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Otto

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Freitag, 3. Juli 2020, 22:39

Washington Redskins denken über Namensänderung nach

Der Druck der Öffentlichkeit und vor allem der Sponsoren zeigt Wirkung: Die Washington Redskins diskutieren über eine Namensänderung des Teams, weil der aktuelle Name vermehrt als rassistisch gilt.

Zitat

Die Washington Redskins gaben am Freitag offiziell bekannt, dass die Franchise über den Teamnamen diskutieren wird. Das Team aus der Hauptstadt der Vereinigten Staaten geriet in die Kritik, weil der Teamname Redskins (engl: Rothäute) vielfach als rassistisch empfunden wird.
"Angesichts der jüngsten Ereignisse in unserem Land und des Feedbacks unserer Community geben die Washington Redskins bekannt, dass das Team eine gründliche Überprüfung des Teamnamens durchlaufen wird", heißt es in einer Erklärung. "Diese Überprüfung formalisiert die ersten Diskussionen, die das Team in den letzten Wochen mit der Liga geführt hat."
Teambesitzer Dan Snyder erklärte: "Dieser Prozess ermöglicht es unserem Team, nicht nur die stolze Tradition und Geschichte dieser Franchise zu berücksichtigen. Wir möchten auch unsere Alumni, die Organisation, die Sponsoren, der National Football League und die örtliche Gemeinde auf und neben dem Feld mit Stolz vertreten."

NFL-Boss Goodell unterstützt mögliche Namensänderung
NFL-Boss Roger Goodell schreibt dazu: "In den letzten Wochen haben wir laufende Gespräche mit Dan geführt und unterstützen diesen wichtigen Schritt."
Der Auslöser für das Umdenken der Washington Redskins dürfte der Druck der Sponsoren sein. Erst am gestrigen Donnerstag hatte das Unternehmen FedEx, welches die Namensrechte am Stadion hält, die Redskins dazu aufgefordert, den Namen zu ändern. FedEx erwarb die Namensrechte bereits im Jahre 1998 und zahlt dafür bis zum Jahre 2025 eine Summe von 205 Millionen US-Dollar. Frederick Smith, der CEO von FedEx, besitzt einen kleinen Anteil der Washington Redskins.
Auch der neue Head Coach Ron Rivera meldet sich zu Wort und unterstützt die Überlegungen über eine Namensänderung: "Dieses Thema ist für mich von persönlicher Bedeutung und ich freue mich darauf, eng mit Dan Snyder zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass wir die Mission fortsetzen, Indianer und unser Militär zu ehren und zu unterstützen."

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Sonntag, 5. Juli 2020, 21:06

So kamen die Washington Redskins zu ihrem umstrittenen Namen

Zitat

Fans, Medien und Sponsoren drängen die Washington Redskins zu einer Namensänderung. Nun debattiert das NFL-Team tatsächlich über diese Option. ran.de erklärt, wie der dreimalige Super-Bowl-Gewinner überhaupt zu dem umstrittenen Teamnamen kam.

Die Washington Redskins stehen aufgrund ihres Teamnamens seit Jahren in der Kritik. Aufgrund der "Black Lives Matter"-Bewegung in den USA nahm der Druck auf die Franchise nun zu.
Der Vorwurf: Der Begriff Redskins (engl. Rothäute) sei rassistisch gegenüber den amerikanischen Ureinwohnern.
87 Investorenfirmen und Anteilseigner, zu denen zum Beispiel FedEx, Pepsi und Nike zählen, forderten in einem Brief eine Änderung des Klubnamens. Das zeigt Wirkung: Am Freitag verkündete die Franchise, dass sie intern über eine Namensänderung diskutiert.
Doch wie kam die Football-Mannschaft überhaupt zu dem Teamnamen, der die Gemüter in den Vereinigten Staaten so erhitzt?

Gegründet als Boston Braves
Die Franchise wurde im Jahre 1932 zunächst unter dem Namen Boston Braves gegründet. Sie übernahmen den Platz in der NFL von den Cleveland Indians (keine Parallele zur heutigen MLB-Mannschaft).
Das Problem war nur: In Boston existierte bereits eine gleichnamige Baseballmannschaft.
Um Verwechslungen zu vermeiden, entschied sich der damalige Besitzer George Preston Marshall für eine Namensänderung. Diese war offenbar sogar notwendig, weil das Team ab 1933 nicht mehr im sogenannten Braves Park spielen sollte, sondern im Fenway Park.
Warum die Wahl ausgerechnet auf den Name Redskins fiel, ist nicht einwandfrei geklärt. Vielmehr gibt es verschiedene Theorien dazu.

Ein vermeintlicher Indianer als Cheftrainer
Sicher ist, dass im Jahre 1933 William Henry "Lone Star" Dietz, ein vermeintlicher amerikanischer Ureinwohner, das Traineramt bei dieser Franchise übernahm. Der Coach versammelte in der Mannschaft mehrere Spieler mit indianischer Herkunft.
Das war zur damaligen Zeit nicht ungewöhnlich: Indianer hatten einen großen Einfluss auf den American Football des frühen 20. Jahrhunderts.
In den Jahren 1922 und 1923 gab es bereits die Oorang Indians in der NFL. Auch im College-Football waren die Ureinwohner erfolgreich, unter anderem im Dienste der Carlisle Indian Industrial School oder der Haskell Indian Nations University.

Indianer standen für Pass- und Trickspielzüge
Zu einer Zeit, als American Football hauptsächlich aus Laufspiel bestand, glänzte der "indianische Football" mit vielen Pass- und sogar Trickspielzügen.
Dietz hatte vor seiner Ankunft bei den Braves die Haskell Indian Nations Fighting Indians trainiert. Kurz nachdem er das NFL-Team übernahm, erfolgte die Umbenennung in Redskins.
Gerüchten zufolge wollte Marshall damit den Trainer ehren, der stets mit Indianer-Kopfschmuck an der Seitenlinie stand. Bestätigt ist das allerdings nicht.
Marshall soll jedenfalls von vielen Aspekten der amerikanischen Ureinwohner fasziniert gewesen sein und nutzte die Indianer als PR-Kampagne. Ein indisches Kopfsymbol wurde als Logo des Teams übernommen und auf der Vorderseite der Trikots platziert.
Die Football-Mannschaft nahm das Image der "Rothäute" an, zeigte sich auf Mannschaftsfotos fortan mit Kriegsbemalung, Federn und Kopfschmuck.
Ungeklärt bleibt allerdings, warum der Owner seinem Team ausgerechnet die abfällige Bezeichnung Redskins gab. Andere Begriffe wie Indians (Indianer), Warriors (Krieger) oder Chiefs (Häuptlinge) wären ebenfalls möglich gewesen.

Eine Verbindung zu den Boston Red Sox
Eine Theorie: Redskins klingt ähnlich wie Red Sox. Dies ist bis heute der Name der Baseball-Mannschaft aus Boston. Die beiden Teams teilten sich damals den Fenway Park als Spielstätte und wollten ihre Verbindung möglicherweise nach außen tragen.
Zudem war der Name Redskins im Sport noch relativ neu. Lediglich die nicht allzu erfolgreichen Football-Mannschaften der University of Utah und der Miami University of Ohio hatten bereits zuvor den Spitzname Redskins verwendet.
In den großen US-Sportligen hingegen gab es noch keine Redskins.

Inspiriert durch einen Kinofilm?
Ohnehin war der Begriff Redskins damals nicht so verpönt wie heute. Im Gegenteil: Im Jahre 1929 gab es sogar einen Kinofilm namens "Redskin" mit dem Filmstar Richard Dix in der Hauptrolle.
Der Film wurde wegen seiner Darstellung von der Notlage der amerikanischen Ureinwohner hoch gelobt. Dix ist danach sogar zum Ehrenmitglied des Kaw-Indianerstamms ernannt worden.
Gut möglich also, dass Marshall auch durch diesen Spielfilm zur Namensgebung motiviert wurde – zumal er viele Verbindungen zur Filmbranche hatte.

Damalige Trainer und Besitzer sind umstritten
Die Verantwortlichen der damaligen Redskins sind bis heute umstrittene Persönlichkeiten. Dem Trainer Dietz wurde später vorgeworfen, er sei gar kein Indianer gewesen und hätte sich lediglich als ein solcher ausgegeben.
Und Besitzer Marshall galt als ein Rassist, der keine dunkelhäutigen Spieler verpflichteten wollte und erst im Jahre 1962, als der US-Kongress mit Strafen drohte, seine Haltung änderte.
Auch dieser Hintergrund könnte in die derzeitige Debatte mit hineinspielen.

Seit 1937 die Washington Redskins
Die Redskins sind seit dem Jahre 1937 in Washington, der Hauptstadt der Vereinigen Staaten, beheimatet und tragen seitdem den Namen Washington Redskins.
Momentan scheint es aber so, als wäre der Name schon bald Vergangenheit.

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Montag, 6. Juli 2020, 22:14

NFL denkt über Erweiterung der Practice Squads nach

Die NFL plant offenbar die Zahl der Mitglieder zu erhöhen, auch Spieler mit größer Erfahrung sollen im Practice Squad sein dürfen. Der Hintergrund ist, dass die Teams schnell auf COVID-19-Ausbrüche reagieren können sollen.

Zitat

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hat in diesem Jahr weltweit so ziemlich alles auf den Kopf gestellt, nun könnten sogar die Practice Squads der NFL wegen COVID-19 verändert werden.
Durch den neuen CBA dürfen bereits jetzt zwölf statt zehn Spieler dem Practice Squad eines NFL-Teams angehören, die Zahl dürfte angesichts der Pandemie noch weiter steigen, vielleicht sogar auf 16.
"Wir denken absolut darüber nach, die Kapazität der Practice Squads zu erhöhen, um den Teams während der Pandemie mehr Flexibilität in ihren Kader zu ermöglichen", schrieb CEO Mark Murphy von den Green Bay Packers auf der teameigenen Website.

Werden Practice Squads auch für Veteranen geöffnet?
Schließlich könnten Teams durch positive Coronatests dazu gezwungen sein, Spieler kurzfristig auszutauschen. Deshalb sollen Veteranen künftig in Practice Squads unterkommen können.
"Wir denken auch darüber nach, die Zulassungsregeln für die Practice Squads zu ändern, auch hierbei geht es darum, mehr Flexibilität zu gewährleisten. Speziell für Teams, die mehr Veteranen für ihr Practice Squad verpflichten wollen", führte Murphy weiter aus.
Die aktuelle Regelung besagt, dass Spieler nicht länger als zwei Jahre am Stück im Practice Squad verweilen dürfen. Außerdem sind Profis, die bei mehr als neun NFL-Spielen Teil des Kaders waren, ebenfalls nicht berechtigt, im Practice Squad zu sein.
Denkbar wäre es sogar, eine Gruppe von Spieler ohne Teams in einer Art NFL-Trainingslager fit zu halten, damit im Falle eines größeren Ausbruchs bei einer Mannschaft das Rosters schnell aufgefüllt werden kann.
Unter Umständen könnten davon auch deutsche Spieler profitieren, die über das International Pathway Programm den Weg in die NFL gefunden haben. Oder aber ein Spieler wie Kasim Edebali, der derzeit Free Agent ist, aber eigentlich schon zu viele Saisons gespielt hat, um in ein Practice Squad aufgenommen zu werden.

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Dienstag, 7. Juli 2020, 20:36

Quarterback bindet sich für zwölf Jahre
503 Millionen US-Dollar! Mega-Vertrag für Mahomes

Zitat

Patrick Mahomes ist ohne Zweifel einer der Superstars der NFL - allerdings hat er noch einen Rookie-Vertrag. Seine Zukunft war daher ungeklärt, da sein Kontrakt nur bis 2021 läuft. Nun aber scheint Bewegung in die Verhandlungen gekommen zu sein - und er kann sich auf 503 Millionen US-Dollar freuen.

Mahomes hat die Chiefs in der vergangenen Saison zur Meisterschaft geführt - und sich selbst endgültig zum Superstar gemacht. Neben dem Super Bowl gewann er auch den Super-Bowl-MVP-Award. Nie zuvor war es einem unter 25-Jährigen gelungen, sowohl als Super-Bowl-MVP (2019/20) als auch als League MVP (2018/19) ausgezeichnet zu werden. Der auf dem Feld so unberechenbare Mahomes - der Quarterback verfügt über einen feinen Wurfarm, versteht sich aber auch exzellent aufs Laufspiel - gilt als großer Hoffnungsträger in Kansas City. Und dort hatte man schon früh signalisiert, dass man gerne verlängern wurde.
Wie ESPN-Reporter Adam Schefter nun berichtet, gab es eine Einigung. Demnach hat sich Mahomes auf einen Zehnjahresvertrag geeinigt, der an seinen aktuellen Rookie-Kontrakt anschließt. Damit wäre er bis einschließlich 2031 an die Chiefs gebunden. Letztmals hatte sich 2002 ein Spieler für zwölf Jahre an ein Team gebunden - Donovan McNabb (Philadelphia Eagles). Ohnehin ist es in der NFL äußert unüblich, derart lange Verträge einzugehen. Mit Brett Favre (2001), Drew Bledsoe (2001), Daunte Culpepper (2003) und Michael Vick (2004) finden sich in der jüngeren Vergangenheit gerade mal vier Spieler, die sich über zehn Jahre an ihre Klubs gebunden hatten.

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American Football, Football, NFL