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Otto

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Donnerstag, 19. März 2020, 18:47

NFL-Saison 2020/2021

Die NFL ist in eine neue Saison gestartet.

Wie diese aussehen wird, weiss zurzeit niemand; die Pre-Season wird jedenfalls schon mal durch Corona durchgeschüttelt.
Aber es wird immer wieder Neuigkeiten und Stories geben. 8-)


Super-Bowl-Sieger Foles von Jacksonville nach Chicago

Zitat

Quarterback Nick Foles wechselt in der US-Football-Profiliga NFL laut ESPN zu den Chicago Bears. Der Super-Bowl-Sieger von 2018 verlässt damit nach nur einer Saison die Jacksonville Jaguars. Der Vertrag des 31-Jährigen in Florida lief noch drei Jahre, Jacksonville erhält von den Bears einen Viertrunden-Pick für den kommenden Draft. Damit haben die Jaguars bereits zwölf Picks für die diesjährige Talente-Verteilung.
Foles, der die Philadelphia Eagles 2018 als Ersatzmann von Carson Wentz zum Titel führte, wird in Chicago mit Starter Mitchell Trubisky konkurrieren. In der vergangenen Saison bestritt Foles lediglich vier Spiele für Jacksonville, acht Begegnungen verpasste er aufgrund einer Schlüsselbeinverletzung.

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Donnerstag, 19. März 2020, 22:10

Schock bei den 49ers :huh:

Zitat

Die San Francisco 49ers haben für eine erste Überraschung gesorgt als sie einen der besten Spieler der letzten Jahre, Defensive Tackle DeForest Buckner, an die Indianapolis Colts abgaben. Im Ausgleich dafür erhielten die 49ers das Zugriffsrecht der Colts in der diesjährigen Draft an 13ter Stelle der Ersten Runde.

Der Trade wurde für die 49ers nötig, da Buckner für sie zu teuer geworden wäre und sie das Geld für andere Vertragsverlängerungen benötigen. So erhalten sie einen guten Ausgleich, verlieren aber einen Rundpfeiler ihrer Defense.

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Freitag, 20. März 2020, 19:43

"Verdammt, ich wurde an meinem freien Tag gefeuert"

2018 machten die Los Angeles Rams Todd Gurley zum bestbezahlten Runningback der NFL. Eineinhalb Jahre später wird er mit nur 25 Jahren entlassen. Die Halbwertszeit von Runningbacks ist kurz.

Zitat

Am 24. Juli 2018 unterschrieb NFL-Runningback Todd Gurley einen neuen Vertrag für vier Jahre bei den Los Angeles Rams, der ihn mit garantierten 45 Millionen US-Dollar zum bestbezahlten Spieler auf seiner Position der Geschichte machte. 2017 war er zum besten Offensivspieler der NFL gewählt worden, 2017 und 2018 hatte er es zudem ins All-Pro-Team geschafft. Keine 20 Monate nach seiner Vertragsverlängerung in LA haben die Rams Gurley nun entlassen.
Die Entscheidung der Verantwortlichen kommt nicht überraschend, obwohl Gurley erst 25 Jahre alt ist. Er twitterte sogar ein lachendes Emoji und schrieb dazu: "Verdammt, ich wurde an meinem freien Tag gefeuert". Die Entscheidung zeigt jedoch eines der großen Probleme der Runningbacks im American Football auf: Sie haben wegen der großen physischen Belastungen ihrer Position eine kurze Halbwertszeit.
Nachdem Gurley in seiner Rookie-Saison Rekorde aufgestellt hatte, führte er die Rams 2018 in den Superbowl. Dabei begleiteten ihn starke Knieprobleme, eine Arthritis, die ihn auch das NFL-Finale gegen die New England Patriots kostete. Die Rams verloren 3:13 und erzielten keinen Touchdown.

Leistungseinbruch bei den Rams
Gurley konnte in der Folge nicht mehr an seine starken Leistungen anknüpfen, nach zuvor durchschnittlich über 1100 Yards pro Saison lief er 2019 nur noch über 857 Yards. Auch wegen des schlechten Laufspiels verpassten die Rams die Playoffs, nur sechs Teams hatten noch schlechtere Statistiken.
Seitdem wird in Los Angeles alles auf den Kopf gestellt, die Ansprüche des Teams sind unverändert groß. Die Mannschaft ist 2015 von St. Louis nach Los Angeles gezogen. Für knapp zweieinhalb Milliarden US-Dollar bauen sich die Rams derzeit ein neues Football-Stadion in die Stadt. Für diesen August ist die Eröffnung des Komplexes geplant, der doppelt so groß ist wie der Vatikan. Und was schmückt eine solche Arena besser als die Vince Lombardy Trophy für einen gewonnenen Superbowl?
Todd Gurley wird dabei nicht mehr helfen - er hätte es wohl auch nicht mehr essenziell gekonnt, hätten die Rams seinen Vertrag nicht aufgelöst. Keine Footballspieler werden öfter durch harten Körpereinsatz gestoppt als Runningbacks, das versteht sich allein durch die Positionsbeschreibung.
Im American Football gibt es zwei Varianten, um einen Touchdown zu erzielen: Entweder wirft man den Ball in die jeweilige Endzone oder man trägt ihn dorthin, wie es meist Runningbacks versuchen. Auf ihrem Weg müssen sie jedoch an elf Gegenspielern vorbei, die den Ballführenden mit fast allen Mitteln daran hindern wollen und auch dürfen. Während Quarterbacks noch mit 42 Jahren spielen können, wie es Tom Brady mit seiner Unterschrift bei den Tampa Bay Buccaneers aufzeigt, sind Runningbacks mit 30 Jahren schon alt.

Physisch anspruchsvolle Position
Dass Runningbacks über einen Zeitraum von mehreren Jahren konstant Leistung bringen, ist äußerst selten. Schon die Zahl der Laufversuche pro Saison variiert erheblich, zu hoch ist das Pensum. Die Saisonstatistiken der erzielten Yards schwanken bei Runningbacks spätestens im weiteren Karriereverlauf ähnlich eines Elektrokardiogramms in der Medizin. Seit 2010 schaffte es neben Gurley nur Adrian Peterson, dreimal in der Regular Season unter die besten drei Runningbacks zu laufen. Peterson pausierte in der Folge jedoch auch große Teile mehrere Spielzeiten.
Jeder Runningback, der seit 2010 in einer Regular Season die meistens Yards erlaufen hatte, startete in der jeweiligen Folgesaison weniger Versuche. Im Dreijahresschnitt nach einer solchen Saison wagten die besten Runningbacks der Liga sogar mehr als 126 Versuche weniger, zu anspruchsvoll ist die Position für den Körper.
Auch Gurley kämpft mit seinem Körper und vor allem seinem Knie, seine Karriere wird er jedoch nicht beenden. Die Atlanta Falcons gaben bekannt, eine Vertragsunterschrift mit dem Runningback vorzubereiten. Der Vertrag soll US-Medienberichten zufolge nur über ein Jahr dotiert sein. Schließlich könnte der 25-Jährige seine beste Zeit bereits hinter sich haben.

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Samstag, 21. März 2020, 20:06

Free Agency News vom Freitag
Gordon und Ebron finden neues Team - Eagles holen Hargrave

Die Free Agency in der NFL läuft weiter auf vollen Touren. Neben dem Wechsel von Todd Gurley zu den Atlanta Falcons und Tom Bradys Vertragsunterschrift in Tampa Bay brachte der Freitag noch einige weitere Personalien mit sich.

Zitat

Bereits wenige Stunden nach seiner Entlassung hatte Todd Gurley sein neues Team gefunden, kurze Zeit später folgte der zweite hochkarätige Running Back auf dem Markt: Wie NFL-Insider Ian Rapoport berichtet, läuft Melvin Gordon künftig für die Denver Broncos auf und unterschreibt in Colorado einen Zweijahresvertrag über 16 Millionen US-Dollar.
Gordon, der wie Gurley in der ersten Runde des Drafts 2015 ausgewählt worden war, bleibt damit in der AFC West: Bislang lief der Running Back für die Los Angeles Chargers auf, bei denen er sich im vergangenen Jahr einen langfristigen Vertrag erstreiken wollte. Dieser Plan ging nach hinten los, Los Angeles setzte stattdessen auf Gordons Backup Austin Ekeler und ließ den 26-Jährigen ziehen. Den gewünschten "Long-Term-Deal" bekam der physisch starke Runner auch jetzt nicht. Dafür darf er ab sofort zweimal pro Saison gegen sein ehemaliges Team antreten, mit dem er nach den Unstimmigkeiten der Vergangenheit noch eine Rechnung offen haben dürfte.

Ebron landet in Pittsburgh
Einen anderen ehemaligen First-Round-Pick haben die Pittsburgh Steelers an Land gezogen. In Eric Ebron verpflichtete das Franchise den wohl besten verbliebenen Tight End auf dem Markt. Der 26-Jährige, 2014 an zehnter Stelle mit viel Vorschusslorbeeren von den Lions ausgewählt, galt in seiner Zeit in Detroit als Draft-Bust, startete nach seinem Wechsel nach Indianapolis 2018 aber durch. In seiner ersten Saison bei den Colts fing er ganze 13 Touchdowns - eine Marke, die er in der abgelaufenen Spielzeit bei weitem nicht wiederholen konnte.
Wohl auch deshalb bekam Ebron in Indianapolis keinen neuen Vertrag und sucht sein Glück nun in Pittsburgh, wo er einen Zweijahresvertrag über 12 Millionen Dollar unterschreibt - und eine durchaus vakante Stelle besetzt. Den Steelers fehlte in der vergangenen Saison ein starker Receiving Tight End, wie Ebron es sein kann, wenn er seine Top-Leistungen abruft.
Einen weiteren Neuzugang holen die Steelers vom aktuellen Champion. Offensive Guard Stefen Wisniewski, der im Februar noch im Super Bowl für die Kansas City Chiefs startete und am Ende die Vince Lombardi Trophy in die Höhe stemmen konnte, soll künftig die O-Line der Steelers verstärken. Der 30-Jährige erhält einen Vertrag über zwei Jahre und soll während dieser Zeit rund drei Millionen Euro verdienen.

Peat erhält viel Geld - Clinton-Dix' Reise geht weiter
Ein weiterer Guard macht indes künftig weitaus mehr Geld. Andrus Peat, einer der besten Spieler auf seiner Position und wichtiger Bestandteil der bärenstarken O-Line der New Orleans Saints, bleibt bei seinem Team - und wird dafür fürstlich entlohnt. Sein neuer Fünfjahresvertrag ist insgesamt 57,5 Millionen Euro (33 davon garantiert) wert - ein für einen Guard äußerst beachtlicher Betrag.
Sein bereits viertes Team binnen zwei Jahren hat Safety HaHa Clinton-Dix gefunden. Der ehemalige First-Round-Pick der Packers spielte nach seinem Abschied aus Green Bay 2018 zunächst ein halbes Jahr für die Washington Redskins, dann in der vergangenen Saison bei den Chicago Bears - und ab sofort für die Dallas Cowboys. "America's Team" hatte auf der Safety-Position dringenden Bedarf, die Verpflichtung von Clinton-Dix macht also durchaus Sinn - zumal der 27-jährige Verteidiger wieder mit Mike McCarthy vereint wird: Der neue Cowboys-Coach trainierte Clinton-Dix während dessen bislang bester Karrierephase in Green Bay.

Griffen verlässt die Vikings - Eagles holen Hargrave
Die Minnesota Vikings verlieren indes nach Stefon Diggs ihr zweites wichtiges Puzzlestück. Defensive End Everson Griffen kündigte via Social Media an, keinen neuen Vertrag in Minnesota zu unterschreiben. Nach Angaben seines Agenten sei aufgrund des hochbezahlten Kaders der Vikings kein Geld mehr für Griffen übrig gewesen, der nun nach einem neuen Team suchen wird. Gemeinsam mit Danielle Hunter hatte Griffen bislang eines der gefährlichsten Pass-Rush-Duos der gesamten NFL gebildet.

Nach der Verpflichtung von Cornerback Darius Slay rüsten die Philadelphia Eagles ihre Defense weiter auf. Der Super-Bowl-Champion von 2018 hat sich die Dienste von Defensive Tackle Javon Hargrave gesichert. Der 138 Kilogramm schwere Verteidiger spielte bislang für die Pittsburgh Steelers und hat sich dort den Ruf eines der besten Spielers auf seiner Position erarbeitet. Nun unterschreibt Hargrave einen Fünfjahresvertrag mit einem Gesamtvolumen von satten 65 Millionen US-Dollar und dürfte die ohnehin schon hochkarätig besetzte Defensive Line der Eagles weiter verstärken. Gemeinsam mit Fletcher Cox sollte Hargrave ein enorm gefährliches Tandem in der Interior Line bilden.

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Mittwoch, 1. April 2020, 19:58

Einigung in der NFL: Nur noch Liga-Beste mit Freilos
Zwei Teams mehr in NFL-Play-offs

Zitat

Die Teambesitzer der National Football League haben sich auf eine Reform der Play-offs geeinigt. Derweil hält die Liga an ihrem Saisonstart am 10. September fest - und das ohne Einschränkungen.

Demnach sollen in der höchsten Spielklasse des American Football in den USA von der kommenden Spielzeit an 14 statt 12 der insgesamt 32 Teams der Profiliga in die K.-o.-Runde einziehen. Nur die jeweils besten Mannschaften in der regulären Spielrunde in NFC und AFC erhalten für die erste Ausscheidungsrunde im Januar 2021 ein Freilos. Bislang wurde dies den jeweils beiden besten Teams gewährt.
Die zweitbesten Mannschaften jeder Conference spielen gegen die siebtbesten Teams, die drittbesten gegen die sechstplatzierten und die Teams auf Rang vier gegen die fünften um die weiteren zwölf K.-o.-Plätze. Für die Änderungen war bei der Abstimmung unter 32 Teambesitzern eine Dreiviertelmehrheit notwendig. Die Aufstockung ist die erste Play-off-Reform seit 1990, als von zehn auf zwölf Teams erhöht worden war.
Derweil hält die Liga ungeachtet der Coronakrise weiter an ihrem Saisonstart am 10. September fest - und das ohne Einschränkungen. "Unser Fokus liegt auf einem pünktlichen Saisonstart mit Fans in den Stadien", sagte Liga-Vizepräsident Jeff Pash bei ESPN. Der Super Bowl steigt am 7. Februar in Tampa/Florida

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Donnerstag, 2. April 2020, 20:06

NFL Throwback:
Der längste Punt in der NFL-Geschichte

Zitat

New York Jets Rookie Punter Steve O'Neal gelang am 21. September 1969 gegen die Denver Broncos mit 98 Yards der längste Punt in der Geschichte der NFL.

Link mit Video
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Dienstag, 7. April 2020, 21:07

NFL veröffentlicht Team des Jahrzehnts

Zitat

Die NFL und die Pro Football Hall of Fame haben zusammen das Team des Jahrzehnts bekannt gegeben. In der Mannschaft finden sich die besten Spieler des Zeitraums von 2010 bis 2019 wieder. ran.de listet die Star-Spieler auf.
Tom Brady, Marshawn Lynch, Aaron Donald und viele weitere Superstars bilden das Team des Jahrzehnts. Die NFL veröffentlichte das Starensemble in Kooperation mit der Pro Football Hall of Fame. ran.de zeigt euch, wer es in die elitäre Auflistung geschafft hat.



Offensive

Quarterback:
- Tom Brady (Tampa Bay Buccaneers)
- Aaron Rodgers (Green Bay Packers)

Running Back:
- Frank Gore (Free Agent)
- Marshawn Lynch (Free Agent)
- LeSean McCoy (Free Agent)
- Adrian Peterson (Washington Redskins)

Wide Receiver:
- Antonio Brown (Free Agent)
- Larry Fitzgerald (Arizona Cardinals)
- Calvin Johnson (Karriereende)
- Julio Jones (Atlanta Falcons)

Flex:
- Darren Sproles (Karriereende)

Tight End:
- Rob Gronkowski (Karriereende)
- Travis Kelce (Kansas City Chiefs)

Tackle:
- Jason Peters (Free Agent)
- Joe Thomas (Karriereende)
- Joe Staley (San Francisco 49ers)
- Tyron Smith (Dallas Cowboys)

Guard:
- Jahri Evans (Karriereende)
- Logan Mankins (Karriereende)
- Zack Martin (Dallas Cowboys)
- Marshal Yanda (Karriereende)

Center:
- Alex Mack (Atlanta Falcons)
- Maurkice Pouncey (Pittsburgh Steelers)



Defensive

Defensive End:
- Calais Campbell (Baltimore Ravens)
- Cameron Jordan (New Orleans Saints)
- J.J. Watt (Houston Texans)
- Julius Peppers (Karriereende)

Defensive Tackle:
- Geno Atkins (Cincinnati Bengals)
- Fletcher Cox (Philadelphia Eagles)
- Aaron Donald (Los Angeles Rams)

Linebacker:
- Luke Kuechly (Karriereende)
- Patrick Willis (Karriereende)
- Bobby Wagner (Seattle Seahawks)
- Von Miller (Denver Broncos)
- Khalil Mack (Chicago Bears)
- Chandler Jones (Arizona Cardinals)

Cornerback:
- Patrick Peterson (Arizona Cardinals)
- Darrelle Revis (Karriereende)
- Richard Sherman (San Francisco 49ers)

Safety:
- Eric Berry (Free Agent)
- Earl Thomas (Baltimore Ravens)
- Eric Weddle (Karriereende)

Defensive Backs:
- Tyrann Mathieu (Kansas City Chiefs)
- Chris Harris Jr. (Los Angeles Chargers)



Special Teams

Punter:
- Johnny Hecker (Los Angeles Rams)
- Shane Lechler (Karriereende)

Kicker:
- Stephen Gostkowski (Free Agent)
Justin Tucker (Baltimore Ravens)

Punt Returner:
- Tyreek Hill (Kansas City Chiefs)
- Darren Sproles (Karriereende)

Kick Returner:
- Devin Hester (Karriereende)
- Cordarrelle Patterson (Chicago Bears)

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Mittwoch, 8. April 2020, 20:37

Also irgendwie liest es sich schon komisch:

Quarterback:
- Tom Brady (Tampa Bay Buccaneers)
- Aaron Rodgers (Green Bay Packers)

Der gute Brady hat das ganze Jahrzeit bei den Pats gespielt - und für Tampa Bay noch nicht ein Spiel gemacht (oder?) ...

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Mittwoch, 8. April 2020, 21:32

Also irgendwie liest es sich schon komisch:

Quarterback:
- Tom Brady (Tampa Bay Buccaneers)
- Aaron Rodgers (Green Bay Packers)

Der gute Brady hat das ganze Jahrzeit bei den Pats gespielt - und für Tampa Bay noch nicht ein Spiel gemacht (oder?) ...


:huh: Da stimme ich dir zu. Ist schon komisch.....
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Donnerstag, 9. April 2020, 22:06

NFL macht Draft-Termin offiziell und will Spenden sammeln

Zitat

Die NFL hat sich nun auch offiziell zu einer Art Homeoffice-Draft entschieden und möchte das dreitägige Event zur Spielerverteilung im American Football als Spendenplattform nutzen.

Laut Mitteilung vom 8. April will die nordamerikanische Profi-Liga mit dem eingesammelten Geld sechs gemeinnützige Organisationen unterstützen, die sich im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie engagieren. Darunter sind unter anderem das amerikanische Rote Kreuz und Einrichtungen, die Menschen mit Essen versorgen.
Beim Draft vom 23. bis 25. April wählen die 32 NFL-Teams aus dem Pool an Nachwuchsspielern zukünftige Profis für ihre Mannschaften aus. In der Theorie gehen die besten Spieler zu den schlechtesten Teams, um über die Jahre eine Chancengleichheit in der Liga zu haben. Ursprünglich geplant war ein gigantisches Live-Spektakel in Las Vegas. Nun müssen die Trainer, Scouts und Manager von zu Hause arbeiten und dürfen auch untereinander nur via Telefon und Internet kommunizieren. Die Geschäftsstellen sind wegen der Pandemie geschlossen.
Die NFL war zuletzt dafür kritisiert worden, den Draft trotz der Pandemie durchzuführen. Der Draft ist nach dem Super Bowl die zweitwichtigste Einzelveranstaltung der NFL. Die neue Saison soll im September starten.

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Montag, 13. April 2020, 21:16

NFL Draft 2020:
Javon Kinlaw - Aus der Obdachlosigkeit auf den Olymp

Zitat

Javon Kinlaw gilt als einer der besten Defensiv-Spieler überhaupt im NFL Draft 2020. Der Weg bis an die Schwelle zur besten Liga der Welt war für ihn jedoch ein steiniger. Aus der Obdachlosigkeit kämpfte er sich über Umwege an die Spitze vieler Draftboards. Nun hat er ein ganz großes Ziel.

Oft beginnen die Geschichten von hochgehandelten Draft Prospects damit, wie sie von der High School an die Auserwählten waren. Sie waren gewissermaßen schon Stars im Teenager-Alter und marschierten dann durchs College bis hin zur NFL ohne große Widerstände - jedenfalls außerhalb des Platzes.
Javon Kinlaws Weg zum NFL Draft hingegen verlief gravierend anders.
Kinlaw hatte von Kindesbeinen an mit für viele unvorstellbaren Umständen zu kämpfen. "Ich habe viele Dinge gesehen, die ein Kind nicht sehen sollte und ich habe viele Dinge getan, die ein Kind nicht tun sollte", erinnerte sich Kinlaw auf seiner Pressekonferenz bei der Scouting Combine im Februar in Indianapolis.
Beide Eltern, die sich voneinander trennten, als Javon gerade mal fünf Jahre alt war, hatten es sehr schwer, Jobs zu finden - was das Leben für die Familie massiv erschwerte. Seine Mutter, die in den 90er Jahren aus Trinidad in die USA kam, sprang gewissermaßen von Kurzanstellung zu Kurzanstellung, was zur Folge hatte, dass sie mit ihren Kindern - Kinlaw hat noch zwei Brüder - von Stadt zu Stadt und von Bundesstaat zu Bundesstaat zog.
Sie waren öfter obdachlos und bei Freunden untergebracht, teilweise gar im Keller. So ging es von Washington/DC nach Mississippi und schließlich South Carolina. Für eine Weile lebte Kinlaw ab 2013 zudem bei seinem Vater, der allerdings auch meist nur im Motel oder gar in Bleiben unterkam, die nicht so ganz legal waren. Zur Schule ging Kinlaw immer mal wieder, aber nie so richtig regelmäßig. Seine Ausbildung erschwerte das selbstredend, genau wie seine Chancen, aufs College zu gehen.

Javon Kinlaw mit beeindruckender Physis gesegnet
Allerdings wurde schon früh klar, dass Kinlaw mit einer beeindruckenden Physis gesegnet war. Seine Größe (1,98 m) und seine Masse - teilweise wog er mal fast 160 Kilogramm - machten ihn prädestiniert für Football - und Basketball, das er auf der High School auch zwischenzeitlich spielte.
Mit Football begann er eher spät und so mussten seine Coaches ihm erstmal die Grundlagen beibringen. Er spielte Offensive und Defensive Line, ehe er sich schließlich am College auf Interior D-Line spezialisierte.
Kinlaw beendete seine High-School-Zeit schließlich mit einer Einladung zum prestigeträchtigen U.S. Army All-American Game, an dem die besten High-School-Seniors des Landes alljährlich teilnehmen. Ein spezielles Schaufenster für Colleges, wenn man so will.
Das Interesse der Colleges war entsprechend groß, besonders South Carolina und Head Coach Will Muschamp waren sehr interessant, den Lokalmatadoren ins Team zu holen. Doch seine Noten und generelle Verhaltensdefizite schreckten schließlich mögliche Interessenten ab.
Argumente, die auch sein Befürworter Muschamp nicht guten Gewissens ignorieren konnte. Doch jener schlug Kinlaw dann einen Plan B, einen Umweg, vor: Ein Jahr Junior College im sogenannten GED-Programm des Jones County Junior Colleges in Mississippi.
Und sollte er es dort schaffen, diese Bedenken wegzuwischen und eben diesen Alternativen Schulabschluss zu erlangen, würde anschließend ein Stipendium bei den Gamecocks auf ihn warten.

Javon Kinlaw: Über das Junior College nach South Carolina
Kinlaw nahm diese Chance an. Nicht allerdings nur, um seinen Football-Traum weiter zu träumen; ihm ging es um sehr viel rudimentärere Dinge: "Ich bin nicht wirklich des Footballs wegen aufs Junior College gegangen", sagte Kinlaw in Indy: "Ich bin dahingegangen, weil ich einen Ort zum Schlafen hatte. Ich habe kostenloses Essen bekommen. Darum habe ich das gemacht."
Der Plan ging auf und ein Jahr später hatte er seinen GED-Abschluss, der mit einem High-School-Diplom gleichzusetzen ist. Bevor Kinlaw allerdings seine Zeit in South Carolina begann, nahm er erst noch Einladungen aus Alabama, LSU und sogar USC wahr.
Nicht, um dort dann zuzusagen, sondern vielmehr, um das Land zu sehen, neue Städte zu besuchen. Urlaube und Städtereisen waren in seinem bisherigen Leben schließlich undenkbar. Am Ende aber ging es für ihn dann doch zu den Gamecocks und

Überschaubare Total Stats - mit Erklärung
Schaut man sich Kinlaws gesamte College-Zeit an, fällt auf, dass seine Statistiken gar nicht mal so herausragend waren. Allerdings ist dies hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass er mit seiner Masse ständig von Double-Teams geblockt wurde.
Glaubt man dagegen Pro Football Focus, ragte er dennoch 2018 und 2019 heraus. "Das Furchteinflößende ist, dass der Senior nur an der Oberfläche gekratzt hat. Er hat zwar aktuell nicht viel mehr als einen Push-Pull- und einen Swim-Move in seinem Pass-Rush-Arsenal, doch der Fakt, dass dies zu Pass-Rush Grades von 88,7 und 90,7 in den vergangenen zwei Jahren führte, begeistert uns sehr", hieß es bei PFF.
Kinlaw selbst ist sich durchaus bewusst, dass er gewissermaßen ein Projekt, ein Rohdiamant, ist und gerade im Einsatz seiner Arme noch gehörig Luft nach oben hat. "Ich bin immer noch dabei zu lernen, wie ich diese Hockeyschläger am besten einsetze", sagte er über seine fast 90 Zentimeter langen Arme - Spannweite: knapp 2,13 m. Generell wird seine Technik noch als Defizit angesehen, zudem ist er eher ein Typ Spieler, der den Ball attackiert, wenn er ihn sieht und nicht unbedingt strategisch auf hohem Niveau agiert.

Kinlaws Ziel: Ein besseres Leben für die Tochter
Sein größtes Plus - neben der Statur - ist jedoch seine Einstellung, die sich in den vergangenen paar Jahren massiv gewandelt hat.
Hauptgrund dafür? Seine kleine Tochter, Eden Amara, die mit ihrer Mutter in Wisconsin lebt, aber öfter bei den Heimspielen in Columbia dabei war. "Ich habe eine kleine Tochter, für die ich sorgen muss", und: "Ich will einfach, dass sie nie so aufwachsen muss wie ich aufgewachsen bin", sagte Kinlaw zu seiner neu gefundenen Motivation.
Er gibt kein Play auf und ist sehr engagiert, wenn es darum geht, an sich zu arbeiten. Das gilt sowohl für die Technik, die sicherlich in seiner NFL-Anfangszeit im Fokus stehen wird, als auch für die generelle Fitness. In South Carolina brachte er sein Körpergewicht von fast 160 Kilogramm zeitweilig bis auf 140 kg runter. Mittlerweile liegt er bei knapp 147 kg. Sein Gewicht liegt aber vor allem in seinen Beinen, während der Oberkörper durchaus noch stabiler werden könnte.
Er spielte auf dem College meist 3-Technique, attackierte hauptsächlich die B-Gap - die Lücke zwischen Guard und Tackle in der Offensive Line - und hat die nötige Schnelligkeit und Explosivität, um hier durchzubrechen und entweder den Quarterback oder Running Back zu attackieren.
Darüber hinaus bringt Kinlaw die nötige Härte mit. 2018 spielte er lange mit einem Riss an der Gelenkslippe in der Hüfte, die nach Saisonende operiert werden musste. Die Übungen bei der Combine verpasste er indes, da er unter Kniebeschwerden litt, die aber mittlerweile ausgeheilt sein sollen.

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Dienstag, 14. April 2020, 20:14

First Overall Pick des anstehenden NFL-Drafts im Porträt
Umzüge, Rekorde und die totale Erschöpfung: Das ist Joe Burrow

Zitat

Joe Burrow gilt als sicherer First Overall Pick des anstehenden NFL-Drafts, seine letzte Saison als die beste eines College-Quarterbacks aller Zeiten. Was macht ihn so besonders?

Es ist noch nicht allzu lange her, da bettelte Joe Burrow bei seinem Coach darum, einen Platz im Special Team zu bekommen. In seinen ersten drei College-Jahren an der Ohio State University war er Ersatz-Quarterback und wollte nur eines: auf dem Feld stehen. Doch die Ansprüche stiegen mit der Zeit. 2018 bekam Burrow mit Dwayne Haskins (inzwischen NFL-Profi bei den Washington Redskins) einen weiteren Quarterback vor die Nase gesetzt - und jetzt reichte ihm das Special Team nicht mehr. Burrow verließ seine Heimat und wechselte an die Lousiana State University (LSU).
Sein Abschied aus Ohio könnte allerdings einer von nur kurzer Dauer gewesen sein. Burrow gilt nach einem alles überragenden letzten College-Jahr als sicherer First Overall Pick im anstehenden NFL-Draft (23. bis 25. April). Den haben die Cincinnati Bengals inne - und es würde mittlerweile schon einer riesigen Überraschung gleichkommen, wenn die Bengals nicht Burrow picken und den "Ohio Boy" wieder zurück in den Staat holen.
Dabei ist der 23-Jährige erst im Alter von neun Jahren nach Ohio gezogen. Grund schon damals: der Football. Burrow kommt aus einer sportverrückten Familie. Seine erste Sportveranstaltung, ein Basketball-Spiel seines älteren Bruders, besuchte er im Alter von fünf Tagen. Sein Vater Jim spielte 1976 eine NFL-Saison bei den Green Bay Packers und arbeitete später als Trainer bei verschiedenen College-Teams im ganzen Land. Konsequenz für die Familie: Zahlreiche Umzüge während Burrows Kindheit, aber eben auch eine große Passion für das Spiel.

Joe Burrow gilt als sicherer First Overall Pick des anstehenden NFL-Drafts, seine letzte Saison als die beste eines College-Quarterbacks aller Zeiten. Was macht ihn so besonders?
Es ist noch nicht allzu lange her, da bettelte Joe Burrow bei seinem Coach darum, einen Platz im Special Team zu bekommen. In seinen ersten drei College-Jahren an der Ohio State University war er Ersatz-Quarterback und wollte nur eines: auf dem Feld stehen. Doch die Ansprüche stiegen mit der Zeit. 2018 bekam Burrow mit Dwayne Haskins (inzwischen NFL-Profi bei den Washington Redskins) einen weiteren Quarterback vor die Nase gesetzt - und jetzt reichte ihm das Special Team nicht mehr. Burrow verließ seine Heimat und wechselte an die Lousiana State University (LSU).

Sein Abschied aus Ohio könnte allerdings einer von nur kurzer Dauer gewesen sein. Burrow gilt nach einem alles überragenden letzten College-Jahr als sicherer First Overall Pick im anstehenden NFL-Draft (23. bis 25. April). Den haben die Cincinnati Bengals inne - und es würde mittlerweile schon einer riesigen Überraschung gleichkommen, wenn die Bengals nicht Burrow picken und den "Ohio Boy" wieder zurück in den Staat holen.
Dabei ist der 23-Jährige erst im Alter von neun Jahren nach Ohio gezogen. Grund schon damals: der Football. Burrow kommt aus einer sportverrückten Familie. Seine erste Sportveranstaltung, ein Basketball-Spiel seines älteren Bruders, besuchte er im Alter von fünf Tagen. Sein Vater Jim spielte 1976 eine NFL-Saison bei den Green Bay Packers und arbeitete später als Trainer bei verschiedenen College-Teams im ganzen Land. Konsequenz für die Familie: Zahlreiche Umzüge während Burrows Kindheit, aber eben auch eine große Passion für das Spiel.

Große Erwartungen an das Talent
Jetzt gilt der 1,93 Meter große Spielmacher unter vielen Experten als das beste Quarterback-Prospect im NFL-Draft seit Andrew Luck 2012 - und das kommt nichtvon ungefähr. Die Statistiken, die Burrow in der abgelaufenen College-Saison als LSU-Quarterback auflegte, sind absurd: 5671 Yards im Passspiel, dazu schier unfassbare 60 Touchdowns - die meisten eines Quarterbacks in der Geschichte der National Collegiate Athletic Associaton (NCAA). Dabei unterliefen Burrow gerade einmal sechs Interceptions, sein Passer Rating von 202 ist ebenfalls NCAA-Rekord.
Die Abstimmung um die Heisman Trophy für den besten Spieler einer College-Saison gewann er mit dem größten Vorsprung in der Geschichte der Wahl, im Endspiel um die College-Meisterschaft brillierte er mit 463 Yards und sechs Touchdowns. Natürlich reckte er am Ende auch die Trophäe in die Höhe. Kurz gesagt: Burrow hat in den Augen vieler Beobachter die beste College-Quarterback-Saison aller Zeiten hinter sich.

Welche Qualitäten hat Burrow?
Stellt sich noch die Frage: Was macht Burrow so stark? Er ist kein herausragender Athlet wie Lamar Jackson, hat auch keinen außergewöhnlich starken Wurfarm wie Patrick Mahomes. Es ist nicht das eine auffällige Merkmal, das ihm den großen Hype der letzten Monate verschafft hat, sondern das Gesamtpaket. Burrows größte Stärke: Er hat kaum Schwächen. Burrow wirft unheimlich genau, macht für einen College-Quarterback beinahe beängstigend wenig Fehler, ist zudem athletisch genug, um auch aus dem Lauf heraus zu werfen oder selbst als Rusher gefährlich zu werden.

Ein Wort, das alles sagt
Nicht zuletzt - und das ist eine Eigenschaft, die viele NFL-Verantwortliche bei der Quarterback-Suche priorisieren - wird Burrow häufig mit einem Wort beschrieben: tough. In seiner ersten Saison bei LSU spielte er ein Marathonmatch gegen Texas A&M über fünf Stunden und siebenfache Overtime. Burrow warf 38-mal und lief unglaubliche 29-mal - vergebens. Die Tigers unterlagen mit sage und schreibe 72:74. Burrows Körper gab erst nach dem Spiel auf.
Der junge Spielmacher kippte in der Kabine völlig erschöpft um, war etwa eine Minute bewusstlos. "Er hat so viel Anstrengung, Verlangen und Leidenschaft auf dem Platz gezeigt. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der in dieses Stadium der Erschöpfung vorgedrungen ist.", sagte LSU-Sportdirektor Jack Marucci anschließend. Head Coach Ed Orgeron ergänzte: "Er hat alles draußen auf dem Feld gelassen."
Es sind Geschichten, die General Manager in der NFL gerne hören, wenn es darum geht, das neue Gesicht der Franchise auszuwählen. Nur eine Anekdote steht dem Narrativ des zähen Kämpfers Burrow ein wenig entgegen: Auf der Gitarre kann der Quarterback genau einen Song spielen: "Free Fallin'" von Tom Petty. Den hatte er gelernt, bevor er sich den Arm brach. Danach nahm er den Unterricht nicht wieder auf. Football war wichtiger.

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Dienstag, 14. April 2020, 22:46

NFL-Konkurrenzliga XFL insolvent

Zitat

Die amerikanische Football-Profiliga XFL muss dem harten wirtschaftlichen Crash im Zuge der Coronakrise Tribut zollen. Nach nur einem Jahr meldet die Liga Insolvenz an.

Die amerikanische Football-Profiliga XFL geht nach dem Abbruch ihrer ersten Saison in die Insolvenz. Das bestätigte die recht vielversprechend gestartete Konkurrenz zur National Football League (NFL) am Montag (Ortszeit). Die XFL hatte zuvor bereits den Betrieb eingestellt und laut ESPN am Freitag fast alle Mitarbeiter entlassen.
"Leider waren wir als neues Unternehmen nicht gegen die harten wirtschaftlichen Einschnitte und Unsicherheiten durch die Coronakrise gefeit", teilte die Liga mit.

McMahon gibt XFL erneut auf
Nach nur fünf Spieltagen hatte die XFL mit ihren acht Teams im März aufgrund der Pandemie die Saison unterbrechen müssen - damals noch verbunden mit der Ankündigung, zurückzukehren. Doch Vince McMahon, Chef von World Wrestling Entertainment (WWE), gab die Liga zum zweiten Mal nach 2001 auf.

2019 war bereits ein anderer Versuch gescheitert, einen NFL-Unterbau zu installieren: Der Alliance of American Football (AAF) ging nach acht Wochen das Geld aus.

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Mittwoch, 22. April 2020, 10:15

Ich glaub's ja fast nicht: Gronkowski hat wieder Lust auf NFL .... Und spielt zukünftig für Tampa Bay! Wann kommt Belichick?

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Mittwoch, 22. April 2020, 20:25

Als ich das heute gelesen habe, habe ich zuerst an einen verspäteten Aprilscherz gedacht. :huh:
Aber es scheint wahr zu sein.

Video von Coach Esume: Die Gewinner des Gronk-Comebacks
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Donnerstag, 23. April 2020, 20:49

General Manager über virtuellen NFL-Draft: "Es ist nicht toll, es ist nicht perfekt, aber es ist okay"

Zitat

Der Plan war eine große Show in Las Vegas, doch die NFL muss wegen der Coronakrise umdenken. (Alle Infos zur langen Draft-Nacht am 23. auf den 24. April auf ProSieben MAXX und ran.de ab 23:50 Uhr - der Draft selbst startet ab 1:45 Uhr).

Eigentlich war eine große Show in Las Vegas geplant, doch auch die Football-Profiliga NFL muss wegen der Coronakrise neue Wege gehen.
"Aufregend", aber auch "sehr nervenaufreibend" sei die Erfahrung, sagte NFL-Sprecherin Michelle McKenna. Dave Gettleman, General Manager der New York Giants, meinte: "Es ist nicht toll, es ist nicht perfekt, aber es ist okay."

Beim Testlauf am Montag streikte die Technik
Die 32 Klubs wählen ihre künftigen Profis beim insgesamt dreitägigen "Virtual Draft" online aus. Während eines Testlaufs am Montag gab es zumindest anfangs Schwierigkeiten.
Bei den Cincinnati Bengals, die bei der Talenteverteilung als erste Franchise dran sind, streikte die Technik.
Läuft alles wie erwartet, wählen die Bengals Quarterback Joe Burrow an Position eins aus. Der 23-Jährige hatte zuletzt die Louisiana State University (LSU) zum College-Titel geführt.
Burrow gehört zu 58 Spielern, die vor dem Draft von der NFL mit technischem Equipment für die Übertragung ausgestattet wurden.

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Freitag, 24. April 2020, 20:33

Der NFL-Draft: Burrow kommt nach Hause - Packers holen Rodgers-Nachfolger

Zitat

Im NFL-Draft 2020 haben die Cincinnati Bengals wie erwartet Joe Burrow an erster Stelle ausgewählt. Es war bei weitem nicht der letzte Quarterback-Pick in Runde eins.

Was als große Show geplant war, lief letztlich ungewohnt trocken ab. Der NFL-Draft 2020, vor der Coronavirus-Pandemie als große Gala in Las Vegas angedacht, lieferte merkwürdige Bilder.
Und doch wirkte zumindest das, worum es eigentlich ging, vertraut: die Spielerauswahl. Wie zu erwarten, entschied sich das schlechteste Team der Vorsaison, die Cincinnati Bengals, für den besten College-Spieler, Joe Burrow. Der 23-jährige Quarterback lieferte im LSU-Dress eine der denkwürdigsten Spielzeiten der College-Historie ab und führte die Tigers mit 5.671 Passing Yards, 60-Touchdown-Pässen (bei nur sechs Interceptions) und ohne eine einzige Niederlage zur Meisterschaft. Alleine in den zwei Play-off-Spielen steuerte Burrow sagenhafte zwölf Touchdown-Pässe bei.
Nun kehrt der in Iowa geborene und in Athens, Ohio, aufgewachsene Heisman-Trophy-Gewinner (als erster LSU-Spieler seit Billy Cannon 1959) zurück in seinen Heimatstaat. Seine ersten zwei College-Jahre hatte Burrow bei den Ohio State Buckeyes verbracht. Nachdem er dort jedoch kaum zum Zug gekommen war, wechselte er 2018 an die Louisiana State University - und schrieb dort Geschichte.

Tua landet wie erwartet in Miami - Sorgt Herbert für viele Fans in L.A.?
Mit dem zweiten Pick, auch das überraschte nicht, landete Pass Rusher Chase Young (Ohio State) bei den Washington Redskins. Leise Gerüchte, wonach das schlechteste NFC-Team der Vorsaison kein Vertrauen in Quarterback Dwayne Haskins, den Erstrundenpick des letzten Drafts, habe, zerschlugen sich also schnell.
Nachdem sich die Detroit Lions an Position drei für Cornerback Jeff Okudah (Ohio State) und die New York Giants an vier für Tackle Andrew Thomas (Georgia) entschieden hatten, begann das alljährliche Quarterback-Picking.
Tua Tagovailoa landete an fünfter Position bei den Miami Dolphins. Der in Hawaii geborene 22-Jährige hatte sich noch vor den College-Play-offs schwer an der Hüfte verletzt und zusehen müssen, wie seine Crimson Tide aus Alabama es nicht in die Postseason schafften. Der Linkshänder gilt mit Burrow als talentiertester Spielmacher dieses Drafts, bringt allerdings auch eine hohe Verletzungsanfälligkeit mit. Und dennoch kommt "Tua", dessen Stern 2018 im Endspiel um die nationale Meisterschaft aufging, in etwas mehr als zwei Jahren auf 87 Touchdown-Pässe bei nur elf Interceptions.
Quarterback Nummer drei ging nur einen Pick später von Bord und landete bei den Los Angeles Chargers: Justin Herbert. Der 22-Jährige, in Eugene, Oregon, geboren und für die Oregon Ducks im College-Football aktiv, soll in NFL-Teamkreisen schon vorher viel höher eingeschätzt worden sein, als es Draft-Analysten vermutet hatten. Der 1,98 Meter große Herbert bringt vor allem einen starken Wurfarm und eine gute Athletik mit und soll nun Philip Rivers beerben.

Nachdem sich die Detroit Lions an Position drei für Cornerback Jeff Okudah (Ohio State) und die New York Giants an vier für Tackle Andrew Thomas (Georgia) entschieden hatten, begann das alljährliche Quarterback-Picking.
Tua Tagovailoa landete an fünfter Position bei den Miami Dolphins. Der in Hawaii geborene 22-Jährige hatte sich noch vor den College-Play-offs schwer an der Hüfte verletzt und zusehen müssen, wie seine Crimson Tide aus Alabama es nicht in die Postseason schafften. Der Linkshänder gilt mit Burrow als talentiertester Spielmacher dieses Drafts, bringt allerdings auch eine hohe Verletzungsanfälligkeit mit. Und dennoch kommt "Tua", dessen Stern 2018 im Endspiel um die nationale Meisterschaft aufging, in etwas mehr als zwei Jahren auf 87 Touchdown-Pässe bei nur elf Interceptions.
Quarterback Nummer drei ging nur einen Pick später von Bord und landete bei den Los Angeles Chargers: Justin Herbert. Der 22-Jährige, in Eugene, Oregon, geboren und für die Oregon Ducks im College-Football aktiv, soll in NFL-Teamkreisen schon vorher viel höher eingeschätzt worden sein, als es Draft-Analysten vermutet hatten. Der 1,98 Meter große Herbert bringt vor allem einen starken Wurfarm und eine gute Athletik mit und soll nun Philip Rivers beerben.

Green Bay überrascht mit Love - wie reagiert Rodgers?
Und auch mit Herbert war noch nicht Schluss. Die hoch eingeschätzten Wide Receiver fielen etwas tiefer als erwartet, doch das Team, das einen benötigt hätte, überraschte an Position 26 und draftete stattdessen einen neuen Quarterback: Die Green Bay Packers tauschten ihren First-Round- und einen Fourth-Round-Pick mit den Miami Dolphins und entschieden sich für den mobilen Jordan Love (Utah State) - und damit wohl auch für den Nachfolger des mittlerweile 36-jährigen Aaron Rodgers.

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Sonntag, 26. April 2020, 20:01

Eberle geht in die Wüste Nevadas
Als Undrafted Free Agent: Las Vegas Raiders holen deutschen Kicker

Zitat

255 Mal musste Dominik Eberle beim NFL Draft 2020 zuschauen, doch danach ging sein Traum von der NFL doch noch in Erfüllung. Die Las Vegas Raiders holten den deutschen Kicker als Undrafted Free Agent in die Wüste Nevadas.

Sein großer Traum ist tatsächlich wahr geworden: Dominik Eberle ist in der NFL gelandet. Zwar wurde der deutsche Kicker von der Utah State University im NFL Draft 2020 nicht berücksichtigt, doch direkt danach griffen die Las Vegas Raiders beim Undrafted Free Agent zu.
Jetzt darf sich der Nürnberger also in der Wüste Nevadas beweisen. "Mehr als dankbar für diese Möglichkeit, ein Teil der #RaiderNation zu sein - jetzt geht die Arbeit erst richtig los", postete Eberle bei Instagram, nachdem die Raiders ihn nach Las Vegas geholt hatte.
Die "New York Post" ordnete den Deutschen noch vor dem Draft als den drittbesten Kicker bei der diesjährigen Talenteauswahl ein. Dennoch musste er 255 Mal zuschauen, wie andere Spieler ausgewählt wurden. Aber wenigstens hat es danach ja noch geklappt.
Eberle verwandelte in seiner letzten College-Saison 87,5 Prozent aller Field Goals, verwertete zudem alle Extra Punkte. Bei einer Entfernung zwischen 40 und 49 Yards war er bei acht von zehn Field Goals erfolgreich. Ärgerlich: Sein einziger Schuss im Jahre 2019 aus mehr als 50 Yards misslang. In Las Vegas wartet unter Head Coach Jon Gruden also noch viel Arbeit auf ihn ...

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Dienstag, 28. April 2020, 18:50

Equanimeous St. Brown: So stehen seine Chancen bei den Green Bay Packers

Nachdem Equanimeous St. Brown 2019 verletzungsbedingt verpasste, will der Wide Receiver bei den Green Bay Packers wieder durchstarten. Seine Chancen? Stehen gut.

Zitat

Es lohnt sich, zwischen den Zeilen zu lesen. Die Statements, die nicht ganz so offensichtlich sind, vielleicht etwas missverständlich sind. Zumindest auf den ersten Blick.
Schaut man ein wenig genauer hin, wird schnell klar: Nach dem Draft 2020 kann sich Equanimeous St. Brown ein bisschen beruhigter zurücklehnen. Was in seiner Situation nicht selbstverständlich ist, immerhin hat er die komplette Saison 2019 verletzungsbedingt verpasst.
Was doppelt ärgerlich war: Nicht nur, dass der Wide Receiver sein zweites Jahr in der NFL verloren hat.

2019 hätte groß werden können
Mehr noch: Es hätte ein überaus erfolgreiches werden können, denn die Green Bay Packers waren auf der Receiver-Position nicht üppig besetzt, hinter Top-Receiver Davante Adams wäre theoretisch alles möglich gewesen.
Und der Verlauf der erfolgreichen Saison mit dem Einzug in das NFC Championship Game trotz der Baustelle Wide Receiver bewies: EQ hätte seine Chancen bekommen. Ganz sicher.
Trotzdem: Ein bisschen viel Konjunktiv. Und von abgelaufenen Wahrscheinlichkeiten kann sich der 23-Jährige in Zukunft nichts kaufen.
Aber: Die Packers haben bei der Talentewahl ein Zeichen gesetzt. Eines, das den Fans nicht gefällt, Quarterback-Superstar Aaron Rodgers auch nicht, St. Brown dafür umso mehr. Denn es war auch ein Statement für ihn.
Denn Manager Brian Gutekunst und Coach Matt LaFleur verzichteten darauf, einen Receiver zu holen.
Und das, obwohl ein Passempfänger Rodgers' Wunsch war. Immerhin 36 gingen am Ende vom Board. Stattdessen wurde bekanntlich in Jordan Love ein potenzieller Rodgers-Nachfolger geholt.
Interessant ist die Begründung des Managers. "Ich denke, es liegt auch daran, wie es früh im Draft gelaufen ist", sagte Gutekunst. "Es hat einfach nicht geklappt, dass wir einige der Jungs, die wir wirklich hoch bewertet hatten, auswählen konnten. Und als wir in der Mitte und gegen Ende des Draft angekommen waren, dachte ich einfach nicht, dass es eine gute Gelegenheit gab, einen Spieler zu holen, der in diesem Jahr in unserem Kader ein Zeichen setzen kann."

Offenes Rennen auf Augenhöhe
Dann ratterte er Allen Lazard, EQ St. Brown, Devin Funchess, Marquez Valdes-Scantling, Malik Taylor und CFL-Neuzuzgang Reggie Begelton neben anderen als "Jungs, die auf Spielzeit und Produktion drängen" herunter: "Wir mögen die Gruppe an Receivern, die wir haben", so Gutekunst, der natürlich ankündigte, dass man die Augen offen halte und die Gruppe verbessere, falls möglich.
Fürs Erste also ein offenes Rennen hinter Adams, im Grunde die gleichen Voraussetzungen wie vor der Saison 2019, als EQ gute Karten hatte, mehr Spielzeit zu bekommen.2018 fing er 21 der 36 zu ihm geworfenen Pässe für 328 Yards. Eines seiner Ziele wird auch 2020 bestehen bleiben: Den ersten Touchdown feiern.
Alles auf Augenhöhe. Alles drin beim Comeback.
Denn: Die Konkurrenz konnte in St. Browns Abwesenheit 2019 nur wenig Pluspunkte sammeln.
Konkret kristallisierte sich Allen Lazard (477 Yards, drei Touchdowns) als Nummer zwei hinter Adams heraus. Valdes-Scantling (452 Yards, zwei Touchdowns) ließ nach gutem Start nach, Kumerow (219 Yards, ein Touchdown) spielte keine große Rolle.
Funfact: Lazard, Valdes-Scantling und Kumerow kommen zusammen auf 73 Receptions, Adams alleine auf 83 – bei vier verpassten Spielen.

Unkonstante Konkurrenz
Was auch statistisch unterstreicht, wie unkonstant EQs Konkurrenz geliefert hat.
Zum Kader gehören zudem Malik Taylor und Darrius Shepherd. Bei Funchess hoffen die Packers, dass er nach einer verletzungsbedingt verlorenen Saison 2019 an zwei gute Jahre bei den Carolina Panthers anknüpfen kann. 2017 kam der 25-Jährige auf 840 Yards und acht Touchdowns, 2018 in 14 Spielen auf 549 Yards und vier Touchdowns.
Begelton machte mit einer starken Saison auf sich aufmerksam, kam für die Calgary Stampeders auf 1444 Yards und zehn Touchdowns – aber eben "nur" in der CFL, NFL-Erfahrung hat der 26-Jährige keine.
EQ kann es kaum noch erwarten, zurückzukehren, sich zu zeigen, den Konkurrenzkampf aufzunehmen.
Um selbst ein Statement zu setzen, das unmissverständlich ist.

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Mittwoch, 29. April 2020, 20:58

Made in Germany: NFL bekommt Zuwachs durch weitere Spieler

Zitat

Als sein Traum von der NFL in Erfüllung ging, war David Bada gerade 25 Jahre alt geworden, hundemüde und kämpfte mit dem Einschlafen.
In München war es 3.00 Uhr morgens, als in der Nacht von Donnerstag auf Freitag - seinem Geburtstag - der Anruf kam und der Verteidiger wusste: Er hat es in die stärkste Football-Liga der Welt geschafft. "Das ist schon ziemlich geil", sagte Bada der Deutschen Presse-Agentur. Inzwischen ist auch klar, in welchem Team er sich beweisen und die Trainer davon überzeugen muss, aus ihm mehr als nur einen Sparringspartner fürs Training zu machen. Sobald es die Corona-Krise zulässt, fliegt Bada zu den Washington Redskins.
Dort will der 135 Kilo schwere Defensive Lineman zeigen, dass auch Football made in Germany in der NFL eine Chance hat. So wie der vier Monate ältere Fullback Jakob Johnson aus Stuttgart, der vor einem Jahr über das gleiche Förderprogramm für internationale Spieler den Sprung zu den New England Patriots und dort sogar in den Kader der 53 spielberechtigten Profis geschafft hat. Johnson stand schließlich in drei Partien gemeinsam mit Football-Legende Tom Brady auf dem Platz. Nach dem Rücktritt von James Develin, der über Jahre auf Johnsons Position spielte, sind nun die Chancen auf deutlich mehr Spiele gestiegen. "Es ist schon eine neue Generation. Wir kommen über dieses Programm und zeigen, dass wir auch was verändern können", sagte Bada.
Dazu kommt in der kommenden Saison auch Dominik Eberle aus Nürnberg, der allerdings schon als Jugendlicher mit seiner Familie in die USA zog und wie die große Mehrheit am College Football spielte. Auf seiner Position als Kicker stellte er an der Utah State Universität einige Rekorde auf und überzeugte die Las Vegas Raiders davon, auch ihm einen Versuch als Profi zu ermöglichen. "Das macht dich einfach nur glücklich. Und ich bin unendlich dankbar, diese Chance bei den Las Vegas Raiders erhalten zu haben", sagte Eberle zuletzt ran.de. Experten sehen ihn sogar als Favoriten auf den Job als Stamm-Kicker.
Johnson und Bada haben sich dagegen über eine Serie von Camps und Probetrainings in Europa vorgearbeitet und waren am Ende jeweils in der kleinen Gruppe von in diesem Jahr neun Spielern, die in Florida auf NFL-Niveau trainiert wurden. Bada war im vergangenen Jahr ebenfalls dabei, schaffte die letzte Hürde aber nicht. Dieses Mal schickte die NFL vier Spieler aus dem International Player Pathway Program zu einem Team: Einen Mexikaner, einen Australier, der Österreicher Sandro Platzgummer - und eben Bada.
Er ist nun garantiert im Trainingskader der Redskins für die kommende Saison, kann sich aber so wie Johnson auch für eine aktive Rolle empfehlen. "Ich werde auf jeden Fall voll Gas geben für den 53-Mann-Kader. Und wenn es dieses Jahr nicht reicht, dann nächstes Jahr", sagte er. "Wenn ich für manche ein Vorbild bin, freut es mich. Umso mehr Verantwortung habe ich und umso mehr muss ich Gas geben."
Dass er dabei - wie im US-Sport als Spieler üblich - kein Mitspracherecht hatte und von der NFL einfach zu den Redskins gesteckt wurde, stört ihn nicht. "Ich glaube, am Schluss ist es irgendwo egal. Man will einfach Football spielen und sich mit den Besten messen. Wo du am Ende spielst, ist ein bisschen eine Schicksalsfrage", sagte er.
In Deutschland war Bada nach Stationen in München und Ingolstadt zuletzt für die Schwäbisch Hall Unicorns in der GFL aktiv. Zum Niveau in der NFL sagte er: "Es ist ein Schritt, aber es sind nicht hundert Welten. Man ist nicht so weit weg, wie man denkt, glaube ich."

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