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Otto

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181

Freitag, 18. September 2020, 20:58

Um den Stanley Cup der NHL spielen in diesem Jahr (Best of 7):

Tampa Bay Lightning - Dallas Stars
USA 1980 - Florida 1989 - Südwesten 2004 - West-Kanada 2005 - Südwesten 2008 - Florida 2009 - Südstaaten 2009
Bei wahrscheinlich USA-Stammtisch Treffen dabei gewesen
Schöne Grüße
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182

Dienstag, 22. September 2020, 20:02

Wahl zum MVP!
Leon Draisaitl schreibt Geschichte

Zitat

Leon Draisaitl ist endgültig im Kreis der ganz Großen in der NHL angekommen. Der 24-jährige gebürtige Kölner gewann für seine Leistungen in der Hauptrunde 2019/20 sowohl die Hart Trophy als auch den Ted Lindsay Award. Das gab die NHL in der Nacht von Montag auf Dienstag bekannt.

Als Leon Draisaitl vor wenigen Jahren selbst formulierte, es durchaus als Ziel zu haben, eine Art "Dirk Nowitzki des Eishockey" aus deutscher Sicht zu werden, lagen ein Jahr mit über 50 und zwei Jahre mit über 70 Scorerpunkten hinter ihm. Gute Werte zweifellos, aber noch keine absolute Weltklasse. Zu diesem Zeitpunkt war noch längst nicht klar, ob Draisaitl bei allem Talent "nur" ein starker Mittelstürmer von internationaler Klasse, wie ihn Eishockey-Deutschland zuvor auch noch nicht gehabt hatte, oder sogar ein Superstar werden würde.

Draisaitl: Binnen zwei Jahren nach ganz oben
Die Antwort darauf, wo sein wahres Leistungslimit liegen würde, gab Draisaitl indes bereits in den Monaten darauf. 2018/19 gelangen ihm 50 Tore und 55 Vorlagen und damit die viertmeisten der NHL. Besonders verblüffte dabei sein plötzliche Auftreten als Torjäger (nur Alex Ovechkin war mit 51 Treffern besser), denn bis dahin galt Draisaitl vor allem als Spielmacher und damit als besonders guter Passgeber. Doch das erfolgreiche Arbeiten an seinem Schuss, wie bereits zuvor an seiner Fitness, die ihn nunmehr mit der Scheibe zu einem kaum mehr zu stoppenden Stürmer macht, spricht Bände über Draisaitls Ehrgeiz und Einstellung zu seinem Sport.
Waren die 105 Punkte eine Eintagsfliege? Natürlich nicht. Bis zum Pandemie-bedingten Abbruch der Hauptrunde 2019/20 im März hatte Draisaitl seine deutsche Rekordmarke und Vorjahresausbeute auf 110 Zähler ausgebaut - in nur 71 statt 82 Spielen wie in der Saison zuvor. Sein kongenialer Teamkollege Connor McDavid folgte ligaweit auf Rang zwei mit 13 Zählern Abstand. Die Art Ross Trophy als punktbester Spieler hatte Draisaitl damit bereits als erster Deutscher sicher.

Endgültiger Aufstieg zum Superstar
Durch die Wahl zum MVP der Hauptrunde (per Votum von ausgewählten Fachjournalisten und vergeben durch die NHL) sowie dem Erhalt des Ted Lindsay Award als bester Spieler der Hauptrunde (gewählt durch die NHL-Spieler und vergeben durch die Spielergewerkschaft NHLPA), schwingt sich Draisaitl nun endgültig zu einem der Superstars der besten Eishockey-Liga der Welt auf.
"Seine Grenze ist der Himmel, denn er ist erst 24 Jahre alt und wird weiter an sich arbeiten. Es ist verdammt hart, den MVP-Titel, egal in welcher Liga, zu gewinnen", hatte Nowitzki schon im Sommer über Draisaitl gesagt. Mit dem Gewinn von gleich drei der wichtigsten individuellen Trophäen der NHL als erster Deutscher ist Draisaitl nur zwei Jahre nach seinem selbst gewählten Vergleich zumindest schon in dieser Hinsicht auf Augenhöhe mit Nowitzki gerückt, der 2006/07 als erster Europäer den Hauptrunden-MVP-Titel der NBA gewonnen hatte.

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USA 1980 - Florida 1989 - Südwesten 2004 - West-Kanada 2005 - Südwesten 2008 - Florida 2009 - Südstaaten 2009
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Gestern, 23:16

Daniel Theis : Der deutsche Rammbock in der NBA

Zitat

Selbstlos und aufopferungsvoll: Daniel Theis entwickelt sich bei den Boston Celtics zum wichtigen Faktor. Der zurückhaltende Deutsche bekommt nun endlich auch die verdiente Anerkennung.

Wie groß der Stellenwert eines Menschen in der Öffentlichkeit ist, vermittelt dieser Tage ein Blick ins Internetlexikon Wikipedia. Das Kompendium verfügt über mehr als zwei Millionen Einträge. Den Namen „Daniel Theis“ findet man hier natürlich auch. Und das schon seit 2012, als der 2,04 Meter große Basketballer nach der Europameisterschaft mit der U 20 des DBB in den Kader der Nationalmannschaft aufrückte. Seitdem wurde der Text immer wieder erweitert und redigiert.
Doch seit Mai dieses Jahres stockt es mit den Aktualisierungen. Und das, obwohl Theis gerade von Erfolg zu Erfolg marschiert. Vor einer Woche erreichte er als vierter Deutscher nach Detlef Schrempf (1996), Dirk Nowitzki (2003, 2006 und 2011) und Dennis Schröder (2015) das Halbfinale der Playoffs in der besten Basketball-Liga der Welt (NBA).
Der nachlässige Umgang mit der Karriereentwicklung des 28-Jährigen aus Salzgitter ist typisch für die Wahrnehmung des Flügelspielers, der 2017 für relativ kleines Geld von Brose Bamberg in der Bundesliga zu den Boston Celtics in die Vereinigten Staaten gewechselt war. Als ihn Shaquille O’Neal, einst ein überragender Center, heute Fernsehkommentator, vor einem Millionenpublikum loben wollte, musste er im gleichen Atemzug zugeben, dass er gar nicht weiß, wie Theis heißt.

Lob vom Trainer
In seiner Rolle als mannschaftsdienlicher, zurückhaltender Bankspieler stand er bisher immer nur im Schatten prominenter Nebenleute. Doch bereits in den ersten Monaten der Saison, die im März wegen der Corona-Krise unterbrochen und im August in der Quarantäne-Blase von Walt Disney World fortgesetzt wurde, zeichnete sich ab, dass die Nummer 27 der Celtics für den ambitionierten Klub zu einem Leistungsfaktor werden könnte. Da machte er erstmals Schlagzeilen als einer der am meisten unterschätzten NBA-Profis, der mit fünf Millionen Dollar pro Jahr deutlich unter dem Durchschnittsgehalt in der Liga liegt.
Der Grund für die Aufmerksamkeit: Trainer Brad Stevens hat keinen so wie ihn im Kader, der mit einer selbstlosen, aufopferungsvollen Art das Spiel beeinflusst. „So wie er abschirmt und sich ohne Ball bewegt, das ist großartig“, lobte er den Niedersachsen, der auf dem Platz schnell unterwegs ist und sich oft instinktsicher genau dort aufhält, wohin der Ball beim Rebound abprallt. Sein sehr viel jüngerer Mannschaftskollege Jayson Tatum, einer der designierten Korbschützen im Team, war von der Bereitschaft von Theis begeistert, ihm wie ein Rammbock die Laufwege freizusperren: „Ich habe ihm gesagt, er bekommt von mir etwas zum Geburtstag. Eine Uhr. Oder so was in der Art.“ Sein Mannschaftskollege habe „das ganze Jahr über unglaublich gespielt“.

„Ich spiele für mich und mein Team“
Auch wenn es dabei mitunter ziemlich hart zugeht. In der Runde der letzten acht gegen die Toronto Raptors fing er sich unter dem Korb einen Fußtritt im Gesicht ein. In einem Spiel, in dem er 15 Punkte produzierte und als drittbester Mann im Team auf 30 Minuten Einsatzzeit kam. Bundestrainer Henrik Rödl, der mit seinem Nationalspieler per SMS ständig in Kontakt ist, weiß, dass ihm das nur wenig ausmacht. „Er fühlt sich momentan sehr wohl. Defensiv spielt er eine super Rolle, und auch offensiv macht er zurzeit die Dinger.“ Nach außen allerdings übt sich Theis in Bescheidenheit und gestattet kaum Einblicke in sein Innenleben.
„Ich spiele für mich und mein Team und nicht für andere Leute.“ Die positive Resonanz quittiert er zurückhaltend. Er freue sich, dass das Trainerteam und seine Nebenleute „meine Arbeit auf dem Feld zu schätzen wissen“. Alles nur, weil er ein Ziel klar vor Augen hat: „Vielleicht bin ich der nächste Deutsche, der in der NBA die Meisterschaft holt.“ Dazu muss das Team aber erst einmal die Halbfinal-Serie gegen die Miami Heat gewinnen. Was schwer genug wird. Nach drei Begegnungen in der Best-of-Seven-Serie liegen die Celtics 1:2 zurück. Das vierte Match wird am Mittwoch ausgetragen.

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Leider steht Theis mit den Boston Celtics kurz vor dem PlayOff-Aus.....
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