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usaletsgo

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21

Montag, 16. Juli 2018, 14:44

Immer, wenn ich was von Lagune höre, fängt's an zu jucken. Wie sah es denn da mit Moskitos aus?
Ganz harmlos, überhaupt nicht der Rede wert. Nicht mal im Regenwald. Selbst abends - wir haben auch eine Night Tour gemacht - kein Problem.
Viele Grüße

Dirk
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22

Gestern, 09:19

So, ich bin jetzt auch dabei. Tolle Bilder, nette Tiere, wunderbare Strände. Ich hab auch gleich an fliegende Sauger aller Art bzw. an Sandflöhe gedacht, aber das ist evtl. auch Saisonabhängig.....

Es kann weiter gehen 8-)

usaletsgo

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23

Gestern, 16:37

Schön, dass du an Bord bist, Volker. (Aus irgendeinem Grund kann ich nicht zitieren - verstehe, wer will.) Aber es geht weiter.
Viele Grüße

Dirk
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usaletsgo

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24

Gestern, 16:45

Ein neuer Tag - ein ganz spannender, wie ich finde zudem.

​ Morgen und übermorgen gibt es dann Zeit zum Nachlesen. Der nächste Tagesbericht folgt am Samstag.

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4. Tag: 28.03.2018

​ 5:30 Uhr Ortszeit: Wir sitzen auf der Terasse und schlürfen einen Kaffee. Gleich geht´s los, wir machen eine Tour durch den Tortuguero Nationalpark​.

​ Pünktlich um 5:45 Uhr kommt auch schon unser Guide. Zusammen mit fünf anderen Gästen gehen wir auf ein Boot, das nicht viel größer ist als ein normales Ruderboot. Es hat aber einen Außenborder und zusätzlich einen leisen Elektromotor, mit dem wir tiefer in die Kanäle des Parks eintauchen werden. Schwimmwesten? Werden überbewertet. Sicherheitsinstruktionen: die sowieso. Einfach einsteigen, hinsetzen und los geht´s. So läuft das in Costa Rica (war auf der Hinfahrt von La Pavona nicht anders).

​ Wir schippern quer über die Lagune, und man sieht sogar den Volcano Arenal ganz klar - was sehr selten ist.





Zunächst fahren wir zum Nationalpark-Eingang (da, wo wir gestern die große Spinne gesehen haben) und bezahlen Eintritt, der im Tour-Preis inkludiert ist.

​ Dann kommt das erste Spektakel, von dem mir leider kein einziges Bild gelungen ist. Über die Bar einer Lodge, die wir ansteuern, fällt eine Horde Kapuzineräffchen her. Die Lümmel schnappen sich vom Vorabend stehen gebliebene Bierpullen, schmeißen sie auf den Boden und süppeln die Reste. Manche trinken gleich aus der Flasche. Insgesamt benehmen sie sich wie die Axt im Walde und stellen ein ziemliches Durcheinander an. Für uns Touristen natürlich ein grandioses Schauspiel. Unser Guide macht uns aber darauf aufmerksam, dass die Tiere problematisch und sehr aggressiv sind. "They don´t know what´s wrong, don´t know how to behave. And they are cannibals." Affen sind nicht so lustig, wie sie auf uns wirken, das lernen wir schnell.

​ Plötzlich klatscht eine große Iguana zehn Zentimeter vor meine Füße. Mit einem Hops ist sie im Wasser verschwunden, bevor überhaupt irgendjemand kapiert, was Sache ist. Die Arme hing wohl über uns im Baum und ist von einem Affen runtergeschubst worden. So sind sie halt, die Affen.

​ Außerdem warnt uns unser Guide vor Schlangen (gut, dass obige Iguana keine Schlange war, aber was eigentlich, wenn doch? Egal, lassen wir das). "Don´t touch anything." schärft er uns ein, auch, wenn wir den Trail machen, den es im Nationalpark in der Nähe des Visitor Centers gibt. Kleine Zweige könnten coral snakes sein - hochgiftig. Er zeigt uns seinen Fuß, in den sich eins dieser Viecher verewigt hat. War wohl ziemlich knapp - beinahe wäre er hopps gegangen.

​ Wir fahren dicht an den mit Dschungel bestandenen Ufern entlang. Wahnsinn, wie üppig die Vegetation überall wuchert und schön, dass die Sonne herauskommt und sich blauer Himmel durchsetzt.



Under Guide erzählt uns diverse Dinge über den Nationalpark und hält immer Ausschau nach Tieren, von denen wir auch reichlich sehen.​







Leicht zu fotografieren sind sie nicht, denn wir sind ja nicht im Zoo und die Tiere in freier Wildbahn unterwegs. Posieren für´s Foto ist eher nicht ihre Kernkompetenz, aber es gelingen ein paar gute Aufnahmen.

​ Außerdem sind die Tiere sehr weit weg. Trotz 600 mm - und das auf einem wackelnden Schiff - muss man nachträlich Croppen. Diese Brüllaffenfamilie pennt erfreulicherweise. Das machen howler monkeys oft, eigentlich fast immer. Kapuzineraffen sind dagegen permanent auf Achse und Hektiker vor dem Herrn.









Nicht nur die Tierwelt, auch die Vegetation ist fantastisch.​



Gegen Ende der Tour wartet das absolute Highlight. Wir fahren in einen ziemlich "Indiana Jones mäßigen" Kanal. Sagenhaft, und der Guide bekräftigt uns in unserer Meinung. Es wäre sein Lieblingsort. Er macht den Verbrennungsmotor aus. Wir fahren ganz langsam mit dem Elektromotor.

​ Nur das Zwitschern der Vögel ist zu hören. Sehr beeindruckend.









Die Damen hinter uns werden nervös, denn dieser Kamerad liegt da ziemlich genau fünfzig Zentimeter von uns entfernt rum. Absolut regungslos. Ist das hier ein Streichelzoo? Nein, ist es nicht, also Finger weg. Unser Guide ist zu Scherzen aufgelegt: "Made in Taiwan." Nee, das Vieh ist echt, das lebt. Und frisst. Finger vielleicht. Oder ganze Arme?​



Klasse.​



Sogar ein schwer zu findender und noch viel schwerer aufs Bild zu bannender spider monkey lässt sich blicken. Der gehört nämlich auch zu der Kategorie "notorischer Hektiker" und hampelt permanent rum.​



Nach gut zwei Stunden kehren wir um. Unterwegs treffen wir noch Delfine, die wild herumtollen. Scheinbar lieben sie das bräunliche Brackwasser der Laguna Tortuguero, die direkt an den Ozean grenzt. Ebenfalls ein klasse Erlebnis einer insgesamt fantastischen Tour, die mit 20 USD pro Person im Prinzip spottbillig ist.

​ Als wir wieder beim Hotel sind, flitzt eine Dame pfeilschnell ins Haus - offenbar ein dringendes Bedürfnis, an das man am besten gar nicht denkt, wenn man so etwas bucht. Wo soll man das erledigen? Egal - Themenwechsel.

​ Wir checken aus, wobei diese Aufgabe auch unser Guide übernimmt. Er möchte 165 USD von uns haben, was natürlich ein Witz ist. Der reguläre Preis ist 65 USD, was wir ihm auch demonstrieren (Email). Er macht den Job aber nur vertretungshalber und weiß nicht Bescheid. Also ruft er bei seiner Chefin an, die die Sache regelt. Offenbar ist im Buchungssystem ein zweitägiger Aufenthalt hinterlegt, daher der hohe Preis (wobei 2*65=??? Egal.). Alles läuft aber super-freundlich und seriös ab, wir haben zu keinem Zeitpunkt den Eindruck abgezockt zu werden.

​ Wir begeben uns zum Fähranleger, sind als pünktliche deutsche Beamte 10:40 Uhr da und möchten gerne um 11:00 zurück nach La Pavona chauffiert werden. Und zwar pünktlich, bitteschön. Kommt bloß kein Boot, die Fahrpläne werden wohl insgesamt relativ frei interpretiert und eher als Möglichkeit denn als Vorgabe betrachtet. Ich vertreibe mir die Zeit mit diversen Toilettenbesuchen in diversen Restaurants und der öffentlichen "City Hall" (oder was immer das ist - auf jeden Fall etwas Offizielles), denn marginale Verdauungsprobleme machen sich bemerkbar. Aber alles halb so wild - und nein: nicht Montezumas Rache, sondern eher das Gegenteil. Ralf hält derweil die Stellung und bewacht unser Gepäck.

​ Ach übrigens, wenn man etwas genauer hinsieht, findet man hinter den Häusern einige Zeitgenossen, die sich genüsslich einen Joint reinpfeifen. Und auf der Suche nach einer Toilette gucke ich schon mal hinter die Häuser, deshalb fällt es mir auf. Scheint normal zu sein. Juckt keinen. Polizei? In Tortuguero? Habe ich nicht gesehen. Auch Bernardo läuft mir wieder über den Weg - aber ohne Joint, nicht dass da falsche Verdächtigungen aufkommen.

​ Irgendwann nach 12:00 Uhr, ist es dann so weit, nachdem diverse private Boote schon vor uns losgefahren sind: der ÖPNV Tortuguero kommt. Wie die Deutsche Bahn: unpünktlich, aber immerhin vorhanden.

​ Die Fahrt entwickelt sich zu einem kleinen Abenteuer, denn die Kiste ist scheinbar hoffnungslos überladen. Der Motor stockt und knattert, dann hört er ganz auf und wir treiben ans Ufer. Die Riesenfarnwedel, Zweige und was weiß ich sonst noch kommen immer näher, das kleine Mädchen neben mir kreischt und rennt zu ihrer Mama, die aber auf der anderen Seite sitzen muss, denn alle Passagiere werden ungefähr gleichmäßig nach Gewicht auf die Seiten verteilt. Dann hängt das Boot komplett in der Böschung und es wird grün. Remember: Don´t touch anything! Ähh, und was ist, wenn man selbst betoucht wird?

​ Dieses marginale Problem löst sich in Nichts auf, denn der Motor geht wieder. Allerdings wohl auch nicht so richtig, denn wir sind im Schneckentempo unterwegs. Rettung naht in Form eines anderen Bootes, das neben uns treibt. Dann müssen die schwersten Männer unseres Bootes, allen voran der Käpt´n mit seinem gewaltigen Bierbauch rüber auf´s andere Boot. Ich weiß, das klingt wie bei Banana Joe (Bud Spencer), aber genau so trägt es sich zu.

​ Die Maßnahme ist von Erfolg gekrönt und wir kommen tatsächlich ins Ziel. Mit gewaltiger Verspätung versteht sich. Überglücklich, dem sicheren Tod im Maul eines Riesen-Kaimans entronnen zu sein, gehen alle von Bord.





Unser Auto finden wir so wieder, wir wir es verlassen haben. Leider auch die Rumpelpiste zurück zur Straße, die nach Cariari führt. Gruselgeschichten haben wir gehört über diese Strecke: Überfälle auf Busse, Räuber usw. usf. Kennen wir aus Mexiko, will ich auch gar nicht verniedlichen, kommt bestimmt nicht von ungefähr. Aber wir halten die Augen offen, nirgends an und fühlen uns absolut sicher.

​ Zurück auf der "Autobahn" #32 biegen wir rechts ab und später wieder rechts auf die #4 stramm nach Norden Richtung Arenal Vulkan. Auf dieser Straße sehen wir auch zum ersten Mal Geschwindigkeitskontrollen. Scheint es also auch in Costa Rica zu geben, aber ob die wirklich blitzen oder nur dekorativ herumstehen? Geheizt wird trotzdem ohne Ende.

​ In San Jorge kaufen wir in einem Supermarkt Getränke, Kekse und Chips - die üblichen Grundnahrungsmittel halt. Dann geht es auf die #142, auf der eine Menge Verkehr unterwegs ist. Zieht sich ganz schön die Strecke. Und wir haben Hunger, denn das Mittagessen ist im Prinzip ausgefallen (ein paar Müsliriegel und Gebäckstangen, das war´s).

​ Leider haben es die letzten elf Kilometer noch mal richtig in sich. Eine knüppelharte Wellblechbiste wartet auf Bewältigung, aber wir müssen sie nehmen, denn es ist die einzige Zufahrt zu unserer Lodge.

​ Kaum sind wir auf dem riesigen Gelände der privaten Lodge, die aber schon im Nationalpark liegt, ist alles asphaltiert und die fiese Schüttelei hat ein Ende. Dann sind wir am Eingangshäuschen, wo man nur noch als Hausgast weiterkommt. Meinen Namen hat der Pförtner auf der Liste und wir können passieren, den Leuten in dem Pick-Up vor uns ergeht es nicht so gut und sie müssen umkehren.



Wir checken ein, müssen noch mal umparken, aber bevor wir das tun, machen wir ein, zwei Bilder von dem Vulkan, der hier so nah ist wie nirgends sonst. Das spärliche, noch vorhandene Licht müssen wir ausnutzen, denn kein Mensch weiß, ob morgen noch so viel von dem Riesenberg zu sehen ist.

​ Der Arenal ist ein launiger Geselle.





Dann beziehen wir uns großes, luxoriöses Zimmer, das einen Super-Balkon mit direktem Blick auf den Vulkan hat. Einfach klasse.

​ Das letzte Bild des Tages mit dem letzten Licht des Tages vom Balkon.



Abendessen nehmen wir in der Lodge ein - wo auch sonst? Es gibt keine Alternative weit und breit, und wenn ich an die elf Kilometer Knüppelpiste denke ...

​ Alles ist sehr amerikanisch, überhaupt scheinen 99,9% aller Gäste Amerikaner zu sein. Der Service ist professionell, sehr aufmerksam, wie in den USA üblich, die Speisekarte ebenfalls stark amerikanisiert, was uns nicht so besonders gefällt. Das Essen ist auch entsprechend teuer und mein Lachsfilet recht knapp bemessen, dennoch in Ordnung, aber auch nicht mehr. Das gibt es bei Nordsee besser. Die Vorspeise - Mozzarella mit home bread - ist übrigens richtiggehend schlecht. Lieblos angerichtet und nicht wirklich lecker.

​ Na gut, wir sind nicht zum Essen hier, sondern wegen des Vulkans, und dafür gibt es nicht annähernd so eine gute Ausgangsbasis wie die Arenal Observatory Lodge, wie unsere Unterkunft mit vollständigem Namen heißt.

Unterkunft: Casa Marbella
Viele Grüße

Dirk
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »usaletsgo« (Gestern, 17:50)


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25

Gestern, 16:57

Leider werden die Videos nicht angezeigt, ich kann zur Zeit auch nicht zitieren.

Hat sich da irgendein Bug eingeschlichen?
Viele Grüße

Dirk
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die NETte Bahntante ;)

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26

Gestern, 17:00

Flora und Fauna sehen toll aus! Habe auch schon viele Bilder von Costa Rica gesehen da mein großer Bruder Fan von dem Land ist und dort irgendwann hin auswandern wird...spätestens dann werde ich mich mit Pura Vida mehr befassen. :S:
USA...where my heart belongs! :love:




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Gestern, 17:32

Leider werden die Videos nicht angezeigt, ich kann zur Zeit auch nicht zitieren.

Hat sich da irgendein Bug eingeschlichen?
Da die Videos auf der ersten Seite zu sehen sind ist vielleicht ein Buchstabe in der Verlinkung verkehrt? Das passt dann aber nicht zu sehr fehlenden Zitierung. Einfach mal nen anderen Brauser nehmen oder aus- und einloggen....

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28

Gestern, 17:48

Leider werden die Videos nicht angezeigt, ich kann zur Zeit auch nicht zitieren.

Hat sich da irgendein Bug eingeschlichen?
Da die Videos auf der ersten Seite zu sehen sind ist vielleicht ein Buchstabe in der Verlinkung verkehrt? Das passt dann aber nicht zu sehr fehlenden Zitierung. Einfach mal nen anderen Brauser nehmen oder aus- und einloggen....


Zitieren klappt wieder.

Videos auch. Keine Ahnung, was da los war.
Viele Grüße

Dirk
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Heute, 10:54

Tolle Bilder klasse Bericht, virtuell bin ich voll dabei - live wird das wohl eher nicht meine Urlaubsregion :D

Glück auf

Tom
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Henry Ford (1863-1947)

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30

Heute, 15:20

Tolle Bilder klasse Bericht, v
Danke, freut mich sehr. :-)
Viele Grüße

Dirk
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