Diese Spiele werden am Sonntag live bei RTL gezeigt:
19:00 Uhr Tennessee Titans @ Jacksonville Jaguars
22:25 Uhr Los Angeles Chargers @ Denver Broncos
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19:00 Uhr Tennessee Titans @ Jacksonville Jaguars
22:25 Uhr Los Angeles Chargers @ Denver Broncos
Abschied von "The Ralph"
ZitatAlles anzeigenAm Sonntag schließt sich der Kreis: Im zuletzt Highmark Stadium benannten Stadion empfangen die Buffalo Bills die New York Jets zum letzten Heimspiel in dieser Arena. Gegen den gleichen Gegner hatten sie dort 1973 erstmals ein NFL-Spiel in diesem Stadion ausgetragen.
Das Highmark Stadium, gelegen in der Stadt Orchard Park nahe Buffalo im Bundesstaat New York, ist ein bedeutendes Wahrzeichen für Sportfans der Region. Ursprünglich wurde es im Jahr 1973 unter dem Namen Rich Stadium eröffnet, wobei die Namensrechte von der lokalen Firma Rich Products für 25 Jahre erworben wurden.
Es wurde speziell als reines Footballstadion für die Bills konzipiert, was die Nutzung für andere Events von Beginn an schwierig machte. Im Laufe der Jahre wechselte das Stadion mehrmals den Namen, was jeweils mit neuen Sponsoringverträgen zusammenhing. Nach der Zeit als Rich Stadium und später als Ralph Wilson Stadium wurde es New Era Field nach dem örtlichen Mützenhersteller benannt. Seit 2021 wird es nach einem regionalen Krankenversicherungsträger als Highmark Stadium bezeichnet. Der Spitzname "The Ralph" hält sich jedoch weiterhin.
Das Stadion bietet aktuell Platz für über 70.000 Zuschauer und ist bekannt für seine leidenschaftliche und wetterfeste Fangemeinde, die Bills Mafia. Besonders im Winter, wenn Schneestürme über Buffalo ziehen, sorgen die Fans für eine einzigartige Atmosphäre. Ursprünglich fanden sogar 80.000 Anhänger auf den Sitzbänken, die das Stadion als einzige Heimspielstätte der NFL hat, Platz.
Im Laufe der Jahre fanden im Highmark Stadium zahlreiche denkwürdige Spiele und Veranstaltungen statt. Auch über 30 Konzerte der ganz Großen – von mehrfachen Auftritten der Rolling Stones über Metallica bis hin zu den Stars der Countryszene – begeisterten hier die Massen.
Nach dem Tod des ehemaligen Besitzers Ralph Wilson, der das Stadionprojekt in den 70er Jahren erfolgreich durchgesetzt hatte, war die Sorge zunächst groß, dass die Bills umziehen könnten. Mit dem Verkauf der Franchise an das lokal verwurzelte Ehepaar Pegula waren diese Bedenken jedoch schnell vom Tisch, auch wenn die Diskussion zwischendurch noch einmal an Fahrt aufnahm.
Stattdessen wurde ein neues Stadion auf der anderen Straßenseite, westlich der Abbott Road, geplant. Durch den Standort in Wurfweite des alten Stadions kann man die Infrastruktur – wie vor allem auch die zwingend nötigen Parkplätze – in großen Teilen weiternutzen. Die Überlegungen zu der neuen Arena begannen bereits im Jahr 2014.
Dort sollen die Bills ab diesem Jahr ihre Heimspiele im "New Highmark Stadium" austragen. Das wird dann etwas weniger Fans fassen können (bis zu 67.000), aber auch weiterhin Stehplätze umfassen, was in Amerika eher unüblich ist. Die Sitzbänke aus Metall, Bleachers genannt, werden hier jedoch gegen die üblichen individuellen Sitzschalen ausgetauscht.
Man verzichtet auch weiterhin auf ein Dach, aber zwei Drittel der Fans sind durch das Design nicht mehr den Elementen ausgesetzt. Nachdem die Infrastruktur der Gegend, was Hotelkapaziäteten und Nahverkehr angeht, nicht für einen Super Bowl geeignet ist, was sonst immer als Argument für einen Stadionbau gegenüber dem finanzierenden Steuerzahler angeführt wird, muss man auch kein Dach haben. In kalten Regionen richtet die NFL kein Endspiel aus (einzige Ausnahme, die auch so bezeichnet wurde: Super Bowl XLVIII im MetLife Stadium 2014).
Den Fans gefällts, auch wenn der Steuerzahler einen Rekordanteil an der Finanzierung übernehmen wird. Und vielleicht kann man das Eröffnungsheimspiel im September 2026 dann ja auch wieder gegen die New York Jets austragen. Auch hier würde sich dann wieder ein Kreis schließen...
Seattle Seahawks sichern sich Play-off-Freilos in NFL
ZitatAlles anzeigenIm entscheidenden Duell mit San Francisco sichern sich die Seattle Seahawks Platz eins in ihrer Conference und stehen so direkt in der zweiten Play-off-Runde der NFL. Die 49ers müssen ins Wild Card Game.
Die Seattle Seahawks haben sich am letzten NFL-Hauptrundenspieltag den Spitzenplatz in ihrer Conference NFC gesichert. Der Super-Bowl-Sieger von 2014 besiegte die San Francisco 49ers auswärts 13:3 und erspielte sich damit eine optimale Ausgangslage für die anstehenden Play-offs in der National Football League (NFL). Durch den Erfolg sicherten sich die Seahawks ein Freilos für die erste Runde und haben auf dem Weg zum Super Bowl in jeder Partie Heimspielrecht. Im Levi's Stadium konnte sich Seattle einmal mehr auf seine starke Defensive verlassen. Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen durch einen Touchdown von Running Back Zach Charbonnet über 27 Yards früh 7:0 in Führung. Nach jeweils einem Field Goal auf beiden Seiten ging es 10:3 in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel hielt die Defensive der Seahawks gegen die Offensive der 49ers Stand. Ein weiteres Field Goal im vierten Viertel brachte den Endstand und Seattle den siebten Sieg in Serie.
Die Tampa Bay Buccaneers konnten ihre Niederlagenserie beenden. Im entscheidenden Spiel gegen die Carolina Panthers gewann das Team um Quarterback Baker Mayfield 16:14 und hielt dadurch seine Hoffnungen auf eine Play-off-Teilnahme am Leben.
Mit jeweils 8:9-Siegen sind beide Teams nun auf Schützenhilfe angewiesen, da nur der Sieger der NFC South in die Play-offs einzieht. Tampa benötigt dafür an diesem Sonntag (19.00 Uhr) einen Sieg der New Orleans Saints gegen die Atlanta Falcons oder ein Unentschieden, Carolina hofft auf die Falcons.
Drama in letzter Sekunde: Steelers gewinnen Showdown um AFC North
ZitatAlles anzeigenDie Pittsburgh Steelers haben sich in einem hochdramatischen AFC-North-Finale den Divisionstitel gesichert. Beim 26:24-Heimsieg gegen die Baltimore Ravens entschied ein verpasster Field-Goal-Versuch von Tyler Loop bei auslaufender Uhr das Spiel.
Die Partie im Acrisure Stadium begann mit Vorteilen für Baltimore. Quarterback Lamar Jackson eröffnete das Scoring mit einem 38-Yard-Touchdown-Pass auf Wide Receiver Devontez Walker, wenig später erhöhte Kicker Tyler Loop per 40-Yard-Field-Goal auf 10:0. Pittsburgh antwortete vor der Pause durch ein 57-Yard-Field-Goal von Chris Boswell, sodass die Ravens mit einer 10:3-Führung in die Kabine gingen.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Steelers zunehmend die Kontrolle. Ein 1-Yard-Lauf von Tight End Connor Heyward brachte zunächst den Ausgleich, Boswell legte mit einem kurzen Field Goal nach und drehte die Partie auf 13:10. Pittsburgh profitierte in dieser Phase von längeren Drives und klaren Vorteilen bei Time of Possession und Third Downs.
Im Schlussviertel nahm das Spiel dann mehrfach eine neue Wendung. Jackson brachte Baltimore mit einem 50-Yard-Touchdown-Pass auf Receiver Zay Flowers wieder nach vorne. Die Steelers konterten mit einem 2-Yard-Lauf von Running Back Kenneth Gainwell zur 20:17-Führung, ehe Jackson und Flowers erneut zuschlugen: ein 64-Yard-Touchdown mit noch 2:20 auf der Uhr stellte auf 24:20 für die Ravens.
Rodgers führte Pittsburgh jedoch ein weiteres Mal zurück. Mit 55 Sekunden vor Schluss fand er Speedstar Calvin Austin III nach einem Stutter-and-Go über 26 Yards in der Endzone. Der anschließende verpasste Extrapunkt hielt Baltimore im Spiel, doch der letzte Akt gehörte dennoch den Steelers.
Jackson brachte die Ravens noch einmal in Field-Goal-Reichweite, unter anderem mit einem 28-Yard-Pass auf Tight End Isaiah Likely. Der 44-Yard-Versuch von Loop verfehlte jedoch deutlich das Ziel, woraufhin Pittsburgh den Divisionstitel feiern konnte und die Saison der Ravens beendet ist.
Rodgers beendete den Abend mit 294 Passing Yards, Jackson kam auf 238 Yards und drei Touchdowns, dazu eine Interception. Flowers fing vier Pässe für 138 Yards und zwei Scores. Pittsburgh gewann das Yardage-Duell knapp (394:375) und dominierte bei den First Downs (24:12).
Mit dem Sieg sichern sich die Steelers bei 10-7 den AFC-North-Titel und empfangen in der Wild Card die Houston Texans. Für Baltimore endet die Saison bei 8-9 ohne Divisionstitel und ohne Playoff-Teilnahme - entschieden in einem Spiel, das bis zum letzten Kick offen blieb.
Trotz starkem Saisonende: Falcons entlassen Raheem Morris
ZitatAlles anzeigenDie Atlanta Falcons haben sich überraschend früh dazu entschieden, Head Coach Raheem Morris am Ende der NFL-Saison 2025 von seinen Aufgaben zu entbinden, trotz einer spürbaren Leistungssteigerung zum Saisonende.
Die Entscheidung kommt unmittelbar nach einer Serie von Siegen, die die Falcons zumindest sportlich versöhnlich abschließen ließ, und eröffnet eine Phase der Neuausrichtung für das Team von Eigentümer Arthur Blank.
Die Falcons schlossen die Saison mit einer vier Spiele währenden Siegesserie ab, darunter ein 19:17-Erfolg gegen die New Orleans Saints am letzten Spieltag. Diese Serie hatte kurzfristig die Debatte um Morris’ Zukunft neu entfacht, nachdem Atlanta zuvor eine enttäuschende Saison mit einem 8-9-Record gespielt und erneut die Playoffs verpasst hatte.
Raheem Morris hatte die Falcons übernommen, um das Team langfristig wieder konkurrenzfähiger zu machen. Doch zwei Jahre ohne Playoff-Teilnahme und wiederholte Rückschläge in entscheidenden Momenten belasteten sein Ansehen. Auch wenn die späte Saisonphase Hoffnung auf Besserung bot, blieben insgesamt zu wenige überzeugende Leistungen über die gesamte Spielzeit.
Bemerkenswert ist, dass sich mehrere Leistungsträger öffentlich gegen eine Entlassung von Morris ausgesprochen hatten. Wide Receiver Drake London betonte, der Trainer habe das Team trotz schwieriger Phasen zusammengehalten und Vertrauen in junge Spieler gezeigt. Auch Running Back Bijan Robinson stellte sich hinter Morris und hob dessen Führungsstil sowie die positive Entwicklung der Mannschaft in den letzten Wochen hervor.
Das Ende einer Ära: Ravens feuern Head Coach Harbaugh
ZitatAlles anzeigenEin vergebenes 44-Yard-Field-Goal im letzten Spielzug der Regular Season 2025 markiert das Ende für einen der dienstältesten Head Coaches der NFL. Die Baltimore Ravens haben John Harbaugh nach 18 Jahren inklusive einer Super-Bowl-Saison entlassen, nachdem das Team knapp die AFC North und damit die Playoffs verpasst hat.
John Harbaugh, der 2008 die Baltimore Ravens übernommen hatte, beendete seine beeindruckende Amtszeit mit seiner Entlassung an diesem Dienstag nach Ende der jüngsten Regular Season mit einer 180-113-Bilanz. In 18 Jahren führte der 63-Jährige Baltimore zu zwölf Playoff-Teilnahmen, vier AFC Championship Games und natürlich zum großen Triumph im Zuge von Super Bowl XLVII, als damals beim Duell mit den San Francisco 49ers und beim Bruderduell zwischen John und Jim (inzwischen Head Coach der Los Angeles Chargers) das Licht ausgegangen war und am Ende das Quarterback-Duell ans Team von Joe Flacco gegen das von Colin Kaepernick gegangen war.
Über die Trennung, die sich vor allem in den vergangenen Tagen immer mehr andeutete, berichten etliche US-Medien übereinstimmend.
Mit 180 Siegen verlässt der dritter Head Coach in Baltimore das erst seit 1996 existente Franchise aus dem US-Bundesstaat Maryland wenig überraschend als erfolgreichster Trainer der Ravens-Geschichte. Er erreichte deutlich mehr Erfolgserlebnisse als seine beiden Vorgänger Ted Marchibroda (Bilanz von 16-31-1 zwischen 1996 und 1998) und Brian Billick (80-64 zwischen 1999 und 2007).
Trotz dieser Erfolge haben sich die Bosse bei den Ravens dazu entschieden, dass nach einer enttäuschenden 8-9-Saison, die mit Super-Bowl-Ambitionen begonnen hatte und mit etlichen Verletzungen durchsät war, ein Neustart nötig ist.
Ein Rückblick: Die Regular Season begann katastrophal mit einem 1-5-Start. Star-Quarterback Lamar Jackson, dessen Qualitäten als zweimaliger MVP der Liga gefühlt noch nicht bis zum Letzten ausgereizt worden sind bislang, verletzte sich in Week 4 an der Hüfte und verpasste drei Spiele, während die Defense ebenfalls von Rückschlägen geplagt wurde. Nach der Bye Week in Week 7 folgte eine beeindruckende Serie von fünf Siegen in Folge - ein Beweis für Harbaughs Kultur und die Resilienz des Teams.
Doch zwei aufeinanderfolgende Niederlagen brachten Baltimore in den Verzweiflungsmodus. Jackson, der die gesamte Saison auf der Injury-Liste stand, fehlte in Week 17, doch die Ravens dominierten trotzdem die Green Bay Packers - allen voran mit Top-Running-Back Derrick Henry. Als die Pittsburgh Steelers überraschend gegen die Cleveland Browns verloren hatten, kam es in Week 18 nun zuletzt im Sunday Night Game zum Abschluss der Regular Season zum ultimativen Showdown um die Division in Sunday Night Football.
Das charakteristisch defensiv geprägte Duell zwischen Ravens und Steelers explodierte im vierten Quarter mit vier Lead-Wechseln in den letzten neun Minuten. Und die Ravens hatten am Ende die Riesenchance zum Sieg: Nach einer verzweifelten Fourth-Down-Conversion stellte Rookie-Kicker Tyler Loop sich einem 44-Yard-Field-Goal - beim Stand von 24:26.
Loop vergab seinen ersten Karriere-Versuch unter 50 Yards und schickte die Ravens nach Hause. Die Serie von zwei Division-Titeln in Folge war gerissen - und Harbaughs Ära, wie sich nun am Dreikönigstag zeigen sollte, beendet.
Es ist erst das sechste Mal in Harbaughs Amtszeit, dass Baltimore die Playoffs verpasst hat, und erst das zweite Mal in den letzten acht Jahren. Doch Baltimore hat seit der Saison 2012 keinen Super Bowl mehr gewonnen und erreichten in all den Jahren außer einem nur einmal das AFC Championship Game. Trotz elf Spielzeiten mit zweistelligen Siegen unterliefen Harbaughs Team zu oft Late-Game-Zusammenbrüche: Baltimore verspielte seit 2008 insgesamt 46 Fourth-Quarter-Führungen - ligaweit der zweithöchste Wert im Zeitraum.
Passend zudem, dass Harbaughs Ära ausgerechnet beim Duell mit Mike Tomlin endete - den einzigen noch länger amtierenden aktiven Head Coach (seit 2007 in Pittsburgh im Amt) im 40. direkten Aufeinandertreffen.
Miami Dolphins trennen sich von ihrem Headcoach - Mike McDaniel nach enttäuschender Football-Saison entlassen
ZitatNach vier Jahren ist für den Headcoach Mike McDaniel bei den Miami Dolphins aus der National Football League (NFL) Schluss. Die Franchise zog am Donnerstag die Konsequenzen aus einer enttäuschenden Saison mit nur sieben Siegen und trennte sich von dem 42-Jährigen. Der Klub-Eigentümer der Dolphins Stephen Ross habe McDaniel am Morgen über die Trennung informiert.
"Nach sorgfältiger Prüfung und ausführlichen Gesprächen seit Saisonende habe ich entschieden, dass unsere Organisation eine umfassende Veränderung benötigt", sagte Ross.
McDaniel hatte den Posten zur Saison 2022/23 übernommen. Zweimal zog das Team unter seiner Regie in die Play-offs ein (22/23, 23/24), es kam jeweils das Aus in der Wildcard-Runde. In der Hauptrunde gab es unter McDaniel insgesamt 35 Siege und 33 Niederlagen.
Seit dem vergangenen Wochenende ist McDaniel bereits der sechste NFL-Headcoach, der gehen muss. Zuvor hatten die Arizona Cardinals, Las Vegas Raiders, Cleveland Browns, Atlanta Falcons und Baltimore Ravens ihre Cheftrainer gefeuert. Miami war für McDaniel die erste Station als hauptverantwortlicher Coach.
Diese Spiele zeigt RTL in der Wild Card Round:
Samstag 10.1.26 22:30 Uhr Los Angeles Rams @ Carolina Panthers
Sonntag 11.1.26 02:00 Uhr Green Bay Packers @ Chicago Bears
Sonntag 11.1.26 19:00 Uhr Buffalo Bills @ Jacksonville Jaguars
Sonntag 11.1.26 22:30 Uhr San Francisco 49ers @ Philadelphia Eagles
Montag 12.1.26 02:15 Uhr Los Angeles Chargers @ New England Patriots
Dienstag 13.1.26 02:15 Uhr Houston Texans @ Pittsburgh Steelers
Letztes Spiel? NFL-Profi Johnson hofft auf Playoff-Einsatz
ZitatAlles anzeigenDie NFL-Karriere von Jakob Johnson ist unerwartet – und dauert jetzt schon länger als die vieler Kollegen. Nun hat er die Chance auf ein zweites Playoff-Spiel. Es könnte zugleich der Abschied sein.
Vielleicht Schnee, dazu Temperaturen um den Gefrierpunkt und ein gegnerisches Stadion – für den deutschen Football-Profi Jakob Johnson könnte sein womöglich letztes NFL-Spiel gar keinen besseren Rahmen haben. "Anders würdest du es nicht wollen. Wenn du ein Wettkämpfer in der NFL bist, dann willst du montagabends in Pittsburgh in einer rauen Atmosphäre dein Playoff-Spiel machen", sagte der 31 Jahre alte Stuttgarter. "Zu kalt gibt es nicht. Nur zu wenig Schichten."
Ob Johnson in der Nacht zu Dienstag (2.00 Uhr MEZ) im Kader steht und mit den Houston Texans gegen die Pittsburgh Steelers um den Einzug in die Divisional-Round der Playoffs spielt, ist offen. Ebenso, ob eine Niederlage gleichbedeutend mit seinem Karriereende in der NFL wäre. Dass der Schwabe in der National Football League aber bereits alle Prognosen übertroffen hat, ist sicher. Die durchschnittliche Karriere eines NFL-Profis dauert 3,3 Spielzeiten – Johnson ist trotz aller Hürden und Hindernisse in seiner siebten Saison aktiv. Er hatte kurz nach der Fußball-WM 2006 bei den Stuttgart Scorpions American Football für sich entdeckt und sein Leben zwischenzeitlich als Kellner auf Volksfesten finanziert.
"Gute Arbeit, gewisse deutsche Tugenden, dass du ein guter Teammate bist, einen positiven Einfluss hast, egal, in welchem Raum du bist, das kann dazu führen, dass du mehr Gelegenheiten bekommst", erklärte der Vater einer kleinen Tochter. "Ich habe mir viel guten Willen erarbeitet über die Jahre, mit der Art und Weise, wie ich an die ganze Sache herangehe. Was du aus diesen Gelegenheiten machst, das ist dann deine Sache."
Denn – so erklärt er sein langes Überleben in der NFL: "Die Leistung auf dem Platz ist das Einzige, was zählt in der NFL." Für eine Karriere aber seien eben auch "Arbeitseinstellung, Zuverlässigkeit und das Vertrauen der Coaches" wesentliche Faktoren. Johnson zählt als Fullback zu einer wenig nachgefragten Sorte Spieler in der Liga, wie einst der Libero im Fußball verschwindet die Position zunehmend aus den Systemen vieler Teams. Aufgabe ist es meist, für andere Spieler den Weg freizublocken oder bei eher kurzen Läufen den Ball auch mal selber zu tragen.
Die New York Giants, für die er vergangene Saison spielte, verpflichteten ihn binnen sechs Wochen sage und schreibe fünfmal – weil er zwischendurch immer wieder entlassen worden war. Football ist ein hartes Geschäft, die Teams dürfen während der Saison nur 53 Spieler im Kader haben. Auch bei den Texans ist er nur auf den hinteren Plätzen oder im Trainings-Kader, in dieser Saison ist Johnson bereits zweimal entlassen und dann wieder eingestellt worden. Ob er am Spieltag im aktiven Kader steht, erfahren die Fans meistens erst Stunden vor Beginn einer Partie.
Es überhaupt an diese Schwelle geschafft zu haben, ist bereits mehr, als ihm viele zugetraut haben. Aus Stuttgart ging er an eine Highschool in die USA und spielte am College in Tennessee, verletzte sich aber und hatte mit Football bereits abgeschlossen. Weil ihn die Kumpels aus Scorpions-Zeiten wieder dabei haben wollten, zog er für das Stuttgarter Team den Helm nochmal auf und schaffte es schließlich in ein Förderprogramm der NFL für internationale Spieler. Von dort ging es zu den New England Patriots mit Tom Brady als Quarterback, es folgten Stationen bei den Las Vegas Raiders, den Giants und nun den Texans. "Meine Karriere war sowieso unkonventionell", sagte Johnson. "Da sind einfach ein paar Kurven und Schnitte dabei."
Die Entscheidung, ob er sich ein weiteres Mal durch eine Saisonvorbereitung quält, will Johnson "mit etwas Abstand" im Frühjahr treffen. Er weiß also selbst nicht, ob die Partie in Pittsburgh seine letzte ist – falls er in den Playoffs zum Einsatz kommt.
NFL-Playoffs-Wahnsinn öffnet plötzlich das Scheunentor
Zitat von ntvAlles anzeigenDie NFL-Playoffs beginnen und Ikone Tom Brady ist außer sich: In diesem Jahr ist alles anders, es regieren die Underdogs. Der Weg zum Super Bowl dürfte so spannend werden wie nie - und alle Teams bringen spezielle Geschichten, Stärken und Schwächen mit.
Dieses Jahr ist alles anders. Und das wissen die Beteiligten genau. Der Super-Bowl-Seriensieger, das unersättliche Monster namens Kansas City Chiefs mit Superstar Patrick Mahomes, ist nicht in den NFL-Playoffs dabei. Die Chiefs hatten zuvor siebenmal in Folge im AFC-Championship-Game und fünfmal in den vergangenen sechs Jahren im Super Bowl gestanden (drei Erfolge).
Wenn am Abend die Carolina Panthers die Los Angeles Rams zum ersten Playoff-Spiel empfangen (22.30 Uhr/RTL), werden sich 14 verbliebene Mannschaften um die Teilnahme am Super Bowl (8. Februar in San Francisco) keilen. Für sie ist die NFL-Meisterschaft so greifbar wie lange nicht. Ein Feld von Teams, das vor der Saison kein einziger Experte auf dem Zettel hatte. 2026 wird der Super Bowl der Überraschungen. Der vermeintlichen Underdogs. Der bisherigen Außenseiter.
"Wenn wir auf diese Gruppe von Teams schauen, ist es schwer, irgendjemanden abzuschreiben", sagte Quarterback-Legende Tom Brady diese Woche in seinem Vorhersage-Clip bei Instagram und ergänzte: "Wann war das letzte Mal, dass wir in die Playoffs gegangen sind und das gesagt haben?"
Nicht nur Kansas City, sondern auch die Baltimore Ravens um Superstar-Quarterback Lamar Jackson schauen von zu Hause aus zu. Dafür schnappten sich die Jacksonville Jaguars den AFC-South-Titel und den dritten Platz in der Setzliste, womit genauso wenige rechneten wie mit dem AFC-East-Titel der wiedererstarkten New England Patriots oder den topgesetzten Denver Broncos.
In der NFC herrscht zwar etwas mehr Normalität, auch Super-Bowl-Champion Philadelphia ist dabei. Aber überraschend sprangen die in Deutschland äußerst beliebten Seattle Seahawks an die Spitze, nachdem sie im vergangenen Jahr überhaupt nicht in den Playoffs dabei waren. Außerdem richten die Chicago Bears zum ersten Mal seit 2018 wieder ein Postseason-Spiel aus.
In der wilden und unvorhersehbaren regulären Saison gab es keine überdominanten Teams, die sich als absolute Favoriten herauskristallisierten. Selbst die Top-Teams Seattle und Denver haben einige Schwachstellen, insbesondere auf der Quarterback-Position. Diese Playoffs sind völlig offen und könnten die spannendsten seit Langem werden.
Thriller zum Playoff-Auftakt: Rams atmen nach famosem Touchdown-Catch durch
ZitatAlles anzeigenMit negativer 8-9-Bilanz und reichlich Glück in Form von Schützenhilfe der Atlanta Falcons hatten es die Carolina Panthers überhaupt erst in die Playoffs geschafft. Nun zum Start der Wild Card Round gebührte ihnen aber größtes Lob, weil sie den turmhohen Favoriten aus Los Angeles beim 31:34 an den Rand einer Niederlage brachten. Die Rams entkamen dieser nach klarer Anfangsphase wilden Nummer erst Sekunden vor Ablauf der Uhr.
Eine der größten Überraschungen der Regular Season war den Carolina Panthers in Week 13 beim 31:28-Überraschungscoup gegen die Los Angeles Rams gelungen - damit hatte sich der spätere NFC-South-Sieger nicht nur wieder zurück auf den letztlich auch mit gütiger Mithilfe erfolgreichen Playoff-Kurs gebracht, sondern zugleich die Kalifornier von ihrem Weg zum #1 Seed abgebracht.
Einen zweiten Ausrutscher in North Charlotte erlaubten sich die klar favorisierten Rams an diesem Samstag zum Auftakt der in diesem Jahr mal wieder hochspannenden NFL-Endrunde 2026 aber nicht. Vielmehr dominierte die Truppe von Head Coach Sean McVay um MVP-Kandidat Matthew Stafford (4707 Passing Yards, 46 Touchdowns, acht Interceptions) zunächst vom Kickoff weg. Zweifel am Sieg kamen so keine auf - erst recht nicht, als die heimischen Panthers nach dem Trommelschlag von Ex-Quarterback Cam Newton (2011 bis 2019 und 2021 plus Super-Bowl-Einzug 2015/16) direkt beim ersten Drive ein 4th&1 nicht erfolgreich ausgespielt bekamen.
Die Folge: kurzes Feld für Los Angeles, ein Lauf von Running Back Kyren Williams und drei Pässe von Stafford auf Star-Receiver Puka Nacua - darunter auch der Touchdown-Wurf für 14 Yards. Ein zeitiges 7:0 war somit hergestellt für den turmhohen Favoriten.
Doch damit nicht genug. Nach ein paar ausgetauschten Punts und einer fatalen Interception von Panthers-Spielmacher Bryce Young, der sich in seinen drei bisherigen NFL-Jahren als First Overall Pick 2023 stets gesteigert hatte (nun 3011 Passing Yards, 23 TDs, elf Picks), orchestrierten die Gäste aus dem US-Sonnenstaat einen weiteren Stafford-Nacua-Drive. An dessen Ende lief der mit 1715 Receiving Yards und zehn Touchdowns aus der Regular Season gekommene Receiver mit samoanischen Wurzeln nach einem Lateral-Pass zur linken Seite mit cleveren Haken über fünf Yards in die Endzone - 14:0.
Immerhin konnten die Hausherren im Bank of America Stadium anschließend für etwas Spannung sorgen. Durch einen ersten guten Drive mit Pass-Interference-Strafe arbeiteten sich Young und Co. ganz nach vorn, ehe Running Back Chuba Hubbard nach O-Line-Blocks zum Anschluss lief.
Außerdem wusste die eigene Defense den L.A.-Express mal einigermaßen zu stoppen, um nur ein Field Goal zuzulassen. Kicker Harrison Mevis (Undrafted Agent aus 2024) traf hier aus 46 Yards. Dennoch passierte zunächst offensiv schlicht zu wenig, um Bewegung in die Angelegenheit zu bekommen. Plötzlich erlaubten sich die Rams aber Fehler, konnten zudem einen Muffed Punt nicht erobern. Obendrein entschied sich Head Coach McVay am Ende eines Drives gegen ein einfaches Field Goal zum 20:7, sondern für das Ausspielen von 4th&3. Stafford, der zwischenzeitlich an der Wurfhand getroffen worden war und Schmerzen hatte, brachte hier jedoch seinen Pass auf Zweitrunden-Rookie-Tight-End Terrance Ferguson nicht an.
Das wiederum lud Carolinas Offense nochmals bei 90 Sekunden auf der Uhr ein. Und hier lieferte der Außenseiter ab, auch wieder dank einer fatalen Pass-Interference-Strafe der Gäste sowie vor allem durch Quarterback Young, der für 16 Yards selbst stark zum TD lief. Weil zudem Sekunden vor dem Pausentee Nacua einen tiefen und schier sicheren Touchdown-Pass von Stafford fallen ließ, stand es nur 14:17.
Nach der Pause durch ein Field Goal von Panthers-Kicker Ryan Fitzgerald (Undrafted Agent aus 2025) sogar auf einmal 17:17. Der Underdog hatte bis zu diesem Zeitpunkt also wirklich erfolgreich an einem Comeback geschraubt und das Weiterkommen in den möglichen Bereich gerückt - auch weil auf der anderen Seite Top-Spielmacher Stafford weiterhin Probleme mit der Wurfhand hatte und etwas inakkurat warf. So gelang mit dessen Offense-Abteilung im Anschluss nur ein Field-Goal-Drive (Mevis aus 42 Yards) zum 20:17. Mächtig Spannung also, die Carolina kurz nicht aufrechterhalten konnte - Young und Co. konnten ein 4th&4 nicht umsetzen und übergaben das Ballrecht somit.
Dennoch sollte ein paar Minuten später das eigene Stadion zweimal kochen. Warum? Weil zunächst Stafford bei einem Passversuch auf den zwischendurch hart am Helm getroffenen Davante Adams eine fatale Interception unterlief (Cornerback Mike Jackson fing ab) - und weil die Panthers einen zauberhaften Vier-Plays-Drive über 62 Yards auf den Rasen brachten. Am Ende garniert mit einem Hubbard-Touchdown-Lauf über drei Yards zur eigenen und damit ersten Führung bei diesem auf einmal verrückten Playoff-Spiel (24:20).
Und doch - und da geht es wieder zurück auf die Ausgangslage - sollten die eingangs klar favorisierten L.A. Rams das Ding auf ihre Seite ziehen sowie den von fast allen Seiten erwarteten Sieg als Super-Bowl-Contender der NFC einfahren.
Das gelang aber nicht ohne weiteren Thrill. Los ging es in der entscheidenden Phase zunächst einmal mit einem Touchdown-Pass zum nach dem Catch für 13 Yards einlaufenden Williams (27:24), nachdem zuvor der von Stafford anvisierte Nacua (111 Yards plus TD an diesem Tag) mit einem Elite-Defense-Move eine weitere Interception verhindert hatte. Daraufhin hielt auch mal die kalifornische Defense mit Recken wie Tackles-Leader Nate Landman, Safety Quentin Lake oder der eigenen Defensive Line um Jared Verse oder Kobie Turner. Es folgte beim nächsten Drive Los Angeles' jedoch ein geblockter Punt der Gastgeber, die so wieder mächtig hofften - und selbst mit einem herrlichen Heber von Quarterback Young auf den in diesem Wild-Card-Match überragenden Receiver Jalen Coker (134 Yards) zum 31:27 zustachen. Bei nur etwas mehr als zwei Minuten Zeit plus allen drei Auszeiten brauchten die Rams also einen Touchdown für den Sieg.
Hier aber funktionierte das gesamte Konstrukt abgesehen von einem Drop von Adams wieder - und am Ende eines langen Drives über sieben Plays sowie 71 Yards stand ein famoser Touchdown-Catch von Tight End Colby Parkinson für 19 Yards und zum 34:31. Der Endstand, weil den Carolina Panthers um Spielmacher Young (21/40 für 264 Yards, zwei Total Touchdowns und eine Interception) bei nur noch wenig Restzeit kein Wunder-Drive mehr gelang und Jimmy Horn einen Pass dropte. Die Rams um Stafford (24/42 für 304 Yards, drei TDs, eine Int.) kamen derweil mit dem Schrecken davon.
Irres Comeback in Chicago: Bears drehen Wild-Card-Krimi
ZitatAlles anzeigenDie Chicago Bears haben im NFC-Wild-Card-Spiel eines der spektakulärsten Comebacks der jüngeren Playoff-Geschichte hingelegt. Beim 31:27-Erfolg gegen die Green Bay Packers wandelte Chicago einen 18-Punkte-Rückstand in einen Sieg um und feierte damit den ersten Playoff-Erfolg seit 2010. Gleichzeitig markierte das Divisionsduell den größten verspielten Playoff-Vorsprung der Packers.
Green Bay übernahm von Beginn an die Kontrolle. Quarterback Jordan Love führte die Packers bei ihren ersten drei Drives jeweils in die Endzone. Zunächst fand er Christian Watson über sieben Yards, anschließend fand er Jayden Reed mit einem 18-Yard-Pass, ehe Romeo Doubs nach einem gescheiterten Fourth-Down-Versuch der Bears aus einem Yard vollendete.
Chicago tat sich offensiv schwer. Head Coach Ben Johnson entschied sich mehrfach früh für riskante Fourth-Down-Versuche in der eigenen Hälfte, die allesamt scheiterten und Green Bay kurze Felder bescherten. Zur Pause führten die Packers mit 21:3 - Soldier Field war verstummt, die Partie schien früh entschieden.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild langsam. Die Packers-Offense verlor ihren Rhythmus und kam im dritten Viertel kaum noch zu First Downs. Chicago nutzte diese Phase zumindest teilweise: Zwei Field Goals verkürzten den Rückstand, ehe ein 6-Yard-Touchdown-Lauf von Running Back D’Andre Swift die Bears auf 21:16 heranbrachte.
Trotzdem wirkte das Spiel noch immer unter Kontrolle der Gäste. Als Love einen Screen-Pass auf Rookie Receiver Matthew Golden spielte, der daraus den ersten Touchdown seiner NFL-Karriere über 23 Yards erzielte, stellte Green Bay mit 6:36 Minuten Restzeit auf 27:16.
Doch genau in diesem Moment kippte die Partie. Quarterback Caleb Williams, der bis dahin stark unter Druck gestanden und bereits zwei Interceptions geworfen hatte, übernahm nun die Kontrolle. Zunächst fand er Olamide Zaccheaus zum Touchdown, ehe er bei der anschließenden Two-Point-Conversion Tight End Colston Loveland bediente - der Rückstand schrumpfte auf 27:24.
Ein verschossenes Field Goal und ein verpasster Extrapunkt von Green Bay und Kicker Brandon McManus öffneten Chicago die Tür. Mit 1:43 Minuten auf der Uhr führte Williams seinen entscheidenden Drive an. Der Quarterback fand Star Receiver D.J. Moore frei an der linken Seitenlinie - ein 25-Yard-Touchdown zur ersten Bears-Führung des Abends. Moore hatte bereits im zweiten Regular-Season-Duell gegen Green Bay in Week 16 den entscheidenden Touchdown gefangen und wurde erneut zur Schlüsselfigur.
Green Bay bekam den Ball noch einmal zurück und bewegte sich bis an Chicagos 28-Yard-Linie. Doch die Bears-Defense hielt stand. Zwei späte Passversuche von Love blieben unvollständig, der letzte wurde in der Endzone von Jaquan Brisker entscheidend gestört. Mit dem Auslaufen der Uhr brach im Soldier Field grenzenloser Jubel aus.
Statistisch lieferten beide Quarterbacks eine ereignisreiche Partie ab. Love beendete das Spiel mit 323 Passing Yards und vier Touchdown-Pässen, während Romeo Doubs mit 124 Receiving Yards und einem Touchdown Green Bays effizientester Passempfänger war. Auf Chicagos Seite kam Caleb Williams auf 361 Yards, zwei Passing Touchdowns, jedoch auch zwei Interceptions. Rookie Colston Loveland setzte mit 137 Yards bei acht Receptions ein Ausrufezeichen und war ein zentraler Faktor im Comeback der Bears.
Zur tragischen Figur des Abends wurde Packers-Kicker Brandon McManus, der beide Field-Goal-Versuche vergab und zudem nur drei von vier Extrapunkten verwandelte - liegen gelassene Punkte, die sich in der dramatischen Schlussphase als entscheidend erwiesen.
Mit dem Erfolg feiern die Bears ihren ersten Playoff-Sieg seit 2010 und bestätigen ihre außergewöhnliche Comeback-Saison auch in der K.-o.-Phase. Chicago erzielte 25 Punkte im vierten Viertel und unterstrich damit einmal mehr seine Identität als Comeback-Team - bereits der siebte Sieg nach Rückstand im Schlussabschnitt in dieser Saison. Die Bears ziehen in die Divisional Round ein und werden dort ein weiteres Heimspiel bestreiten, während für Green Bay eine Partie endet, die lange wie ein sicherer Playoff-Sieg ausgesehen hatte, mit einem bitteren und historischen Aus.
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