Vor unserem Urlaub stand noch die Renovierung unseres Wohnzimmers an. Die Überlegung, ob wir es vor- oder nach dem Urlaub machen, war schnell zu Ende gedacht, auch wenn wir eigentlich schon längst total urlaubsreif waren. Aber wir schafften das doch recht gut und nach zwei anstrengenden Tagen mit Malern, Möbel hin- und herschieben und neuem Teppich verlegen, hatten wir noch den Samstag zum Ausruhen und runterkommen.
20. April 2014
Halb vier waren wir wach, selbst Julian machte es nichts aus, so früh die Federn zu verlassen. Kann das nicht immer so gehen??? So sind wir pünktlich kurz vor fünf nach Leipzig gestartet. Noch schnell nachdenken, haben wir alles. Jo, scheint so, dann…los geht´s.
Ostersonntag im Morgengrauen sind die Straßen natürlich schön leer. So waren wir überpünktlich in Leipzig und gönnten uns noch einen Kaffee bei McD. Auto abgeben, zum Flughafen fahren lassen, alles klappte mal wieder problemlos. Und wir waren kurz nach sieben da. Dank Online Check-In nur schnell die Koffer abgeben und für mich wichtig, den Nikotinhaushalt noch mal gut auffüllen.
Pünktlich um 08:20 startete unser kleiner Flieger nach Frankfurt. Schon kurz vor der Landung wurde durchgesagt, dass die Amerikareisenden sich gleich zu ihrem Gate begeben sollen, da die Kontrollen länger dauern. Naja, wir hatten 75 Minuten und noch zwei Zigaretten wollte ich mir auch gönnen. Hektik kam trotzdem nicht auf. Die warten schon, dachte ich mir. Dummerweise war an der Kontrolle am Übergang zu Terminal A+ wirklich eine riesige Schlange, ein Haufen junger Cheerleaderinnen. Was wollen die denn hier? Als ich sah, dass in unserer Reihe ständig Leute vorgelassen wurden, fragte ich einfach mal nach. Die nette Dame wollte meine Boardkarte sehen und winkte uns nach Kontrolle aller drei Karten durch. Prima, eine halbe Stunde gespart und noch genug Zeit zum Rauchen. Das Boarding hatte schon begonnen, aber die Schlange war noch recht groß, also konnten wir uns Zeit lassen. Ich ging in Ruhe rauchen und Anika und Juli besuchten die Toilette.
Nach dem wir unsere Plätze in Reihe 93 eingenommen hatten, ging es auch schon los. Wir waren sehr gespannt, hatte ich doch viel positives über den A380 gelesen. Wir hatten ausreichend Platz und es ist wirklich wahr, der Flug ist um einiges leiser als in anderen Flugzeugen. Das lag nicht daran, dass ich keine sauberen Ohren hätte. Nee nee, die waren noch sauber. Auch mit dem Druckausgleich bei Start und Landung hatte ich keinerlei Probleme. Insgesamt war es ein sehr angenehmer Flug, was auch an den Flugbegleitern lag. Da muss ich Lufthansa ein Kompliment machen. Uns hat das alles inkl. Entertainment-System gut gefallen. Juli lies zwar auch mal seinen Lieblingsspruch fallen, dass ihm langweilig ist, aber wir haben dann mit ihm Karten gespielt. Aber ich glaube, oft werden die beiden mit mir nicht mehr spielen. Dazu später mehr.
Überpünktlich landeten wir im sonnigen Miami. Nun war ich gespannt, wie lange die Immigration sich hinzieht. Aber das war nach etwa 30 Minuten problemlos erledigt. Fand ich erstaunlich, war unser Flieger doch fast voll und sicher nicht der einzige, der gerade ankam. Dafür durften wir aber etwas länger auf unsere drei Koffer warten. Nach kurzer Zigarettenpause gings auf zu Alamo. Dank Bypass sollten wir gleich zum Auto. Fast keine Auswahl, bis plötzlich frisch gewaschen ein Chevy Captiva und ein Jeep Cherokee gebracht wurden. Ich verglich kurz beide und wir nahmen den Captiva. Obwohl mich ja der Jeep ja auch mal gereizt hätte.
Aber der Captiva wirkte etwas größer. Koffer rein, Navi an und los. Am Ausgang die Rechnung noch bekommen und los gings. Ich natürlich erstmal alles weggelegt und losgefahren. Dabei hab ich übersehen, dass wir einen Additional Driver für 186 $ drauf stehen hatten. Den hatten wir aber für lau gebucht. Naja, wir haben ja alle Unterlagen dabei, klären wir das bei der Rückgabe. Jetzt hatte ich anderes im Kopf und es ging erst einmal Richtung Homestead. Wenn man bisher noch nie selbst in einem anderen Land gefahren ist, konzentriert man sich ja doch eher und ist noch etwas aufgeregt. Und dann auch noch das.
Das Navi hatte sich schnell sortiert und den Weg gefunden. Nur zu dumm, dass gleich nach dem Flughafen eine riesen Baustelle ist und die Spuren nun ganz anders verlaufen. Mit etwas Glück und Geduld meisterte ich diese Herausforderung aber und konnte fortan unserem TomTom immer vertrauen. In Homestead nächtigten wir im Travelodge. Eine wie ich finde gute Adresse, die wir für einen recht ordentlichen Preis gebucht hatten. Wie alle Hotels hatte ich auch dieses schon im Voraus gebucht gehabt. Es war mir für das erste Mal doch sicherer. Und mit durchschnittlich knapp 55 € pro Nacht für alle Hotels, war ich recht zufrieden. Koffer rein, kurze Hosen anziehen, Kaffee trinken und wir machten uns auf zu Robert is here. Anschließend ging es zum Walmart, Cooler, Getränke und Vorräte kaufen. Nach dem Essen fielen wir dann nach und nach ins Bett.