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Freitag, 19. November 2021, 22:42

NFL hält an Taunting-Regel fest und nimmt Spieler in die Pflicht: "Dreht euch einfach weg"
Die Tauting-Regel der NFL wird weiterhin viel kritisiert - von Spielern, Fans und Medien. Die Liga hält jedoch daran fest und weist Profis zusätzlich nochmals auf korrektes Verhalten hin.

Zitat

Kaum eine Regel wird aktuell so heiß diskutiert wie das "Taunting" in der NFL.
Spieler werden angehalten, nicht in Richtung des Gegners zu jubeln und sich allen Beteiligten gegenüber respektvoll zu verhalten.
Fans und Medien bemängeln an der Regel, dass der Spaß und denkwürdige Jubelszenen der Spieler somit keinen Platz mehr finden. Auch einzelne Szenen und fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter werden immer wieder kritisiert.
Die NFL lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken und hält am Taunting fest. Walt Anderson, Senior Vice President und der Verantwortliche für die Schiedsrichter-Entwicklung der NFL, hat den Spielern mit einer Mitteilung Hinweise diesbezüglich übermittelt.

NFL-Nachricht an Spieler: "Löscht jeden Zweifel aus"
"Vermeidet Verhaltensweisen, die in Richtung des Gegners oder der gegnerischen Bank zu deuten sind. Das gilt für Gesten, Haltungen und jede andere Form von verbalen oder physischen Respektlosigkeiten", heißt es in der Nachricht.
"Dreht euch einfach weg und nutzt die Gelegenheit, mit euren Mitspielern zu feiern", schreibt Anderson weiter. Die Spieler sollen verhindern, Schiedsrichter in eine Position zu bringen, in denen sie Entscheidungen über das Verhalten der Spieler treffen müssen. Auch wenn diese vielleicht nicht so drastisch seien wie ein körperliches Foul.
"Löscht jeden Zweifel aus und geht das Risiko nicht ein, eine Strafe für euch und euer Team zu provizieren", führt Anderson aus.
Laut "ESPN" wurden in der laufenden Saison 35 Flaggen wegen Tauntings geworden. 16 davon alleine in den letzten drei Wochen. Zuletzt sprach sich auch Bears-Coach Matt Nagy für die Regel aus.

Link
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Sonntag, 21. November 2021, 22:26

Das war gerade eine unterhaltsame TV-Übertragung der NFL bei ProSiebenMaxx.
Das Spiel der Bills gegen Colts war zwar überraschend eindeutig für die Colts 15:41.
Dafür war es bei Vikings gegen die Packer bis zum letzten Moment ungemein spannend – 34:31!


UND:
Die SF 49er gewinnen 10:30 bei den Jacksonville Jaguars. (:tanz:)



Und:
Jetzt kommt noch ein spannendes Spiel im TV: Chiefs gegen Cowboys.
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Sonntag, 21. November 2021, 23:41

Dramatische Pleite für St. Brown
Equanimeous St. Brown erleidet in der NFL mit den Green Bay Packers in letzter Sekunde Schiffbruch. Auch für seinen deutschen Bruder Amon-Ra gibt es nichts zu feiern.

Zitat

Nichts zu holen trotz guter Leistung - und einmal sogar erst auf den letzten Drücker ausgebremst:
Für die deutschen Brüder Equanimeous und Amon-Ra St. Brown hat es in der US-amerikanischen Football-Liga NFL jeweils Niederlagen gegeben.
Equanimeous St. Brown verlor mit den Green Bay Packers das Traditionsduell der NFC North bei den Minnesota Vikings mit 31:34 - und das erst in letzter Sekunde.
Mit auslaufender Uhr erzielten die Gastgeber das entscheidende Field Goal zum Sieg.
Mit acht Siegen aus elf Spielen liegen die Packers in ihrer Division aber immer noch recht komfortabel vor den Vikings (5-5).
„EQ“, der wie sein Bruder Wide Receiver ist, wurde von Green Bays Star-Quarterback Aaron Rodgers immer wieder eingebunden und zeigte mit zwei Pässen für 43 sowie elf erlaufenen Yards eine gute Leistung.
Amon-Ra St. Brown wiederum muss mit den Detroit Lions derweil weiter auf den ersten Sieg warten.
Nach dem Unentschieden bei den Pittsburgh Steelers in der vergangenen Woche (16:16), unterlagen die Lions auch bei den Cleveland Browns 10:13.
Der 22 Jahre alte Rookie Amon-Ra fing vier Pässe für insgesamt 18 Yards.
Mit nur einem Remis und acht Niederlagen liegen die Lions abgeschlagen am Tabellenende der NFC North.

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Montag, 22. November 2021, 22:23

Zwei Taylors für ein Halleluja und das 1070. Scorigami – die Aufreger des NFL-Weekends
Colts-Running-Back Jonathan Taylor mit fünf Touchdowns und Texans-Quarterback Tyrod Taylor mit einer spektakulären Flugeinlage waren die prägenden Figuren des NFL-Weekends. Geglänzt hat auch Aaron Rodgers, seine Packers kassierten allerdings eine bittere Last-Second-Pleite.

Zitat

Touchdown-Taylor nicht zu bremsen
Die Indianapolis Colts siegten mit 41:15 überraschend deutlich bei den Buffalo Bills. Das Endresultat war zudem ein sogenanntes Scorigami, also ein Endergebnis, das es in der NFL zuvor noch nie gegeben hatte. Damit hat man in der NFL bis dato 1070 verschiedene Endresultate gesehen.
Mann des Spiels für die Colts war ganz klar Jonathan Taylor. Der Running Back stellte die Defense der Bills an diesem Abend vor unlösbare Probleme und stand am Ende bei 214 Scrimmage Yards und fünf (!) Touchdowns.
Auch Quarterback Carson Wentz lieferte ein fehlerfreies Spiel ab und warf für 106 Yards und einen Touchdown. Nach einem schönen Pass auf den überragenden Taylor brachte er die Colts schon früh mit 14:0 in Führung. Wenig später tauchte der Colts-Spielmacher bei viel Druck einfach unter einem Tackle-Versuch der Defense hindurch und lief schliesslich ungehindert zu einem First Down.
Die Bills dagegen leisteten sich ungewohnt viele Fehler. Quarterback Josh Allen brachte sein Team mit zwei Interceptions früh auf die Verliererstrasse. Ein Punt-Return-Fumble von Isaiah McKenzie besiegelte bereits gegen Ende der ersten Halbzeit den gebrauchten Abend für die Bills, die mit ihrer 6:4-Bilanz im Playoff-Kampf langsam, aber sicher ins Zittern kommen.

Steelers verpassen Mega-Comeback
Die Partie zwischen den Los Angeles Chargers und den Pittsburgh Steelers war nach drei Vierteln eigentlich schon gelaufen. Die Chargers führten mit 27:10, mussten am Ende aber plötzlich noch einmal um den Sieg zittern.
Quarterback Ben Roethlisberger brachte die Steelers bei seinem Comeback nach überstandener Corona-Infektion dank drei Touchdown-Pässen wieder zurück ins Spiel und nach einem Field Goal von Chris Boswell 3:24 Minuten vor dem Ende hiess es gar 37:34 für die Steelers.
Doch die Chargers kamen noch einmal zurück. Wide Receiver Mike Williams fing einen 53-Yard-Pass von Quarterback Justin Herbert und zerschmetterte damit die Hoffnungen der Steelers, die nicht mehr zurückschlagen konnten. Neben Herbert mit seinen 382 Passing und 90 Rushing Yards überragte bei den Chargers vor allem Running Back Austin Ekeler, der zu vier Touchdowns lief.

Jenkins vs. Jennings
Beim Duell zwischen den Jacksonville Jaguars und den San Francisco 49ers kam es im zweiten Viertel zu einer handfesten Auseinandersetzung. «Niners»-Receiver Jauan Jennings und Rayshawn Jenkins, «Jags»-Safety, gerieten nach einem Lauf von Deebo Samuel abseits der Kameras aneinander und lieferten sich bald einen wilden Schlagabtausch. Jenkins riss seinem Gegenüber dabei erst den Helm vom Kopf und schlug ihm wenig später die Faust ins Gesicht.
Nach Konsultation der Video-Bilder stellten ihn die Schiedsrichter für dieses Vergehen vom Platz. Mit seiner «Ejection» erwies Jenkins seinem Team einen Bärendienst. Zum Zeitpunkt des Rauswurfs lagen die Jaguars mit 0:10 hinten – am Ende kassierten die Jags mit 10:30 die nächste deftige Pleite.

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Dienstag, 23. November 2021, 21:31

NFL-Kicker in der Krise - Extra-Point-Quote auf historisch niedrigem Stand

Die Kicker in der NFL sind so schlecht wie schon lange nicht mehr. Zumindest, wenn man sich die Extra Points anschaut und mit welchem Prozentsatz diese verwandelt werden. Statt sich an die längere Distanz zu gewöhnen, treffen die Kicker seit Jahren immer weniger PATs.

Zitat

Zu Beginn der Saison 2015 hat die NFL die Regel für die Extrapunkte nach dem Touchdown verändert.
Nachdem der Ball bis dato immer auf der 2-Yards-Linie platziert wurde, muss seit 2015 von 13 Yards weiter hinten gekickt werden.
Dass die Quoten im Vergleich zu vorher erstmal in den Keller gingen ist sicherlich keine große Überraschung. Wohl aber, dass die Kicker sich auch nach Jahren nicht an die längere Distanz gewöhnen können.

Schlechteste Trefferquote seit 42 Jahren
Zum Vergleich: Die Trefferquote der PATs (Point after Touchdown) in der Saison 2014 lag bei fast perfekten 99,3 Prozent. Im ersten Jahr nach Verlegung der Extra-Punkt-Linie auf die 15-Yards-Marke waren hingegen nur noch 94,2 Prozent der Versuche erfolgreich.
Die deutlich niedrigere Quote ist sicherlich mit der Umstellung auf die größere Distanz zu erklären. Somit wäre anzunehmen, dass mit fortlaufender Zeit und damit einhergehender Eingewöhnung der Kicker, auch die Trefferquoten wieder ansteigen würden.
Aber weit gefehlt. In der 2016er Saison, also ein Jahr nach Regeländerung, sank die Quote erneut. Diesmal auf 93,6 Prozent. Auch in den folgenden Jahren schienen die Kicker sich nicht von der Umstellung zu "erholen" und konnten nicht wieder an die Saisons vor 2015 anknüpfen.
Mehr noch: In der laufenden Spielzeit haben die Kicker nach Woche 11 ein historisches Tief erreicht. Mit nur 92,9 Prozent ist die Erfolgsquote für die Extra Points so schlecht, wie das letzte mal im Jahr 1979 (91,3 Prozent).

NFL: 2-Point-Conversion wird relevanter
Woran genau es liegt, dass die Kicker immer mehr Fehler machen, lässt sich wohl nur schwer erklären.
Fakt ist, dass die 2-Point-Conversion nach einem Touchdown damit immer interessanter für die Coaches werden dürfte.
In 55 Prozent der Fälle, in der die Teams diese Saison für zwei gingen, waren die Versuche erfolgreich.
Laut "ProFootballTalk" bedeutet das folgendes: Ein PAT bringt mit einer Trefferquote von 92,9 Prozent einen Ertrag von 0,9 Punkten im Durchschnitt. 2-Point-Conversions bringen den Teams dagegen 1,1 Punkte im Schnitt ein.
Rein statistisch, macht es für die Coaches also Sinn, mehr Risiko zu gehen und vermehrt auf die 2-Point-Conversion zu setzen, jetzt da die Extrapunkte keine sichere Nummer mehr zu sein scheinen.
Auch, weil sich die Quote in den kommenden Wochen noch weiter verschlechtern dürfte. Der Winter naht und die kälteren Wetterbedingungen werden es den Kickern erfahrungsgemäß nicht leichter machen.

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Mittwoch, 24. November 2021, 22:06

Drei Spiele am Feiertag: Erntedankfest ist in den USA besonders auch Zeit für Football
Thanksgiving in der NFL - und die Detroit-Dallas-Geschichte

Jahr für Jahr versammeln sich Ende November in den USA viele Familien und Freunde, um ausgiebig Thanksgiving zu feiern. Aufgrund der weltweiten Pandemie und den steigenden Fallzahlen soll das Ganze zwar auch dieses Mal etwas geringer ausfallen. Auf eines wird aber auf keinen Fall verzichtet: auf Essen und Football vor der Flimmerkiste.

Zitat

Am vierten Donnerstag im Monat November ist es ein jedes Jahr soweit: Die USA feiern den staatlichen Feiertag Thanksgiving - wenngleich die Bürger auch im zweiten Jahr in Folge aufgrund von Corona das Fest eher nicht so ausufernd gestalten sollen, auch wenn die Fallzahlen aktuell nicht so hoch steigen wie in Deutschland, weswegen das US-Außenministerium in diesen Stunden eindringlich seine Bürger vor Reisen nach Deutschland warnt. Zurück zum Football-Donnerstag in dieser Woche: Auf den Tisch kommt dabei wie jedes Jahr vielerorts ein gewaltiges Festmahl - und über die Flimmerkiste läuft von früh bis spät des Amerikaners liebster Sport.
Thanksgiving ist in Nordamerika schon seit 1863 ein besonderer Feiertag - und auch ein ganz besonderer Tag im American Football. Die ersten beiden Spiele werden dabei seit vielen, vielen Jahren immer in Detroit und in Dallas ausgetragen, das dritte und erst seit 2006 jährlich praktizierte Match findet zwischen zwei stets wechselnden Teams statt.
In diesem Jahr serviert die NFL der Anhängerschaft wieder ein volles Drei-Gänge-Menü, nachdem es im letzten Jahr aufgrund von Corona-Fällen bei den Baltimore Ravens (wären vergangenes Thanksgiving bei den Pittsburgh Steelers zu Gast gewesen) zu einer Spielverschiebung gekommen war.
Nun also wieder drei Spiele hintereinander: Los geht es dabei um 18.30 Uhr (MEZ) mit dem NFC-North-Divisionsduell zwischen den noch gänzlich sieglosen Detroit Lions (0:9:1) und Chicago Bears (3:7), bei denen es nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie eng in Sachen Play-offs wird und die Fans obendrein schon Head Coach Matt Nagy in Dauerschleife mit Pfiffen bedacht haben. Es folgt ab 22.30 Uhr (MEZ) das obligatorische Heimspiel der Dallas Cowboys (7:3), die es zuletzt mit zwei Niederlagen in drei Spielen erwischt hat und die es in diesem Jahr am Feiertag mit den zuletzt ebenfalls strauchelnden Las Vegas Raiders (5:5) zu tun bekommen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag dann (2.20 Uhr) folgt noch New Orleans Saints (5:5) vs. Buffalo Bills (6:4). Beide Teams haben sich zuletzt Niederlagen erlaubt und brauchen nun wieder einen Erfolg, um Druck auf die Spitze in ihrer jeweiligen Division zu machen und die Play-off-Chance zu erhalten.

Tradition - zugunsten zweier Teams
Doch warum dürfen eigentlich Detroit und Dallas stets vor heimischer Kulisse auftreten, müssen also keine weite Reise antreten und können sich so über ein besonderes Image freuen?

Ein cleverer Geschäftsmann
Story Detroit: Hierzulande dürfte es nicht so bekannt sein, dass die Lions seit vielen Jahrzehnten (!) stets am Thanksgiving-Feiertag ein Heimspiel austragen dürfen. In den USA dagegen ist dieses Thema allgegenwärtig - und stößt bei anderen Teams teilweise auch sauer auf. Schließlich möchte jedes Franchise von höheren Einschaltquoten und einem exklusiven TV-Slot sowie dem damit verbundenen gesteigerten Interesse profitieren. Doch hierzu passt ein altes, deutsches Sprichwort: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Und die Lions waren eben vor langer Zeit das erste Team, das bezüglich Thanksgiving vorpreschte und den Stein ins Rollen brachte.
Die Lions wurden 1929 in Portsmouth als Spartans gegründet. George Richards, ehemaliger Direktor der Radiostation World Junior Records (WJR), verfrachtete das Team schließlich in die Großstadt Detroit.
Um in der Folgezeit mehr und mehr Fans anzuziehen, ordnete der Besitzer im Jahr 1934 an, Football am Thanksgiving Day steigen zu lassen. Hier haben die potenziellen Anhänger schließlich frei, können Zeit und Geld für ihr Football-Team aufwenden. Der Plan ging auf: Da der clevere Manager Richards nämlich mit seiner Radiostation Teil von "NBC Blue Network" war, brachte er die Vorgesetzten dazu, das erste Spiel (16:19-Niederlage gegen Chicago) über 94 Stationen landesweit zu übertragen.
Und wenngleich der Erfolg aus rein sportlicher Sicht für die Lions nicht festzustellen ist (überschaubare Bilanz von 37:41:2, zuletzt 2020 ein 20:24 gegen NFC-North-Rivale Chicago), so ist klar: Detroit hat merklich dazu beigetragen, dass Thanksgiving für unzählige Amerikaner ein Football-Festtag im Kreise der Familie geworden ist.
Für die NFL selbst entpuppte sich der Umzug mitsamt den Maßnahmen im Nachhinein ebenfalls als sehr erfolgreich, da sie im fünften Anlauf endlich ein Team in der "Motor City" etablieren konnte. Zudem sicherten sich die Detroit Lions 1935 erstmals den NFL-Titel, im gleichen Jahr, als die Detroit Tigers zum ersten Mal die World Series gewannen und kurz bevor die Detroit Red Wings den Stanley Cup zweimal in Folge (1936, 1937) gewinnen konnten.

Cowboys sichern sich den zweiten Platz
Story Dallas: Die stolzen Cowboys durften an Thanksgiving erstmals im Jahr 1966 ran, ehe das Prozedere ab 1978 und bis heute regelmäßig wurde. Und genau wie die Lions hofften die Macher der Texaner ebenfalls darauf, ihr Image mit diesem besonderen Feiertags-Auftritt aufzupolieren. Gesagt, getan - und wieder waren hier clevere Planer am Werk. Denn das Franchise etablierte sich in dieser Zeit unter Legenden-Coach Tom Landry, der zwischen 1960 und 1988 trainierte und die Cowboys 1971/72 (24:3 gegen Miami) und 1977/78 (27:10 gegen Denver) zum Super-Bowl-Sieg führte. "America's Team" ward geboren. Der damalige General Manager Tex Schramm trug in dieser Zeit enorm viel zum marketing-technischen Erfolg bei - unter anderem etablierte er die "Dallas Cowboys Cheerleaders".
Die Thanksgiving-Bilanz von Dallas, das gemeinhin aufgrund der heutzutage vielen, vielen Fans - wie erwähnt - einfach als "America's Team" bezeichnet wird und vergangenes Jahr mit 15:26 gegen die Buffalo Bills verloren hat, sieht derweil wie folgt aus: 31 Siege, 20 Niederlagen, ein Remis.

Spiel Nummer 3
Kurzum: Seit 1934 tragen die Lions nun schon das erste Thanksgiving-Heimspiel aus, ehe seit 1978 Dallas immer an Detroit mit einer Partie vor heimischer Kulisse anschließt. Um allerdings auch andere der insgesamt 32 NFL-Teams in den Genuss kommen zu lassen, lässt die Liga seit 2006 ein drittes, stets flexibles Duell austragen (dieses Mal eben Steelers vs. Ravens). Der Zusatzgewinn daraus: Aus über sechs Stunden Football-Unterhaltung werden somit weit über neun - und der US-Feiertag Thanksgiving ist medial in der Hand von Football, was für die NFL natürlich Erlöse satt abwirft. Speziell, weil von etlichen Wirtschaftsunternehmen mächtig Werbung für den bevorstehenden Black Friday plus den anschließenden Cyber Monday geschaltet werden kann.

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Freitag, 26. November 2021, 19:57

Fatale Flaggen: Cowboys kassieren Overtime-Niederlage gegen Raiders

Thriller an Thanksgiving! In der Overtime kassierten die Dallas Cowboys gegen die Las Vegas Raiders die nächste Niederlage - und klagten danach über die Schiedsrichter. Für die New Orleans Saints setzte es die vierte Pleite in Folge.

Zitat

Beim Stand von 33:33 war es in Texas in die Verlängerung gegangen. Dort blieb der erste Drive der Cowboys um Quarterback Dak Prescott (375 Yards, 2 TD) erfolglos. Bei 3rd & 18 waren die Gastgeber dann kurz davor, den Ball zurückzubekommen. Doch nach einem langen Pass von Raiders-Quarterback Derek Carr (373 Yards, 1 TD) verhängten die Schiedsrichter eine Pass-Interference-Strafe gegen Cowboys-Cornerback Anthony Brown, die Las Vegas in Field-Goal-Reichweite brachte. Kicker Daniel Carlson verwandelte aus 29 Yards - nach diversen Strafen erst im vierten (!) Anlauf - und bescherte den Raiders einen dringend benötigten 36:33-Erfolg nach zuvor drei Niederlagen in Serie.

Schiedsrichter sprechen insgesamt 28 Strafen aus
Es war nicht das einzige Mal, dass an Thanksgiving Flaggen flogen. Alleine Brown kassierte vier defensive Strafen, sein Team insgesamt gar 14 für 166 Yards (Franchise-Rekord). Auch gegen die Raiders sprachen die Schiedsrichter 14 Strafen aus (110 Yards).
Cowboys-Besitzer Jerry Jones konnte seinen Unmut nicht verbergen. "Dies ist nach dem Super Bowl wahrscheinlich das Spiel, das die meisten Leute sehen. Es hat mir gar nicht gefallen, dass es am Ende darauf ankam, den Ball einfach lang zu werfen und seine großen Plays von Strafen aufgesetzt zu bekommen", klagte Jones. Auch wenn er den Offiziellen keineswegs die Schuld an der Niederlage geben wollte, hätten sie die Partie doch maßgeblich beeinflusst. Die Raiders hätten es besser geschafft, sich auf die Art der Spielleitung einzustellen.
Die ersatzgeschwächten Cowboys, die unter anderem ohne ihre Receiver Amari Cooper und CeeDee Lamb antraten, führen die NFC East weiter an (7:4), auch wenn die Konkurrenz näherkommt. Die Raiders (6:5) hielten ihre Play-off-Hoffnungen am Leben und bleiben in der engen AFC West im Rennen.

Vierte Niederlage in Folge: Saints fallen aus den Play-off-Plätzen
Zunehmend bedrohlicher wird die Lage für die vor allem in der Offensive stark geschwächten New Orleans Saints (5:6), die beim 6:31 gegen die Buffalo Bills erneut eine schwache Vorstellung boten und in der NFC durch die vierte Niederlage in Folge vorerst aus den Play-off-Plätzen purzelten. Bei den Bills (7:4), die mit den New England Patriots in der AFC East um den Division-Titel streiten, glänzte Quarterback Josh Allen mit vier Touchdown-Pässen, leistete sich allerdings auch zwei Interceptions.

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Freitag, 26. November 2021, 23:16

Nach Umzug der Rams nach Los Angeles
Die NFL und die Rams zahlen der Stadt St. Louis 790 Millionen US-Dollar Entschädigung

Die Stadt St. Louis hat seit 2016 kein NFL-Team mehr, genauer gesagt die Rams. Diese waren damals nach Los Angeles weitergezogen, was natürlich Proteste und Klagen nach sich gezogen hatte. Nun gab es die Entschädigung.

Zitat

Fünf Jahre nach dem Abschied aus St. Louis und der Rückkehr nach Los Angeles zahlen die NFL und die Rams 790 Millionen US-Dollar (rund 705,3 Millionen Euro) Entschädigung an die Stadt in Missouri.
Auf diesen Vergleich habe man sich geeinigt, hieß es in einer Mitteilung der Stadt und des Bezirks vom Mittwoch. St. Louis hatte die NFL und Rams-Besitzer Stan Kroenke auf eine Milliarde US-Dollar Schadenersatz verklagt, nachdem Kroenke die Rams wieder nach Los Angeles verlegt hatte. Diese Klage ist nun hinfällig. Die Rams hatten bereits bis 1995 in Los Angeles gespielt und waren dann bis 2016 in St. Louis zu Hause.

Begründung: Fehlende Steuereinnahmen
Dass Teams in den großen US-Ligen die Stadt wechseln, ist nicht ungewöhnlich. So spielten die Los Angeles Chargers etwa bis 2017 in San Diego. Zuletzt zogen die Oakland Raiders um und sind seit 2020 die Las Vegas Raiders.
St. Louis hatte der NFL und Kroenke allerdings vorgeworfen, Regeln zum Umzug eines Teams gebrochen und die Region unter anderem um Millionen Steuereinnahmen gebracht zu haben. Mehrere Gerichtsurteile waren bislang im Sinne der Kläger ausgefallen. Laut Berichten von US-Medien teilen sich die NFL, Kroenke und die weiteren Teambesitzer der Liga die 790 Millionen US-Dollar untereinander auf.

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Sonntag, 28. November 2021, 19:42

Cowobys vs. Raiders war das meistgesehene Regular Season Game seit 1990

Zitat

Das Thanksgiving-Spiel zwischen den Dallas Cowboys und den Las Vegas Raiders wurde nach Schätzungen von CBS Sports Public Relations von durchschnittlich 38,53 Millionen Zuschauern verfolgt, womit es das meistgesehene Spiel der Regular Season auf einem Sender seit 1990 wäre.
Das Spiel im Jahr 1990 war die Begegnung zwischen den New York Giants und den San Francisco 49ers am 9. Dezember, welches von 41,474 Millionen Zuschauern verfolgt wurde.
Die Einschaltquoten für das Spiel an Thanksgiving lagen nach vorläufigen Daten 26 Prozent über denen des Vorjahres.
Die Raiders gewannen in der Overtime mit 36-33 dank eines 29-Yard-Field Goals von Daniel Carlson nach einem körperbetonten, von Flaggen geprägten Spiel.
Die beiden Teams kassierten zusammen 28 akzeptierte Strafen für 276 Yards. Die Raiders wurden 14 Mal für 110 Yards bestraft, die Cowboys 14 Mal für 166 Yards.

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Sonntag, 28. November 2021, 22:23

Die Entstehung und Entwicklung der NFL seit 1920 bis heute

Zitat

Kaum ein Sport begeistert die amerikanische Bevölkerung wie Football. Das spannungsgeladene und komplexe Mannschaftsspiel lockt jährlich mehr als 17 Millionen begeisterte Fans in die Stadien.
. Aus 32 Teams wird am grandiosen Ende einer Spielzeit im Superbowl der Gewinner der Vince Lombardi Trophy ermittelt. Die Sieger-Mannschaft gewinnt dann nicht nur die Meisterschaft, sondern auch Ruhm, Ehre, enorme finanzielle Prämien und vielversprechende Werbedeals. American Football zählt heute zu den beliebtesten Mannschaftssportarten der Welt. In den Vereinigten Staaten wurde das Spiel erfunden und hat sich bis heute als Kulturgut des nordamerikanischen Kontinents fest etabliert.

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Das erste Spiel im TV Patriots gegen Titans war eher durchwachsen unterhaltsam (36:13).
Jetzt hoffe ich auf ein spannenderes Spiel Packers gegen Rams.
Und drücke nebenbei den 49ers die Daumen gegen die Vikings ….
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