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Renhei

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1

Samstag, 31. Januar 2015, 13:30

Sommerreise in den Westen

Hallo liebe Stammtischler,
wir planen für den Sommer 2015 eine Rundreise durch den Westen mir Mietwagen.
Wir sind 2 Erwachsene + 2 Jungs (12 und 16).
Start und Ziel soll Las Vegas sein wegen der günstigeren Flüge.

Ich habe den Traum, den Grand Canyon runter und hoch an einem Tag zu wandern.
Wir wandern sonst nicht viel, können aber durchaus bis zu 1,5h joggen.
Kann man das in Deutschland mal ausprobieren?

Hier ist unser vorläufiger Reiseplan:
1. Tag Las Vegas (Flug mit United über Washington)
2. Tag Las Vegas
3. Tag Death Valley
4. Tag Yosemite (Übernachtung Bishop?)
5. Tag Yosemite
6. Tag Yosemite
7. Tag San Francisco (Alcatraz)
8. Tag Besuch bei Freunden
9. Tag Besuch bei Freunden
10. Tag Besuch bei Freunden
11. Tag SF - LA
12. Tag L.A.
13. Tag Universal Studio
14. Tag Disneyland
15. Tag Joshua tree (Übernachtung?)
16. Tag Grand-Canyon
17. Tag South Kaibab Trail/ Tronto/ Bright Angle?
18. Tag The wave/Zion (Übernachtung Page)
19. Tag antelope canyon
20. Tag Bryce Canyon
21. Tag Las Vegas

Wir sind für jede Anregung dankbar.

Moni und Tom

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2

Samstag, 31. Januar 2015, 13:52

engel1 Dann solltest du schon mal mit dem Training anfangen, ist machbar setzt aber gute Fitness voraus.

Ganz wichtig viel Flüssigkeit mitnehmen .

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Moni und Tom« (31. Januar 2015, 14:00)


OliH

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3

Samstag, 31. Januar 2015, 13:58

Erstmal willkommen am Stammtisch! :winken:

Ich habe den Traum, den Grand Canyon runter und hoch an einem Tag zu wandern.
Wir wandern sonst nicht viel, können aber durchaus bis zu 1,5h joggen.
Kann man das in Deutschland mal ausprobieren?

Das solltet Ihr Euch auf jeden Fall sofort aus dem Kopf schlagen! Im Sommer wäre das mörderisch (also wirklich im Sinne von: Menschen sterben dabei!) und selbst zu kühleren Jahreszeiten nur für erfahrene Wanderer mit sehr guter Kondition machbar. Trainieren kannst Du das nirgends, denn nur im Grand Canyon geht es 1.500 Meter runter in die Hitze und dann wieder 1500 Meter rauf in der prallen Sonne. Ich sage nicht, dass das gar nicht zu schaffen ist, aber Spaß wäre es keiner und eben wirklich nur in absoluter Top-Form überhaupt machbar. Es ist auch nicht so, dass einen da irgendjemand abholt, wenn man nicht mehr kann. Selbst diese South Kaibab / Tonto / Bright Angel Trail Runde ist im Sommer grenzwertig. Wir sind die mal Ende September gelaufen und selbst da war das nicht ohne. Hier geht's zu meinem Bericht von dem Tag: klick.

Noch ein paar Anmerkungen zu Deiner angedachten Route:
- Bishop ist zu weit weg vom Yosemite, als man das bequem als Base für den Besuch des Parks nutzen könntet. Mammoth Lakes würde funktionieren, wenn Ihr vor allem das Gebiet der Tuolumne Meadows erkunden wollt - was sich im Sommer anbietet, weil die Ecke nicht so überlaufen ist und man da oben angenehmere Temperaturen hat. Ins Yosemite Valley ist es aber ein recht lange, wenn auch sehr schöne, Fahrt.
- Alcatraz unbedingt vorab buchen.
- Von SF nach LA an einem Tag ist too much. Es gibt so viel zu sehen entlang der Küste. Besser zumindest eine Nacht in Monterey und am besten dann noch eine südlich in der Gegend Pismo Beach einplanen.
- Tag 18 verstehe ich nicht. Für The Wave brauchst Du Permits und in der Ferienzeit welche zu bekommen, kommt einem Sechser im Lotto gleich. Zion ist weit weg von Page, den Park nimmt man nicht auf dem Weg vom Grand Canyon mit. Sinniger wäre die Reihenfolge Grand Canyon - Page - Bryce Canyon - Zion - Las Vegas mit mind 2-3 Übernachtungen dazwischen. Unterkünfte sollte man da asap buchen, im Sommer dürften die Hotelpreise in der Nähe der Nationalparks recht happig sein.

Carsten

Bärliner

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4

Samstag, 31. Januar 2015, 14:19

Reinwandern in den GC: Wie schon geschrieben, setzt sehr gute Konditionen vorraus, es sterben jählich vor allem auch junge Leute, die sich völlig überschätzen. Runter geht ja evtl. noch, aber wieder hoch bei der Hitze ist das Problem und dann noch mit Kindern -> lass es!

Ansonsten ist Deine Route so nicht sinnvoll machbar, selbst der Tag am GC würde gar nicht reichen zum Reinwandern wenn Du von Joshua Tree kommst... Du unterschätzt die Entfernungen, was aber normal ist wenn man noch nicht da war, auf der Karte sieht das alles recht einfach aus. Grad aber die Sehenswürdigkeiten/NP sind im Sommer gut besucht, Parkplätze voll, Straßen gut befahren. Ich würde alles ab Tag 17 weglassen und vom GC nach LV fahren, den Rest der Tage auf die Strecke verteilen. Auch die Kinder haben sicher keinen Bock 10-12h am Tag im Auto zu sitzen. Da solltest Du deutlich entzerren. Kinder wollen Spaß und Pool, keine stundenlangen Autofahrten durch GEgenden die sie gar nicht interessieren... :whistling: Die können mit dem Naturkram wenig anfangen...

Wenn Du die Flüge noch nicht gebucht hast, wäre ein Gabelflug sinnvoll, hin nach SF und zurück zb am Phoenix (oder umgekehrt). Dann wäre einiges mehr machbar oder Du hängst noch ein paar Tage ran.
Gruß
Carsten

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alljogi

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5

Samstag, 31. Januar 2015, 14:40


Ich habe den Traum, den Grand Canyon runter und hoch an einem Tag zu wandern.
Wir wandern sonst nicht viel, können aber durchaus bis zu 1,5h joggen.
Kann man das in Deutschland mal ausprobieren?


Das kannste in Deutschland leider nicht simulieren. Schön wärs, dann wär ich da auch öfters :D
Grundsätzlich ist das Erlebnis Grand Canyon etwas ganz besonderes. Zuviel Ehrgeiz könnte das alles ziemlich schnell kaputt machen. V.a. im Sommer bei Höchsttemperaturen ist der Aufstieg in der Mittags- bzw. Nachmittagshitze ohne Schattenmöglichkeit am Berg im Grunde nur sehr, sehr langsam wenn überhaupt machbar. Aber ich sage nicht, dass es unmöglich ist und es kommt natürlich generell auf die dann aktuellen Temperaturen an. Flüssigkeit muss man allerdings mehr als genügend dabei haben und eine gewisse Fitness muss vorausgesetzt werden.

Vorschlag von meiner Seite wäre, nicht bis zum Colorado runter zu laufen sondern nur bis zum Plateau Point. Ist auch bereits ein einmaliges Erlebnis, viel einmaliger kann es auf den letzten 500 Höhenmetern gar nicht mehr werden. Was man nicht vergessen darf, bereits diese Wanderung sind schon 10 km bis zum Plateau Point, die man auch wieder rauf muss. Runter gehts ja immer leichter und das ist das gefährliche am Grand Canyon. Runter spürt man die Müdigkeit gar nicht. Erst beim Rückweg kommt dann der Hammer. Möglich im Sommer wäre es sehr früh morgens aufzubrechen, bis zum Plateau Point zu laufen und dann den Tag bis zum frühen Nachmittag in Indians Garden unter den Bäumen zu verbringen und etwas chillen. Dann auf den Rückweg machen, wenn die Sonne nicht mehr so hoch steht. Aber das immer vorausgesetzt unter der Prämisse man ist fit. Da darf man sich nicht selber belügen, das ist ganz wichtig.

Wir haben diese Wanderung mit unseren Kids gemacht. Im März 2010 (Making memories) lag allerdings oben noch Schnee und die Temperaturen waren sehr angenehm. Dann war dies auch mit unserer 10-jährigen Tochter kein Problem. Aber wir sind wandern gewohnt, machten schon immer viele Wanderungen mit unseren Kids in den Bergen. Ich weiß man ist schnell dabei sich selber zu überschätzen. Ob eine solche Wanderung für euch machbar ist, müsst ihr vor Ort selber entscheiden. Es ist auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis.

so long
alljogi

alljogi

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Samstag, 31. Januar 2015, 14:44

Kinder wollen Spaß und Pool, keine stundenlangen Autofahrten durch GEgenden die sie gar nicht interessieren... :whistling: Die können mit dem Naturkram wenig anfangen..
Da muss ich dir leider widersprechen Carsten. Das kommt ganz auf die Kids an. Meine lieben die USA und lange Autofahrten sind teil eines solchen Urlaubs.

Wenn allerdings die Kids damit nichts anfangen können dann ist ein Urlaub in den USA wohl generell eher nicht erste Wahl. Just my 5 cents.

so long
alljogi

Renhei

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Samstag, 31. Januar 2015, 18:26

Danke für die vielen und schnellen Tips.
Zum GC: was heißt denn fit? Wieviele Stunden soll man denn wandern können? Ich finde das schwierig einzuschätzen.
Das mit der Hitze ist natürlich ein Problem, da müssen wir noch mal in uns gehen.

SF nach LA: Die Tour hatten wir schon mal gemacht, deshalb nur Transfer.

Mit Zion habe ich mich vertan. Der muss natürlich nach Bryce Canyon. Übernachtung sind denke ich genug vorgesehen, aber leider noch nicht gebucht.

Mit den Kindern lange Strecken fahren ist kein Problem mehr, seit sie IPods und Handys haben.

Gabelflug haben auch überlegt, ist aber teurer und ich denke die Zeit reicht.

Vielen Dank
renhei

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Renhei« (31. Januar 2015, 18:33)


jewa

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Samstag, 31. Januar 2015, 18:43

Das mit dem Grand Canyon solltet ihr echt nochmal überdenken.
Ihr standet doch sicherlich schonmal vor dem Eingang des Kölner Doms und habt nach oben geschaut. Der Dom ist 157 Meter hoch. So - und jetzt stellt Euch den 10 mal übereinender gestapelt vor. Ihr kraxelt an einer nahezu senkrechten Wand 1500 Meter erst runter und danach wieder hoch. Im Sommer mindestens 40 Grad, nicht das leiseste Lüftchen in dem Loch, und Schatten is nich .... Und der Heli kann da auch nirgends landen.
Kreislaufkollaps, Herzinfakt, ein ordentlicher Sonnenbrand ist da noch das kleinste Übel - Urlaub geht irgendwie anders, meint ihr nicht ?

Grüße Jens
1997-Südwest 1 / 1999-Ostküste / 2001-Texas / 2003-Deep South / 2005-Nordwest+Westkanada / 2007-Südwest 2 / 2009-Ostkanada+Neuengland / 2011-Blue Ridge Parkway / 2013-Florida / 2015-Südwest 3 / 2017-Rockies / 2019-Planung Läuft...

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Samstag, 31. Januar 2015, 19:18

Zum GC: was heißt denn fit? Wieviele Stunden soll man denn wandern können? Ich finde das schwierig einzuschätzen.
Naja genau, ist schwierig. Um das zeitlich einmal einzuschätzen. Wir haben wohlgemerkt in einem März, runter zum Plateau Point 3 h 15 min gebraucht und rauf auch wieder soviel. Runter haben wir halt viel fotografiert, deshalb waren wir da genauso lang unterwegs. Geht man jetzt einmal davon aus, dass wir Maximaltemperaturen um die 20-23 Grad hatten, wird das halt im Sommer etwas schwieriger beim Berg anlaufen sein. Aber ich denke es ist nicht unmöglich. Wenn man auf die Wärme vorbereitet ist, bzw. es nicht gerade an dem Tag an dem ihr wandern wollt 45 Grad hat, würde ich es machen. Es ist eine tolle Erfahrung, die man einmal gemacht haben muss v.a. wenn man dies als Traum hat.

Letztendlich ist ja jeder für sich selber verantwortlich.

so long
alljogi

Carsten

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10

Samstag, 31. Januar 2015, 19:21


Zum GC: was heißt denn fit? Wieviele Stunden soll man denn wandern können? Ich finde das schwierig einzuschätzen.


Das Problem ist folgendes, der Normalfall: Du wanderst einen Berg hoch, 1500m. Wenn Du unterwegs merkst Du schaffst es nicht, aus welchen Gründen auch immer, drehst Du um und läufst wieder runter, was einfacher ist wie rauf. Du wirst wohl unten wieder ankommen.

Beim GC läufst Du zuerst runter, der einfachere Teil. Dann wieder hoch. Wenn Du dann auf dem Weg nach oben merkst das Du es nicht schaffst, hast Du ein Problem! Du MUßT da hoch, runter ist ja keine Option. Das mit Kindern zu machen finde ich schon fahrlässig, da reicht ein umgeknickter Fuß vom Kind... Simulieren oder üben kann man das schlecht, oder bist Du hier schon mal im Hochsommer 1500m einen Berg hoch?
klick

Zitat



Mit den Kindern lange Strecken fahren ist kein Problem mehr, seit sie IPods und Handys haben.


Aber dran denken das Du sehr oft unterwegs kein Internet hast, was ja oft "lebenswichtig" ist :D

Zitat

Gabelflug haben auch überlegt, ist aber teurer und ich denke die Zeit reicht.


Du hast Strecken die krass sind, "machbar" schon, aber Du willst auch mal essen, Fotostopps, einkaufen, Pool usw. Steh früh auf und nimm den Jetlag mit, das hilft schon mal.
Gruß
Carsten

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Sanfrancis

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Samstag, 31. Januar 2015, 19:44

Die Fitness muss jeder für sich austesten. Ich bin mit 56 Jahren runter bis zum Plateau-Point, zusammen mit einem Freund. Es war Mitte September und nicht mehr so heiß. Wir sind gegen 8.30 Uhr runter und waren gegen 19 Uhr wieder oben. Mit viel Wasser und guter Kondition bei moderaten Temperaturen ist es zu schaffen. Unterwegs gibt es vereinzelt Wasserstellen, Indians Garden - hier teilt sich der Trail zum Plateau Point oder zum Colorado - bietet Wasser und schattige Bäume.
Wie schon gesagt, der Plateau-Point bietet schon beeindruckende Perspektiven.

Gruß
Bernd
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VIVALASVEGAS

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Samstag, 31. Januar 2015, 19:58

Viel Erfolg. Vielleicht wäre sonst ein heilflug auch für die Jungs ne spannende Alternative.

TomTom

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13

Samstag, 31. Januar 2015, 20:00

Ich würde ebenfalls abraten an einem Tag, und ganz besonders im Sommer, dort runter und wieder hoch zu laufen. Wird sind einmal Anfang Mai bei ca. 30 Grad bis zum Plateau gelaufen (von da kann man den Fluss und die Lodges sehen). Wir haben runter 3,5 h und 3 h hoch gebraucht und waren fix und fertig, obwohl wir recht gute Wanderer mit Alpenerfahrung sind. Du brauchst sehr viel Wasser und die Sonne brennt im Sommer unerträglich und es gibt keinen Schatten. Lieber nur die Hälfte der Strecke laufen und viele Pausen zum genießen des Anblicks einplanen.

SF bis LA in einem Rutsch finde ich auch eine Schande. Wir waren letztes Jahr dort und der Küstenabschnitt ist einfach grandios und es wäre eine Schande, dort vorbeizurauschen. Das ist aber meine Meinung.
TomTom
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Tinchen

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Samstag, 31. Januar 2015, 20:48

Zum Thema Fitness und Grand Canyon schau Dir mal diesen Artikel an:
Klick
Viele Grüße
Bettina

Otto

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15

Sonntag, 1. Februar 2015, 15:07

Da ich 1980 (ja - lange her) bis ganz unten im GC war, hier ein paar Anmerkungen:

Bis ganz unten in den GC an einem Tag ist auch für fitte Sportler eine Anstrengung - auch wenn du joggst, kann ich dir nur abraten!
Ich war damals jung - um einiges jünger als du jetzt, einigermassen fit und noch um einiges unvernünftiger als heute. :zwinker:
Ich hatte 1 Übernachtung unten im Canyon. Wir sind damals bei der Dämmerung auf den Weg nach oben gestartet und waren gegen Mittag ganz oben. Es war im September. recht schwülwarm und anstrengend - vor allem die letzten Meilen nur bergauf.

Wenn ihr reinwandern wollt, dann überlegt euch die angesprochene Wanderung u.A. zum Plateau Point - aber nur wenn ihr euch ALLE fit dafür fühlt.

Außerdem solltet ihr nachfragen, ob ihr unterwegs Wasser nachfüllen könnt, denn in diesem Jahr werden bis ungefähr August die Wasserleitungen im GC manchmal wegen Reparaturarbeiten abgestellt.
Und nehmt sicherheitshalber Taschenlampen mit!
USA 1980 - Florida 1989 - Südwesten 2004 - West-Kanada 2005 - Südwesten 2008 - Florida 2009 - Südstaaten 2009
Bei wahrscheinlich USA-Stammtisch Treffen dabei gewesen
Schöne Grüße
Otto

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16

Sonntag, 1. Februar 2015, 23:05

Hallo und (:willkommen2:) im Forum

Das Ansinnen, die USA nicht nur aus dem Auto, sondern auch zu Fuss bei einer ausgedehnten Wanderung zu erleben ist nobel. Aber den Grand Canyon im Sommer und dann noch an einem Tag...? Nö. (:schlecht:)

Es gibt wunderbare Wanderungen durch den Bryce Canyon und auch Zion lädt zum wandern ein.

Klar, es ist ein Traum. Ist es ein grosser Traum? Ein lang gehegter Wunsch? Oder eher etwas, um es "den Jungs" zu beweisen? Wie auch immer... Lass' es ruhig angehen und verwirkliche Deinen Traum in kleinen Schritten. Erst mal eine Wanderung dem Rim entlang. Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie gross das alles wirklich ist. Wenn's Dir gefällt, dann kannst Du's beim nächsten Mal immer noch angehen. Entspannt. In 2 Tagen.

Pass' auf Dich auf! (:hutab:)
- Viktor

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alljogi

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17

Montag, 2. Februar 2015, 08:03

Ich will ja niemand in sein Unglück rennen lassen. Will aber trotzdem eine etwas andere Meinung als meine Vorschreiber anbringen.
Klar, der GC ist bei heißen Temperaturen kein Spaziergang. Richtig ist aber auch, dass mit guter und sorgsamer Vorbereitung das ganze durchaus zu handeln ist. Renhei schreibt, er ist in der Lage 1.5 Stunden zu joggen. Jetzt muss dies ja im Hinblick auf das Wandern nicht viel heißen, ist aber ein klarer Hinweis auf seine Fitness. Wer 1.5 h joggen kann, kann auch 6-7 Stunden wandern. Ist einfach meine Erfahrung.

Jetzt gibt es am GC immer genügend Hinweise vorsichtig zu sein. Soweit ich mich erinnere wird auch die Geschichte einer Marathonläuferin gepostet die im Canyon quasi verdurstet ist. Die war auch fit. Allerdings war sie schlecht vorbereitet und hatte eindeutig zu wenig Flüssigkeit dabei und war viel zu schnell bei großer Hitze unterwegs. Deswegen mein Hinweis:
1) wenn gerade eine Hitzewelle über den Südwesten fegt und es brüllend heiß ist, dann läßt man einfach die Finger von der Wanderung. Kann man aber erst vor Ort entscheiden. Außerdem verträgt jeder die Hitze anders.
2) man muss auf jeden Fall so viel Flüssigkeit wie möglich mitnehmen. Auf das unterwegs auffüllen würde ich mich nicht verlassen und habe das auch nie. Wenn dies möglich ist OK, wenn nicht darf es aber auch nicht zu einer gefährlichen Situation führen.
3) nicht in der Mittagshitze laufen und v.a. nicht bergan. Über den Mittag besser in Indian Garden Siesta halten.
4) einfach langsam gehen. Der Weg nach oben ist weit und ich habe schon oft erlebt wie Wanderer am Anfang davonspringen, als wollten sie den Gipfel in der Hälfte der normalen Zeit erreichen. Am Ende waren wir mit unseren langsamen, aber stetigen Gang immer schneller.
5) Spaß haben.

Sicher ist eine Wanderung in den Canyon keine Ponyhofveranstaltung. Aber es ist jetzt auch nicht gefährlicher als die Fahrt mit dem Auto zum Flughafen, statistisch gesehen. Ich kann jederzeit beeinflussen, was auf dieser Wanderung passiert. Eigenverantwortlichkeit ist hier sehr wichtig. Ich hatte diesen Traum auch, in den Canyon zu laufen. Allerdings musste ich jetzt nicht ganz runter an einem Tag, Plateau Point reichte mir immer. Mittlerweile war ich jetzt schon 3x dort und es ist immer wieder eine einzigartige Erfahrung.

so long
alljogi

Carsten

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18

Montag, 2. Februar 2015, 08:32

Wer 1.5 h joggen kann, kann auch 6-7 Stunden wandern. Ist einfach meine Erfahrung.



Können das auch Frau und Kinder? Man sollte das Gesamtpaket betrachten. Wenn ein Erw. meint er schafft das, völlig ok, immer rein in den GC. Aber hier übernimmt man ja auch die Entscheidung und Verantwortung für die Kinder. Ob ein 12-jähriger das auch schafft? Kinder sind da unten auch schon verreckt...
Gruß
Carsten

Bei Stammtischtreffen dabei

Kerstin

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19

Montag, 2. Februar 2015, 11:19

Wer 1.5 h joggen kann, kann auch 6-7 Stunden wandern. Ist einfach meine Erfahrung.



Können das auch Frau und Kinder? Man sollte das Gesamtpaket betrachten. Wenn ein Erw. meint er schafft das, völlig ok, immer rein in den GC. Aber hier übernimmt man ja auch die Entscheidung und Verantwortung für die Kinder. Ob ein 12-jähriger das auch schafft? Kinder sind da unten auch schon verreckt...

Das sehe ich auch als Hauptproblem, Alljogies Kinder fallen da ja aus jedem "normalen" Rahmen, die sind Alpen erprobt und die Wanderungen die sie bei den USA Reisen schon mitgemacht haben waren ja auch nicht ohne, meine beiden machen auch von Kleinkindalter an extrem viel Sport, aber die Erfahrung mit sehr langen Wanderungen den Berg hoch und Wanderungen bei extremer Hitze fehlt ihnen, deshalb stand das bei uns auch nicht zur Diskussion im Sommer bis aufs Plateau runter zu gehen.

Wenn er selbst fit genug ist und seinen Körper kennt ist das für ihn seine Entscheidung, ich würde aber an seiner Stelle nochmal im Frühling oder Herbst wieder kommen, dann kann man sicher auch darüber Nachdenken zu viert runter zu gehen, wenn man etwas mit den Kindern dafür trainiert hat.
Liebe Grüße
Kerstin

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alljogi

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20

Montag, 2. Februar 2015, 16:04

Alljogies Kinder fallen da ja aus jedem "normalen" Rahmen
:D :D :D :D
Geb das heute Abend weiter, die werden sich freuen. 8-)

Ich glaube wir haben Renhei jetzt ganz schön verrückt gemacht (:fluecht:) .
Es ist halt wie immer im Leben. Die endgültige Entscheidung kann ihm eh niemand abnehmen. Aber ehrlich, ich habe meine Kids da runter nicht in ein unkalkulierbares Abenteuer gestürzt. Wir waren zusammen 2010 an Ostern unten. Im Sommer 2009 haben wir uns dagegen entschieden. (Bad Vegas 2009 - the grand canyon day) Nicht weil es zu warm war, war es eben nicht. Aber die Gefahr von Gewittern war uns zu groß. Die Wetteraussichten sagten schwere Gewitter voraus und da wollten wir dann nicht mehr. Unser damalig 12-jährige Sohn wurde fast wahnsinnig, weil er wollte doch unbedingt da runter.

so long
alljogi