Beiträge von Ilona

    16.03.15 - Umkehr

    Von Mulegé nach Guerrero Negro

    (Die Karte wurde mit Topo USA von http://www.delorme.com erstellt)

    Irgendwie schlief ich in dem Zimmer nicht gut, wahrscheinlich aus Angst, dass irgendeine Riesenkakerlake übers Bett huscht . Um 6 Uhr wurden wir ohnehin vom geschäftigen und lauten Treiben auf der Dirtroad vor dem Haus geweckt, so dass wir schnell auf den Beinen waren.

    Nachdem Lena am Vorabend ziemlich beleidigt anmerkte (weil wir weder frühstücken, noch eine weitere Nacht bleiben wollten), dass wir bis 8 Uhr auschecken sollen, haben wir ihrem Wunsch sehr gerne entsprochen .

    Zum Frühstück (mexikanische Eier) gingen wir wieder ins Restaurant Los Equipales und trafen am Nachbartisch bekannte Gesichter vom Vorabend. Das Ehepaar aus Südarizona verwickelte uns gleich in ein Gespräch und erzählte, dass sie zuletzt acht Jahre lang das Hostel in Tombstone betreuten und sich danach als Rentner ein Haus unten am River zugelegt haben. Mitte September 2014 verwüstete Hurricane Odile jedoch weite Teile der Baja California Sur und das Wasser überflutete ihr komplettes Erdgeschoss. Sie mussten in einem Motel in der Stadt wohnen, bis ihr Haus bezugsfertig renoviert war. Wir unterhielten uns gerne mit diesen Leuten, denn noch immer hatten wir keinen Plan . Eine Option wäre gewesen, sich ebenfalls in dem Motel einzuquartieren und einen Bootstrip mit Salvador zu unternehmen. Doch irgendwie waren wir planlos und in Mulegé gefiel es uns überhaupt nicht.

    Also fuhren wir einen Tag früher zurück und hielten in Santa Rosalia im Hotel Las Casitas. Die Rezeptionistin freute sich, hatte aber immer noch kein Gas, weil der Lieferant im Urlaub war. Mexiko halt (:Pfeif:) .

    Eine andere Casita gefiel uns nicht und so fuhren weiter gen Norden, vorbei am Centro de Rehabilitacion Social = CERESO = Knast

    Auch weitere Abstecher auf der Suche nach schönen Stränden blieben leider erfolglos und so bogen wir am Schild Vulcanos Tres Virgines ab.

    Doch nach 10 km war mal wieder der Teerbelag ausgegangen

    und auf eine schier endlose Dirtroad zur Vulkan-Forschungsstation hatten wir keine Lust. Also zurück zur Transpeninsular.

    Beim Militärposten in San Ignacio wurden wir diesmal nicht durchgewunken, sondern regelrecht gefilzt. Jede Tasche wurde nach Waffen und Drogen durchsucht. Die Jungs waren aber sehr nett und wir durften nach einem Plausch weiterfahren.

    Das Zauberwort ist Alemania . Sobald die Mexikaner Deutschland hören, fangen sie mit der Bundesliga an, zählen die Spieler von Bayern München auf oder bedauern uns wegen dem kalten Wetter. Die Erfahrung haben wir schon 2013 gemacht.

    Irgendwo im Nirgendwo kam ein Abzweig in die Sierra San Francisco. Hier sollte es nach 40 km die berühmten Höhlenmalereien geben. Wir hatten zwar kein Permit dafür, aber noch jede Menge Zeit.

    Ausgebremst wurden wir auf dieser noch recht neuen Straße auf 2500 m zuerst von einer Ziegenherde.

    Schöne Ausblicke in tiefe Schluchten gibt es von dort oben.

    Nach 27 km musste Heiko richtig scharf bremsen. Da war mal wieder der Teer ausgegangen .

    Die Weiterfahrt mit den abgefahrenen Reifen wollten wir nicht riskieren.

    Wahrscheinlich hätten wir die Felsmalereien ohnehin nicht gefunden und wenn, wäre uns der Eintritt mangels Permit verwehrt geblieben.

    Wir fuhren auf die Mex 1 zurück, auf direktem Weg nach Guerrero Negro weiter und fragten im Hotel TerraSal, ob sie noch ein Zimmer frei hätten. Das war kein Problem und für den nächsten Abend hatte ich ohnehin reserviert.

    Zum Abendessen gingen wir ins Restaurant Malarrimo. Die Fischteller waren jetzt nicht der Brüller, aber das weiß man ja vorher nicht.

    Wir gingen noch in den kleinen Supermarkt in der Ortsmitte. Hier fanden wir endlich einen Behälter für Tortillas und ein Päckchen Meersalz von der Saline, das Heiko in den Tortillabehälter aus Plaste packte und so in den Kofferraum legte. Die Flasche Wein aus niederkalifornischen Anbau nahmen wir mit aufs Zimmer. Der Baja California Wein ist richtig gut, sehr süffig und sorgt für die nötige Bettschwere.

    Hotel: TerraSal, Guerrero Negro
    Preis: 37 $ ohne Frühstück

    So, ich habe zumindest schon teilweise nachgelesen, Du bist mir einfach zu schnell :D
    Der Grenzübertritt ist ja schon irgendwie abenteuerlich, ich weiß echt nicht, ob wir uns das so trauen würden. Ich hätte da wohl immer Angst, es geht was schief
    Die Waltour mit dem kleinen Boot muss ja wahnsinnig beeindruckend sein, so nah an dieses riesigen Lebewesen, ein Traum


    Hallo Sandra,

    dann werde ich jetzt ein bisschen langsamer machen ;):D . Du weisst schon: Vorweihnachtsstress und so ...
    Ich bin ein unerschütterlicher Optimist und somit geht bei solch einer abenteuerlichen Reise einfach nichts schief . Was da täglich an Kolonnen von Autos über die Grenze fährt. Nur ob der Busfahrer auf uns warten würde - da war ich mir nicht sicher. Aber dann hätte Plan B gegriffen und ich hätte uns ein Taxi gerufen. Schließlich musste ich dem Ruf der Wale folgen .

    Die Wale sind jetzt wieder in den Lagunen eingetroffen und es gibt schon die ersten Babies :freu: . Am liebsten würde ich sofort in den Flieger steigen (:Pfeif:)

    dann oute dich mal - wie macht man das dann sinnvoller und so, daß sie nachher auch wirkich weg sind


    OK Chrissy jetzt kommt der Exkurs im Beseitigen von Kakerlaken. Ich zitiere mich mal ;) :

    Zitat

    und so fing ich die Kakerlake mit einem Waschlappen. Sie machte - meinerseits unbeschadet - den Abflug vom ersten Stock in den Garten


    Wenn du drauf trittst, dann knirscht das doch fürchterlich :S . Also wenn schon, dann lege wenigstens ein Papiertuch (auch wegen der Eier) dazwischen (:fluecht:) .

    Nun haben wir fast 3/4 der Halbinsel erkundet. Doch bevor wir uns so langsam auf den Rückweg in die USA machen, möchte ich euch noch die Highlights unserer Schnupperreise im März 2013 vom restlichen Viertel zeigen.

    Badesee im Canon de la Zorra:

    Mushroom Rock am Balandra Beach bei La Paz:

    Der Balandra Beach ist einer der schönsten Strände am Golf von Kalifornien.

    Dieses Ferienhäuschen direkt am endlosen Pazifikstrand von Todos Santos hatten wir gemietet.

    Am Naturstrand von Playa Las Palmas:

    Die Bootstour zu El Arco in Los Cabos am südlichsten Ende der Baja:

    Das Vogelschutzgebiet in San Jose del Cabo

    mit endlos weißen Sandstränden.

    Das mondäne Los Cabos mit Casino, Mall und Yachthafen:

    Der südlichste Teil der Baja ist vollkommen von Touristen überrannt, denn alle 5 Minuten landet ein Ferienflieger aus den USA.

    Also kein Vergleich, auch nicht preislich, zu der ursprünglichen Baja, die wir dieses Jahr vom Norden her erkundeten.

    Aber wir haben nur die schönen Sandstrände und langen Strandspaziergänge vermisst .


    ging mir auch so :rolleyes:


    Hola Chrissy,

    lieber spät, als gar nicht geoutet ;) . Willkommen in unserer Runde .


    ich hatte in einem Türkischen Hotel mal 5 davon erledigt. Am Morgen danach lag nur noch eine vorm Bett ?(


    Wahrscheinlich bekam die 5. nach ihren 4 verspeisten Kollegen den Herzkasper.

    Aber Achtung: Nie Kakerlaken zertreten, denn die Eier können über die Schuhsohlen mitgeschleppt werden.

    Das ist einfach nicht meine Art von Landschaft. Das sind ja selbst die rolling hills im Kraichgau schoener. (:fluecht:)


    Wem ging es da um Landschaft -> ich wollte Grauwale streicheln . Wenn ich Landschaft will, dann reise ich nach Utah .


    Dem kann ich nur zustimmen. shakasmile


    Freut mich :D .

    Die Walbilder waren bislang der Hammer! :thumbup:
    Kein Vergleich mit meinen "Walsuchbildern" 2005 in Kanada.
    Aber die anderen Tiere - Kakerlaken - brauch ich wirklich nicht. 8|
    Ich wäre beim letzten Ort auch baldigst weitergereist!


    Cucarachas und Mexiko gehören irgendwie zusammen ;) . Wobei wir nur die eine lebendige gesehen haben.

    Ja, da kannste alle anderen Waltouren in die Tonne kippen. Das ist das einzig wahre Whale Watching .

    Handelt es sich um einen aelteren Herrn britischer Herkunft dem ueber Jahrzehnte die Herzen nicht mehr exakt jugendlicher Damen zugeflogen sind? Offensichtlich inklusive der Queen?
    Und weil ihm die Herzen der britischen Damen nicht ausgereicht haben (und er in den US nie so wirklich erfolgreich war) hat er dann manchmal auch auf deutsch gesungen?

    Falls ja haette ich eine Idee. :whistling:
    Dann verstehe ich auch warum Dir so kalt ist... wird mir auch wenn ich an die Musik denke.
    (:fluecht:)


    Ich denke, es wird (mir) langsam warm ...

    Isaac Hayes?


    Den kenne ich nicht.