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Freitag, 22. November 2019, 20:25

NFL-Kicker mit der schlechtesten Quote seit 16 Jahren

Zitat

Die Kicker der NFL haben die mieseste Field-Goal-Quote wie seit Jahren nicht mehr. Besonders hart hat es die Tennessee Titans erwischt. Ryan Succop erlebte bei seiner Rückkehr gegen die Carolina Panthers einen rabenschwarzen Tag.

Um die Kicker geht es in der NFL selten. Außer natürlich, wenn sie versagen. Und das tritt in dieser Saison offensichtlich häufiger ein, wie jetzt Zahlen belegen.
In jeder der letzten fünf Saisons lag die Quote für Field Goals zwischen 84 und 85 Prozent. Doch in diesem Jahr hat sich die Quote beachtlich verschlechtert. Das berichtet die "Associated Press". Demnach seien nur 79,7 Prozent der Field-Goal-Versuche geglückt. Damit sind die NFL-Kicker so schlecht wie seit 16 Jahren nicht mehr.

Vor sechs Jahren noch fast 87 Prozent
Die 40 eingesetzten Kicker konnten in dieser Saison 496 von 622 Versuchen verwandeln. Das letzte Mal, dass die Liga eine Quote von 80 Prozent hatte, war im Jahr 2003. Damals waren nur 79,2 Prozent der Field-Goal-Versuche erfolgreich.
Noch schlechter machten es die 43 Kicker in der Saison 2002. Sie hatten eine Quote von nur 77,5 Prozent.
Vor sechs Jahren war die Quote dagegen noch eine andere: 86,5 Prozent der Versuche wurden verwandelt. Das war die beste Quote seit 1995. In den fünf Jahren danach lag der Wert bei 84 (2014), 84,5 (2015), 84,2 (2016), 84,3 (2017) und 84,7 (2018).

Succop-Rückkehr endet miserabel
Am schlechtesten sind die Kicker der Tennessee Titans. Sie haben nur sieben von möglichen 15 Field Goals in zehn Spielen geschossen. Cairo Santos verwandelte nicht mal die Hälfte seiner Versuche (4 von 9). Aus diesem Grund wurde er entlassen und durch Cody Parkey, in der letzten Saison noch Kicker der Chicago Bears, ersetzt.
Parkey wiederrum hatte eine 100-Prozent-Quote. Er nutzte seine drei Versuche. Parkey wurde anschließend von Ryan Succop ersetzt, der nach seiner Verletzung zurückkehrte. Dessen erstes Spiel misslang aber völlig. Gegen die Carolina Panthers versemmelte er alle drei Versuche. "Offensichtlich muss ich einen besseren Job machen, also tue ich das", sagte Succop nach dem Match.
"Es ist wahrscheinlich nur eines dieser Jahre", sagte Craig Aukerman, Trainer des Special Team der Titans, gegenüber mehreren Medienvertretern. "Offensichtlich sind wir nicht in der Lage, das zu erreichen, was wir erwarten, aber ich denke einfach, dass es eines dieser Jahre ist, in denen es einfach nicht läuft."
Für ihn sei das Kicken in der NFL ein harter Job: "Sie sind alle Profisportler, und sie sollten die Versuche verwandeln? Ja, zweifellos. Aber nächstes Jahr wird es wahrscheinlich wieder nach oben gehen."

Auch Hauschka schwächelt
Doch nicht nur die Quote der Titans-Kicker ist in dieser Spielzeit so miserabel. Auch Buffalos Stephen Hauschka konnte in diesem Jahr bislang nicht überzeugen. Von 16 Versuchen glückten ihm nur 11. Damit steht seine Rate bei 68,8 Prozent. Im Spiel gegen die Cleveland Browns verfehlte er einen Versuch aus 34 Yards. Es war der erste Versuch innerhalb von 39 Yards seit 2016, den er nicht in ein Field Goal verwandeln konnte.
Eine Antwort, wieso es in den ersten elf Wochen so viele Fehlversuche gab, hat Hauschka nicht. "Ich habe nur bemerkt, dass es viele gegeben hat", so Hauschka gegenüber "Associated Press".

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Sonntag, 24. November 2019, 18:42

Vor dem Topspiel zwischen San Francisco und Green Bay

Rodgers gegen die Jugendliebe - und ein Kaepernick-Trauma

Zitat

Zwei der erfolgreichsten Franchises der NFL, zwei potenzielle Super-Bowl-Aspiranten, zwei in dieser Saison überraschend starke Defenses: Das Sunday-Night-Game in Week 12 zwischen den San Francisco 49ers und den Green Bay Packers verspricht einen echten Kracher. Einen Kracher, den es eventuell in den Play-offs noch einmal geben könnte. Packers-Quarterback Aaron Rodgers schaut bereits voraus.

Umzingelt von Niners: Aaron Rodgers beim letzten Aufeinandertreffen zwischen Green Bay und San Francisco im Oktober 2018. Getty Images
"Irgendwann müssen wir sie in ihrem Stadion schlagen", sagte Rodgers vor dem Topspiel gegen die Kalifornier. Was er damit meint: Sollten die Packers das Aufeinandertreffen am Montagmorgen (2.20 Uhr MEZ) verlieren und sich die bislang erfolgreichen Spielzeiten beider Teams anschließend in der Endrunde fortsetzen, müsste Green Bay in den Play-offs wohl einmal auswärts bei den 49ers antreten, um den Super Bowl zu erreichen. Der Weg zur Vince Lombardi Trohpy führt über das Levi's Stadium, das Duell könnte ein Fingerzeig in Richtung des großen Spiels Anfang Februar 2020 sein.

Zwei der erfolgreichsten Franchises der NFL, zwei potenzielle Super-Bowl-Aspiranten, zwei in dieser Saison überraschend starke Defenses: Das Sunday-Night-Game in Week 12 zwischen den San Francisco 49ers und den Green Bay Packers verspricht einen echten Kracher. Einen Kracher, den es eventuell in den Play-offs noch einmal geben könnte. Packers-Quarterback Aaron Rodgers schaut bereits voraus.

Umzingelt von Niners: Aaron Rodgers beim letzten Aufeinandertreffen zwischen Green Bay und San Francisco im Oktober 2018. Getty Images
"Irgendwann müssen wir sie in ihrem Stadion schlagen", sagte Rodgers vor dem Topspiel gegen die Kalifornier. Was er damit meint: Sollten die Packers das Aufeinandertreffen am Montagmorgen (2.20 Uhr MEZ) verlieren und sich die bislang erfolgreichen Spielzeiten beider Teams anschließend in der Endrunde fortsetzen, müsste Green Bay in den Play-offs wohl einmal auswärts bei den 49ers antreten, um den Super Bowl zu erreichen. Der Weg zur Vince Lombardi Trohpy führt über das Levi's Stadium, das Duell könnte ein Fingerzeig in Richtung des großen Spiels Anfang Februar 2020 sein.

Die Niners sind aktuell das "Team to beat" in der NFC: 9:1, die beste Bilanz der Conference. Nur einen Sieg dahinter: die Packers. Mit einem Auswärtserfolg würde das Team aus Wisconsin durch den gewonnenen direkten Vergleich vorbeiziehen an San Francisco - und wäre in der Pole Position für den Heimvorteil in den Play-offs. Rodgers meint deshalb: "Es wäre schön, es jetzt zu schaffen."
Für den Star-Quarterback ist das Aufeinandertreffen mit den Niners per se ein besonderes - und das nicht nur, weil sich zwei der erfolgreichsten und geschichtsträchtigsten Teams der langjährigen NFL-Historie gegenüberstehen.
Der 35-Jährige wurde am 2. Dezember 1983 im nordkalifornischen Chico geboren, wuchs in Kalifornien als 49ers-Fan auf - und ging vor dem NFL-Draft 2005 fest davon aus, dass er für seine Jugendliebe auflaufen würde. Rodgers galt damals als Top-College-Prospect, San Francisco hatte den ersten Pick inne. Doch es kam anders: Die Niners entschieden sich für Alex Smith (mittlerweile Washington), Rodgers fiel in der ersten Runde ab bis runter an Position 24, ehe die Packers zuschlugen. Auf die Frage, "wie enttäuscht" er sei, kein 49er zu sein, hatte Rodgers damals frech geantwortet: "Nicht so enttäuscht wie die 49ers sein werden, dass sie nicht mich genommen haben..."

Kaepernicks Sternstunde, Rodgers' empfindliche Niederlage
Achtmal ist der Spielmacher und Super-Bowl-Sieger von 2010/11 (31:25 gegen Pittsburgh) seitdem auf die 49ers getroffen. Die Bilanz: vier Siege und vier Niederlagen. Eine ausgeglichene Statistik - mit einem großen Haken: Das einzige Play-off-Match, das Rodgers gegen San Francisco bestritt, wurde zur großen Colin-Kaepernick-Gala. Der damalige Niners-Quarterback, der seit Jahren ohne Job ist und aktuell wieder verstärkt um eine Rückkehr kämpft, zeigte in der Divisional Round im Januar 2013 das vielleicht beste Spiel seiner Karriere, erlief für einen Quarterback sensationelle 181 Yards, führte sein Team zum 45:31-Sieg über Rodgers & Co. - und später in den Super Bowl (31:34 gegen die Baltimore Ravens).
Für Rodgers eine empfindliche Niederlage, die er gerne vergessen machen würde - am liebsten im heimischen Lambeau Field. Damals, im Januar 2013, hatten die 49ers Heimrecht. Um das bei einer möglichen Play-off-Neuauflage im kommenden Januar zu verhindern, wäre aus Packers-Sicht ein Sieg im Sunday-Night-Game wohl die Grundvoraussetzung.

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Montag, 25. November 2019, 20:12

Auch Rodgers kann die 49ers nicht stoppen (:tanz:) - Patriots-Sieg im Regen

Die San Francisco 49ers haben gegen Green Bay die nächste Machtdemonstration gezeigt, die New England Patriots gegen Dallas ihre überragende Defense. Das Wichtigste vom späten NFL-Sonntag.

Zitat

San Francisco 49ers - Green Bay Packers 37:8
Ein paar Tests hat dieses Team schon bestanden, in der Nacht auf Montag (MEZ) sicher den schwierigsten: Die 49ers bleiben das beste Team der NFC. Nach einem mehr als eindeutigen Heimsieg gegen die eigentlich so offensivstarken Green Bay Packers darf sich San Francisco nun berechtigte Hoffnungen auf eine Bye Week zu Beginn der Play-offs machen.
In einer sehr einseitigen Partie kam von Aaron Rodgers & Co. in Abschnitt eins rein gar nichts, stattdessen marschierten die Niners wie gewohnt vorneweg. Einen frühen Fumble von Rodgers nutzte San Franciscos Running Back Tevin Coleman zu einem Zwei-Yard-Rush-Touchdown. Die Hausherren legten noch drei Field Goals und einen sehenswerten 42-Yard-Touchdown von Rookie-Receiver Deebo Samuel drauf - schon zur Pause stand es 23:0.
In die zweite Hälfte kamen die Packers zwar besser und verkürzten nach einem Touchdown von Receiver Davante Adams und der anschließenden Two-Point-Conversion auf 8:23, doch die Antwort von Jimmy Garoppolo folgte prompt: Der ehemalige Patriot fand den gerade erst genesenen Tight End George Kittle für einen spektakulären 61-Yard-Touchdown zur endgültigen Entscheidung. Von Green Bay kam nichts mehr, stattdessen legte Niners-Back Raheem Mostert noch einen 15-Yard-Rush-Touchdown drauf. San Francisco steht nun bei einer 10:1-Bilanz, die Packers kämpfen mit den Vikings um die Krone in der NFC North (beide 8:3).

New England Patriots - Dallas Cowboys 13:9
Im Dauerregen von Foxborough war es eine Frage, wer mit den schwierigen Umständen besser zurechtkommt. Die Antwort: Natürlich New England. Die Patriots konnten sich wieder mal auf ihre überragende Defense verlassen und schickten die Cowboys ohne Touchdown zurück nach Dallas. Tom Brady profitierte schon früh von einem geblockten Punt seiner Special-Teams-Einheit und fand Rookie N'Keal Harry für seinen ersten NFL-Touchdown in der Endzone. Nur wenige Plays später schlug Cornerback Stephon Gilmore zu und fing in Man-Coverage gegen Cowboys-Receiver Amari Cooper seine vierte Interception der Saison. Offensive Highlights waren unter den Bedingungen Mangelware, stattdessen legten beide Teams noch Field Goals nach, aus Sicht der Texaner jedoch eins zu wenig. Die Patriots spielten es klug herunter und sammelten so ihren zehnten Saisonsieg (bei einer Niederlage). Durch die Niederlage der Cowboys bleibt die schwache NFC East dagegen weiter offen; Dallas (6:5) führt vor Philadelphia (5:6).

Link




Weiter geht es schon am Donnerstag mit Übertragungen live im TV!!
Do., 28. November
22:30 Uhr: Buffalo Bills at Dallas Cowboys live auf ProSieben MAXX
02:20 Uhr: New Orleans Saints at Atlanta Falcons live ProSieben MAXX
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Montag, 25. November 2019, 22:09

Neuer NFL-Rekord
Tampa Bay Buccaneers: Vita Vea schwerster Spieler mit Touchdown

NFL-Koloss Vita Vea von den Tampa Bay Buccaneers hat für einen neuen Rekord in der NFL gesorgt.

Zitat

NFL-Koloss Vita Vea hat womöglich einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Am Sonntag fing der Defensive Tackle der Tampa Bay Buccaneers einen Ein-Yard-Pass in der Endzone der Atlanta Falcons und ist damit der schwerste Spieler, der in der amerikanischen Football-Profiliga jemals einen Touchdown erzielt hat.
Der 24-Jährige wurde als Fullback ausnahmsweise in der Offense eingesetzt und verwirrte mit seinem nur halb eleganten Lauf in die Endzone alle Gegenspieler. "Er fing den Ball mit aller Grazie der Welt", kommentierte nfl.com. Vea bringt 157 Kilogramm auf die Waage.
"Der Pass war perfekt", sagte das Schwergewicht, das eigentlich Tevita Tuli'aki'ono Tuipulotu Mosese Va'hae Fehoko Faletau Vea heißt, "ich musste nicht springen oder mich strecken, der Ball kam einfach zu mir. Ich musste ihn nur fangen." Die Buccaneers gewannen 35:22.

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Mittwoch, 27. November 2019, 20:35

Erntedankfest ist in den USA besonders auch Zeit für Football

Thanksgiving - und die Detroit-Dallas-Geschichte

Zitat

Am vierten Donnerstag im November ist es ein jedes Jahr soweit: Die USA feiern den staatlichen Feiertag Thanksgiving. Auf den Tisch kommt dabei oft ein saftiger Truthahn - und über die Flimmerkiste läuft von früh bis spät des Amerikaners liebster Sport: Football. Heimspiele gibt es dabei einmal mehr für Detroit und Dallas, die diesen Luxus seit vielen Jahren genießen.

Thanksgiving - ein besonderer Feiertag seit 1863 in Nordamerika, ein ganz besonderer Tag auch im American Football. Die ersten beiden Spiele werden dabei seit vielen, vielen Jahren immer in Detroit und in Dallas ausgetragen, das dritte und erst seit 2006 jährlich praktizierte Match findet zwischen zwei stets wechselnden Teams statt.
In diesem Jahr serviert die NFL folgendes Drei-Gänge-Menü: Die Lions (3:7:1) erwarten die Bears (5:6) am Donnerstag (18.30 Uhr, live bei DAZN), ehe es die Cowboys (6:5) mit den in dieser Saison erfolgreichen Bills (8:3) zu tun bekommen (22.30 Uhr). Zu guter Letzt treffen die Falcons (3:8) auf die Saints (9:2) - und zwar Freitag, 2.20 Uhr MEZ.

Tradition - zugunsten zweier Teams
Doch warum dürfen eigentlich Detroit und Dallas stets vor heimischer Kulisse auftreten, müssen keine weite Reise antreten und können sich so über ein besonderes Image freuen?

Ein cleverer Geschäftsmann
Story Detroit: Hierzulande dürfte es nicht so bekannt sein, dass die Lions seit vielen Jahrzehnten (!) stets am Thanksgiving-Feiertag ein Heimspiel austragen dürfen. In den USA dagegen ist dieses Thema allgegenwärtig - und stößt bei anderen Teams teilweise auch sauer auf. Schließlich möchte jedes Franchise von höheren Einschaltquoten und einem exklusiven TV-Slot sowie dem damit verbundenen gesteigerten Interesse profitieren. Doch hierzu passt ein altes, deutsches Sprichwort: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Und die Lions waren eben das erste Team, das einst bezüglich Thanksgiving vorgeprescht war.
Die Lions wurden 1929 in Portsmouth als Spartans gegründet. George Richards, ehemaliger Direktor der Radiostation World Junior Records (WJR), verfrachtete das Team schließlich in die Großstadt Detroit.
Um mehr Fans anzuziehen, ordnete der Besitzer im Jahr 1934 an, Football am Thanksgiving Day steigen zu lassen. Hier haben die potenziellen Fans schließlich frei, können Zeit und Geld für ihr Football-Team aufwenden. Der Plan ging auf: Da der clevere Manager Richards nämlich mit seiner Radiostation Teil von "NBC Blue Network" war, brachte er die Vorgesetzten dazu, das erste Spiel (16:19-Niederlage gegen Chicago) über 94 Stationen landesweit zu übertragen.
Und wenngleich der Erfolg aus rein sportlicher Sicht für die Lions nicht festzustellen ist (überschaubare Bilanz von 37:40:2), so ist klar: Detroit hat merklich dazu beigetragen, das Thanksgiving für unzählige Amerikaner ein Football-Festtag im Kreise der Familie geworden ist.
Für die NFL selbst entpuppte sich der Umzug mitsamt den Maßnahmen im Nachhinein ebenfalls als sehr erfolgreich, da sie im fünften Anlauf endlich ein Team in der "Motor City" etablieren konnte. Zudem sicherten sich die Detroit Lions 1935 erstmals den NFL-Titel, im gleichen Jahr, als die Detroit Tigers zum ersten Mal die World Series gewannen und kurz bevor die Detroit Red Wings den Stanley Cup zweimal in Folge (1936, 1937) gewinnen konnten.

Cowboys sichern sich den zweiten Platz
Story Dallas: Die stolzen Cowboys durften an Thanksgiving erstmals im Jahr 1966 ran, ehe das Prozedere ab 1978 und bis heute regelmäßig wurde. Und genau wie die Lions hofften die Macher der Texaner ebenfalls darauf, ihr Image mit diesem besonderen Feiertags-Auftritt aufzupolieren. Gesagt, getan - und wieder waren hier clevere Planer am Werk. Denn das Franchise etablierte sich in dieser Zeit unter Legenden-Coach Tom Landry, der zwischen 1960 und 1988 trainierte und die Cowboys 1971/72 (24:3 gegen Miami) und 1977/78 (27:10 gegen Denver) zum Super-Bowl-Sieg führte. "America's Team" ward geboren. Der damalige General Manager Tex Schramm trug in dieser Zeit enorm viel zum marketing-technischen Erfolg bei - unter anderem etablierte er die "Dallas Cowboys Cheerleaders".
Die Thanksgiving-Bilanz von Dallas, das gemeinhin aufgrund der heutzutage vielen, vielen Fans - wie erwähnt - einfach als "America's Team" bezeichnet wird, sieht derweil wie folgt aus: 31 Siege, 19 Niederlagen, ein Remis.

Spiel Nummer 3
Kurzum: Seit 1934 tragen die Lions nun schon das erste Thanksgiving-Heimspiel aus, ehe seit 1978 Dallas immer im Anschluss an Detroit mit einer Partie vor heimischer Kulisse anschließt. Um allerdings auch andere der insgesamt 32 NFL-Mannschaften in den Genuss kommen zu lassen, lässt die Liga seit 2006 ein drittes, stets flexibles Duell austragen (dieses Mal eben Falcons vs. Saints). Der Zusatzgewinn daraus: Aus über sechs Stunden Football-Unterhaltung werden somit weit über neun - und der US-Feiertag Thanksgiving ist medial in der Hand von Football, was für die NFL natürlich Erlöse satt abwirft.

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Mittwoch, 27. November 2019, 22:38

Jackson auf wilder Rekordjagd
"Verrückter" Quarterback überrennt die NFL

Zitat

Lamar Jackson erobert die National Football League. Der gerade einmal 22 Jahre alte Quarterback von den Baltimore Ravens führt sein Team von Sieg zu Sieg und überzeugt dabei mit seinem außergewöhnlichen Spielstil. Für den erfolgreichsten Coach der Liga ist das "ein großes Problem".
Lamar Jackson tänzelt elegant durch die Abwehrreihen und lässt seine Gegenspieler dabei aussehen wie Slalomstangen. Neben seinen spektakulären Läufen überzeugt "Freaky-L", der "verrückte" Quarterback der Baltimore Ravens, auch mit unzähligen Touchdown-Pässen - und stiehlt Football-Superstars wie Tom Brady oder Russell Wilson die Show. Jackson erobert die NFL im Eiltempo und ist auf dem besten Weg, unzählige Rekorde zu brechen. "Der Spitzname kommt von den verrückten Sachen, die ich auf dem Feld mache", sagte er vor wenigen Tagen. Der 22-Jährige ist in seiner zweiten Saison in der US-Profiliga kaum aufzuhalten, mit seinen außergewöhnlichen Leistungen avanciert er zum Publikumsliebling.
Mit 876 Rushing Yards und sechs erlaufenen Touchdowns ist Jackson nach elf Spielen besser als die meisten Runningbacks - seine 24 geworfenen Touchdowns sind zudem Ligabestwert. Außerdem führt der 32. Pick im Draft 2018 die beste Offensive der Liga an, 35 (!) Punkte erzielten die Ravens bisher im Schnitt. Das Erfolgsrezept? Das Schema von Headcoach John Harbaugh ist perfekt auf Jackson ausgerichtet und dadurch sehr variabel.
Die außergewöhnliche Athletik des Quarterbacks und die damit einhergehende Unberechenbarkeit stellt gegnerische Defensivabteilungen vor scheinbar unlösbare Aufgaben. Auch Trainer-Guru Bill Belichick von den New England Patriots sagte zuletzt: "Er ist schnell und sehr schwer zu kontrollieren. Das ist wirklich ein großes Problem." Die Patriots um Brady bekamen das Problem bei der 20:37-Niederlage vor drei Wochen nicht in den Griff, Jackson lief zweimal in die Endzone und warf einen Touchdown. Der Shootingstar ist der große Favorit auf den MVP-Titel des wertvollsten Spielers der Saison, bleibt aber trotzdem auf dem Boden. "Ich versuche nur, Spiele zu gewinnen", sagte der Gewinner der Heisman-Trophy 2016 für den besten College-Spieler.

"Versuche nur, Spiele zu gewinnen"
Seine Spielweise, die stark an Quarterbacks wie Colin Kaepernick und Michael Vick erinnert, birgt allerdings auch Gefahren - von Verletzungen blieb Jackson bislang aber verschont. Aufgrund der meist deutlichen Partien darf sich Jackson gegen Spielende oft ausruhen. Beim 49:13-Sieg bei den Cincinnati Bengals setzte sich der Spielmacher eine extravagante Sonnenbrille auf und wurde prompt zum Internet-Star. Vom fehleranfälligen Passspiel, das Jackson in der Vergangenheit viel Kritik eingebracht hatte und Zweifel an seiner NFL-Tauglichkeit aufkommen ließ, ist kaum mehr etwas zu sehen.
Beim 45:6-Sieg gegen die Los Angeles Rams, Super-Bowl-Teilnehmer der vergangenen Saison, warf Jackson fünf Touchdowns, in den vergangenen drei Partien waren es zwölf. Die Ravens stehen nun bei neun Siegen aus elf Spielen. Baltimore darf für die Playoffs planen, der Traum vom ganz großen Wurf lebt. "Ich will zum Super Bowl, das ist mein Ziel", sagte Jackson, der in Florida aufwuchs. Dort findet am 2. Februar der Super Bowl 2020 statt - und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Jackson auch in Miami eine Show liefern wird.

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Am Sonntag darf er gerne mal ein schlechts Spiel machen und verlieren. (:aetsch:)
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Freitag, 29. November 2019, 21:39

Hill führt Saints zum Sieg und in die Playoffs - Debakel für die Cowboys

Das Thanksgiving-Fest in der NFL eröffnen die Chicago Bears mit einem Sieg gegen die Detroit Lions. Die Dallas Cowboys erleben hingegen ein Debakel, während Allzweckwaffe Taysom Hill die Saints zum Sieg führt.

Zitat

Thanksgiving ist in den USA traditionell ein NFL-Spieltag. Während die Chicago Bears ihr Spiel noch drehten, erlebten die Cowboys einen Feiertag zum Vergessen. Für die Saints wurde Allzweckwaffe Taysom Hill zum Matchwinner.

New Orleans Saints at Atlanta Falcons 26:18 (7:0, 10:9, 3:0, 6:9)
Taysom Hill hat die New Orleans Saints in die Playoffs geführt. Durch den 26:18-Sieg gegen die Atlanta Falcons ist die Truppe von Head Coach Sean Payton in den verbleibenden vier Spieltagen nicht mehr von Platz 1 der NFC South zu verdrängen und ziehen als Divisionsieger in die K.o.-Runde ein.
Allzweckwaffe Hill hatte zunächst einen Punt geblockt und den daraus entstehenden Drive auf Zuspiel von Quarterback Drew Brees mit einem Touchdown beendet. Doch damit nicht genug: Wenig später lief Hill erneut in die Endzone.
Viel mehr lief offensiv bei den Saints auch nicht zusammen, dafür überzeugte die Defense mit zwei Interceptions.
Da auch die Falcons offensiv kaum etwas zeigten, sah New Orleans lange wie der sichere Sieger aus. Doch als Falcons-Kicker Younghoe Koo zwei (!) erfolgreiche Onside-Kicks verbuchte, hatten die Gastgeber plötzlich wieder die Chance auf die Overtime. Doch ein Sack von Cameron Jordan beim vierten Versuch begrub alle Hoffnungen.
Die Zahlen von Saints Quarterback Drew Brees: 18 von 30 Pässen für 184 Yards und einen Touchdown. Sein Gegenüber Matt Ryan, der auf den verletzten Superstar Julio Jones verzichten musste, kam auf 35/50, 312 Yards, zwei Touchdowns, zwei Interceptions.
Die Saints stehen damit bei einer Bilanz von 10-2, die Falcons bei 3-9.

Buffalo Bills at Dallas Cowboys 26:15 (0:7, 13:0, 10:0, 3:8)
Ein Thanksgiving zum Vergessen erlebten die Dallas Cowboys. Vor heimischen Publikum setzte es eine 15:26-Niederlage gegen die Buffalo Bills.
Dabei legten die Hausherren mit einem Touchdown von Tight End Jason Witten vor, danach verflachte das Offense-Spiel aber zusehends. Für die Bills sorgten Receiver Cole Beasley, Running Back Devin Singletary und Quarterback Josh Allen für die Touchdowns. Der Anschluss von Cowboys-Receiver Ventell Bryant kam dann zu spät.
Cowboys-Quarterback Dak Prescott brachte lediglich 32 seiner 49 Pässe für zwei Touchdowns, 355 Yards und einer Interception an. Zudem unterlief ihm noch ein Ballverlust.
Sein Gegenüber Allen brachte 19 seiner 24 Pässe für einen Touchdown-Pass und 231 Yards an. Einmal lief der 23-Jährige zudem selbst in die Endzone (bei insgesamt 43 Rushing Yards).
Es war übrigens wieder ein Spiel, in dem die Kicker Schwächen zeigten. Für die Bills traf Stephen Hauschka nur zwei seiner drei Field Goald, zudem vergab er einen Extrapunkt. Brett Maher von den Cowboys vergab beide seiner Field-Goal-Versuche.
Die Bills liegen mit einer Bilanz von 9-3 weiterhin auf Playoff-Kurs, die Cowboys (6-6) sind zwar noch Tabellenführer in der NFC East, die Philadelphia Eagles können mit einem am Sonntag gegen die Miami Dolphins ebenfalls ihre Bilanz auf 6-6 ausbauen.

Chicago Bears at Detroit Lions 24:20 (7:14, 3:3, 7:0, 7:3)
Für ein Happy End fehlte am Ende dann doch etwas. Auch wenn David Blough ein starkes Debüt in der NFL gefeiert hat.
Der dritte Quarterback der Detroit Lions musste am Donnerstag zum Auftakt des 13. Spieltags gegen die Chicago Bears ran, nachdem sowohl Matthew Stafford als auch Backup Jeff Driskel verletzt ausfielen.
Der Undrafted Rookie feuerte zum Einstand auf der großen nationalen Bühne an Thanksgiving gleich aus allen Rohren, brachte seinen ersten erfolgreichen Pass des Spiels gleich für einen 75-Yards-Touchdown zu Wide Receiver Kenny Golladay. Der zweitlängste Touchdown-Wurf für einen Debütanten bei seinem ersten gelungenen Pass seit dem Merger 1970. 1991 war es Neil O'Donnell, dem für die Pittsburgh Steelers ein Touchdown-Pass für 89 Yards gelang.
Das erste Viertel beendete der 24-Jährige mit 130 Yards und zwei Touchdown-Pässen sowie einer 14:7-Führung für die Lions. Sie hatten Blough Ende August von den Cleveland Browns verpflichtet. Nachdem es zur Halbzeit noch 17:10 für die Lions stand, drehte Bears-Quarterback Mitch Trubisky ein wenig auf und warf für zwei weitere Touchdowns, er hatte am Ende dreimal die Endzone gefunden und warf 29 erfolgreiche Pässe bei 38 Versuchen für 338 Yards.
Für die Entscheidung sorgte ausgerechnet Blough, dem beim letzten Drive 29 Sekunden vor Schluss eine Interception unterlief. Er brachte letztlich 22 seiner 38 Pässe für 280 Yards an den Mann. Die Lions stehen nach der Niederlage bei 3-8-1, die Bears halten mit einer 6-6-Bilanz ihre Playoff-Hoffnungen aufrecht.

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Sonntag live im TV:
19:00 Uhr: San Francisco 49ers at Baltimore Ravens live auf ProSieben MAX
22:25 Uhr: Oakland Raiders at Kansas City Chiefs live auf ProSieben MAXX
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Samstag, 30. November 2019, 20:23

Auf das Spiel um 19 Uhr freuen wir uns auch, das wird hoffentlich ein Knaller!

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Sonntag, 1. Dezember 2019, 22:01

;-( Schade - die 49ers haben gegen die Ravens 17:20 verloren durch ein Field Goal in letzter Sekunde.
Ich hoffe, die 49ers kommen aber dennoch in die Play offs. Es kommen für die aber noch ein paar harte Gegner und der Division Sieg könnte an Seattle gehen....
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Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19:37

NFL: Panthers entlassen Erfolgscoach Rivera
Die Carolina Panthers aus der US-Football-Profiliga NFL haben auf ihre Negativserie reagiert und ihren langjährigen Trainer Ron Rivera entlassen.

Zitat

Die Carolina Panthers aus der US-Football-Profiliga NFL haben auf ihre Negativserie reagiert und ihren langjährigen Erfolgstrainer Ron Rivera entlassen. Der 57-Jährige hatte die Panthers seit 2011 trainiert, im Februar 2016 führte er das Team in den Super Bowl. Dort gab es jedoch eine Niederlage gegen die Denver Broncos mit dem damaligen Quarterback Peyton Manning.
Der bisherige Offensiv-Coach Perry Fewell springt interimsmäßig für Rivera ein. "Ich werde mich sofort auf die Suche nach einem neuen Headcoach machen", sagte Teambesitzer David Tepper. Mit einer Bilanz von fünf Siegen und sieben Niederlagen haben die Panthers nur noch geringe Chancen auf die Play-offs.

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Am Sonntag gibt es wieder ein paar Top-Spiele live im TV:
19:00 Uhr: San Francisco 49ers at New Orleans Saints live auf ProSieben MAXX
22:25 Uhr: Kansas City Chiefs at New England Patriots live aus dem Stadion in Foxborough auf ProSieben MAXX
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Mittwoch, 4. Dezember 2019, 22:22

Quarterback Daniel Jones verletzt
Eli Manning übernimmt noch einmal bei den Giants

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Nach dann 15 Jahren wird am Ende dieser regulären Saison die Ära von Eli Manning bei den New York Giants enden. Der zweimalige Super-Bowl-Champion besitzt seit Montag immerhin gute Chancen, seinen Abschied nicht von der Bank aus zu erleben.

Seitdem Eli Manning im Jahr 2004 als Number-One-Pick von den Giants im Draft gezogen worden war, war er das Gesicht der "Big Blue". Zweimal führte er die Giants zum Super Bowl (2008 und 2012), nach beiden Triumphen wurde der Quarterback jeweils zum MVP gewählt. Doch seit Jahren und auch in dieser Saison lief es für den mittlerweile 38-Jährigen alles andere als rund, nach der zweiten Woche wurde er von Giants-Manager Pat Shurmur auf die Bank gesetzt.
Stattdessen durfte sich Rookie Daniel Jones versuchen. Der 22-Jährige von der Duke University in Durham (North Carolina) kommt seitdem auf 18 Touchdowns bei elf Interceptions, zudem leistete er sich auch zehn Fumbles. Auch beim 13:31 gegen die Green Bay Packers am letzten Spieltag leistete sich Jones drei Interceptions. Allerdings spielte er mit einer Verletzung, denn im zweiten Viertel fiel ihm Packers-Linebacker Preston Smith bei einem "Quarterback Sneak" mit voller Wucht auf den rechten Fuß. Jones kehrte aber nach einer Untersuchung auf das Feld zurück und konnte die Partie zu Ende spielen.
Doch die Beschwerden hielten an, und so wurde Jones zu einer MRT geschickt. Dabei wurde eine Knöchelverstauchung diagnostiziert. Genauere Details wollte Shurmur wie in der NFL üblich nicht verraten, doch für das anstehende Monday Night Game (Ortszeit) gegen die Philadelphia Eagles (5:7) werde Jones ausfallen. "Sehr wahrscheinlich" werde Manning der Starting Quarterback sein.

Manning bis Saisonende als Starting Quarterback?
Am Mittwoch jedenfalls fehlte Jones, Manning nahm dagegen am Training teil. "Ich habe es sehr vermisst", sagte Manning nach der Einheit, "es hat sich da draußen sehr gut angefühlt." Manning soll nun den Turnaround schaffen, die letzten acht Partien haben die Giants, die bei einer Bilanz von zwei Siegen bei zehn Niederlagen ihre Chancen auf die Play-offs längst verspielt haben, verloren. Doch Mannings persönliche Bilanz gegen die Eagles ist desaströs. Nur eine der letzten zehn Begegnungen gegen den Super-Bowl-Sieger von 2018 konnte er gewinnen.
Und nach der Partie gegen Philadelphia? Shurmur sagte, dass die Verletzung von Jones "weniger gravierend" als jene von Saquon Barkley sei. Der Running Back musste zu Beginn der Spielzeit wegen einer Knöchelverletzung drei Spiele pausieren. Vier Partien stehen für die Giants in dieser Saison noch aus - sollte Manning also überzeugen, könnte er durchaus seine Karriere als Starter beenden.

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Sonntag, 8. Dezember 2019, 20:04

Kicker spielt seit 1996 in der Liga
Als erster noch aktiver NFL-Profi: Adam Vinatieri ins All Time Team gewählt

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Adam Vinatieri gehört dem NFL All Time Team an, das zum 100. Liga-Geburtstag benannt wird. Damit ist der Kicker der Indianapolis Colts der erste aktive Profi, der in den illustren Kreis gewählt wurde.

Am Sonntag kann Adam Vinatieri seinen Indianapolis Colts im Gastspiel bei den Tampa Bay Buccaneers nicht helfen, um den nächsten Schritt in Richtung Playoffs zu gehen. Wegen einer Knieverletzung, die ihn schon seit Wochen einschränken soll, muss der seit 1996 aktive Kicker in Week 14 erstmals in dieser Saison passen.
Eine kleine Aufmunterung erreichte Vinatieri kurz vor der Partie: Als erster noch aktiver Profi wurde der bald 47-Jährige in das All Time Team der NFL aufgenommen. Der viermalige Super-Bowl-Champion ist auch einer von nur fünf Spielern in dieser Auswahl, die im aktuellen Jahrzehnt in der Liga auf dem Platz standen - neben Linebacker Ray Lewis, Safety Ed Reed, Returner Devin Hester und Punter Shane Lechler.

NFL All Time Team: Quarterbacks werden kurz vor Weihnachten benannt
Zu den gewählten Coaches zählt auch Bill Belichick, unter dem Vinatieri von 2000 bis 2004 bei den New England Patriots spielte. Am Montag, den 9. Dezember, folgen die Berufungen der Tight Ends, der Offensive Tackles, der Guards und der Center. Außerdem fehlen noch die Wide Receiver sowie sechs der zehn Head Coaches. Den Abschluss bilden am Montag, den 23. Dezember, die Quarterbacks.
Das Aufgebot umfasst bereits jeweils zwölf Running Backs und Linebacker, jeweils sieben Defensive Ends, Defensive Tackles und Cornerbacks, sechs Safetys sowie jeweils zwei Kicker, Punter und Return Specialists. Die Jury besteht aus Vertretern von Medien, ehemaligen Spielern, Trainern, General Managern und Ligavertretern und umfasst 26 Personen.

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Sonntag, 8. Dezember 2019, 20:34

:thumbup: Was für ein tolles Spiel in der ersten Halbzeit zwischen New Orleans und San Francisco!
Stand 27:28
Die punktereichste 1.Halbzeit in dieser Saison. 8-)
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Sonntag, 8. Dezember 2019, 22:38

:thumbup: Was für ein geiles Spiel - mit dem etwas glücklicheren Ausgang für die 49ers! 46:48 (:tanz:)

NE - KC geht auch rasant los. :D
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Montag, 9. Dezember 2019, 20:36

Thriller im NFL-Spitzenspiel

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Das mit Spannung erwartete Top-Duell der NFC zwischen den bereits für die Playoffs qualifizierten New Orleans Saints und den San Francisco 49ers hat gehalten, was es im Vorfeld versprochen hatte.
Im Spiel zweier Titelkandidaten setzten sich die 49ers nach einem wahren Touchdown-Festival im Superdome mit 48:46 durch und machten einen großen Schritt Richtung Playoffs.
Da die Los Angeles Rams in der Nacht zu Montag die Seattle Seahawks bezwangen, muss San Francisco bis zum endgültigen Einzug in die K.o.-Runde aber noch mindestens eine Woche warten.
Zum späten Matchwinner avancierte 49ers-Kicker Robbie Gould. Der Routinier traf mit Ablauf der Spielzeit aus 30 Yards zum Sieg - es war der krönende Abschluss eines Offensivspektakels auf hohem Niveau.
Kurz zuvor sah es noch danach aus, als sollte Saints-Quarterback Drew Brees sein Team zum 54. Mal in seiner Karriere mit einem Game-Winning-Drive zum Sieg zu führen. 54 Sekunden vor Spielende bediente er Tre'Quan Smith, der mustergültig zum 46:45 vollendete. Die anschließende Two-Point-Conversation misslang jedoch.
etzt war es an 49ers-Quarterback Jimmy Garoppolo, sein Team in der verbleibenden Spielzeit noch in eine gute Field-Goal-Position zu bringen. Dies gelang ihm vorzüglich. Tight End George Kittle legte mit einem starken Catch den Grundstein zum entscheidenden Field Goal. Da ein Saints-Verteidiger Kittle beim Tackling an das Helmgitter griff, ging es für die 49ers weitere 15 Yards nach vorne. Einige Laufspiele später schlug die große Stunde von Kicker Gould.
Garoppolo warf Pässe für 349 Yards und vier Tochdowns. Genau auf die gleiche Anzahl an Passing Yards kam Bress, der jedoch fünf Touchdowns warf.

Jackson mit Ravens in Playoffs
Quarterback-Sensation Lamar Jackson führte die Baltimore Ravens durch einen 24:17-Sieg gegen die Buffalo Bills in die Playoffs.
Jackson durchbrach zudem als zweiter Quarterback nach Michael Vick die Marke von 1000 Rushing-Yards in einer Saison.
Da die beiden Ravens-Konkurrenten Tennesse Titans und Houston Texans im weiteren Saisonverlauf noch gegeneinander spielen, sind die Ravens auch bei drei Niederlagen in den noch ausstehenden Partien sicher in den Playoffs.

Ryan schreibt NFL-Geschichte
Matt Ryan spielte sich beim 40:20 seiner Atlanta Falcons gegen die Carolina Panthers in die NFL-Geschichtsbücher.
Er übertraf als zehnter Quarterback in der NFL-Geschichte die Marke von 50.000 Passing-Yards. Trotz des Sieges haben die Falcons (4:9) kaum noch eine Chance auf die Playoffs.

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Montag, 9. Dezember 2019, 22:21

Division-Sieger werden bevorteilt

ranSicht: Eine Farce! Das Playoff-Format der NFL braucht eine Reform

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In der NFC East verfügt aktuell kein Team über eine positive Bilanz - trotzdem ist dem Division-Sieger ein Playoff-Heimspiel garantiert. Andere Teams mit besseren Bilanzen schauen dagegen in die Röhre. Das Setzungssystem für die NFL-Postseason bedarf einer Reform, findet ran.de-Mitarbeiter Julian Huter.

Die NFL bleibt offenbar hart. Laut "ESPN" gibt es aktuell keine Überlegungen seitens der Liga, das aktuelle Playoff-Format zu verändern. Alle Division-Sieger haben also weiterhin ein Heimspiel in der Postseason sicher.
Das aktuelle Setzungssystem für die NFL-Meisterschaftsrunde ist eine Farce. Ein Blick auf das derzeitige Playoff Picture unterstreicht das.

49ers müssten in der Wild Card Round auswärts ran
Die San Francisco 49ers stehen bei 10-2, keine Mannschaft hat ligaweit eine bessere Bilanz. Trotzdem müsste die Mannschaft um Quarterback Jimmy Garoppolo aktuell in der Wild Card Round ein Auswärtsspiel bestreiten - und das bei den Dallas Cowboys, einem Team, das zurzeit mehr Niederlagen als Siege auf dem Konto hat.
In der AFC müssten die Buffalo Bills in der Wild Card Round aktuell auswärts bei den Kansas City Chiefs ran, obwohl sie einen Sieg mehr auf dem Konto haben.
Klar, wer die Vince Lombardi Trophy gewinnen will, muss letztendlich jeden schlagen. Doch eine starke Regular Season sollte auch mit einer guten Ausgangsposition in den Playoffs belohnt werden.

Sechs Division-Duelle pro Saison
Zumal Teams, die in einer schwachen Division spielen, ohnehin schon einen Vorteil haben, da jede Mannschaft sechs Spiele gegen Division-Gegner bestreitet. Die Cowboys spielen in dieser Saison jeweils zweimal gegen die Philadelphia Eagles, Washington Redskins und die New York Giants. Kumuliert man die derzeitigen Bilanzen der NFC-East-Rivalen kommt man auf eine Bilanz von 10-26.
Zum Vergleich: Die 49ers spielen gegen die Seattle Seahawks, die Los Angeles Rams und die Arizona Cardinals. Das Trio kommt auf eine kombinierte Bilanz von 20-15.
Die Rams (7-5) und Bears (7-6) verfügen über eine bessere Bilanz als die Cowboys und haben trotzdem nur Außenseiter-Chancen auf die Playoffs.

Die NBA macht es der NFL vor
Sportliche Fairness? Fehlanzeige. Warum qualifizieren sich nicht einfach die sechs besten Teams der jeweiligen Conference für die Postseason? Unabhängig von der Position innerhalb der Division. Die NBA macht es vor. Auch dort gibt es Divisions, letztendlich zählt für das Playoff-Seeding aber der Record.
Den Division-Sieg könnte man als potenziellen Tiebreaker bei Gleichstand hernehmen, so wäre der Titel kein Muster ohne Wert. Die traditionsreichen Division-Duelle würden weiterhin erhalten bleiben und in einer 16-Spiele-Saison zählt ohnehin jedes Spiel.
Fairer wäre es auf jeden Fall.

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Eine Änderung der Play-off-Regeln würde ich begrüßen! :thumbup:
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