Beiträge von Minnesota

    Beim Bergsteigen rutscht David Cifaldi aus und wird von seinem Wanderstock aufgespießt. Doch anstatt den Rettungshubschrauber zu rufen, läuft er runter. 16 Kilometer, mit Stock im Oberkörper.

    Quelle: SZ.de https://www.sueddeutsche.de/panorama/david…rper-li.3524235

    Ein sonniger Tag, kaum Wind, optimales Wanderwetter für David Cifaldi, 32, und zwei seiner Freunde. Am 20. Juli wollte das Trio den Granite Peak erklimmen, mit 3904 Metern der höchste Gipfel des US-Bundesstaats Montana. Nicht die anspruchsloseste Route– allein um zum Basislager zu kommen, braucht man sieben Stunden. Für die drei aber läuft alles wie am Schnürchen, bis Cifaldi ausrutscht und, man kann es nicht anders sagen, ungünstig auf seinen Wanderstock fällt: Das Ding bohrt sich einmal durch seine linke Seite. Cifaldi, ein gelernter Krankenpfleger, entscheidet sich, mit dem Stock im Oberkörper den Rückweg anzutreten. 16 Kilometer weit. Warum? Den Videocall mit der SZ macht Cifaldi aus dem Auto heraus, Ortszeit 7 Uhr morgens. Munter und ohne Stock in sich.

    SZ: Sind Sie schon auf dem Weg zur Arbeit?

    David Cifaldi: Ja, ich dachte, ich mache es hier, meine Frau schläft noch, und unsere Border Collies drehen immer durch, wenn ich am Telefon spreche.

    Da Sie schon wieder arbeiten, nehme ich an, Ihnen geht es einigermaßen gut.

    Die ersten Tage, nachdem sie den Wanderstock rausgenommen haben, waren wirklich schmerzvoll. Starke Schwellungen, viele Blutergüsse. Inzwischen fühle ich mich viel besser. Ein oder zwei Monate medizinische Behandlungen liegen noch vor mir, ich darf mich schon wieder normal bewegen. Dieses Wochenende will ich laufen gehen, ich trainiere für einen Marathon. Letztlich werden mir nur zwei große Löcher in meiner Seite bleiben.

    Haben Sie den Wanderstock noch?

    Nein, der wurde sozusagen massakriert beim Entfernen in der Notaufnahme. Das ist ein Trekkingstock mit Spannmechanismus, da sind eine Feder und ein Seil drin. Die Ärzte konnten die Spannung lösen und haben den Stock durchtrennt. Ich war aber eh nicht besonders scharf darauf, ihn zu behalten. Doch – so komisch es ist – ich habe seinen Zwilling gerade zufällig im Auto. (Cifaldi greift neben sich und hält ihn in die Kamera.)

    Am 20. Juli hatten Sie eigentlich anderes vor, als sich so intensiv mit Ihrem Wanderstock auseinanderzusetzen.

    Ich liebe „Peak Bagging“, so nennen wir das hier: hohe Gipfel in den Bergen sammeln. Der Granite Peak gilt als eine der härtesten Besteigungen in den USA, weil man so viel Zeit für ihn braucht. Eine große Herausforderung, ich genieße es, meinen Körper dafür zu pushen.

    Und dann kommt Ihnen dieser Ausrutscher dazwischen.

    An den Sturz erinnere ich mich nur verschwommen. Das war auf einem Sattel, raues Gelände, vor uns der Granite Peak. Ich weiß noch, wie ich mich überschlug und dann auf meinem Hintern saß. Ich sah den einen Wanderstock auf dem Boden liegen, dann – so am Rande meines Blickfelds –, wie der andere irgendwie nach oben ragt. Ich habe hingefasst und gedacht: „Oh Mann, der steckt in mir drin.“ Das war surreal.

    Und muss doch wehgetan haben!

    Nee, gar nicht. Ich bin sofort in Krankenpfleger-Modus gegangen, das war wie Muskelerinnerung. Ich bin die Abcs durchgegangen, habe kontrolliert, ob ich Blutungen habe, meine Freunde Fotos machen lassen. Ich habe mich selbst wie einen anderen Patienten untersucht.

    Und keinen Rettungshubschrauber gerufen. Hat bei Ihrer Entscheidung das berüchtigte US-Gesundheitssystem eine Rolle gespielt?

    Absolut! Mein Freund hat direkt den SOS-Knopf an seiner Smartwatch gedrückt, und ich meinte zu ihm: „Ruf auf keinen Fall einen Helikopter, ich kann den nicht bezahlen!“ Dort oben gerettet zu werden, würde so zwischen 50 000 und 70 000 Dollar kosten. In dem Moment dachte ich: Ich könnte mein Haus verlieren, eine zweite Hypothek aufnehmen oder meine Frau in Schulden stürzen. Sachen, über die man sich eigentlich keine Gedanken machen sollte.

    Zumal während einem ein Stock in der Flanke steckt ...

    Man tut es aber doch. Mein Freund hat mir dann aufgeholfen, und ich bin testweise gelaufen. Den Umständen entsprechend fühlte ich mich funktionstüchtig, mir war nicht schwindlig. Also dachte ich, ich versuche es. Der Abstieg war vor allem mental belastend. Ich war extrem wachsam, wo ich hintrat. Bei jedem Stein, jeder Wurzel. Ich wusste, ein falscher Schritt und es könnte vorbei sein. Wehgetan hat es nur beim Hinabsteigen in Geröll- und Schneefeldern, da wackelte der Stock und bewegte sich ein bisschen. Nach acht Kilometern war ich dann schon ziemlich erledigt. Die Sonne war draußen und hat uns förmlich gebrutzelt. Meine Freunde haben sichergestellt, dass ich hydriert war, wir sind für Snacks stehen geblieben. Ich bin ihnen so unendlich dankbar. Komischerweise haben wir für den Abstieg mit Wanderstock genauso lang gebraucht wie hinauf.

    Sie haben es geschafft. Und sind den Stock dann endlich losgeworden?

    Erst sind wir ins örtliche Krankenhaus gefahren. Die waren super, haben Röntgenbilder gemacht, mir Antibiotika gegeben. Aber um den Stock herauszuziehen, mussten sie mich ins Krankenhaus in Billings überweisen. Das, in dem ich arbeite. Sie wollten, dass ich einen Krankenwagen nehme. Ich sagte: „Ganz sicher nicht.“ Das wären wieder 10 000 Dollar oder so gewesen. Die 65 Kilometer sind wir selbst gefahren. Am Ende hat der Stock etwa acht Stunden in mir gesteckt.

    Und dabei alle wichtigen Organe verfehlt? Das ist ja auch ein unfassbares Glück.

    Unglaublich, ja. Er ist hier unter meinem Arm eingedrungen, durch den latissimus dorsi, einen Rückenmuskel, knapp an meinem Brustkorb vorbei, und hinten wieder ausgetreten, ohne einen Knochen zu treffen. Ich weiß: Ein paar Zentimeter weiter, und er hätte meine Lunge oder mein Herz durchbohren können. Das ist so eine kleine Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit. Doch von dem Moment an, als ich aufgespießt wurde, ging alles gut, was gutgehen konnte. Dafür bin ich dankbar.

    Auf den Gipfel haben Sie es jetzt nicht geschafft. Wollen Sie es ein andermal probieren?

    Auf jeden Fall. Wir haben uns so gut gefühlt, hatten eine tolle Zeit. Beim Abstieg habe ich meinen Freunden die Ohren vollgejammert: „Es tut mir so leid, wir sollten da oben sein.“ In einem Jahr oder so schaffe ich das.

    Oh jeee, warum kann es nicht einfach mal wieder ein bissel normal sein. Einfach nur mal ab und zu Regen für alle, ohne Unwetter, ohne Überschwemmung.

    Bei uns in der Gegend gab es 2022 mal ein Starkregenereignis, da ging es auch bei uns im Gästezimmer unterm Dach naß rein. Danach haben wir ewig nach 'nem Dachdecker gesucht, damit die undichte Stelle gefunden und wieder geflickt wurde. Diverse Gewerke an Handwerkern waren dann erst mal Mangelware in der Umgebung.

    Ich drücke euch die Daumen, dass es keine doofen Folgeschäden an elektronischen Geräten gibt und dass die nassen Stellen bald gut trocknen!

    Bevor ich jetzt ins Bettchen gehe sage ich noch danke für eure lieben Wünsche!

    Ich weiß jetzt wieder, warum ich normalerweise lieber frei mache an meinem Geburtstag....

    Und ich frage mich, was eigentlich mit Pebbles/Simone ist, die hat doch auch heute Geburtstag. Falls du hier liest - herzlichen Glückwunsch auch an dich!

    Na immerhin, es gab bei euch Regen bzw. Abkühlung.:thumbup:

    Wir haben eben mal geschaut und können unsere Temperaturen jetzt gut mit Las Vegas vergleichen. Niedrigste Temperatur heute Nacht waren 26,2 Grad. Derzeit auf der Terrasse im Schatten: 44 Grad. Yeahhhhh.

    Entwarnung: Züge fahren wieder und wir sind nach ca. 2,5 Stunden Aufenthalt dann auch weiter gekommen. Leider musste die S8 dann 3 Stationen vor unserer in die Abstellung fahren und wir sind dann noch mal ca. 20 Minuten auf einem halbdunklen Bahnsteig rumgestanden bis die nächste Bahn kam.

    Gute Nacht!

    Haben leider nur die zwei Ferienwochen.

    Page - Moab wird ein Ritt, der Rest passt für uns ganz gut

    wenn du das sagst ;) ... wir sind 2022 von Monticello nach Page geflogen und ich war am Ende komplett platt - und da bin ich selber nicht eine Meile gefahren. Weil, da hatte ich schon Corona und hab vom Tag eh nicht wirklich viel mitbekommen.

    Man kann sich diese Strecke aufteilen und wenn ihr 2 Fahrer seid, wird das schon passen.

    Willkommen im Club! engel1:thumbup:

    Wir übernachten inzwischen meistens wirklich 2 bis 3 Nächte an einem Ort, sonst ist es nur Gehetze. Aber dadurch sehen wir natürlich weniger Stellen, dafür hoffentlich eben intensiver.8-)

    zu unserer Diskussion: eine Insel oder beide - und wenn ja welche: wahrscheinlich wäre es eher die Südinsel, das ist einfach wunderschön dort. Beim Norden ist es eher der Aspekt, dass wir das eben leider verpasst haben und deswegen noch nachholen wollen würden.

    Wir sind aber eben auch eher an Natur und Wandern und Küste und Wasser interessiert, deswegen halt unsere Schwerpunkte.

    Wir hatten bei der Planung und Organisation ein Reisebüro, weil wir uns einfach nix so richtig vorstellen konnten und uns keine eigene Einschätzung (trotz etlicher Reiseberichte) zugetraut haben. Dazu war uns das alles zu wichtig, da sollte nix schief gehen. Das würden wir jetzt nicht mehr machen, sondern lieber wieder selber planen.

    Und ich hab keine Ahnung, wie sehr das jetzt alles wieder überlaufen ist.

    wahrscheinlich würden wir das meiste davon genau so wieder machen, außer Westport und Golden Bay. Dafür lieber noch mehr Zeit im Abel Tasman NP, das war wunderschön dort. Und im Norden der Südinsel sowie generell auf der Nordinsel sind wir dann auch längere Strecken gefahren.

    Der Taranaki (ein perfekter Vulkankegel) ist normal eher nicht in den Standard Routen, aber ich wollte das unbedingt sehen. Und wir hatten ja "eigentlich" Zeit.

    Weil der Norden für uns nicht richtig stattgefunden hat, hier noch die weitere Planung:
    - Opotiki 3N (White Island Tour - aber der war ja vorher schon in die Luft geflogen, das war dann eh abgesagt),
    - Whitianga 3N (da war noch mal Strand und Paddeln geplant, Hot Water Beach),
    - Auckland 2N (Stadt halt),
    - Omapere 2N (Coromandel Halbinsel),
    - Auckland --> 2 Wochen Cook Islands --> danach 3 Wochen Australien

    Leider können wir dazu nichts beitragen, aber es gibt ja eigene Reiseberichte hier im Forum.