Bowl erfolgreichen Dallas Cowboys, seinen 60. Geburtstag.
Die Los Angeles Chargers haben in der jüngsten Spielzeit zum letzten Mal von insgesamt drei Jahren im ROKiT Field at Dignity Health Sports Park (StubHub Center) gespielt, die Los Angeles Rams indes zum letzten Mal von insgesamt vier Jahren im Memorial Coliseum. Beide Teams ziehen nun ins hochmoderne Stadium at Hollywood Park in Inglewood um. Komplett in eine andere Stadt umgezogen sind wie oben bereits erwähnt die Las Vegas Raiders (Allegiant Stadium).

Regular Season
Vor den Fernsehgeräten und in den Stadien versammeln sich die Football-Fans schließlich wieder ab dem 10. September 2020 (Ortszeit), wenn das Eröffnungsspiel von insgesamt 256 Regular-Season-Games über die Bühne gehen wird. Jedes der 32 Teams wird dann wieder 16 Partien (achtmal zu Hause, achtmal in der Fremde) absolvieren im Kampf um die begehrten zwölf Play-off-Tickets. Der Spielplan erstreckt sich über 17 aufeinanderfolgende Wochen, jede Mannschaft hat eine Pause.
Die Paarungen ermitteln sich dabei wie folgt: Jedes Team duelliert sich in der eigenen Division (z.B. AFC North) mit jedem Kontrahenten zweimal, das macht sechs Spiele. Der NFL-Spielplan sieht zudem vor, dass jedes Team nach einem dreijährigen Rotationsprinzip pro Saison einmal gegen alle Teams einer anderen Division in der eigenen Conference spielt (z.B. AFC East), das macht vier weitere Partien pro Regular Season. Zudem muss jedes Team nach einem vierjährigen Rotationsprinzip einmal gegen alle Franchises aus einer Division der anderen Conference (z.B. NFC West) antreten, das macht vier weitere Partien jedes Jahr. Zudem gibt es im NFL-Spielplan die Regelung, dass jedes Team einmal gegen andere Franchises der eigenen Conference antritt, die die Vorsaison in deren Division auf dem gleichen Tabellenplatz abgeschlossen haben - das betrifft nicht die Division, gegen die ohnehin gespielt wird.

Mit alldem wird sichergestellt, dass alle vier Jahre alle Teams einmal gegeneinander gespielt haben und alle acht Jahre jedes Team einmal in jedem Stadion antreten muss. Abweichungen von den "richtigen" Heim- oder Gastspielen kann es derweil im Zuge der sogenannten London- oder Mexico-City-Spiele kommen, mit denen sich die NFL weltweit zeigt. Dabei sind auch in diesem Jahr wieder die Jacksonville Jaguars prominent vertreten.

Highlights
Während die genauen Uhrzeiten der 256 Regular-Season-Spiele noch nicht feststehen, so sind die Gegner aller 32 Teams bereits festgelegt. Damit sind schon jetzt einige heiße Kracher der neuen Spielzeit bekannt, darunter Chiefs vs. Patriots, Seahawks vs. Patriots, Ravens vs. Chiefs, Eagles vs. Ravens, Cowboys vs. Browns, Steelers vs. Texans, Vikings vs. Titans, Raiders vs. Patriots, Seahawks vs. Cowboys, Packers vs. Falcons, Saints vs. Packers, 49ers vs. Eagles, oder auch Rams vs. Patriots.

Postseason
Die Play-offs der Saison 2020/21 starten schließlich Anfang Januar nach Week 17 der Regular Season (3. Januar 2021). Das Wild-Card-Weekend steigt zwischen dem 9. und 10. Januar (Ortszeit). Am Ende führt alles wieder zum Super Bowl, dieses Mal in seiner 55. Auflage (LV). Das bombastische Finale ist diesmal für den 7. Februar 2021 (Ortszeit) im Raymond James Stadium in Tampa Bay/Florida anberaumt.

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Mittwoch, 19. Februar 2020, 20:43

NFL International Pathway Program
David Bada - die nächste deutsche Football-Hoffnung

Zitat

Der Super Bowl ist gerade vorbei, die Football-Profis haben erstmal Urlaub. Doch für David Bada geht es jetzt erst richtig los: Der 24-Jährige ist im International Pathway Program der NFL und trainiert gerade in Florida für seinen großen Traum. Bis dahin ist es aber ein langer und vor allem steiniger Weg.

David Bada schaute gerade Football im Fernsehen, als er den Anruf erhielt: "Du bist dabei." Der 24-Jährige gehört zu den neun auserwählten Spielern aus der ganzen Welt, die einen Platz im International Pathway Program der NFL ergattert haben. Das Programm gibt Football-Spielern außerhalb den USA die Möglichkeit, in die US-Footballliga zu kommen.
Ende Januar ging es los: Bada packte die Koffer für seine zweimonatige Reise und trainiert seitdem jeden Tag in der IMG Academy in Florida für seinen Traum. Im April müssen die acht internationalen Spieler zusammen mit zahlreichen amerikanischen Athleten ihre physischen und psychischen Fähigkeiten in einer Reihe von Tests zeigen. Vier der neun internationalen Spieler erhalten einen garantierten Platz bei einem NFL-Team.

Zwischen Training und Schulbank
Florida kling nach Sonne, Strand und Urlaub. Für Bada aber bedeutet der Aufenthalt dort harte Arbeit und Drill. Seine Tage sind fest durchgetaktet. Um 6 Uhr morgens geht es los: Eine Stunde vor dem Frühstück schnappt er sich die Lernzettel und geht Unmengen an Spielzügen durch. "Tagsüber habe ich keine Zeit, deshalb muss das nach dem Aufstehen sein", sagt er. Weiter geht es mit Meetings, Behandlungen und Dehnen. Dann wird er abgefragt: In den Klassenräumen der Akademie fragen die Positionstrainer das Football-Wissen des 24-Jährigen ab.
Erst dann geht es raus auf das Spielfeld, wo er zusammen mit seinen Teamkollegen, amerikanischen College-Spielern und NFL-Veteranen trainiert. Mittagessen, halbe Stunde Pause - vorbei ist der Tag noch lange nicht. Weiter geht es im Fitnessstudio mit Krafttraining. Es folgen Behandlungen und zum Abschluss wird dann nochmal mit Trainern gelernt. Um 22 Uhr ist der lange Tag vorbei. "Wir haben auch mal einen freien Tag, aber man ist viel zu fertig, um den zu nutzen." An den Strand hat er es noch nicht geschafft.

Badas zweite Chance
Athletische Voraussetzungen alleine reichen nicht aus. Die hätte David Bada schon erfüllt: "Ich habe hier extrem zugelegt“, sagt der gebürtige Münchner, der bei einer Größe von 1,96 Metern 136 Kilogramm auf die Waage bringt. Als Defensive Liner ist es Badas Hauptaufgabe, den gegnerischen Quarterback unter Druck zu setzen. Dafür ist die Masse notwendig. Gleichzeitig muss er aber auch blitzschnell sein - eine Gratwanderung.
Der einzige Deutsche im Programm kennt diese Strapazen gut: Bereits im vergangenen Jahr war er dabei. Die Trainer waren angetan, schickten ihn am Ende aber wieder nach Hause - die NFL ist eben ein Geschäft. "Ich habe bis dahin nur in Deutschland gespielt und war nie im College", erklärt Bada sein Ausscheiden. "Der große Unterschied ist das Football-Wissen. Ich musste viel lernen, wie ich spielen muss. Und die Geschwindigkeit hier ist viel schneller." Darum musste er sich im Herbst in Hennef nochmal durch die internationale Vorauswahl quälen.

Auf den Spuren von Jakob Johnson
Ob ihm die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr helfen? "Ich wusste ein bisschen, was auf mich zukommt. Aber das ist eine ganz neue Gruppe mit vielen neuen Trainern." Tipps kriegt er zum Beispiel von seinem Mitstreiter aus dem 2019er-Programm, Jakob Johnson. Der Stuttgarter konnte sich im vergangenen Jahr durchsetzen, erkämpfte sich einen Platz bei den New England Patriots und hat bereits Pässe von Quarterback-Legende Tom Brady gefangen. "Die Deutschen sind auf jeden Fall Vorbilder, mit manchen habe ich auch Kontakt", so Bada. Umso größer ist der Wille, es dieses Jahr zu schaffen: "Ich habe das ganze Jahr trainiert, damit es dieses Mal klappt."

Realistische Chance auf die NFL?
Wie hart der Weg ist, zeigen die Zahlen: ln den USA gibt es nach Angaben der NCAA jedes Jahr über 70.000 Spieler, von denen die meisten seit ihrer Kindheit mit Football aufgewachsen sind und bereits im College vor tausenden Zuschauern spielen. Von ihnen schaffen es am Ende gerade mal zwei Prozent zum professionellen Football. Doch David Bada ist optimistisch. "Es haben schon welche vor mir geschafft. Warum ich nicht auch?"
Die NFL - für Bada würde sie alles bedeuten: "Das ist der große Traum. Da geht es auch nicht um das Geld, sondern gegen die Besten spielen zu dürfen." Im April geht es für den Spieler der Schwäbisch Hall Unicorns erstmal zurück nach Deutschland. Hier wartet seine Familie inklusive seiner kleinen Tochter. "Das ist natürlich ein Opfer, dass man bringen muss", sagt er über den Verzicht auf sein gewohntes Leben. Im Mai bekommt er dann den Bescheid, ob es für ihn weitergeht. Für David Bada ist die Sache klar: "Einen Plan B habe ich nicht."

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Sonntag, 23. Februar 2020, 18:10

Mit 14 Teams! NFL plant wohl Playoff-Revolution

Der neue NFL-Grundlagenvertrag steht offenbar kurz vor der Unterschrift. Darin enthalten: eine Verlängerung der regulären Saison und eine Revolution des Playoff-Modus in der Liga. Die Spieler profitieren wohl auch finanziell.

Zitat

Wie "ESPN" berichtet, will die NFL die Anzahl der Playoff-Teilnehmer erhöhen. Zudem soll die Regular Season auf 17 Spiele pro Team ausgedehnt werden. Diese Vereinbarung soll im neuen Grundlagenvertrag festgehalten werden, der möglicherweise bereits in der kommenden Woche abgeschlossen wird.

Nur noch ein Team erhält wohl Bye-Week zum Playoff-Auftakt
Anders als im bisherigen Format soll durch die Aufstockung der Playoffs nur noch ein Team pro Conference eine Bye-Week in der ersten Runde haben - bislang waren es immer zwei Teams. Dadurch würden am Wild-Card-Weekend gleich sechs Spiele stattfinden, jeweils drei am Samstag und Sonntag.
Eine Quelle bestätigte dem US-Portal, dass diese Veränderung bereits schon länger beschlossen sei und es wenig Widerstand dagegen gegeben habe. Zudem werden die Spieler, die in der ersten Runde eine Bye-Week haben, offenbar trotzdem bezahlt, was bisher noch nicht der Fall war.

Spieler werden wohl finanziell mehr beteiligt
Bereits in der kommenden Saison könnte das neue Playoff-Format angewendet werden, wenn zuvor alle Parteien dem neuen CBA zugestimmt haben. Die Erweiterung der Regular Season soll dagegen frühestens in der übernächsten Saison stattfinden.
Zudem würde dadurch die finanzielle Beteiligung der Spieler weiter ansteigen, so erhalten die Spieler bisher 47 Prozent der Liga-Einnahmen, im neuen CBA können es bis zu 48,5 Prozent werden. Bis zu Fünf Milliarden US-Dollar sollen damit auf die Seite der Spieler wandern.

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Sonntag, 23. Februar 2020, 22:30

New England Patriots erwartet schwerster Spielplan der NFL - Ravens profitieren

Nach Analyse der Spielpläne aller 32 Teams erwischt es die New England Patriots hammerhart. Die Baltimore Ravens profitieren dagegen.

Zitat

Wie oft wurde über den vermeintlich leichteren Spielplan der New England Patriots von den Fans der anderen Teams geklagt. Doch damit ist Schluss.
Denn in der kommenden Saison haben die Pats den schwersten Spielplan der NFL. Die jährliche Analyse der Ansetzungen - basierend auf den Endplatzierungen der Vorsaison - ergibt, dass die Patriots mit einem Faktor von 0,537 den schwersten Spielplan haben. Der durchschnittliche Patriots-Gegner kommt also auf über 53 Prozent gewonnener Spiele der Vorsaison.

Jets mit zweitschwerstem Spielplan
Mit ein Grund für diese Zahl ist, dass die Patriots mit den Kansas City Chiefs den Super Bowl-Champion und mit den San Francisco 49ers den Finalisten als Gegner haben. Dies gilt aber für alle Teams in der AFC East, die somit ebenfalls einen schweren Spielplan haben.
Einen ähnlich schweren Spielplan wie New England erwartet nur noch die New York Jets mit einem Faktor von 0,533.

Baltimore Ravens mit leichtestem Spielplan
Auf der Gegenseite gibt es ein Team, das mit weitem Abstand, den leichtesten Plan hat. Die Baltimore Ravens.
Lamar Jackson und Co. messen sich mit Teams, die durchschnittlich lediglich 43,7 Prozent ihrer Spiele in der vorangegangenen Saison gewannen. Mit Ausnahme der Ravens hat kein anderes Team überhaupt einen Faktor unter 0,455.
Baltimore ist dabei die Spitze der AFC North, deren Mannschaften sich komplett unter den Top sechs der leichtesten Spielplänen befinden.
Doch den jubelnden Ravens-Fans oder den traurigen Patriots-Fans sei gesagt, es handelt sich lediglich um eine statistische Prognose anhand der Vorjahresergebnisse.
Es kann also schlussendlich auch alles ganz anders kommen.

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Mittwoch, 26. Februar 2020, 21:39

Kicker bleibt in Green Bay und verlängert langfristig
Eine komplette Karriere bei den Packers? Für Crosby wird's wahr

Zitat

Mason Crosby ist nicht nur ein Publikumsliebling bei den Green Bay Packers. Auch rein sportlich hat der Elite-Kicker erneut seinen Wert unter Beweis gestellt. Das bringt ihm einen neuen, langfristigen Vertrag ein - obwohl der Profi schon älter ist.

"Ich freue mich sehr und fühle mich geehrt, bei den Packers bleiben zu können", kündete Mason Crosby jüngst selbst via Twitter an und ergänzte: "Ich bin hochmotiviert und fiebere dem entgegen, was vor uns liegt."
Damit spielt der hocherfahrene Kicker natürlich auf den aktuell positiven Trend der Käsestädter an. Denn "The Pack" hat sich in der abgelaufenen Spielzeit unter Rookie-Cheftrainer Matt LaFleur (40) überraschend erfolgreich gezeigt, nach zwei Jahren ohne Play-offs wieder die Endrunde erreicht und ist erst im NFC-Finale an den San Francisco 49ers gescheitert.
Klar, dass das Team in den nächsten Jahren einen Sprung in den Super Bowl anvisiert - und Crosby weiter ein erfolgreicher Teil davon sein kann. Denn mit dem Kicker, der bereits seit 2007 bei den Packers ist und damit seine gesamte NFL-Karriere beim Team um Star-Quarterback Aaron Rodgers verbracht hat, hat Green Bay nun drei Jahre verlängert.

Starke Werte, hohe Zuverlässigkeit
Warum das Vertrauen und ein Vertragsvolumen von 12,9 Millionen US-Dollar gerechtfertigt sind, liegt einerseits an der Beliebtheit sowie andererseits an der immensen Erfahrung, die der hochgeschätzte Athlet mit sich bringt. Außerdem stimmen die Zahlen: 2019 hat Crosby 91,7 Prozent seiner Field Goals verwandelt und nur einen Extrapunkt verschossen. Der 35-Jährige hält seit 2015 die Packers-Allzeitrekorde für die meisten Punkte (inzwischen sind es 1575) und hat zudem zwischen 2010 und 2016 die meisten Field Goals in den Play-offs am Stück verwandelt (23). Sein längster Schuss ins Glück liegt übrigens bei 58 Yards.

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Sonntag, 1. März 2020, 20:47

NFL-Wahnsinn
165-Kilo-Brocken schockiert Augenzeugen mit seinem Sprintvermögen

Zitat

Offensive Tackle Mekhi Becton ist mit 165 kg der schwerste Spieler beim diesjährigen NFL Scouting Combine. Dass er dennoch über äußerst flinke Beine verfügt, bewies er beim 40 Yard Dash. In einer Zeit von 5,10 Sekunden schockte der Big Man die Anwesenden im Stadion.

Laut "ESPN Stats & Information Research" ist Becton der schwerste Spieler seit 2006, der in dieser Disziplin unter 5,2 Sekunden blieb.
Der schnellste Big Man der vergangenen 15 Jahre war Nose Tackle Dontari Pie, der beim Combine 2012 156,9 kg auf die Waage brachte und in 4,98 Sekunden ins Ziel kam.

Big Men Wirfs und Muti trumpfen auf
Positionskollege Tristan Wirfs (145,2 Kilo) überraschte beim Vertical Jump mit einer Höhe von 36,5 Inches (14,4 cm) und überbot den Bestwert aller O-Liner seit 2006, den bisher Tackle Joshua Miles (36 Inches) inne hatte.
Zum Vergleich: Damit toppte er sogar deutlich leichtere Spieler wie Texans-Receiver DeAndre Hopkins (36 Inches) oder Cowboys-Receiver Amari Cooper (33 Inches).
Wirfs Zeit beim 40 Yard Dash von 4,85 Sekunden bedeutete ebenfalls einen Bestwert von Spielern über 145 kg seit 2006 (bisher Greg Robinson mit 4,92 beim Combine 2014).
Offensive Guard Netane Muti erzielte mit 44 Wiederholungen beim Bankdrücken mit aufgelegten 102,1 kg den viertbesten Wert in der Combine-Geschichte.

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Freitag, 6. März 2020, 22:36

"Lefty": Deshalb ist Tua Tagovailoa schon jetzt ein Unikat

Vor dem Draft (23. bis 25. April in Las Vegas) ist klar: Quarterback-Talent Tua Tagovailoa ist etwas Besonderes. Das liegt auch an seinem Wurfarm.

Zitat

Wenn Tua Tagovailoa eine Dose Cola öffnet, fällt es nicht auf. Wenn er eine Notiz schreibt, auch nicht. Auch wenn er telefoniert, sieht man es nicht.
Bis er einen Football in die Hand nimmt.
Denn das macht er mit der linken Hand: Tagovailoa ist Linkshänder, aber nur dann, wenn es um Sport geht. Und damit wäre er, wenn er im Draft im April ausgewählt wird, in der NFL ein echtes Unikat.

Wo sind die Linkshänder?
Denn von den aktuell 107 Quarterbacks in der NFL sind alle Rechtshänder. Der letzte Linkshänder, der in den Top Ten des Draft ausgewählt wurde, war 2006 Matt Leinart, der an Nummer zehn von den Cardinals ausgewählt wurde. Tim Tebow war 2010 der letzte Linkshänder, der in der ersten Runde (an 25. Stelle) ausgewählt wurde.
Der letzte Touchdown-Pass, der mit dem linken Arm geworfen wurde? Im Dezember 2016 war das, als Cowboys-Tight-End Jason Witten den Ball von Dez Bryant fing, seines Zeichens Wide Receiver.
Keine Frage: Die Liga hat in der Vergangenheit viele Quarterbacks gesehen, die mit links geworfen haben, und das erfolgreich, wie Ken Stabler, Boomer Esiason, Steve Young oder Michael Vick. Natürlich sind Linkshänder mit einem weltweiten Anteil von zehn Prozent per se eine Seltenheit.
Doch seit 2017 gibt es auf der Quarterback-Position niemanden mehr, der mit links wirft.
"Sie werfen wahrscheinlich alle einen Baseball", sagte Buccaneers-Trainer Bruce Arians. "Ich glaube nicht, dass ich jemals einen Linkshänder gehabt habe." In der Tat sind Linkshänder in der Major League Baseball überproportional vertreten, 27,2 Prozent der Pitcher sind Linkshänder.

Baseball der Hintergedanke
Baseball war dann auch der Hintergedanke, den Tuas Vater Galu hatte, als er seinem Sohn im Alter von fünf Jahren den Ball in die linke Hand gab.
"Er wuchs einfach hinein", sagte Galu Tagovailoa bei "AL.com". "Das ist der verrückte Teil daran. Ich hätte nie gedacht, dass ich ihn dazu bringen könnte, sich daran anzupassen. Da wir den Ball ständig in seine linke Hand legten, gewöhnte er sich daran, den Ball mit seiner linken Hand zu werfen."
Allerdings war Baseball nichts für Tagovailoa. "Es war zu langsam für mich. Ich konnte es nicht, es hat einfach nicht für mich funktioniert", sagte er.
Nachdem die Reha nach seiner schweren Hüftverletzung vom November äußerst erfolgreich verlief, wird er trotz seiner Verletzungshistorie inzwischen wieder sehr hoch gehandelt, die Top Ten werden es ziemlich sicher, in Mock Drafts taucht er inzwischen öfter auch in den Top fünf auf.

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Samstag, 7. März 2020, 10:50

Das wird dann wohl interessant denn dann müsste die Mannschaft die den Zuschlag bekommt auch das Spielsystem
entsprechende umstellen.... Mal sehen wo er letztendlich unterkommt. Vor der Verletzung hat er super Spiele gemacht,
war wirklich super anzusehen....
lg michael

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Montag, 9. März 2020, 22:55

Viel Geld in den Sand gesetzt
Flop-Alarm: Der mieseste Deal der vergangenen NFL-Dekade

Die Houston Texans haben 2016 viel Geld für wenig Quarterback ausgegeben: Brock Osweiler war der Mega-Flop. Für den "Bleacher Report" der größte der vergangenen zehn Jahre.

Zitat

Viel Geld bedeutet leider nicht immer viel Leistung, eine hohe Investition ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einem hohen Ertrag. Diese Erfahrung haben bereits sehr viele NFL-Teams machen müssen.
Wie die Houston Texans zum Beispiel. Ihnen wurde vonseiten des "Bleacher Report" jetzt sogar die (zweifelhafte) Ehre des miesesten Deals in der vergangenen NFL-Dekade zuteil.

Namentlich: Brock Osweiler. Eines der teuersten Missverständnisse in der Geschichte der Liga. In der Offseason 2016 hatten die Texans den Quarterback immerhin mit einem Vierjahresvertrag über 72 Millionen Dollar ausgestattet, 37 Millionen davon über zwei Saisons garantiert.

Unter Manning gelernt
Die Texans hatten viel Geld und viele Hoffnungen in den Spielmacher gesteckt, der vier Jahre lang bei den Denver Broncos hinter Legende Peyton Manning lernen durfte, dabei die meiste Zeit nur Kurzeinsätze bekam.
2015 übernahm er für den verletzten Manning acht Spiele (fünf Siege) und warf für 1967 Yards, zehn Touchdowns und sechs Interceptions. Den Texans reichte das als Visitenkarte.
Doch der Schuss ging nach hinten los. Der Quarterback warf mehr Interceptions als Touchdown-Pässe. Dass er in Woche 15 für seinen Backup Tom Savage aus dem Spiel genommen wurde, löste den größten Jubel in seiner kurzen Zeit bei den Texans aus.
Immerhin: Manager Rick Smith bügelte seinen Fauxpas wieder aus, in der Offseason 2017 gelang es ihm, den teuren Flop von der Gehaltsliste zu bekommen. Die Texans gaben Osweiler zusammen mit einem Siebtrundenpick 2017 und einem Zweitrundenpick 2018 an die Cleveland Browns ab und bekamen im Gegenzug einen Viertrundenpick 2017.

Karriere beendet
Die Browns entließen Osweiler im darauffolgenden September, er kehrte zu den Broncos zurück und ging schließlich 2018 zu den Miami Dolphins. Ein Franchise-Quarterback wurde er auch dort nicht.
2019 beendete er seine Karriere. Lautlos, erfolglos. Dafür hatte er finanziell alles rausgeholt.
Dank des miesesten Deals der vergangenen Dekade.

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Mittwoch, 11. März 2020, 21:59

Bitter für Baltimore:
O-Line-Legende Yanda beendet Karriere

Einer der besten Spieler seiner Position tritt ab: Marshal Yanda beendet seine Karriere - und hinterlässt bei den Baltimore Ravens eine empfindliche Lücke.

Zitat

Wie das Franchise am Dienstag bekanntgab, tritt Yanda mit sofortiger Wirkung zurück - obwohl sein Vertrag bei den Ravens noch für die kommende Saison gültig gewesen wäre. Zwar befand sich der Offensive Guard mit 35 Jahren bereits im fortgeschrittenen Alter, zählte jedoch auch in der abgelaufenen Saison noch zu den besten Spielern auf seiner Position und hatte maßgeblichen Anteil an der fulminanten Saison der Ravens-Offensive um Quarterback Lamar Jackson, der zum NFL-MVP gewählt wurde. Yanda selbst wurde nach der Saison in den Pro Bowl gewählt - und das in seiner 13. Spielzeit bereits zum achten Mal. Der 138 Kilogramm schwere Lineman, der seine komplette NFL-Karriere (seit 2007) bei den Ravens verbrachte und mit dem Franchise 2013 den Super Bowl gewann, zählte über Jahre hinweg zu den besten Guards der Liga - und mittlerweile auch der NFL-Geschichte. Die Aussichten für Yanda, in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen zu werden, gelten als sehr gut
Für die Ravens ist der Rücktritt eine bittere Schwächung. Baltimore will in der kommenden Saison den nächsten Angriff auf den Super Bowl unternehmen und gilt schon jetzt als einer der Top-Favoriten. Die Offensive Line mit Yanda als Fixpunkt war zuletzt eines der Prunkstücke im Team und maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Ravens ein überragendes Run Game aufs Feld brachten. Nun hat Head Coach John Harbaugh ein Loch zu stopfen - und muss zeigen, dass die hochgelobte Offensive auch ohne Yanda funktionieren kann.

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Donnerstag, 12. März 2020, 19:17

Coronavirus: Free Agency und NFL-Draft droht Termin-Verschiebung

Auch die NFL ist vom Coronavirus betroffen. Es drohen Absagen und Termin-Verschiebungen. Liga-Verantwortliche, Stadt und Staat arbeiten hinsichtlich des Drafts bereits zusammen. Raiders-Besitzer Mark Davis ist sich sicher, dass "eine angemessene Entscheidung" getroffen wird.

Zitat

Der Spielbetrieb ruht zwar, dennoch dürfte der Coronavirus auch großen Einfluss auf die NFL haben.
Denn an den festgelegten Terminen der Offseason ist unter den gegebenen Umständen derzeit nur schwer festzuhalten, insbesondere des Drafts am 23. April in Las Vegas. "Das Ligabüro, die Spielergewerkschaft, die Stadt und der Staat arbeiten zusammen", sagt Mark Davis, Besitzer der von Oakland nach Las Vegas umgezogenen Raiders der "Dallas Morning News".
"Sie werden eine angemessene Entscheidung treffen. Die Gesundheit und die Sicherheit werden immer oberste Priorität haben."

Banalitäten im Vergleich zum Coronavirus
Aber nicht nur der Draft, auch das am Mittwoch beginnende NFL-Jahr 2020 und die damit startende Free Agency, die bereits zwei Tage vorher beginnenden Verhandlungen sowie die freiwilligen Offseason-Trainingseinheiten dürften betroffen sein.
"Pro Football Talk" sieht die Liga-Verantwortlichen in der Pflicht, zu handeln: "Die Verhandlungsphase beginnt nun am Montag. Die Spieler werden Verträge im Wert von mehreren Millionen Dollar unterzeichnen. Reporter werden die Nachrichten twittern und analysieren. In Pressekonferenzen werden Deals verkündet, bei denen die Spieler ihre neuen Trikots hochhalten - und es wird alles so lächerlich banal erscheinen."

Terminverschiebung Chance für CBA-Verhandlungen
Während in Kalifornien Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen untersagt sind, gibt es für Nevada noch keine Vorschriften. Dennoch sehen Experten keinen zeitlichen Druck, am Zeitpunkt des Drafts festzuhalten, vor allem sollte die Talenteziehung "von einem öffentlichen Ort in ein Fernsehstudio verlegt" werden.
"Pro Football Talk" würde den möglichen Verschiebung der Offseason-Termine allerdings auch Positives abgewinnen. "Falls die Abstimmung über das neue CBA (Gewerkschaftsvertrag zwischen Spieler und Teams, Anm.d.Red.) am Samstagabend fehlschlägt, könnten NFL und Spielergewerkschaft die Chance nutzen, ganz in Ruhe vor Beginn des Ligajahres 2020 einen neuen Deal auszuarbeiten."

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Freitag, 13. März 2020, 19:30

Saison 2020 startet nächste Woche
Coronavirus: Wie geht die NFL mit der Ausbreitung um?

Das Coronavirus ist inzwischen eine Pandemie und weitet sich immer weiter aus. Wie reagiert die NFL, die sich noch in der Offseason befindet, auf die sich stetig verändernde Herausforderung?

Zitat

Die Situation der NFL ist anders. Nicht minder gefährlich, diese Ansicht wäre fatal, auch wenn sich die Liga in der Offseason befindet.
Denn das Coronavirus hat den Sport weltweit inzwischen im Griff. Spiele finden vor leeren Rängen statt, werden abgesagt, verschoben oder der Spielbetrieb gleich ganz eingestellt oder ausgesetzt.

Ligen setzen aus oder brechen ab
Inzwischen auch in den USA. Wie in der NBA, NHL und XFL, die ihre Saisons unterbrechen oder vorzeitig beenden.
Doch die Situation ist dynamisch. Heißt: Sie kann sich jederzeit ändern. Texte über den Stand der Dinge können nach Minuten bereits veraltet sein.
Stündlich ziehen deshalb Organisatoren und Verantwortliche nach, sehen ein, dass es bei dem Thema durch die rasante Ausbreitung keine zweite Meinung gibt. Covid-19 ist seit Donnerstag offiziell eine Pandemie – also ein weltweites Problem.
Wie also reagiert eine Liga, die zwar offiziell (noch) Pause hat, aber in der natürlich nie Stillstand herrscht? Eine Liga, die zudem bald aus dem Winterschlaf erwacht?
Die Free Agency steht vor der Tür. Heißt: Spieler können ab Montag offiziell mit anderen Teams verhandeln, werden dann dort auch vorstellig. Am Mittwoch beginnt offiziell das neue Ligajahr 2020, woran die NFL auch trotz der rasanten Ausbreitung festhalten will. Und dann kommt der Betrieb auch in der NFL wieder ins Rollen.

Schlag auf Schlag
Klar ist aber, dass vorerst noch nicht viel klar ist: Die Liga selbst reagiert auf die Entwicklung wie viele Unternehmen mit der Anweisung für zahlreiche Mitarbeiter, von Zuhause aus zu arbeiten.
Einige Teams diskutieren darüber, ihre Einrichtungen zu schließen, einige setzten es am Freitag bereits um, andere lassen als erste Maßnahme äußerste Vorsicht walten.
Viele Teams wie die New York Jets, San Francisco 49ers oder Washington Redskins haben bereits angekündigt, dass Mitarbeiter auf Reisen, zum Beispiel wegen Pro Days der College-Talente, verzichten.
Das ist allerdings keine Anweisung, sondern entscheidet jedes Team selbst.
Im Gegenzug gibt es allerdings auch Unis, die ihre Pro Days canceln. Auch die Agenten sind nicht untätig, weisen die Nachwuchsspieler an, Zuhause zu bleiben. Normalerweise zeigen sie sich im Vorfeld des Draft bei interessierten Teams.
"Mit zwölf oder mehr absolvierten Spielen, einem All-Star-Spiel und dem Combine für die meisten Spieler, haben die Teams genug Informationen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen", twitterte Mike McCartney.
Man merkt, dass das Coronavirus, auch bedingt durch die strikten Einreiseverbote für Europäer durch Präsident Donald Trump, in den Köpfen der US-Amerikaner inzwischen mit aller Brutalität angekommen ist.
Und die Lage ändert sich schnell. So schnell, dass man bisweilen kaum noch nachkommt.
Was das für Auswirkungen auf den Ligastart und die Free Agency hat? Unklar. Bis jetzt will die Liga am 18. März festhalten. Klar ist: Problematisch dürften zum Beispiel die obligatorischen Medizinchecks werden, die durchgeführt werden müssen. Alles, was mit direktem Kontakt zu tun hat. Normalerweise hauen die Teams einen raus, wenn Spieler vorbeikommen, um zu beeindrucken. Wie das nächste Woche geregelt wird? Ebenfalls unklar.

Was passiert mit dem Draft?
In der Schwebe zudem: der Draft vom 23. bis 25. April in Las Vegas, der erste Höhepunkt der neuen Saison.
Wie geht man damit um? Absage? Verschiebung? Ausschluss der Öffentlichkeit?
"Das Ligabüro, die Spielergewerkschaft, die Stadt und der Staat arbeiten zusammen", sagt Mark Davis, Besitzer der von Oakland nach Las Vegas umgezogenen Raiders, der "Dallas Morning News": "Sie werden eine angemessene Entscheidung treffen. Die Gesundheit und die Sicherheit werden immer oberste Priorität haben." Diskutiert wird ein Conference Call als abgespeckte Version, eine Live-Übertragung soll es trotzdem geben.
Fest steht: Das für Ende März geplante Annual Meeting der Teambesitzer, auf dem unter anderem auch Regeländerungen besprochen und beschlossen werden, wurde bereits abgesagt, die Agenda auf das nächste Meeting im Mai verlegt.
Was bis dahin ist? Das weiß niemand im Moment. Was wir wissen: Ab Mai geht es dann auch bei der NFL so langsam ans Eingemachte: Rookie Minicamp, OTAs, Minicamp und Training Camp. Preseason.
Vielleicht. Denn keiner weiß im Moment, was in vier Wochen ist. Geschweige denn, in drei Monaten.

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Montag, 16. März 2020, 19:06

17 Spiele in der Regular Season ab 2021

Zwei Play-off-Teams mehr: NFL-Profis stimmen neuem Tarifvertrag zu

Zitat

Die Mehrheit der NFL-Profis hat einem neuen Tarifvertrag zugestimmt, wenn auch knapp. 1019 Profis stimmten dafür, 959 dagegen. Das bedeutet für die Zukunft: mehr Play-off-Teilnehmer, mehr Spiele.

Die 32 Teams hatten sich bereits im Februar mit dem Vertragswerk, das bis 2030 gilt, einverstanden erklärt, somit tritt der Vertrag nun in Kraft. Die wichtigsten Eckpunkte der neuen Vereinbarung beinhalten eine Aufstockung der Play-off-Teilnehmer um zwei Mannschaften bereits zur kommenden Saison.
2021 soll die Anzahl der Spiele pro Team in der regulären Saison von 16 auf 17 erhöht werden. Zudem werden das Grundgehalt, die leistungsbezogene Bezahlung sowie die Einkommen der Spieler und die Rentenbezüge angehoben.
Das Ergebnis sei "nach einem langen, demokratischen Prozess in Übereinstimmung mit unserer Verfassung" zustande gekommen, tweetete die NFL. Laut Commissioner Roger Goodell wird das Vertragswerk "substanzielle Vorteile für alle aktuellen und zurückgetretenen Spieler liefern, Arbeitsplätze schaffen, die fortschreitende Sicherheit der Spieler gewährleisten und den Fans mehr und besseren Football ermöglichen".

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Dienstag, 17. März 2020, 19:39

Football-Star Brady verlässt die Patriots - Ziel unklar

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Sensation im American Football: Superstar Tom Brady verlässt nach 20 Jahren und sechs Meisterschaften die New England Patriots, um mit 42 noch einmal für einen neuen Klub aufzulaufen.

Star-Quarterback Tom Brady verlässt die New England Patriots nach 20 Jahren und sechs Super-Bowl-Gewinnen. Das gab der erfolgreichste Spieler der American-Football-Profiliga NFL bei Twitter bekannt. "Es ist Zeit für mich ein neues Kapitel in meinem Leben und meiner Karriere aufzuschlagen", hieß es im Beitrag des 42-Jährigen, dessen Vertrag zum Saisonende ausgelaufen war. "Für immer ein Patriot", schrieb Brady.

Wie es weitergeht, ist noch unklar. Die Tampa Bay Buccaneers gelten als mögliches Ziel, auch die Los Angeles Chargers sollen Interesse am "Goat" (Greatest Of All Time) haben. In der vergangenen Saison scheiterten die Patriots bereits im Wildcard-Spiel an den Tennessee Titans und verloren erstmals seit 2012 ein Play-off-Heimspiel.

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Mittwoch, 18. März 2020, 19:18

Brady unterschreibt bei den Tampa Bay Buccaneers

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Tom Brady zieht nach Tampa Bay. Warum der erfolgreichste Quarterback der Geschichte zu einem Team wechselt, das seit 2007 nicht mehr in den Play-offs war.

Das Quarterback-Karussell dreht sich weiter - und der größte Name ist vom Markt. Nur wenige Stunden, nachdem er seinen Abschied von den New England Patriots bekanntgegeben hatte, hat Tom Brady bereits eine neue Heimat gefunden. In seiner 21. NFL-Saison läuft der dann 43-Jährige für die Tampa Bay Buccaneers auf.
Wie mehrere NFL-Insider übereinstimmend berichten, ist diese Entscheidung bereits gefallen. Brady soll in Tampa, wo (ganz zufälligerweise?) der kommende Super Bowl stattfindet, 30 Millionen Dollar pro Jahr verdienen. Wie lange "TB12" genau unterschreibt, ist noch nicht klar.
Dass Brady in diesen Zügen seiner Karriere überhaupt zum ersten Mal für ein neues Team aufläuft, ist schon überraschend genug. Dass es dann aber auch noch ein Team ist, das seit 2007 nicht mehr in den Play-offs vertreten war, erst recht. Zur Einordnung: In dieser Zeit hat Brady alleine dreimal den Super Bowl gewonnen.
Beim zweiten Blick ist Bradys Entscheidung jedoch auch nachvollziehbar. Die Bucs haben in Bruce Arians einen Head Coach, der in Arizona auch Carson Palmer in dessen letzten Zügen als Quarterback noch fast auf den Thron geführt hätte. Der 67-Jährige steht für Offensivspektakel und hat dafür die besten Voraussetzungen gegeben. Weil Stefon Diggs in Minnesota nicht mehr an der Seite von Adam Thielen aufläuft (Trade zu den Buffalo Bills), verfügt Tampa in Mike Evans und Chris Godwin über das beste Wide-Receiver-Duo der Liga, gepaart mit zwei guten Tight Ends (O.J. Howard, Cameron Brate). Zudem können die Bucs Brady eine stabile Offensive Line bieten und haben mit Ronald Jones einen aufstrebenden Running Back.
In der bald 101-jährigen NFL-Geschichte hat es noch kein Team geschafft, den Super Bowl in der eigenen Stadt auszutragen. Auch das dürfte für den so erfolgsverbissenen Brady nochmal ein Anreiz gewesen sein, sich für Tampa und gegen die Los Angeles Chargers zu entscheiden.

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