Hallo, Carsten,
ja, das Essen in China - unser Reiseleiter in Peking sagte mal, dass es eher KRIEG ist, wenn Chinesen essen -
und wir fanden, das ist die beste Beschreibung, die man machen kann...
und früher (also in den 80ern) gabs in Peking neben den unzähligen kleinen Garküchen an jeder Ecke auch noch reichlich
Stände, an denen sie so merkwürdige "Schaschliks" verkauften, immer so 5 Brocken drauf, die hatten so 4 kleine
"Spieße" an den Seiten abstehen.
Hat bei uns beim ersten Mal ne Weile gedauert, bis wir mitbekommen haben, was das ist:
Spatzenschaschlik und die 4 Spieße waren Beinchen und Flügel. (was für ein schrecklicher Gedanke, SPATZEN zu essen!)
ABER: ganz schlimm war, dass die Chinasen immer sonen Spatzen komplett in den Mund nahmen, genüsslich drauf rumkauten und
dann die "unverdaulichen" Gebeine rücksichtslos in die Gegend spuckten.....eklig hoch drei!
Wir waren mal allein unterwegs, nur "bewaffnet" mit nem Falk-Stadtplan, in dem zu unserer Verwunderung einige Lokale
eingezeichnet waren.
(Damals gabs in ganz Peking EINE Straße, die Hauptstrasse, die neben den chinesischen Schriftzeichen auch noch eine
lesbare Schrift hatte)
so war unser Stadtplan nicht richtig zu nutzen....aber wir fanden ein soooo nettes Lokal, zwei adrett gekleidete Mädchen vor der
Tür, die uns einluden, einzutreten. Hungrig wie wir waren, nahmen wir die einladung gern an - und fanden uns fix in einem
ziemlich sehr großen Restaurant wieder. Oh, war das da ein LÄRM!
die beiden Mädchen waren erschrocken, als sie erkannten, dass wir ihre Sprache nicht sprechen, gingen dann durch Lokal, um zu fragen
ob einer....neee, war keiner da...die Speisekarte gabs nur in Mandarin - also ein Buch mit mehr als sieben Siegeln....
so nahmen sie uns bei der Hand und führten uns von Tisch zu Tisch, sagten uns - auf Mandarin - was es jeweils zu essen gibt, was die
Leute trinken und wir schüttelten den Kopf oder nickten freudig, wenn wir was haben wollten.
Klappte super, wir entschieden uns für einen Feuertopf, fondue-ähnlich - und für Tee, nur kein Bier, das gabs in ziemlich großen Flaschen
und ohne Glas....naja....
oh, es gab viele Schälchen und wir verloren die Übersicht, aber eine Bedineung kam, um uns die Saußen vor Ort zu mischen,
munter plappernd, was sie warum zusammen tut - jedenfalls hörte es sich für uns so an....oh, ich erinnere mich, wie hungrig wir waren und
wie wir uns aufs Essen freuten - doch dann zischte auf einmal etwas knapp hinter meinem Rücken an mir vorbei - was war das?????
hmmm, jemand am Nebentisch hatte das, was er als unverdaulich erkannte, ausgespuckt!!!!! 
Ich konnte danach NICHTS von den wirklich lecker aussehenden Sachen essen, NICHTS!
Abends im Hotel hab ich das unserem Reiseleiter - er war Chef des chinesischen Fremdenverkehrsamtes und suchte sich seine
Gruppen aus - erzählt. Da kam dann erstmal der Spruch mit der Kriegsführung und dann der Hinweis, dass es ja glimpflich für mich abgegangen
sei, denn erstens hätte es mich nicht getroffen und ausgerutscht sei ich zweitens auch nicht drauf - will man mehr????
Nach diesem Erlebnis haben wir dann mal unser Restaurantumfeld mit offeneren Augen angesehen- uuuuuuh, wie die Tische nach dem Essen aussahen, der
Fussboden noch schlimmer und wie laut all die Leute sich dort unterhielten, auch rülpsten....neee - andere Länder, andere Sitten...
ich denke aber, lieber Carsten, das wird heute und in Hongkong nirgendwo mehr so sein, schon als wir in Hongkong waren - VOR dem Handover -
war das mit dem damaligen Peking in keinster Weise vergleichbar....
Viel Spaß und guck dort aufm Markt mal beim Schlachten von Hühnern zu, wenn da einer eins kauft....war auch immer ein Erlebnis...
und denke nicht, wenn Du mal ins Museum gehst, um etwas Ruhe zu haben, dass Du die da findest, auch DA ist es LAUT ohne Ende...
Liebe Grüße
Usabima