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Otto

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Montag, 16. September 2019, 20:37

Brown punktet sofort für die Patriots

Zitat

Am 2. Spieltag der National Football League (NFL) haben die New England Patriots am Sonntag (15.09.2019) einen klaren Sieg in Miami gefeiert. Neuzugang Antonio Brown stand dabei sofort im Mittelpunkt.

Super-Bowl-Sieger New England holte bei den Dolphins einen 43:0-Sieg. Gleich mit dem ersten Ballbesitz des Spiels kamen die Gäste bis in die Nähe der Endzone. Running Back Sony Michel musste schließlich beim zehnte Spielzug nur noch ein Yard bis zum ersten Touchdown überbrücken.
Für die nächsten Punkte sorgte dann Antonio Brown. Der Star-Receiver, der unter der Woche mit einem Streit in Oakland für seine Entlassung gesorgt und kurz danach seinen Vertrag mit den Patriots präsentiert hatte, fing einen 20-Yard-Pass von Quarterback-Legende Tom Brady in die Endzone. New England ging mit einem 13:0 in die Pause.

Drei Interception-Touchdowns
Auch in den beiden anderen beiden Vierteln diktierten Brady (264 Yards, zwei Touchdown-Pässe) und die Patriots Offensive die Partie. Ein Field Goal von Steven Gostkowski aus 28 Yards und ein Touchdown von Brady selbst schraubten den Score nach oben.
Die Dolphins fielen danach wie schon beim 10:59 am 1. Spieltag gegen Baltimore auseinander. Gleich drei Mal fing New England einen Passversuch der Gastgeber ab und holte einen Touchdown. Am Ende stand es 43:0. Die Patriots haben damit nach dem klaren 33:3 zum Auftakt gegen Pittsburgh zwei Siege auf dem Konto.

Nächster Sieg für Baltimore
Ebenfalls ungeschlagen sind noch die Baltimore Ravens. Nach dem Punktefeuerwerk in Miami holten die Ravens mit ihrem starken Offensivspiel um Quarterback Lamar Jackson (272 Yards, zwei Touchdown-Pässe) gegen die Arizona Cardinals einen 23:17-Sieg.
Zwar kam Arizona nach einem 9:20-Rückstand durch einen Touchdown von David Johnson und einer anschließenden Two-Point-Conversion noch einmal auf 17:20 heran, aber die Ravens hielten das Ergebnis und legten in der Schlussphase noch ein Field Goal zum 23:17 drauf.

Herzschlagfinale in Houston
Spannend machten es die Houston Texans und die Jacksonville Jaguars. Mit einem Touchdown kam Jacksonville 30 Sekunden vor Schluss bis auf einen Punkt heran und ging danach mit einer Two-Point-Conversion auf Sieg. Dort wurde DJ Chark Zentimeter vor der Linie von der Texans-Defensive gestoppt, so dass es beim 13:12 für Houston blieb.
Super-Bowl-Finalist Los Angeles Rams besiegte in der Neuauflage des NFC Championship Games die New Orleans Saints 27:9 (6:3). Rams-Quarterback Jared Goff verbuchte zwei Touchdowns (Pass und Lauf) und 283 Pass-Yards. Saints-Spielmacher Drew Brees musste das Spiel aufgrund einer Daumenverletzung im ersten Viertel verlassen.

Kansas setzt sich durch
Die Kansas City Chiefs um Liga-MVP Patrick Mahomes konnten sich mit 28:10 (28:10) bei Divisions-Rivale Oakland Raiders durchsetzen. Die Chiefs erzielten alle 28 Punkte im zweiten Viertel. Der 23-jährige Mahomes warf für 443 Yards und vier Touchdowns.
Dak Prescott und Ezekiel Elliott führten die Dallas Cowboys zu einem 31:21 (14:7) bei den Washington Redskins. Elliot rannte für 111 Yards und erzielte einen Touchdown. Prescott konnte drei seiner Pässe in der Endzone an den Mann bringen. Redskins Running Back Adrian Peterson schob sich mit dem 107. Lauf-Touchdown seiner Karriere auf den fünften Platz in der ewigen Bestenliste.
Die San Francisco 49ers holten mit einem 41:17 (24:10) bei den Cincinnati Bengals den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Quarterback Jimmy Garoppolo (drei TDs) und Running Back Matt Breida (121 Lauf-Yards) waren die Leistungsträger im Team der Niners.

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Bei wahrscheinlich USA-Stammtisch Treffen dabei gewesen
Schöne Grüße
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Mittwoch, 18. September 2019, 22:15

ranSicht zur Quarterback-Seuche in der NFL: Gebt Colin Kaepernick endlich einen Job!

Zitat

Die Position des Quarterbacks gilt als die komplizierteste und schwierigste in der NFL. Nicht viele Signal Caller haben das nötige Niveau. Einer der wenigen, die es haben, hat seit fast drei Jahren keinen Snap mehr gespielt: Colin Kaepernick. Nun, da sich in der NFL zahlreiche Starter verletzen und die Teams händeringend nach guten Ersatzleuten suchen, wird es endlich Zeit, dass Kaepernicks Telefon klingelt.

Vierter Spieltag der Preseason. San Francisco 49ers gegen Los Angeles Chargers. Die Nationalhymne ertönt. Die Spieler beider Teams, die Fans und der Rest der Anwesenden stehen, die Hand auf dem Herz. Die Kamera schwenkt auf 49ers-Quarterback Colin Kaepernick. Er kniet.
Ein Protest gegen rassistische Polizeigewalt. Eine simple Geste, die nicht nur die NFL, sondern die gesamte USA in eine hitzige Debatte um nationale Identität und Rassismus stürzte. Amerikas Meinungsbild war gespalten.
Auf der einen Seite wurde Kaepernick als Held gefeiert, zahlreiche Spieler, Sportvereine und Künstler schlossen sich Kaepernick an und "gingen aufs Knie". Auf der anderen Seite wurde Kaepernick als Verräter abgestempelt. Ausgerechnet Präsident Donald Trump heizte die Debatte erst so richtig an: "Wäre es nicht schön, wenn die Besitzer die Hurensöhne, die unsere Flagge nicht respektieren, feuern würden?"

Kaepernick gegen die NFL
Kaepernick wurde von den 49ers tatsächlich entlassen, fand nach der Saison 2016 kein neues Team mehr. Vermeintlich schwächere Quarterbacks wurden ihm vorgezogen. Kaepernick verklagte die NFL daraufhin. Die Besitzer hätten sich untereinander abgesprochen, ihn nicht zu verpflichten. Der Rechtsstreit zog sich mehrere Jahre hin, erst im Februar 2019 schließlich einigten sich beide Parteien in einem Vergleich.
In all dieser Zeit war der Name Kaepernick vor allem mit einem verbunden: Protest. Und mit der Frage, ob sein Kniefall denn nun richtig war oder nicht.

Kaepernicks Zahlen sprechen für ihn
Viele vergessen bei der Diskussion um Kaepernick aber etwas. Etwas ganz Entscheidendes: das Sportliche. Vergessen, dass Kaepernick einst einer der besten Quarterbacks der NFL war, die 49ers in seiner zweiten Saison gar in den Super Bowl führte.
Die Statistiken sprechen für ihn: In 69 Spielen warf er für 12.271 Yards und 72 Touchdowns bei 30 Interceptions. Durch sein gefährliches Laufspiel packte er weitere 2.300 Yards und 13 Touchdowns drauf. Zum Vergleich: Brian Hoyer, kürzlich von den Indianapolis Colts verpflichtet, warf in seiner Karriere 48 Touchdowns und 30 Interceptions.
"Es gibt so viele schlechte Quarterbacks, die spielen eine ganze Saison durch. Wenn ein Experte behauptet, Kaepernick sei nicht einer der besten 32 Quarterbacks, ist das absurd, denn das ist er", meint ranNFL-Experte Patrick Esume.
Und das auch heute noch. Laut seinem Agenten sei Kaepernick "in der besten Verfassung seines Lebens. Er trainiert fünfmal in der Woche und ist spielbereit."

Wenn nicht jetzt, wann dann?
Doch auch abgesehen vom Sportlichen: In einer Liga, in der Spieler einen Vertrag bekommen, die Straftaten wie Drogenmissbrauch oder häusliche Gewalt begangen haben, darf es keine Argumente gegen eine Verpflichtung Kaepernicks geben.
Und Bedarf herrscht momentan genug. Die New York Jets verfügen momentan nur über zwei unerfahrene Quarterbacks, David Fales und Luke Falk. Die Pittsburgh Steelers, Carolina Panthers und New Orleans Saints plagen Verletzungssorgen auf der Position. Ein erfahrener Quarterback wie Kaepernick, der die Playoff-Hoffnungen aufrecht erhalten könnte, käme genau richtig.
Panthers-Safety Eric Reid, ein enger Freund von Kaepernick, äußerte sich zu der Personalie: "Ständig werden Quarterbacks geholt, die schon längst im Ruhestand waren, aber Colin kriegt keinen Anruf. Wir werden sehen, ob sich das dieses Mal ändert."
Das sollte es. Kaepernick ist ein starker Quarterback, fit und kann verletzungsgeplagten Teams weiterhelfen. Ja, das mediale Echo und die Aufmerksamkeit wären wahrscheinlich gigantisch. Doch dazu sind Proteste schließlich da. Kaepernick nutzt seine Rechte und Popularität, um auf Probleme in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Kritiker werfen ihm vor, "er lenke vom Football ab" und "solle seine Protest gefälligst woanders austragen".
Wo denn? In seinem Hinterhof? Welcher Ort würde sich besser eignen als das Footballfeld? Denn da gehört er schließlich hin.
Also, NFL-Teams: Gebt Colin Kaepernick endlich einen Job! Wenn nicht jetzt, wann dann?

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Bei wahrscheinlich USA-Stammtisch Treffen dabei gewesen
Schöne Grüße
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