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WeiZen

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581

Montag, 9. Juli 2018, 23:47

Lohnt sich

Ist das täglich geöffnet?

die ich im Rahmen einer Führung (Tipp) gemacht habe.

Kommt man nur mit Führung in die Stiftskirche?
Gruß
Ulrich

Otto

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582

Freitag, 13. Juli 2018, 16:38

Lohnt sich

Ist das täglich geöffnet?

die ich im Rahmen einer Führung (Tipp) gemacht habe.

Kommt man nur mit Führung in die Stiftskirche?



In Moyland ist Montags nur der Park geöffnet, Schloss/Museum sind zu.


In die Stiftskirche von Kloster Kamp und die Gärten kommt man über Tag immer rein.
Bei einer Führung kommt man auch an Orte, die einem sonst eher verschlossen bleiben. Dazu gibt es jede Menge interessante Infos.
Und für das Stifts-Museum muss man sowieso Eintritt bezahlen.
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Schöne Grüße
Otto

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583

Freitag, 13. Juli 2018, 19:08

Wanderungen durch den schönen Kreis Moers

Wanderung 20:
Lintfort - Niephauser Berg - Rayener Berg - Eyller Berg - Haus Dieprahm - Lintfort


Nachdem ich mit die Beschreibung aus dem Buch von 1963 durchgelesen und mal eine Karte dazu studiert hatte, war klar: um genau diese Wanderung machen zu können, würde man einen Helikopter benötigen. :zwinker:

Denn das zu Beginn erwähnte Sumpfgebiet gibt es nicht mehr, dafür jetzt aber eine A 57, eine A 42 nebst Zugbringer B 528und natürlich das Autobahnkreuz Kamp-Lintfort.
Und von den zahlreichen Kiesgruben war damals offenbar auch noch keine vorhanden.
Die Halde Norddeutschland gab es auch noch nicht.
Der Rayener Berg ist wohl noch so wie früher; dafür ist der Eyller Berg kein Naturgebiet mehr, sondern eine Giftmüll-Deponie.
Dazu gibt es neue Siedlungen, Gewerbegebiete und (Umgehungs-)Strassen.
Und die Zeche Friedrich-Heinrich in Kamp-Lintfort wurde vor ein paar Jahren als Bergwerk West geschlossen und zurzeit (zumindest teilweise) zurückgebaut.

Fazit: ein ganz neuer Plan musste her. Aber ähnlich der alten Tour sollte er schon sein.
Und das hier habe ich mir per Karte und Google Maps ausgeklügelt:

Gestartet bin ich an der "Ecke" Ebert-Strasse / Haarbeckstrasse (geparkt habe ich in der Ringstrasse). Das Wetter an dem Spätsommertag war klasse.
Denn hier gab es eine neue Strasse, die mich südlich über die B 528 bringen würde.


Richtung Süden auf der Strasse über die B 928. Keine Ahnung, warum sich einer so etwas in den Garten stellt.



Über der B 928 mit Blick Richtung Autobahnkreuz Kamp-Lintfort. Im Hintergrund die Reste der Zeche Pattberg.


Blick Richtung Westen mit einem neuen Gewerbegebiet an der B 928.



Am Niederrhein wird sehr viel ausgebaggert (Kies und Sand); somit entstanden viele Seen.


Man konnte Findlinge kaufen.





Die Halde Norddeutschland aus der Entfernung.



An der Rayener Strasse bin ich rechts abgebogen und der Schacht Norddeutschland der ehemaligen Zeche Friedrich-Heinrich kam in Sicht.



Zum Schacht Norddeutschland bin ich links abgebogen und daran vorbeigegangen...







...zur Halde Norddeutschland, die ich bestiegen habe.



Von dort oben hatte man eine tolle Aussicht auf den Niederrhein und das westliche Ruhrgebiet.





Panorama









Panorama



Das Hallenhaus der Halde Norddeutschland.







Abgestiegen bin ich über die "Himmelstreppe".













Leider hat man hier durch Vandalismus u.a. die Beleuchtung zerstört.


Weiter entlang der Geldernschen Strasse Richtung Rayen und dem Rayener Berg.



Den Rayener Berg habe ich Richtung Sportplatz bestiegen; die Mühle am Sportplatz.


Der Rayener Berg war schön bewaldet.


Nettes Gehöft



Nach dem Abstieg kam der Eyller Berg in Sicht. Früher war es ein Naturgebiet, dann eine Kiesgrube und heute ist es eine Giftmüll-Deponie, welche für viel Unmut in der Region sorgt. Über die Belastungen wird sich prima totgeschwiegen und manche Dumpfbacke macht auf dem Randgebiet auch mal eben einen Ölwechsel. Die im Buch erwähnten 2000jährigen Gräber aus der Steinzeit sind auch einfach weggemacht worden.



Ausflugslokal "Zur Grenze"



Ich wollte den Eyller Berg von Süden nach Osten über die Eyller-Berg-Strasse umrunden. Ich war aber vorgewarnt, dass die Wege wegen Gift-Kontaminierungen gesperrt sein könnten. So war dann auch.


Also bin ich einfach querfeldein gestrumpelt.



Schließlich kam ein neues Gewerbegebiet von Kamp-Lintfort in Sicht (Carl-Friedrich-Gauss-Strasse).



Hier hatte man einen netten Park zur Erholung eingerichtet.







Über die M.-Curie-Strasse bin ich zum Haus Dieprahm am Dieprahmsweg gewandert.
Das Haus hat eher Schloss-Charakter.







Der Weg führte weiter zur Friedrich-Heinrich-Allee.



Hier wurde die ehemalige Zeche Friedrich-Heinrich - später das Bergwerk West - nach ihrer Schließung wieder zurückgebaut. Mir war nicht klar, was noch erhalten bleiben würde.
Ich habe mal ein paar Eindrücke festgehalten.

Der ehemalige Trainingsstollen, den ich auch mal besichtigen konnte.







Hinter diesem Eingang befand sich die ehemalige Lohnhalle, die wirklich sehenswert war/ist.



Auf dem Fördergelände - keine Ahnung, was alles wegkommen wird.






Weitere ehemalige Werkshallen.





Das Casino Friedrich-Heinrich - am Ende des 2. Weltkrieges war u.a. Churchill hier zu Gast.



Zurück auf der Friedrich-Heine-Allee kam man an ehemaligen Beamten-Häusern der Zeche vorbei.



Über Kattern- und Ringstrasse ging es zurück zum Ausgangspunkt.

Hier ein Blick auf das ehemalige Bergwerksgelände von Süden.



Die Ringstrasse liegt im Randbereich der Alt-Siedlung des Bergwerks.





Ich kann nur schätzen, wie viele Kilometer ich gelaufen bin. Zusammen mit den ganzen Pausen, um die Aussichten zu genießen, war ich fast 4 Stunden unterwegs.
Ich fand es gelungen, was ich mir da als Wanderung zusammengestellt hatte.
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Otto

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584

Samstag, 14. Juli 2018, 02:43

Die im Buch erwähnten 2000jährigen Gräber aus der Steinzeit sind auch einfach weggemacht worden.

Unglaublich

Ich fand es gelungen, was ich mir da als Wanderung zusammengestellt hatte.

Kann man so sagen.
Das soll teilweise eine recht "strahlende" Gegend sein.
Gruß
Ulrich

Otto

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585

Heute, 15:47

Das soll teilweise eine recht "strahlende" Gegend sein.


Mit dem Abraum vom Bergbau ist wohl ein wenig die Belastung mit Radioaktivität gestiegen.

Viel mehr hat mich beunruhigt, dass in Weeze viele Jahre Atomraketen/-bomben gelagert waren, und die Bevölkerung nichts davon wusste. :huh:
Ist nach Abzug der Briten erst bekannt geworden. Und dass ein Teil der A57 als Rollfeld/Flugplatz genutzt werden konnte, war ja irgendwie bakannt. Nur nicht wofür. :rolleyes:
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